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SCMC05EL

Masterclass vol. 5: Emanuel Lasker

CD/DVD-Box, ChessBase, 1. Auflage 2015

Aus der Reihe »Fritz Trainer Masterclass«

29,90 €
Inkl. 16% MwSt., zzgl. Versandkosten

Man wird den Namen Emanuel Lasker immer mit seinen unglaublichen 27 Jahren auf dem Schachthron in Verbindung setzten. 1894 hatte sich der damals 25-Jährige den Weltmeistertitel von Wilhelm Steinitz geholt, die Rekordzeit endete erst, als Lasker 1921 die Überlegenheit von Jose Raul Capablanca anerkennen musste. Aber der bisher einzige deutsche Weltmeister hat nicht nur jahrelang die Herausforderer in die Schranken gewiesen, er gewann auch die größten Turniere seiner Zeit, teils mit enormen Vorsprung. Die spannende Frage lautet, wie hat er das gemacht? Früher gab man häufig die Antwort: mit Psychologie und Glück. Aber dieser These haben ernstzunehmende Autoren glaubwürdig widersprochen, Laskers Geheimnisse sind offenbar woanders zu suchen.

Auf dieser DVD geht ein Expertenteam Laskers Spiel auf den Grund. In über 6 Stunden Videospielzeit (jeweils komplett deutsch und englisch) beleuchten die Autoren vier wesentliche Aspekte von Laskers Spielkunst. Niclas Huschenbeth hat sich die Eröffnungen Laskers angeschaut. Der Taktikexperte Oliver Reeh stellt Sie im interaktiven Format auf die Probe: können Sie Laskers Glanztaten ebenfalls finden? Mihail Marin nennt den zweiten Weltmeister einen originellen strategischen Spieler, der seine Entscheidungen nach den Gegebenheiten der Stellung fällte. Für Endspielexperte Dr. Karsten Müller war Lasker ein starker Pragmatiker und überragender Verteidiger, dies spiegelt sich auch in der Auswahl der von ihm besprochenen Endspiele wider.

  • Videospielzeit: 6 Std. (Deutsch)

  • Interaktiver Taktiktest mit Videofeedback

  • Alle Lasker-Partien, Tabellen, Hinter grundwissen, Kurzbiographie

  • Detaillierte Untersuchungen zu Laskers Spielstil (von Rainer Knaak, Dorian Rogozenco, Igor Stohl u.a.)

  • "Lasker-Powerbooks“: Das Eröffnungsrepertoire des Weltmeisters als Variantenbaum

  • Taktik-Training mit 106 Lasker-Partien

  • Mit ChessBase Reader

SYSTEMVORAUSSETZUNGEN

Mindestens:

  • Pentium III 1 GHz

  • 1 GB RAM

  • Windows Vista, XP (Service Pack 3)

  • DirectX9 Grafikkarte mit 256 MB RAM

  • DVD-ROM Laufwerk

  • Windows Media Player 9

  • Internetverbindung zur Programmaktivierung

Empfohlen:

  • PC Intel Core i7, 2.8 GHz

  • 4 GB RAM

  • Windows 7 oder Windows 8

  • DirectX10 Grafikkarte (oder kompatibel) mit 512 MB RAM oder mehr

  • 100% DirectX10 kompatible Soundkarte

  • Windows Media Player 11

  • DVD-ROM Laufwerk

  • Internetverbindung zur Programmaktivierung

Weitere Informationen
Gewicht 100 g
Hersteller ChessBase
Breite 13,5 cm
Höhe 19 cm
Medium DVD
Erscheinungsjahr 2015
Autor Niclas HuschenbethKarsten MüllerMihail MarinOliver Reeh
Reihe Fritz Trainer Masterclass
Sprache Deutsch, Englisch
Auflage 1
Einband CD/DVD-Box

Sample Video:

Beispielvideo:

Niemand war so lange Weltmeister wie Lasker und nur Kortschnoi konnte im hohen Alter an seine Leistungen heranreichen. Für Laskers Erfolg gibt es viele Gründe. Zum einen verfügte der Deutsche über eine gewaltige praktische Stärke, zum anderen über einen bis ins hohe Alter ungebrochenen Siegeswillen. Sein Schachverständnis war den meisten seiner Zeitgenossen weit überlegen, allerdings ist sein Spielstil nicht einfach zu beschreiben.

