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SCMC19WS

Master Class Vol. 19, Wilhelm Steinitz

Download, ChessBase, 1. Auflage 2025

Aus der Reihe »Fritz Trainer Masterclass«

34,90 €
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William Steinitz, 1st World Chess Champion (1886-1894) The match between William Steinitz and Johannes Zukertort in 1886 was the first chess match for the ‘World Chess Championship’. Steinitz won, and has since been considered the first official world champion in chess history.
In 1894, he lost the title in a match against Emanuel Lasker. William Steinitz, born in 1836 in the ghetto of Prague, then Austria, came to Vienna in 1858, and soon became one of the best chess players in the city. In 1862, he moved to the chess stronghold of London and made a name for himself by defeating the other top players of the world in competitions. Steinitz is considered the founder of modern chess theory. He analysed master games, formulated rules and laid the foundations for the modern strategic-positional school of chess, which replaced the ‘romantic’ style, characterised by stormy attacks on the king. William Steinitz was not only a prolific player, but also a prolific writer. He wrote a chess column in ‘The Field’ in London. After moving to the USA, he published the chess magazines ‘The International Chess Magazine’ and ‘The Modern Chess Instructor’. In opening theory, variations in the Spanish Game, the Scotch Game and the French Defence are named after Steinitz. In this video course, experts including Dorian Rogozenco, Mihail Marin, Karsten Müller and Oliver Reeh, examine the games of William Steinitz. Let them show you which openings Steinitz chose to play, where his strength in middlegames were, or how he outplayed his opponents in the endgame. Finally, you’ll get a glimpse of his tactical abilities in the Tactics section.
Der Wettkampf zwischen Wilhelm Steinitz und Johannes Zukertort im Jahr 1886 wurde als erster Schachwettkampf um die „Weltmeisterschaft im Schach“ geführt. Steinitz gewann und wird seitdem als erster offizieller Weltmeister der Schachgeschichte betrachtet.
1894 verlor er den Titel im Wettkampf gegen Emanuel Lasker. Wilhelm Steinitz, 1836 im Ghetto von Prag, damals Österreich, geboren, kam 1858 nach Wien und war bald einer der besten Schachspieler der Stadt. 1862 zog er in die Schachhochburg London und machte sich einen Namen, indem er die anderen damaligen Topspieler der Welt in Wettkämpfen besiegte. Steinitz gilt als Begründer der modernen Schachtheorie. Er analysierte Meisterpartien, formulierte Regeln und schuf die Grundlagen der modernen strategisch-positionellen Schachschule, die das „romantische“, durch stürmische Königsangriffe gekennzeichnete Schach ablöste. Nicht nur als Spieler, auch als Publizist war Wilhelm Steinitz sehr fleißig. Er führte in London eine Schachkolumne in „The Field“. Nach seiner Übersiedlung in die USA gab er die Schachzeitschriften „The International Chess Magazine“ und „The Modern Chess Instructor“ heraus. In der Eröffnungstheorie sind Varianten in der Spanischen Partie, der Schottischen Partie und der Französischen Verteidigung nach Steinitz benannt. Ein Expertenteam aus vier internationalen Titelträgern zeigt Ihnen inspirierende Eröffnungsvarianten, strategische Meisterleistungen, wegweisende Endspielmanöver und mustergültige Kombinationen im Videoformat und zeigt die Glanzpunkte der Karriere von Wilhelm Steinitz.
Weitere Informationen
Gewicht 100 g
Hersteller ChessBase
Medium Download
Erscheinungsjahr 2025
Autor Karsten MüllerDorian RogozenkoMihail MarinOliver Reeh
Reihe Fritz Trainer Masterclass
Sprache Deutsch, Englisch
Auflage 1
Einband Download
Hersteller Informationen
Name ChessBase GmbH
Adresse Osterbekstr. 90 a
Hamburg 22083
Deutschland
Internet www.chessbase.de
E-Mail info@chessbase.de

Sample Video:

Beispielvideo:

