Artikelnummer
ALMNIMMSA3
Autor
Mein System - 3. Auflage
Antiquariat
Eigenschaften
302 Seiten, kartoniert, Rattmann, 3. Auflage 2002
Dieses Werk stellt die klassische Grundlage des modernen Mittelspiels dar.
| Gewicht | 800 g |
|---|---|
| Hersteller | Rattmann |
| Breite | 13 cm |
| Höhe | 18,3 cm |
| Medium | Buch |
| Erscheinungsjahr | 2002 |
| Autor | Aaron Nimzowitsch |
| Sprache | Deutsch |
| Auflage | 3 |
| Seiten | 302 |
| Einband | kartoniert |
| Name | Schachzentrale Kurt Rattmann |
|---|
Inhalt
007 Aaron Nimzowitsch - Lebenslauf eines Pessimisten
034 Vorwort
036 I. Teil - Die Elemente
037 1. Kapitel - Zentrum und Entwicklung
037 1. Unter Entwicklung ist nur der strategische Aufmarsch der Truppen zur Grenzlinie hin zu verstehen
037 2. Der Bauernzug ist an und für sich keineswegs als Entwicklungszug aufzufassen, sondern vielmehr bloß als Hilfszug für die Entwicklung
038 3. Der Entwicklungsvorsprung als Ideal
039 4. Abtausch nebst nachfolgendem Tempogewinn
040 5. Das Liquidieren, nachfolgende Entwicklung oder Befreiung
042 6. Das Zentrum und dessen Demobilisierungswut. Übungsbeispiele; wann und wie ist das Vorgehen des gegnerischen Zentrums ausÜber Behauptung und Aufgabe des Zentrums
046 7. Vom Bauernraub in der Eröffnung. Zum Bauernraub sei keine Zeit. Die besondere Hochachtung vor dem Zentralbauern und worin diese sich äußert
048 2. Kapitel - Die offene Turmlinie
048 1. Einleitung. Allgemeines und Definitionen
049 2. Die Entstehung (Geburt) der offenen Linie. Auf friedlichem Wege. Durch kriegerisches Vorgehen. Die Angriffsmarke
050 3. Das Ideal (Endzweck) jeder Linienoperation. Von kleinen Begleiterscheinungen. Raubzug. Umgehung
051 4. Die möglichen Hindernisse auf dem Wege einer Operationslinie
054 5. Das „eingeschränkte" Vorrücken in einer Linie, um letztere zu Gunsten einer anderen Linie aufzugeben oder die mittelbare Ausnutzung einer Linie. Die Linie als Sprungbrett und das Gleichnis von der Karriere
055 6. Der Vorposten. Der Angriffsradius. Das Märlein von der Zeitschrift. Womit besetzt man den Vorposten in einer Mittellinie und womit den in einer Randlinie? Der Rollentausch und was dieser beweise
059 Kleines Schema zur offenen Linie
059 3. Kapitel - Die 7. und 8. Reihe
059 1. Einleitung und Allgemeines. Endspiel oder Mittelspiel. Die Wahl eines Angriffszieles. Das „Schwimmverbot"
060 2. Der konzentrische und der revolutionäre Angriff in der 7. Reihe. Die Eroberung eines Punktes (Bauern) mit „akustischem Beiklang" (mit gleichzeitigem Schachgebot)
063 3. Die fünf Spezialfälle in der 7. Reihe
068 Schema zur 7. und 8. Reihe
068 Schema zu den fünf Spezialfällen
068 Partie-Beispiele zu den ersten drei Kapiteln
088 4. Kapitel - Der Freibauer
088 1. Zur Orientierung
090 2. Die Blockade der Freibauern
097 3. Der Blockeur im Haupt- und Nebenberuf
100 4. Im Kampfe gegen den Blockeur
103 5. Königlicher Frontalangriff gegen einen isolierten Bauern als Ideal!
106 6. Die privilegierten Freibauern:
110 7. Wann ein Freibauer vorrücken soll:
112 Schlußspiele und Partie zum Freibauern
118 Schema zum Freibauern
120 5. Kapitel - Der Abtausch
120 1. Wir tauschen, um eine Linie ohne Zeitverlust zu besetzen
120 2. Wir vernichten einen Verteidiger durch Abtausch
121 3. Wir tauschen, um nicht durch Rückzug Zeit zu verlieren
122 4. Wie und wo der Abtausch vor sich zu gehen pflegt
124 6. Kapitel - Die Elemente der Endspiel-Strategie
124 Einleitung und Allgemeines. Die typische Disproportion
124 1. Die Zentralisierung
128 2. Die aggressive Turmstellung als charakteristischer Endspielvorteil
130 3. Das Zusammenschweißen isolierter Truppenteile
131 4. Die „Materialisierung" des abstrakten Begriffes: „die Linie" / „die Reihe"
132 Kleines Schema zum „Endspiel", oder die vier Elemente
136 7. Kapitel - Der gefesselte Stein
136 1. Einleitung und Allgemeines. Taktik oder Strategie. Über die mögliche Wiedereinschaltung eines ausgeschaltet gewesenen Fesselungsmotives. Das Gleichnis vom entfesselten Freibauern
137 2. Der Begriff des ganz und der des halb gefesselten Steines
142 3. Das Problem der Entfesselung
147 Partien zur Fesselung
142 Kleines Schema zur Fesselung
153 8. Kapitel - Das Abzugsschach
153 1. Der Verwandtschaftsgrad zwischen „Fesselung" und „AbzugsWohin zieht der aufdeckende Stein am besten?
