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Skandinavisch - richtig gespielt

216 Seiten, gebunden, Beyer, 2. Auflage 2005

Aus der Reihe »richtig gespielt«

12,80 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Der Autor versucht mit seinem Buch die Geheimnisse dieser Verteidigung zu erfassen. Der Benutzer bekommt ein komplettes Repertoire mit Schwarz gegen den Zug 1.e2-e4 in die Hand

Vorwort

Die Skandinavische Verteidigung scheint ebenso alt zu sein wie das moderne Schach überhaupt, das nämlich im 15. Jahrhundert eine Wandlung vollzogen hatte. Das Spiel war schneller geworden, die von nun an weitreichende Dame mächtiger, und der in früheren Zeiten unbekannte Doppelschritt des Bauern spitze den Kampf unter Umständen nun schon nach wenigen Zügen stark zu. So wundert es nicht, dass die erste Erwähnung, man könne den Aufzug des weißen Königsbauern gut mit 1...d7-d5 beantworten, beim spanischen Meister und Theoretiker Juan Ramirez de Lucena beziehungsweise in dessen berühmtem Lehrwerk aus dem Jahr 1497 zu finden ist.

Aber erst deutlich jüngere Untersuchungen und Analysen durch den russischen Meister Carl Friedrich von Jänisch (1813-1872) und den englischen Meister Howard Staunton (1810-1874) bescherten der Eröffnung breite Anerkennung und viele Anhänger. Und während des 1858 bereits weltweit verfolgten Wettkampfes zwischen dem Amerikaner Paul Morphy (1837-1884) und dem Breslauer Schachmeister Adolf Anderssen (1818-1879) war es eben jener Letztgenannte und prominenteste Vertreter der Alten Welt, der die Eröffnung in einer bedeutsamen Begegnung zweimal anwandte.

Besonders verdient machte sich später Jaques Mieses (1865-1954) um die Popularität der Skandinavischen Verteidigung. Der deutsche Meister wandte sie nicht nur konsequent in seiner Turnierpraxis an, sondern fasste seine Erfahrungen schließlich in einer Eröffnungsmonographie zusammen, die im Jahre 1918 in Berlin unter dem Titel Die skandinavische Partie erschien. Diese Namenstaufe deutet darauf hin, dass es vor oder zu Mieses' Zeiten offensichtlich eine Reihe weniger namhafter Spieler und Analytiker aus Nordeuropa gab, bei denen 1 .e4 d5 hoch im Schwange war.

Seitdem durchschritt Skandinavisch viele Höhen und Tiefen, ohne dass die Liebe zu dieser Eröffnung jemals ganz nachgelassen hätte. Dass sie immer wieder aufflammt, dafür sorgen regelmäßig nicht nur die Partien der vielen Amateure oder Klubspieler, sondern ebenso die immer neuen Ideen der Meister und Großmeister. Doch wie begründen sie alle diesen Hang zu einer Eröffnung, bei der die schwarze Dame Hals über Kopf ins Zentrum eilt und damit scheinbar unumstößliche Eröffnungsprinzipien verletzt? Was lockt den Kenner, Regeln wie "Bring die Dame nicht zu früh ins Spiel!" und "Zieh mit keiner Figur zweimal!" so offensichtlich zu missachten?

Die Antworten lauten: eine tendenzielle Überschätzung dieser "Sünden" durch den Gegner und Überschaubarkeit, für den, der sie begeht! Skandinavisch verfügt über eine begrenzte, scharf umrissene Theorie. Das Variantendickicht, das etwa in der kaum perfekt beherrschbaren Sizilianischen Verteidigung nach 1 .e4 c5 entsteht, ist ihr fremd. Man kann also sehr wohl in kurzer Zeit die wichtigsten Nuancen der Skandinavischen Verteidigung erlernen und alsbald praktische Erfolge haben. Ihre strategischen Ideen treten verhältnismäßig klar und einfach zutage: Schwarz versucht seine Kräfte rasch zu entwickeln und dabei keinen seiner beiden Läufer einzusperren, rochiert wahlweise lang oder kurz, um zu guter Letzt mit dem e-Bauern oder dem c-Bauern den weißen Vorposten auf d4 anzugreifen und mittels Abtausch die Lage im Zentrum zu klären. Oder er versucht mit allen zur Verfügung stehenden Kräften, den d-Bauern unter Druck zu setzen, auf diese Weise den Gegner zu binden und von aktivem Spiel abzuhalten. Und spielt Weiß dann einfallslos, kann er im Endspiel positionell ins Hintertreffen geraten, weil der Nachziehende üblicherweise die weißen Felder auf dem Brett besser kontrolliert. Unabhängig davon gibt es auch viele taktische Möglichkeiten unter Teilnahme der schwarzen Dame, die früh ins Spiel kommt und deswegen schnell in einen Königsangriff einbezogen werden kann. Alles in allem gibt es ein sehr reiches Spektrum an Möglichkeiten. Hinzu gesellen sich, wie oben schon angeklungen, psychologische Aspekte: Zum einen "stört" Schwarz gewissermaßen schon mit seinem ersten Zug den gegnerischen Aufbau, d.h. statt zu agieren, muss Weiß umgehend reagieren. Zum anderen gilt die Skandinavische Verteidigung allgemein, aber zu unrecht als eine nicht ganz vollwertige Eröffnung. Darum versucht Weiß in der Anfangsphase der Partie einen schnellen Vorteil zu erzielen, was meistens nicht gelingt. Und der gewaltsame Versuch, in ausgeglichenen Stellungen auf Gewinn zu spielen, kann von Schwarz erfolgreich zurückgeschlagen und schließlich bestraft werden. Der Autor hat unter solchen Umständen zahlreiche Siege erringen können, nur, weil seine Partner in kritischen, aber ausbalancie rten Situationen nach den Sternen griffen!

