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ALOKONKIMG2G3-1

Königsindisch mit g2 - g3

Antiquariat
Eigenschaften

268 Seiten, gebunden, Dreier, 1999

9,90 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten
Weitere Informationen
Gewicht 480 g
Hersteller Dreier
Breite 10,8 cm
Höhe 15 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 1999
Autor Jerzy Konikowski
Sprache Deutsch
Seiten 268
Einband gebunden

Die Königsindische Verteidigung beschreibt einen gewaltigen Komplex von Varianten und Systemen mit den unterschiedlichsten und nicht immer starren Bauernstrukturen, mit komplizierten strategischen Plänen und zahlreichen taktischen Variablen. Die Grundprobleme der Verteidigung sind bis auf den heutigen Tag noch nicht völlig erforscht oder gar gelöst.

Doch genau aus diesem Grunde bietet Königsindisch dem Wettkämpfer eines der fruchtbarsten Experimentierfelder der modernen Turnierpraxis. Vor allem risikofreudige Schachspieler haben eine Vorliebe für diese Eröffnung, die mit ihren scharfen und äußerst taktischen Varianten oft ein Feuerwerk an Kombinationen auf dem Schachbrett entstehen lassen. Hervorragende Schachspieler der Vergangenheit wie Robert Fischer, Michail Tal, Tigran Petrosian oder Boris spasski haben Königsindisch ebenso fest in ihr Repertoire aufgenommen wie viele Schachgrößen der Gegenwart, darunter Garri Kasparow, die Schwestern Polgar, Aleksei Schirow und der deutsche Großmeister Robert Hübner. Und nicht nur in den Händen dieser Spieler ist Königsindisch eine mächtige Waffe.

Alle Systeme dieser komplexen Eröffnung ausführlich in einem Buch zu erörten ist praktisch nicht möglich. Deswegen beschränkt sich der Autor in seiner vorliegenden, auf zwei Buchbände angelegten Arbeit auf einen Aufbau in der Königsindischen Verteidigung, der bei den Führern der weißen Steine besonders wegen seiner positionellen Nachhaltigkeit sehr geschätzt wird: Das Fianchetto-System.

Durch die Flankenentwicklung des Läufers nach g2 organisiert Weiß einen dauerhaften Druck gegen die zentralen Punkte e4 und d5 und festigt zugleich, im Falle der kurzen Rochade, die Stellung seines Königs. Das Spiel von Weiß strebt zunächst in Richtung Zentrum und Damenflügel, wendet sich aber oft bei der ersten Gelegenheit dem gegnerischen König auf der anderen Brettseite zu.

Das Fianchetto-System verspricht dem Anziehenden viele gute Chancen auf der Basis einer gesunden Strategie. Letzteres beweisen anschaulich zwei der weltbesten Spieler, Garri Kasparow und Anatoli Karpow, die es neben einer Reihe weiterer starker Großmeister regelmäßig anwenden. Schwarz muß allerdings nicht verzagen. Ist er mit den Finessen des Systems vertraut, so stehen ihm viele Verteidigungspläne zu Gebote, die ihm ausreichende Gegenchancen garantieren.

Dieser erste Band ist der Analyse der komplizierten Jugoslawischen Variante gewidmet. Die restlichen Abspiele nach g2-g3, bei denen Schwarz auf die natürliche Entwicklung seines Damenspringers nach c6 verzichtet, werden in Band 2 vorgestellt. Dessen Erscheinen ist für das Folgejahr geplant.

Doch zunächst wünscht der Verfasser allen Lesern viel Freude beim Studium der anschließenden Seiten und daß er reichlichen praktischen Nutzen hieraus ziehen möge.

Dortmund, Herbst 1998

Jerzy Konikowski, FIDE-Meister

Im Dreier-Verlag erscheint nach der gewaltigen Reihe über die Moderne Benoni-Verteidigung nun eine zweibändige Reihe über Königsindisch mit g2-g3.

Im vorliegenden Teil 1 geht es um die Jugoslawische Variante (1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. g3 Lg7 4. Lg2 d6 5. Sf3 0-0 6. 0-0).