155 2. Die Zwickmühle
156 3. Das Doppelschach
159 9. Kapitel - Die Bauernkette
159 1. Allgemeines und Definition. Die Basis der Bauernkette. Die Idee der beiden getrennten Kriegsschauplätze
162 2. Der Angriff gegen die Bauernkette
164 3. Der Angriff gegen die Basis als strategische Notwendigkeit
165 4. Übetragung der Blockaderegeln vom „Freibauern" auf die „Kette"
167 5. Der Begriff des Überrumpelungskrieges und der des positionellen Belagerungskampfes, angewandt im Kettenbereich. Der Angreifer am Scheidewege!
173 6. Die Übertragung des Angriffes
173 Kleines Schemazur Bauernkette
176 Partien zur Bauernkette
189 II. Teil - Das Positionsspiel
189 1. Kapitel - bringt als Einleitung meine Auffassung des Positionsspiels und behandelt ferner das Problem des Zentrums
189 1. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Behandlung der Elemente einerseits und dem Positionsspiel andererseits
190 2. Über positonelle Gedanken-Schädlinge, deren Ausrottung in jedem einzelnen Falle eine conditio sine qua non für die Erlernung des Positionsspiels bildet
192 3. Meine neuartige Auffassung des Positionsspiels als solches
196 4. Neben der Prophylaxe bildet die Idee der „Gesamtbeweglichkeit" der Bauernmasse ein Hauptpostulat meiner Positionslehre. Der Leser, der über gar zu viel Gesetzmäßigkeit klagt, erhält ein kleines, aber nettes Pflästerchen
198 5. Das Zentrum
203 6. Worin hat das Leitmotiv der wahren Strategie zu bestehen?
206 7. Das Aufgeben des Zentrums
207 Die „Aufgabe des Zentrums" - ein Vorurteil
217 2. Kapitel - Doppelbauer und Hemmung
217 1. Wahlverwandtschaft zwischen „Doppelbauer" und „Hemmung"
219 2. Die bekanntesten Doppelbauernkomplexe passieren Revue (abgekürzt „Doppelkomplexe"). Der Doppelkomplex als Angriffsinstrument
226 3. Hemmung. Die „mysteriösen" Turmzüge. Über echte und unechte Befreiungszüge und wie dagegen anzukämpfen ist
231 4. Die Ur-Zelle der gegen eine Bauernmehrheit gerichteten Hemmungswird in Reinkultur vorgeführt. Der Kampf gegen eine ZentralDie qualitative Mehrheit
232 5. Die verschiedenen Formen, unter denen die Hemmung aufzutreten pflegt, werden näher beleuchtet
242 3. Kapitel - Der isolierte Damenbauer und seine Nachkommenschaft
242 1. Die dynamische Kraft des Bauern d4
243 2. Der Isolani als Endspielschwäche
244 3. Der Isolani als Angriffsinstrument im Mittelspiel
245 4. Welche Fälle sind für Weiß und welche sind für Schwarz günstig?
245 5. Noch einige Worte über das mögliche Entstehen einer Reflexschwäche unter den weißen Damenflügelbauern
259 4. Kapitel - Wie man starke eigene Punkte systematisch überdeckt und wie man schwache Bauern bzw. Punkte loszuwerden sucht
268 5. Kapitel - Das Lavieren gegen eine feindliche „Schwäche". Der kombinierte Angriff an beiden Flügeln
268 1. Aus welchen logischen Bestandteilen ist das Strategem des Lavierens gegen eine Schwäche zusammengesetzt? Der Begriff der „Achse", um die die Lavierungsoperation sich dreht
268 2. Das Terrain. Das Gesetz des Lavierens. Der Platzwechsel
271 3. Das kombinierte Spiel an beiden Flügeln, bei vorläufig noch fehlenden oder doch verdeckten Schwächen
273 4. Das Lavieren unter erschwerten Umständen (Das eigene Zentrum ist schutzbedürftig)
