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LERICRUF

Richtig und falsch

Praktische Endspielkunde

96 Seiten, gebunden, Beyer, 3. Auflage 2006, Erstauflage 1978

9,80 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Trotz reduzierten Materials bietet das Endspiel erstaunlich viele Gelegenheiten, um Fehler zu begehen - Fehler, die sich meist fatal auswirken und vor denen selbst Spieler höchster Klasse nicht immer gefeit sind. Die vorliegende Selektion von Endspielen aus der Meisterpraxis, die dem Zeitraum 1952-1977 entstammt, ist ein kleines Vademekum des lehrreichen Fehlers und seiner Vermeidung. Es lehrt, dass im Endspiel Präzision und Scharfsinn gefordert sind, aber auch, dass Raum für schöpferische Ideen besteht und phanta­stische Möglichkeiten genutzt werden können, die denen in anderen Partiephasen nicht nachstehen. Den beiden Autoren ist es geglückt, in unterhaltender Form praktisches Rüstzeug zu vermitteln, um dem latent lauernden Fehlerteufel im Endspiel zu Leibe zu rücken.

Vorwort

Das Endspiel in der Schachpartie: vieler Schachfreunde Leid und nur manches Schachfreundes Lust! Dies haben wir beim Durchprüfen zahlreicher Turnierpar­tien immer wieder feststellen müssen. So glaubten wir, den Versuch unternehmen zu sollen, jenen "Leidgeprüften" etwas unter die Arme zu greifen. Freilich wollten wir nicht ein systematisches Endspiellehrbuch schreiben, was viele Bände im Umfange des vorliegenden gefüllt hätte, sondern wir haben aus der neueren und neuesten Turniergeschichte eine Anzahl von Beispielen zusammengestellt, von denen wir hoffen, dass sie eine gute Medizin gegen den berüchtigten Endspiel-Fehlerteufel darstellen.

Natürlich gibt es kein so genanntes Patentrezept, wie man Endspiele gewinnt, unentschieden hält oder - verliert. Daher muss der Endspielpatient, und das sind wir wohl mehr oder weniger alle, seinen eigenen guten Teil zur Gesundung beitragen. Wenn er aber unser Büchlein studiert hat, wird er einerseits alle wünschenswerte Klarheit gewonnen haben, dass es gewisse Typen von Endspielstellungen gibt, für die auch eine typische Behandlung angebracht ist. Andererseits wird er sich mehr als bisher bewusst werden, dass die Führung von Endspielen den Partnern vergleichsweise mehr Verantwortung auferlegt als die anderen Partiephasen. Häufig kommt es im Endspiel auf jeden Zug entscheidend an. Unser Hauptanliegen aber besteht darin, eine ganz bestimmte Erkenntnis zu vermitteln: Nicht nur im Mittelspiel, das von vielen Schachspielern zu Unrecht als das alleinige, "eigentliche" Schach angesehen wird, sondern auch im Endspiel bietet sich Raum und Gelegenheit genug, Erfindungsgabe, Einfallsreichtum und schöpfe­rische Phantasie zu entfalten. Sogar die viel geschmähte Endspieltechnik macht dabei keine Ausnahme! Gewiss gehört zur Endspielführung ähnlich wie zur Behandlung der Eröffnungen positives Wissen, aber wo im Leben ist das anders? Und was nützt alles Wissen, wenn wir es gegenüber der verwirrenden Vielfalt der Erscheinungen nicht richtig anzuwenden verstehen?

Das Endspiel kann aufregend sein wie ein gutes Kriminalstück. In Ihrer Hand, lieber Schachfreund, liegt es, seinen Spannungsgehalt zu erfassen und danach zu handeln. Wenden Sie allen Scharfsinn, allen Ihren Erfindungsreichtum an: Unversehens werden Sie, der Sie vielleicht geneigt waren, das Endspiel als Sache toten Wissens abzutun, den Endspielkampf lieb gewonnen haben, und der Erfolg wird auf Ihrer Seite sein!

Weitere Informationen
Gewicht 290 g
Hersteller Beyer
Breite 15,2 cm
Höhe 21,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2006
Autor Kurt RichterHans-Hilmar Staudte
Sprache Deutsch
Auflage 3
ISBN-10 388805494X
ISBN-13 9783888054945
Jahr der Erstauflage 1978
Seiten 96
Einband gebunden
Diagramme 129

009 I. Warnungstafeln

Unglaublich, aber wahr! Falsch gegriffen. Ein verschenktes Tempo. Aktive Tunnstellung. Wenig Züge - viele Fehler. Mangelnde Erfahrung. Im Eifer des Gefechts.