Das vorliegende Buch ist keine wissenschaftliche Arbeit mit ihren dazu erforderlichen ausführlichen Texten, Varianten und Analysen. Es ist der Versuch, eine notwendige und hinreichende Menge an Informationen zum Thema zu geben, so dass sich der Leser schnell mit der Eröffnung vertraut machen und sie in der eigenen Praxis nutzen kann. Das Buch wendet sich somit an Schachfreunde, welche die Skandinavische Verteidigung mit den schwarzen Steinen spielen möchten - womöglich zum ersten Mal.

Lesern, die den Eröffnungszug 1.e4 noch niemals mit 1...d5 erwidert haben, empfiehlt der Autor, zunächst alle Varianten nachzuspielen. Wohl nur so werden Sie einen zuverlässigen allgemeinen Eindruck gewinnen und die strategischen und taktischen Probleme der Eröffnung kennenlernen. Anschließend experimentieren Sie mit einigen jener Varianten, die Ihnen am besten gefallen haben. Am einfachsten tun Sie das in freien Partien oder in Blitzpartien. Wenn Sie nach einiger Zeit den Wunsch nach weiterführender Information zu einzelnen Varianten verspüren, dann greifen Sie zu spezieller Literatur, von

der Sie am Ende des Buches eine Liste finden. Alle dort aufgeführten Bücher sind derzeit vom Fachhandel problemlos lieferbar.

Nichtsdestotrotz: Auch der erfahrene Kenner der Skandinavischen Verteidigung findet in diesem Buch wohl viel Interessantes. Immerhin entstand es, indem der Autor nicht nur seine eigene Praxis mit der Eröffnung ausgiebig gesichtet, sondern selbstverständlich zahlreiche Analysen bekannter Spezialisten einbezogen hat. Besonders hervorzuheben: Viele Empfehlungen stammen aus der Feder des Internationalen Großmeisters Matthias Wahls aus Hamburg, die er in seinem hervorragenden Buch Modernes Skandinavisch veröffentlicht hat. Es wird zu Recht, nicht nur im deutschsprachigen Raum, als Standardwerk bezeichnet. Allerdings findet man dort nur die Varianten nach den Zügen 1 .e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 usw. Dagegen habe ich in meiner Arbeit weitere Möglichkeiten aufgezeigt, so dass der Geschmack eines breiteren Leserkreises getroffen wird bzw. dass der einzelne Leser in seiner Turnierpraxis nach Wunsch stärker variieren kann. Denn ich meine, dass Skandinavisch insgesamt eine wertvolle Bereicherung des Spielrepertoires darstellt. Und zwar mit beständig guten Chancen für Schwarz!

Wie eigentlich stets an dieser abschließenden Stelle, möchte ich noch einmal auf unbeabsichtigte Fehler in Varianten bzw. Analysen hinweisen, die sich natürlich einschleichen können. Falls Sie solchen Fehlern auf die Spur kommen, schreiben Sie bitte an den Verlag. Kritik und Empfehlungen sind immer willkommen!

Und nun wünsche ich dem Leser viel Spaß beim Studieren dieses Buches und hoffe, dass es Ihnen dabei behilflich ist, Ihre Spielstärke zu steigern.