281 Nachtrag -Zur Geschichte der Schachrevolution 1911-1914
281 1. Die allgemeine Lage der Dinge vor 1911
282 Entspricht Dr. Tarraschs „Die moderne Schachpartie" wirklich moderner Auffassung?
291 2. Die revolutionären Thesen
291 3. Die revolutionäre Theorie wird in revolutionäre Praxis umgesetzt. Die Stammpartie des ideellen Damengambits
293 4. Weitere historische Kämpfe
296 5. Ausbau und Entwicklung der Schachrevolution in den Jahren 1914 bis 1926
299 Anhang - Die Laufbahn Nimzowitschs
007 Aaron Nimzowitsch - Lebenslauf eines Pessimisten
034 Vorwort
036 I. Teil - Die Elemente
037 1. Kapitel - Zentrum und Entwicklung
037 1. Unter Entwicklung ist nur der strategische Aufmarsch der Truppen zur Grenzlinie hin zu verstehen
037 2. Der Bauernzug ist an und für sich keineswegs als Entwicklungszug aufzufassen, sondern vielmehr bloß als Hilfszug für die Entwicklung
038 3. Der Entwicklungsvorsprung als Ideal
039 4. Abtausch nebst nachfolgendem Tempogewinn
040 5. Das Liquidieren, nachfolgende Entwicklung oder Befreiung
042 6. Das Zentrum und dessen Demobilisierungswut. Übungsbeispiele; wann und wie ist das Vorgehen des gegnerischen Zentrums ausÜber Behauptung und Aufgabe des Zentrums
046 7. Vom Bauernraub in der Eröffnung. Zum Bauernraub sei keine Zeit. Die besondere Hochachtung vor dem Zentralbauern und worin diese sich äußert
048 2. Kapitel - Die offene Turmlinie
048 1. Einleitung. Allgemeines und Definitionen
049 2. Die Entstehung (Geburt) der offenen Linie. Auf friedlichem Wege. Durch kriegerisches Vorgehen. Die Angriffsmarke
050 3. Das Ideal (Endzweck) jeder Linienoperation. Von kleinen Begleiterscheinungen. Raubzug. Umgehung
051 4. Die möglichen Hindernisse auf dem Wege einer Operationslinie
054 5. Das „eingeschränkte" Vorrücken in einer Linie, um letztere zu Gunsten einer anderen Linie aufzugeben oder die mittelbare Ausnutzung einer Linie. Die Linie als Sprungbrett und das Gleichnis von der Karriere
055 6. Der Vorposten. Der Angriffsradius. Das Märlein von der Zeitschrift. Womit besetzt man den Vorposten in einer Mittellinie und womit den in einer Randlinie? Der Rollentausch und was dieser beweise
059 Kleines Schema zur offenen Linie
059 3. Kapitel - Die 7. und 8. Reihe
059 1. Einleitung und Allgemeines. Endspiel oder Mittelspiel. Die Wahl eines Angriffszieles. Das „Schwimmverbot"
060 2. Der konzentrische und der revolutionäre Angriff in der 7. Reihe. Die Eroberung eines Punktes (Bauern) mit „akustischem Beiklang" (mit gleichzeitigem Schachgebot)
063 3. Die fünf Spezialfälle in der 7. Reihe
068 Schema zur 7. und 8. Reihe
068 Schema zu den fünf Spezialfällen
068 Partie-Beispiele zu den ersten drei Kapiteln
088 4. Kapitel - Der Freibauer
088 1. Zur Orientierung
090 2. Die Blockade der Freibauern
097 3. Der Blockeur im Haupt- und Nebenberuf
100 4. Im Kampfe gegen den Blockeur
103 5. Königlicher Frontalangriff gegen einen isolierten Bauern als Ideal!
106 6. Die privilegierten Freibauern:
110 7. Wann ein Freibauer vorrücken soll:
112 Schlußspiele und Partie zum Freibauern
118 Schema zum Freibauern
120 5. Kapitel - Der Abtausch
120 1. Wir tauschen, um eine Linie ohne Zeitverlust zu besetzen
120 2. Wir vernichten einen Verteidiger durch Abtausch
121 3. Wir tauschen, um nicht durch Rückzug Zeit zu verlieren
122 4. Wie und wo der Abtausch vor sich zu gehen pflegt
124 6. Kapitel - Die Elemente der Endspiel-Strategie
124 Einleitung und Allgemeines. Die typische Disproportion
124 1. Die Zentralisierung
128 2. Die aggressive Turmstellung als charakteristischer Endspielvorteil
130 3. Das Zusammenschweißen isolierter Truppenteile
131 4. Die „Materialisierung" des abstrakten Begriffes: „die Linie" / „die Reihe"
132 Kleines Schema zum „Endspiel", oder die vier Elemente
136 7. Kapitel - Der gefesselte Stein
136 1. Einleitung und Allgemeines. Taktik oder Strategie. Über die mögliche Wiedereinschaltung eines ausgeschaltet gewesenen Fesselungsmotives. Das Gleichnis vom entfesselten Freibauern
137 2. Der Begriff des ganz und der des halb gefesselten Steines
142 3. Das Problem der Entfesselung
147 Partien zur Fesselung
142 Kleines Schema zur Fesselung
153 8. Kapitel - Das Abzugsschach
153 1. Der Verwandtschaftsgrad zwischen „Fesselung" und „AbzugsWohin zieht der aufdeckende Stein am besten?