014 II. Üb ergänge

Das günstigere Turmendspiel. Das günstigere Bauernendspiel. Starke Doppelbauern. Zwischen Turm- und Bauernendspiel. Verfehlter Königs­zug. Erstaunlicher Damenzug. Eine feine Pointe. Der entfernte Freibau­er. Springer sind keine Läufer.

021 III. Freibauern

Ein gelungener Scherz. Unterschiedliche Freibauern. Um Nasenlänge. Fehler wie im Buche. Versteckter Remisweg. Der Trumpf des a-Bauern. Ein Routine-Opfer. Ideale Verbindung. Passives Drohopfer. Eine verbor­gene Tücke. Weiter und besser. Nur scheinbares Gleichgewicht. Durch­bruchsopfer. Auf zwei Bauernhochzeiten.

030 IV. Bauernspiele

Vom Gewinn zum Verlust. Falsche Einschätzung. Vielseitiges Remis. Überraschender Zwischenzug. Schwierige Königsmanöver.

034 V. Mattideen

Mit Turm und Springer. In der Brettmitte. Zwischen X und Y. Der Chef persönlich. Paradoxes Schachspiel.

039 VI. Pattgedanken

Ein Sonderfall. Erstaunliche Pattsetzung. Das Irrlicht. Ein Arbeitsunfall. Wanderung aus dem Patt. Patt-Gold und Blech.

045 VII. Leichtfiguren

Die weißen Trümpfe. Die Positionsfalle. Feine Abwicklung. Studienhafter Gewinn. Getrennt marschieren. Von Zweifeln geplagt. Ungünstige Läufer­stellung. Nicht ausgenutzter Fehler. Umstrittenes Remis. Heimtückische Falle. Zufall in der Stellung! ? Die falsche Wahl. Irrtümer des Glossators. Im stillen Kämmerlein. Der Raumvorteil. Kampf um Einbruchsfelder.

058 VIII. Schwerfiguren

Tücken der Stellung. Keine Regel ohne Ausnahme. Schöpferisches Turmendspiel. Verschiedene Methoden. Ein unglücklicher Gedanke. Tarraschs Lehrsatz.

064 IX. Taktisches

Raffinierte Falle. Ein vermeintlicher Fallstrick. Allerlei Witze. Im Sprin­gerbereich. Freibauern müssen laufen. Bemerkenswerte Feinheit. Tak­tischer Zusammenstoß. Die Nutzanwendung. Der wendige Läufer. "Ungleiche".

071 X. Technisches

Mut der Verzweiflung. Der "falsche" Läufer. Technisch leichter Gewinn. Komplizierte Technik. Ein Fingerfehler. Technik im Turmendspiel. "In Stellungen dieser Art..." Zwangsläufig und langzügig.

081 XI. Kunterbuntes

Aufrollung. Reflexschwächen. Zernierung. Randprobleme. Seitenwech­sel. Gleichgewichtslage. Keulenschlag. Zugzwang-Wunder. Bekanntes Muster. Schach-Kniff.

087 XII. Alles kehrt wieder

Das "ganz einfache Endspiel". Vom Gewinn zum - Gewinn. Vom Matt zur Mattdrohung?! Angebot und Nachfrage. Der Zug war abgefahren. Die Pausen-Analyse. Damen-Verzweiflung. Ein stiller Turm. Die Exzel-sior-Falle. In den Läuferbereich gelockt. Sicher, sauber, sachgemäß. Die zwischenzüglichen Pointen.

095 Namenverzeichnis

Kurt Richter (1900 - 1969) war in den 30er Jahren einer der stärksten deutschen Spieler. Später wurde er zu einem der besten und beliebtesten Verfasser zahlreicher Schachbücher. Zu seinen Werken gehören u. a. Schach-Olympiade 1936, Kurzgeschichten um Schachfiguren, 666 Kurzpartien und Hohe Schule der Schachtaktik. Hans-Hilmar Staudte (1911 - 1979) widmete sich überwiegend Problemen und Studien. Er schrieb zusammen mit Milu Milescu ‘Das 1x1 des Endspiels’.

Das nun in dritter Auflage vorliegende ‘Richtig und falsch - Praktische Endspielkunde’ ist eine Gemeinschaftsarbeit beider Autoren. Für die gelungene Neugestaltung zeichnen Dr. Ralf J. Binnewirtz und der Joachim Beyer Verlag verantwortlich.

Das Buch enthält 129 Endspiele, meist aus der Turnierpraxis von 1952 bis 1977. Es ist nicht als systematisches Endspiellehrbuch gedacht, aber die Beispiele sind dennoch nach Themen wie Freibauern, Bauernendspiele und Mattideen geordnet. Der Leser wird in erster Linie sehr gut unterhalten und lernt dabei nebenher viel über mögliche Fehler im Endspiel sowie deren Vermeidung.

Das Buch ist für Schachfreunde jeglicher Spielstärke geeignet.

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