Introduction
Short biography
Opening
Introduction
French Defence
Spanish
Scotch Game
Vienna Game
Strategy
Introduction
A Bridge between Steinitz and Modern Chess
Game 1: De Vere - Steinitz
Game 2: Bricard - Marin
Game 3: Zuckertort - Steinitz
Game 4: Steinitz - Chigorin
Game 5: Chigorin - Steinitz
Game 6: Steinitz - Zuckertort
Game 7: Steinitz - Lasker
Tactics 1
Pihal - Steinitz 1959
Hamppe - Steinitz 1860
Steinitz - Meitner 1860
Reiner - Steinitz 1860
Steinitz - Robey 1862
Steinitz - NN 1862
Novotny - Steinitz 1862
Steinitz - Andersen 1862
Steinitz - Thorold 1864
Green - Steinitz 1864
Steinitz - Duffy 1865
Steinitz - Burden 1865
Steinitz - MacDonnell 1866
Tactics 2
Steinitz - Stern 1870
Fisher - Steinitz 1872
Steinitz - Zuckertort 1872
Steinitz - Anderssen 1873
Steinitz - Gelbfuhs 1873
Winawer - Steinitz 1883
Steinitz - Gunsberg 1890
Steinitz - Chigorin 1892
Steinitz - Pillsbury 1892
Waldtbrodt - Steinitz 1895
Steinitz - Von Bardeleben 1895
Tactics database
Further Exercises
Endgames
The Steinitzian method of restriction
Two bishops vs two knights
Opposite coloured bishops favour the attacker
Good knight bad bishop
Opening attacking inroads
The transformation of advantages
Interactive Exercise: A knightmare
Extra Endgames
Bonus
All Games from Steinitz
Steinitz Book with White
Steinitz Book with Black
More Tactics
EIN LOB AUF EINEN AVANGARDISTEN
Der 19. Band der Master Class-Serie von ChessBase widmet sich dem ersten Weltmeister Wilhelm Steinitz. Vier Experten analysieren in mehreren Videos seine Stärken und Schwächen in den unterschiedlichen Spielphasen.
Dorian Rogozenco würdigt die vielen Beiträge zur Eröffnungstheorie, die Steinitz geleistet hat und die sich in die Varianten mit seinem Namen eingeschrieben haben. Steinitz war wortgewaltig und durch seine Kolumnen in der Londoner Zeitung The Field und seinem International Chess Magazine, das er in New York herausgab, sowie mit seinem Buch The Modern Chess Instructor weit hörbar, so dass er seine Ideen verbreiten konnte. Manchmal war er zu dogmatisch, was insbesondere beim Evans-Gambit deutlich wurde, als er gegen Tschigorin ein Theorieduell begann, das er krachend verlor. Aber viele seiner Eröffnungskonzepte haben überlebt. Bobby Fischer, der ein großer Fan des ersten Weltmeisters war, hat einige von Steinitz‘ Ideen erfolgreich adaptiert, wie Rogozenco zeigen kann.
Steinitz war der erste, der gezeigt hat, dass man im Italiener auch mit ruhigen Zügen dem Gegner Probleme stellen kann. Besonders in der Französischen Verteidigung hat Steinitz mit Weiß viele neue Ideen eingebracht und beim Verständnis der Französischen Struktur eine Schlüsselrolle gespielt. Er selbst hielt Französisch für die „stumpfsinnigste“ aller Eröffnungen und spielte sie mit Schwarz nie.
In der Spanischen Variante ist das Abspiel mit sofortigem d6 nach Steinitz benannt – obwohl er es nicht sehr erfolgreich anwandte, weil er viele Partien damit während der Weltmeisterschaften gegen den jüngeren und stärkeren Lasker verloren hat. Aber die Variante wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär, als sie von Lasker, Capablanca und anderen gespielt wurde.
In der Wiener Partie gibt es das Steinitz-Gambit, in dem der König bei einem stabilen Zentrum früh das Rochaderecht verliert. Und in der Schottischen Partie eine Steinitz-Variante mit dem etwas manierierten Zug 4…Dh4, obgleich Rogozenco das Abspiel sogar heutzutage als interessante Waffe bezeichnet.
Mihail Marin macht darauf aufmerksam, dass Steinitz zunächst ein Taktiker und Angriffsspieler war, wie alle anderen seiner Zeit. Doch dann hatte er einen Erweckungsmoment, der zu großen Einsichten in die positionelle Spielweise führte. Daraus ergaben sich zahlreiche Grundsätze, z.B., dass man einen Entwicklungsvorsprung in etwas Konkretes verwandeln muss, weil er nur ein flüchtiger Vorteil ist.
Marin weist darauf hin, dass man auch heute noch etwas von Steinitz lernen kann, weil er in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter war. Viele seiner Partien aus dem 19. Jahrhundert haben ein ganz modernes Gesicht. Marin erinnert sich noch, dass er sich, als sein Spiel einmal in der Krise war, mit Steinitz-Partien vorbereitete – und dann das Turnier gewann. Marin zeigt, dass Steinitz schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hybride Eröffnungssysteme spielte, die heutzutage sehr modern sind. Marin versucht immer wieder eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen, indem er Partien aus den letzten 35 Jahren zeigt und verblüffende Parallelen zu Steinitz-Partien deutlich macht.
Das meiste, was Steinitz über Strategie und positionelles Spiel geschrieben hat, macht Sinn, meint Marin. Einige seiner Thesen sind allerdings zu prononciert und zu dogmatisch formuliert, insbesondere hat er die Stärke des Königs überschätzt.
Als Theoretiker bewertete Steinitz die Struktur höher als die Figurenaktivität, weil die Bauernformation etwas Langfristiges ist, die Initiative aber nur eine temporäre Erscheinung. Aber als Praktiker beherrschte Steinitz sowohl das Strategisch-Positionelle, als auch das Kombinatorische und den Angriff, meint Marin.
Bei den Taktik-Übungen, die Oliver Reeh interaktiv präsentiert, findet sich natürlich auch die berühmteste Partie von Steinitz, sein Sieg mit dem schwebenden Turm gegen von Bardeleben in Hastings 1895.
Karsten Müller spricht über Steinitz‘ Endspiel. Die Steinitzsche Restriktionsmethode hat sich heute als Terminologie in der Literatur behauptet, um das Läuferpaar gegen Läufer und Springer zur Geltung zu bringen. Müller erklärt sehr gut, wie sich ein Vorteil in einen anderen trans­formiert – ein Aspekt, der auch für Steinitz‘ Theorie wichtig war.
Dieser Master Class Band macht deutlich, wie einflussreich die Gedanken von Steinitz nicht nur für seine Epoche waren, sondern zum Teil bis in die Gegenwart andauern. Viele seiner Ideen haben überlebt.
Harry Schaack
KARL 4/2025
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