155 2. Die Zwickmühle
156 3. Das Doppelschach
159 9. Kapitel - Die Bauernkette
159 1. Allgemeines und Definition. Die Basis der Bauernkette. Die Idee der beiden getrennten Kriegsschauplätze
162 2. Der Angriff gegen die Bauernkette
164 3. Der Angriff gegen die Basis als strategische Notwendigkeit
165 4. Übetragung der Blockaderegeln vom „Freibauern" auf die „Kette"
167 5. Der Begriff des Überrumpelungskrieges und der des positionellen Belagerungskampfes, angewandt im Kettenbereich. Der Angreifer am Scheidewege!
173 6. Die Übertragung des Angriffes
173 Kleines Schemazur Bauernkette
176 Partien zur Bauernkette
189 II. Teil - Das Positionsspiel
189 1. Kapitel - bringt als Einleitung meine Auffassung des Positionsspiels und behandelt ferner das Problem des Zentrums
189 1. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Behandlung der Elemente einerseits und dem Positionsspiel andererseits
190 2. Über positonelle Gedanken-Schädlinge, deren Ausrottung in jedem einzelnen Falle eine conditio sine qua non für die Erlernung des Positionsspiels bildet
192 3. Meine neuartige Auffassung des Positionsspiels als solches
196 4. Neben der Prophylaxe bildet die Idee der „Gesamtbeweglichkeit" der Bauernmasse ein Hauptpostulat meiner Positionslehre. Der Leser, der über gar zu viel Gesetzmäßigkeit klagt, erhält ein kleines, aber nettes Pflästerchen
198 5. Das Zentrum
203 6. Worin hat das Leitmotiv der wahren Strategie zu bestehen?
206 7. Das Aufgeben des Zentrums
207 Die „Aufgabe des Zentrums" - ein Vorurteil
217 2. Kapitel - Doppelbauer und Hemmung
217 1. Wahlverwandtschaft zwischen „Doppelbauer" und „Hemmung"
219 2. Die bekanntesten Doppelbauernkomplexe passieren Revue (abgekürzt „Doppelkomplexe"). Der Doppelkomplex als Angriffsinstrument
226 3. Hemmung. Die „mysteriösen" Turmzüge. Über echte und unechte Befreiungszüge und wie dagegen anzukämpfen ist
231 4. Die Ur-Zelle der gegen eine Bauernmehrheit gerichteten Hemmungswird in Reinkultur vorgeführt. Der Kampf gegen eine ZentralDie qualitative Mehrheit
232 5. Die verschiedenen Formen, unter denen die Hemmung aufzutreten pflegt, werden näher beleuchtet
242 3. Kapitel - Der isolierte Damenbauer und seine Nachkommenschaft
242 1. Die dynamische Kraft des Bauern d4
243 2. Der Isolani als Endspielschwäche
244 3. Der Isolani als Angriffsinstrument im Mittelspiel
245 4. Welche Fälle sind für Weiß und welche sind für Schwarz günstig?
245 5. Noch einige Worte über das mögliche Entstehen einer Reflexschwäche unter den weißen Damenflügelbauern
259 4. Kapitel - Wie man starke eigene Punkte systematisch überdeckt und wie man schwache Bauern bzw. Punkte loszuwerden sucht
268 5. Kapitel - Das Lavieren gegen eine feindliche „Schwäche". Der kombinierte Angriff an beiden Flügeln
268 1. Aus welchen logischen Bestandteilen ist das Strategem des Lavierens gegen eine Schwäche zusammengesetzt? Der Begriff der „Achse", um die die Lavierungsoperation sich dreht
268 2. Das Terrain. Das Gesetz des Lavierens. Der Platzwechsel
271 3. Das kombinierte Spiel an beiden Flügeln, bei vorläufig noch fehlenden oder doch verdeckten Schwächen
273 4. Das Lavieren unter erschwerten Umständen (Das eigene Zentrum ist schutzbedürftig)
281 Nachtrag -Zur Geschichte der Schachrevolution 1911-1914
281 1. Die allgemeine Lage der Dinge vor 1911
282 Entspricht Dr. Tarraschs „Die moderne Schachpartie" wirklich moderner Auffassung?
291 2. Die revolutionären Thesen
291 3. Die revolutionäre Theorie wird in revolutionäre Praxis umgesetzt. Die Stammpartie des ideellen Damengambits
293 4. Weitere historische Kämpfe
296 5. Ausbau und Entwicklung der Schachrevolution in den Jahren 1914 bis 1926
299 Anhang - Die Laufbahn Nimzowitschs
...
Der Verfasser Aaron Nimzowitsch (1886-1935) begann seine Schachlaufbahn zu Anfang unseres Jahrhunderts.
Sehr schnell stieg er in die absolute Weltspitze auf. Bereits vor dem ersten Weltkrieg erwies er sich in verschiedenen Veröffentlichungen als Kritiker der allzu starren, dogmatischen Lehrsätze der Tarrasch-Schule und wurde so zum Vordenker des sogenannten "hypermodernen Schachs", einer Entwicklung, der wir viele neue Eröffnungen verdanken, wie etwa Nimzowitsch-Indisch, Grünfeld-Indisch, die Reti-Eröffnung und die Aljechin-Verteidigung.