Jeweils ein Kapitel behandelt die Abspiele nach 6. ...c5 7. dxc5, 6. ...c5 7. Sc3, 6. ...Sc6 7. Sc3 (das Hauptkapitel) und 6. ...Sc6 7. d5.

Im Abschlußkapitel gibt es dann noch 55 gut kommentierte Beispielpartien. Dass dieses Buch trotz dieser sehr speziellen Auswahl aus dem großen Königsindisch-Komplex mit 270 Seiten sehr umfangreich geraten ist, zeigt schon, wieviel Material Jerzy Konikowski zusammengetragen hat.

Doch auch die Aufbereitung kann sich sehen lassen: Die Varianten wurden mit vielen verbalen Erklärungen versehen, trotz der großen Fülle ist das Material sehr übersichtlich, und auch der Druck ist gut.

SchachMarkt 6/99

Der renommierte Eröffnungsautor Jerzy Konikowski präsentiert den ersten von zwei Bänden über eine nachhaltige Behandlungsweise der Königsindischen Verteidigung. Dabei befasst er sich hauptsächlich mit der komplizierten Jugoslawischen Variante mit dem schwarzen Zug 6. ...Sc6.

Verzichtet Schwarz auf diesen natürlichen Entwicklungszug, wird damit das Thema des zweiten Bandes vorgegeben, welcher für das Jahr 2000 avisiert war.

Die Ausgangsstellung der Jugoslawischen Variante entsteht nach den Zügen 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. g3 Lg7 4. Lg2 d6 5. Sf3 0-0 6.0-0.

Mit der weiteren Entwicklung des Spiels befassen sich die vier Kapitel des Werkes, welchem der Autor in gewohnt gründlicher und kritischer Manier seine gezielten Analysen widmet: 1) 6. ...c5 7. d:c5 d:c5 8. Sc3 Sc6 (S. 11-38): dieses fast symmetrische Abspiel muss Schwarz nicht fürchten, hat er doch auf 9. Le3 mit 9. ...Da5 und 9. ...Le6 zwei gleichwertige Alternativen zur Auswahl sowie auf 9. Lf4 das sichere 9. ...Sh5 zur Hand. Eine interessante Möglichkeit für Weiß bietet vielleicht 8. Se5, aber generell verschafft die ganze Variante dem Weißen nur wenige Aussichten auf Eröffnungsvorteil.

2) 6. ...c5 Sf3 Sc6 8. d5 Sa5 9. Sd2 (S. 39-96): Hier führt das geschlossene Zentrum zu sehr kompliziertem Spiel, wobei dem Schwarzen 9. ...a6 oder 9. ...e5 zu empfehlen sind; er muss jedoch darauf achten, den abseits stehenden Sa5 wieder ins Spiel zu bringen.

3) 6. ...Sc6 7. Sc3 (S. 97-212); in diesem populären Abspiel werden 7. ...a6 oder 7. ...e5 angewandt, der Autor spricht sich jedoch für die ruhigeren Bahnen nach 7. ...Lg4 oder 7. ...Lf5 aus.

4) 6. ...Sc6 7. d5 (S.213-218): Der Bauernvorstoß kommt nach Meinung des Verfassers zu früh, um mit Weiß etwas Konkretes zu erreichen. Den Abschluss des Theoriewerkes (S. 219-269) bilden 55 thematisch geordnete Beispielpartien aus der neueren und neuesten Turnierpraxis (sieben zum Kapitel 1, 20 zum Kapitel 2, 26 zum Kapitel 3 und zwei zum Kapitel 4), anhand derer der Leser die Nuancen des Spielaufbaues mit 6. ...c5 und 6. ...Sc6 nochmals eingehend studieren kann.

Zudem führt Konikowski im Theorieteil zusätzlich - eingestreut in den Text - nicht weniger als 295 (!) vollständige kürzere Partien von 20 bis 25 Zügen an, von welchen etwa zwei Drittel mit Remisschluss endeten. Das sorgfältig konzipierte, auch rein äußerlich sehr ansprechend ausgestattete Werk empfiehlt sich allen Königsindisch-Experten zum ausgiebigen Studium. Der Folgeband lässt sicherlich ähnliche Qualität erwarten.

Dr. W. Schweizer, Rochade-Europa 8/2001