Die gerade erschienene ChessBase DVD aus der Reihe Master Class, die sich mit dem zweiten Weltmeister beschäftigt, will da weiterhelfen. In bewährter Manier beleuchtet das vierköpfige Kommentatorenteam die Stärken und Schwächen Laskers in den einzelnen Spielphasen. Niclas Huschenbeth bespricht die Eröffnung. Weil Lasker oft längere Pausen in seiner Karriere hatte, war er auch eröffnungstheoretisch nicht immer auf der Höhe der Zeit. Seine kolossale Spielstärke konnte dieses Defizit jedoch kompensieren. Damals strebte man gerne Symmetrien an und Lasker ist keine Ausnahme. Im Fokus von Huschenbeths Besprechung stehen deshalb das Damengambit und Spanisch. Normaler­weise spielte Lasker solide Systeme, wenn er allerdings die Gelegenheit bekam, versuchte er früh Druck zu machen. Huschenbeth ist eine Eigenheit Laskers aufgefallen, der er ein ganzes Video widmet, nämlich eine ausgeprägte Vor­liebe für den Zug g4. Sein wichtigster Beitrag zur Eröffnungstheorie war aber die Lasker-Variante im abgelehnten orthodoxen Damengambit.

Laskers eigentliche Stärken kamen nach der Eröffnung zum Tragen. Mihail Marin erklärt, dass er erst bei näherer Beschäftigung Laskers enorme positionelle Stärke erkannte. In dieser Hinsicht habe der Deutsche viel in seinen beiden Wettkämpfen von Steinitz gelernt. Sein Stil besteht aus zwei völlig konträren Komponenten. Einerseits konnte er sehr originell, provokativ und riskant spielen, andererseits sehr streng klassisch.

Marin entkräftet auch Rétis These vom psychologischen Spiel Laskers, gegen die sich schon Hübner vehement wehrte. Lasker machte seine Entscheidungen fast immer von der konkreten Stellung abhängig. Sein originelles Spiel, das Marin mit Larsen vergleicht, wirkt sehr modern. Aus heutiger Sicht ist das nicht ungewöhnlich und auch der Rechner hat keine Probleme mit Laskers Zügen. Damals aber war das allgemeine Spiel­verständnis zu gering, um Laskers Züge richtig zu bewerten, weshalb man ihn gelegentlich völlig zu Unrecht als Kaffeehausspieler bezeichnete. Spannend ist es, wenn Marin den Bogen zu modernen Partien schlägt und zeigt, wie sich Laskers Ideen bis in die Gegenwart behauptet haben.

Lasker war ein universeller Spieler, dem das Lavieren genauso lag wie die experimentelle Spielweise. Für seine Gegner war es schwer, diese Mischung aus Originalität und Traditionalismus richtig einzuschätzen. In seinem Fazit be­zeichnet Marin Lasker hinsichtlich der Strategie als eine "ganz große und imponierende Figur.“

Taktik- und der Endspielbereich werden von Oliver Reeh und Karsten Müller interaktiv besprochen. Immer wieder wird der Benutzer aufgefordert, Züge zu machen. Mehr noch als die taktische Sehfähigkeit erstaunt die grandiose Endspielbeherrschung Laskers. Der zähe Ver­teidiger konnte viele schlechte Stellungen aufgrund seiner beeindruckenden Fähigkeiten in der letzten Partiephase retten.

Bei den 106 taktischen Trainingsaufgaben hätte man sich gewünscht, dass gelegentlich mehr als nur ein oder zwei Züge angegeben werden. Als Bonusmaterial gibt es eine Datenbank mit allen Laskerpartien, viele davon kommentiert, sowie eine Eröffnungsstatistik und eine Biographie von Albin Pötzsch.

Die DVD bietet eine gute Analyse des nicht leicht zu beschreibenden Spielstils Laskers und ermuntert zu einer tieferen Auseinandersetzung mit einer der größten Persönlichkeiten der Schachgeschichte.

Harry Schaack, KARL 3/2015