Seine große Zeit kam in den zwanziger Jahren. Jetzt wurde er durch glänzende Turniererfolge zu einem Kandidaten für die Weltmeisterschaft, vor allem aber schrieb er die Klassiker "Mein System" und "Die Praxis meines Systems", von denen ganze Generationen gelernt haben.
"Mein System" ist ein Lehrbuch für alle Phasen einer Schachpartie mit Schwerpunkt auf den Elementen des Positionsspiels. Eine Kurzfassung des Inhaltsverzeichnisses vermittelt vielleicht am besten einen Eindruck:
Zentrum und Entwicklung, die offene Turmlinie, die 7. und 8. Reihe, der Freibauer, der Abtausch, die Elemente der Endspiel-Strategie, der gefesselte Stein, das Abzugsschach, die Bauernkette, Probleme des Zentrums, Doppelbauer und Hemmung, der isolierte Damenbauer und seine Nachkommenschaft, Überdeckung, das Lavieren, zur Geschichte der Schachrevolution 1911-1914.
In der vorliegenden Neufassung dieses Werkes wurde der ursprüngliche Text übernommen, Druck und Layout aber großzügig gestaltet, so dass die 272 Seiten der letzten Ausgabe nun auf 304 Seiten angewachsen sind.
Der 1. Teil handelt von den Elementen des Schachspiels und befasst sich in den einzelnen Kapiteln mit Zentrumsbildung und Entwicklung, mit der offenen Turmlinie, mit der Bedeutung der 7. und 8. Reihe, mit dem Freibauern, mit dem Abtausch, mit der Endspielstrategie, mit Fesselung, Abzugsschach und Bauernketten (S. 36-188).
Im 2. Teil wird das Positionsspiel erörtert: Das Haupt-Postulat Nimzowitschs bildet die Idee der Prophylaxe und die Gesamtbeweglichkeit der Bauernmasse. Daneben ist natürlich auch das Zentrum und die gegenüber den Ansichten von Dr. Tarrasch veränderte Auffassung von der Handhabung desselben ein springender Punkt. Die weiteren Kapitel befassen sich mit Doppelbauern und Hemmung, mit dem isolierten Damenbauern, mit der Überdeckung starker Punkte und mit dem Lavieren zur Ausnutzung gegnerischer Schwächen (S. 189-280):
Im Nachtrag gibt Nimzowitsch einen kurzen Abriss der „Schachrevolution 1911-1914" (S. 281-298), wo er sich vor allem mit seinem Hauptwidersacher Dr. Tarrasch auseinandersetzt. Der Anhang des Herausgebers (S. 299-302) listet die Schachlaufbahn Nimzowitschs anhand seiner Turnier-Erfolge auf - der größte war zweifellos sein Triumph beim Karlsbader Großturnier 1929.
Nimzowitsch veranschaulicht seine Lehren mit 40 größtenteils von ihm selbst gespielten Partien und mit fast 300 Stellungsbildern. Seine Diktion ist lebendig, voll mit anschaulichen Vergleichen und ironischen Bemerkungen - legendär wurden z.B. die „mittelmäßig begabten Kritiker" seiner Ideen, welche er in einem langwierigen Kampf von der Richtigkeit seiner Anschauungen überzeugen wollte. Nachdem sich im Laufe der Jahrzehnte alle Postulate von Nimzowitsch als richtig herausgestellt haben (bis auf jenes der Überdeckung, welches inzwischen relativiert worden ist: Man braucht einen starken Punkt nicht öfters zu decken als notwendig), kann das aufmerksame Studium von „Mein System" allen „lernbegierigen Adepten" (eine weitere klassische Wortschöpfung des Autors) nur wärmstens anempfohlen werden. Hier noch eine Partie gegen den Erzrivalen, bei welcher der Neuerer die Oberhand behielt:
Nimzowitsch - Dr. Tarrasch, San Sebastian 1912, Französische Vorstoßvariante: 1. e4 e6 2. d4 d5 3. e5 c5 4. c3 Sc6 5. Sf3 Db6 6. Ld3 c:d4 7. c:d4 Ld7 8. Le2 Sge7 9. b3 Sf5 10. Lb2 Lb4+ 11. Kf1 Le7 12. g3 a5? 13. a4 Tac8 14. Lb5 Sb4 15. Sc3! Sa6 16. Kg2 Sc7 17. Le2 Lb4 18. Sa2 Sa6 19. Ld3 Se7 20. Tacl Sc6 21. S:b4 Sa:b4 22. Lb1 h6 23. g4 Se7 24. T:c8+ L:c8 25. Se1 Tf8 26. Sd3 f6 27. S:b4 D:b4 28. e:f6 T:f6 29. Lc1! Sc6 30. g5 h:g5 31. L:g5 Tf8 32. Le3 De7 33. Dg4 Df6 34. Tg1 Th8 35. Kh1 Th4 36. Dg3 T:d4 37. L:d4 S:d4 38. D:g7 Df3+ 39. Dg2 D:g2+ 40. T:g2 S:b3 41. h4 1:0
(Partie Nr. 18 auf S. 178f, dort mit Anmerkungen). Abschließend zwei Hinweise:
Ein absoluter Klassiker der Schach-literatur erlebt bei der Schachzentrale Rattmann eine Neuauflage. Gemeint ist "Mein System" von Aaron Nimzowitsch, über das man wegen seiner Berühmtheit eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren müsste, wir wollen aber dennoch ein wenig aus Artur Jussupows Geleitwort zitieren und danach einen Blick auf den Inhalt werfen.
"Es wäre interessant, das beste Schachbuch des Jahrhunderts zu wählen. Einer der Favoriten wäre "Mein System" von Aaron Nimzowitsch. Michail Tal zufolge ist dieses Buch, vom Elixier der ewigen Schachjugend erfüllt'. ...
Bereits 1925 formulierte er die noch heute modernen Ideen der Prophylaxe, der Bauernaktivität und der Blockade. ...
Das "Siegel" Nimzowitsch ist praktisch in jedem Spitzenspieler zu erkennen. ...
Nimzowitsch verfasste kein einfaches Handbuch über Eröffnungsvarianten, er schrieb ein Schachlehrbuch. Die von ihm beschriebenen Ansichten, Ideen und Verallgemeinerungen riefen im Schach eine echte Revolution hervor, ihre Konsequenzen wissen wir erst heute richtig zu würdigen."
Eine sehr schöne Einstimmung auf Nimzowitschs Werk stellt Dr. Hannaks "Aaron Nimzowitsch - Lebenslauf eines Pessimisten" dar.
Auf 27 Seiten lernen wir darin den Menschen und Schachspieler Nimzowitsch kennen: Seine Anfänge als Schachspieler, wie das "e" aus seinem Namen verschwand, Nimzowitschs Entwicklung zum unbeliebten Sonderling, sein schachlicher Aufstieg, seine Auseinandersetzung mit Tarrasch, der "Durchbruch der Neoromantik", der Höhepunkt seiner Schachkarriere mit seinem Sieg in Karlsbad 1929 vor Capablanca, Spielmann, Rubinstein und weiteren Schachgrößen wie Euwe, Bogoljubow, Grünfeld, Maroczy, Tartakower und der sich anschließende rasche schachliche und körperliche Niedergang, der bereits 1935 zu seinem Tod führen sollte.
Im ersten Teil des Buches "Die Elemente" erläutert Nimzowitsch in neun Kapiteln seine acht Elemente der Schachstrategie: Zentrum und Entwicklung, die offene Turmlinie, das Spiel in der 7. und 8. Reihe, der Freibauer, Fesselung, Abzugsschach, Abtausch und Bauernkette sowie noch einmal gesondert die Elemente der Endspielstrategie.
In jedem Kapitel beschäftigt sich Nimzowitsch ausführlich mit dem jeweiligen Element und handelt systematisch alle wichtigen Aspekte ab und zeigt anschauliche Beispiele.
Seine Sprache ist etwas gewöhnungsbedürftig und zeichnet sich durch eine oft ein wenig seltsame Wortwahl aus, aber das übt im Laufe der Lektüre ebenso einen Reiz aus wie die. Entwicklung seines Schachvokabulars, in dem wir beispielsweise "konzentrische evolutionäre Angriffe" begegnen.
Der zweite Teil "Das Positionsspiel" zeigt dann den Zusammenhang der Elemente. In fünf Kapiteln schildert Nimzowitsch seine Auffassung des Positionsspiels und das Problem des Zentrums, behandelt Doppelbauer und Hemmung, den isolierten Damenbauer und seine Nachkommenschaft, zeigt wie man starke eigene Punkte überdeckt und schwache loszuwerden versucht und erläutert zuletzt das Lavieren gegen feindliche Schwächen und den kombinierten Angriff auf beiden Flügeln.
Im Anhang erwarten den Leser noch einige weitere interessante Texte Nimzowitschs, beispielsweise über Tarraschs "Die moderne Schachpartie" und die Entwicklung der Schachrevolution.
Wir können das Buch jedem aufstrebenden Spieler rundum empfehlen. Erhältlich ist "Mein System" in zwei Versionen: Die broschierte Ausgabe kostet 20,35 €, man kann sich diesen Klassiker auch mit einem sehr schönen Festeinband zum Preis von 24,95 € gönnen.
Schachmarkt, 05/2002
Der Verfasser Aaron Nimzowitsch (1886-1935) begann seine Schachlaufbahn zu Anfang unseres Jahrhunderts.
Sehr schnell stieg er in die absolute Weltspitze auf. Bereits vor dem ersten Weltkrieg erwies er sich in verschiedenen Veröffentlichungen als Kritiker der allzu starren, dogmatischen Lehrsätze der Tarrasch-Schule und wurde so zum Vordenker des sogenannten "hypermodernen Schachs", einer Entwicklung, der wir viele neue Eröffnungen verdanken, wie etwa Nimzowitsch-Indisch, Grünfeld-Indisch, die Reti-Eröffnung und die Aljechin-Verteidigung.
Seine große Zeit kam in den zwanziger Jahren. Jetzt wurde er durch glänzende Turniererfolge zu einem Kandidaten für die Weltmeisterschaft, vor allem aber schrieb er die Klassiker "Mein System" und "Die Praxis meines Systems", von denen ganze Generationen gelernt haben.
"Mein System" ist ein Lehrbuch für alle Phasen einer Schachpartie mit Schwerpunkt auf den Elementen des Positionsspiels. Eine Kurzfassung des Inhaltsverzeichnisses vermittelt vielleicht am besten einen Eindruck:
Zentrum und Entwicklung, die offene Turmlinie, die 7. und 8. Reihe, der Freibauer, der Abtausch, die Elemente der Endspiel-Strategie, der gefesselte Stein, das Abzugsschach, die Bauernkette, Probleme des Zentrums, Doppelbauer und Hemmung, der isolierte Damenbauer und seine Nachkommenschaft, Überdeckung, das Lavieren, zur Geschichte der Schachrevolution 1911-1914.
In der vorliegenden Neufassung dieses Werkes wurde der ursprüngliche Text übernommen, Druck und Layout aber großzügig gestaltet, so dass die 272 Seiten der letzten Ausgabe nun auf 304 Seiten angewachsen sind.
Fazit: Ein klassisches Lehrbuch in modernem Gewand, empfehlenswert für alle Schachfreunde.
SchachMarkt 6/99
Der 1. Teil handelt von den Elementen des Schachspiels und befasst sich in den einzelnen Kapiteln mit Zentrumsbildung und Entwicklung, mit der offenen Turmlinie, mit der Bedeutung der 7. und 8. Reihe, mit dem Freibauern, mit dem Abtausch, mit der Endspielstrategie, mit Fesselung, Abzugsschach und Bauernketten (S. 36-188).
Im 2. Teil wird das Positionsspiel erörtert: Das Haupt-Postulat Nimzowitschs bildet die Idee der Prophylaxe und die Gesamtbeweglichkeit der Bauernmasse. Daneben ist natürlich auch das Zentrum und die gegenüber den Ansichten von Dr. Tarrasch veränderte Auffassung von der Handhabung desselben ein springender Punkt. Die weiteren Kapitel befassen sich mit Doppelbauern und Hemmung, mit dem isolierten Damenbauern, mit der Überdeckung starker Punkte und mit dem Lavieren zur Ausnutzung gegnerischer Schwächen (S. 189-280):
Im Nachtrag gibt Nimzowitsch einen kurzen Abriss der „Schachrevolution 1911-1914" (S. 281-298), wo er sich vor allem mit seinem Hauptwidersacher Dr. Tarrasch auseinandersetzt. Der Anhang des Herausgebers (S. 299-302) listet die Schachlaufbahn Nimzowitschs anhand seiner Turnier-Erfolge auf - der größte war zweifellos sein Triumph beim Karlsbader Großturnier 1929.
Nimzowitsch veranschaulicht seine Lehren mit 40 größtenteils von ihm selbst gespielten Partien und mit fast 300 Stellungsbildern. Seine Diktion ist lebendig, voll mit anschaulichen Vergleichen und ironischen Bemerkungen - legendär wurden z.B. die „mittelmäßig begabten Kritiker" seiner Ideen, welche er in einem langwierigen Kampf von der Richtigkeit seiner Anschauungen überzeugen wollte. Nachdem sich im Laufe der Jahrzehnte alle Postulate von Nimzowitsch als richtig herausgestellt haben (bis auf jenes der Überdeckung, welches inzwischen relativiert worden ist: Man braucht einen starken Punkt nicht öfters zu decken als notwendig), kann das aufmerksame Studium von „Mein System" allen „lernbegierigen Adepten" (eine weitere klassische Wortschöpfung des Autors) nur wärmstens anempfohlen werden. Hier noch eine Partie gegen den Erzrivalen, bei welcher der Neuerer die Oberhand behielt:
Nimzowitsch - Dr. Tarrasch, San Sebastian 1912, Französische Vorstoßvariante: 1. e4 e6 2. d4 d5 3. e5 c5 4. c3 Sc6 5. Sf3 Db6 6. Ld3 c:d4 7. c:d4 Ld7 8. Le2 Sge7 9. b3 Sf5 10. Lb2 Lb4+ 11. Kf1 Le7 12. g3 a5? 13. a4 Tac8 14. Lb5 Sb4 15. Sc3! Sa6 16. Kg2 Sc7 17. Le2 Lb4 18. Sa2 Sa6 19. Ld3 Se7 20. Tacl Sc6 21. S:b4 Sa:b4 22. Lb1 h6 23. g4 Se7 24. T:c8+ L:c8 25. Se1 Tf8 26. Sd3 f6 27. S:b4 D:b4 28. e:f6 T:f6 29. Lc1! Sc6 30. g5 h:g5 31. L:g5 Tf8 32. Le3 De7 33. Dg4 Df6 34. Tg1 Th8 35. Kh1 Th4 36. Dg3 T:d4 37. L:d4 S:d4 38. D:g7 Df3+ 39. Dg2 D:g2+ 40. T:g2 S:b3 41. h4 1:0
(Partie Nr. 18 auf S. 178f, dort mit Anmerkungen). Abschließend zwei Hinweise:
1) „Mein System" ist kartoniert lieferbar, zu einer kleinen Menge auch in gebundener Form mit festem Einband (Mehrpreis 5 EUR).
2) Der Dreier-Verlag plant eine kartonierte Neuauflage des Folgebuches „Die Praxis meines Systems", wo Nimzowitsch seine Ideen und Strategeme anhand von 109 eigenen, ausführlich kommentierten Partien erläutert.
Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 09/20022) Der Dreier-Verlag plant eine kartonierte Neuauflage des Folgebuches „Die Praxis meines Systems", wo Nimzowitsch seine Ideen und Strategeme anhand von 109 eigenen, ausführlich kommentierten Partien erläutert.
Ein absoluter Klassiker der Schach-literatur erlebt bei der Schachzentrale Rattmann eine Neuauflage. Gemeint ist "Mein System" von Aaron Nimzowitsch, über das man wegen seiner Berühmtheit eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren müsste, wir wollen aber dennoch ein wenig aus Artur Jussupows Geleitwort zitieren und danach einen Blick auf den Inhalt werfen.
"Es wäre interessant, das beste Schachbuch des Jahrhunderts zu wählen. Einer der Favoriten wäre "Mein System" von Aaron Nimzowitsch. Michail Tal zufolge ist dieses Buch, vom Elixier der ewigen Schachjugend erfüllt'. ...
Bereits 1925 formulierte er die noch heute modernen Ideen der Prophylaxe, der Bauernaktivität und der Blockade. ...
Das "Siegel" Nimzowitsch ist praktisch in jedem Spitzenspieler zu erkennen. ...
Nimzowitsch verfasste kein einfaches Handbuch über Eröffnungsvarianten, er schrieb ein Schachlehrbuch. Die von ihm beschriebenen Ansichten, Ideen und Verallgemeinerungen riefen im Schach eine echte Revolution hervor, ihre Konsequenzen wissen wir erst heute richtig zu würdigen."
Eine sehr schöne Einstimmung auf Nimzowitschs Werk stellt Dr. Hannaks "Aaron Nimzowitsch - Lebenslauf eines Pessimisten" dar.
Auf 27 Seiten lernen wir darin den Menschen und Schachspieler Nimzowitsch kennen: Seine Anfänge als Schachspieler, wie das "e" aus seinem Namen verschwand, Nimzowitschs Entwicklung zum unbeliebten Sonderling, sein schachlicher Aufstieg, seine Auseinandersetzung mit Tarrasch, der "Durchbruch der Neoromantik", der Höhepunkt seiner Schachkarriere mit seinem Sieg in Karlsbad 1929 vor Capablanca, Spielmann, Rubinstein und weiteren Schachgrößen wie Euwe, Bogoljubow, Grünfeld, Maroczy, Tartakower und der sich anschließende rasche schachliche und körperliche Niedergang, der bereits 1935 zu seinem Tod führen sollte.
Im ersten Teil des Buches "Die Elemente" erläutert Nimzowitsch in neun Kapiteln seine acht Elemente der Schachstrategie: Zentrum und Entwicklung, die offene Turmlinie, das Spiel in der 7. und 8. Reihe, der Freibauer, Fesselung, Abzugsschach, Abtausch und Bauernkette sowie noch einmal gesondert die Elemente der Endspielstrategie.
In jedem Kapitel beschäftigt sich Nimzowitsch ausführlich mit dem jeweiligen Element und handelt systematisch alle wichtigen Aspekte ab und zeigt anschauliche Beispiele.
Seine Sprache ist etwas gewöhnungsbedürftig und zeichnet sich durch eine oft ein wenig seltsame Wortwahl aus, aber das übt im Laufe der Lektüre ebenso einen Reiz aus wie die. Entwicklung seines Schachvokabulars, in dem wir beispielsweise "konzentrische evolutionäre Angriffe" begegnen.
Der zweite Teil "Das Positionsspiel" zeigt dann den Zusammenhang der Elemente. In fünf Kapiteln schildert Nimzowitsch seine Auffassung des Positionsspiels und das Problem des Zentrums, behandelt Doppelbauer und Hemmung, den isolierten Damenbauer und seine Nachkommenschaft, zeigt wie man starke eigene Punkte überdeckt und schwache loszuwerden versucht und erläutert zuletzt das Lavieren gegen feindliche Schwächen und den kombinierten Angriff auf beiden Flügeln.
Im Anhang erwarten den Leser noch einige weitere interessante Texte Nimzowitschs, beispielsweise über Tarraschs "Die moderne Schachpartie" und die Entwicklung der Schachrevolution.
Wir können das Buch jedem aufstrebenden Spieler rundum empfehlen. Erhältlich ist "Mein System" in zwei Versionen: Die broschierte Ausgabe kostet 20,35 €, man kann sich diesen Klassiker auch mit einem sehr schönen Festeinband zum Preis von 24,95 € gönnen.
Schachmarkt, 05/2002
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