Jerzy Konikowski, FIDE - Meister

Weitere Informationen
Gewicht 520 g
Hersteller Beyer
Breite 15,1 cm
Höhe 21,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2005
Autor Jerzy Konikowski
Reihe richtig gespielt
Sprache Deutsch
Auflage 2
ISBN-10 3888054214
ISBN-13 9783888054211
Seiten 216
Einband gebunden
Diagramme 230

008 Zeichenerklärung

009 Vorwort

012 Einleitung

0121.e4 d5

037 Kapitel 1: Die Fortsetzung 2.Sc3

039 Kapitel 2: Die Fortsetzung 2.Sf3

041 Kapitel 3: Die Fortsetzung 2.e5

043 Kapitel 4: Die Fortsetzung 2.d4

046 Kapitel 5: Die Fortsetzung 2.d3

0471.e4 d5 2.exd5 Sf6

047 Kapitel 6: Skandinavisches Gambit 3.c4 c6!?

050 Kapitel 7: Isländisches Gambit 3.c4 e6!?

056 Kapitel 8: Die Fortsetzung 3.d4

061 Kapitel 9: Die Fortsetzung 3.Lb5+

066 Kapitel 10: Die Fortsetzung 3.Sc3

0691.e4 d5 2.exd5 Sxd5

069 Kapitel 11: Die Fortsetzung 3.d4

076 Kapitel 12: Die Fortsetzung 3.Sf3

0841.e4 d5 2.exd5 Sxd5 3.Sc3

084 Kapitel 13: Die Fortsetzung 3...Dd8

089 Kapitel 14: Die Fortsetzung 3...Dd6

092 Abspiel 1: Die Fortsetzung 4.d4

095 Abspiel 2: Die Fortsetzung 4.Sf3

1001.e4 d5 2.exd Dxd5 3.Sc3 Da5

100 Kapitel 15: Die Fortsetzung 4.Sf3

106 Kapitel 16: Die Fortsetzung 4.Lc4

1111.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6

111 Kapitel 17: Die Fortsetzung 5.Lc4

118 Abspiel 1: Die Fortsetzung 5...c6

122 Abspiel 2: Die Fortsetzung 5...Lf5

127 Abspiel 3: Die Fortsetzung 5...Lg4

1301.e4 d5 2.exd5 Sxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6 5.Sf3

130 Kapitel 18: Die Fortsetzung 5...Sc6

1371.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6 5.Sf3 c6

137 Kapitel 19: Die Fortsetzung 6.Se5

140 Abspiel 1: Die Fortsetzung 6...Le6!?

145 Abspiel 2: Die Fortsetzung 6...Lf5 7.Ld3

148 Abspiel 3: Die Fortsetzung 6...Lf5 7.Ld2

150 Abspiel 4: Die Fortsetzung 6...Lf5 7.Lf4

153 Abspiel 5: Die Fortsetzung 6...Lf5 7.g4

1571.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6 5.Sf3 c6 6.Lc4 f5

157 Kapitel 20: Die Fortsetzung 7.0-0

1621.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6 5.Sf3 c6 6.Lc4 f5 7.Ld2 e6 8.De2 Lb4 9.0-0-0 Sbd7 10.a3 Sxc3 11.Lxc3 Dc7

162 Kapitel 21: Die Fortsetzung 12.d5

165 Kapitel 22: Die Fortsetzung 12.Ld2

1691.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 a5 4.d4 Sf6 5.Sf3 c6 6.Lc4 Lf5 7.Ld2 e6 8.De2 Lb4 9.0-0-0 Sbd7 10.a3 Sxc3 11.Lxc3 Dc7 12.Se5

169 Kapitel 23: Die Fortsetzung 12...Sd5

172 Kapitel 24: Die Fortsetzung 12...b5!?

176 Kapitel 25: Beispielpartien

176 1. Vianin - Wahls, Neuchatel 1994

177 2. Timman - Beljawski, Ubeda 1997

178 3. Karjakin - Rogers, Wijk aan Zee 2003

179 4. F. Mäser - Kühn, Schweiz 2002

181 5. Franzoni - Wahls, Schweiz 1992

182 6. Hermann - Wahls, Binz 1994

183 7. Nijboer - Hodgson, Niederlande 1995

184 8. Kenworthy - Prie, London 1994

185 9. A. Rodriguez - Bricard, Toulouse 1998

186 10. Hübner - Luther, Saarbrücken 2002

187 11. Chandler - Adams, Hastings 1990

188 12. Miezis - Kweinis, Bad Godesberg 1995

188 13. Kosmo - Smerdon, Goa 2002

189 14. Brunner- Manor, Bern 1990

190 15. Kobalija - Galego, Ohrid 2001

191 16. Ostojic - Oswald, Travemünde 1990

191 17. Fette - Wesseln, 1.Bundesliga 1993

192 18. Micic - Gipslis, Dortmund 1997

194 19. R. Mainka - Sariego, Bayamo 1995

195 20. De Firmian - Granda Zuniga, Amsterdam 1996

196 21. Radovanovic - Mateuta, Bukarest 2002

197 22. Manolow - Dorfman, Elenite 1992

198 23. Govbinder- Melts, Fernpartie 1998

198 24. Zatonsky - Melts, Email 1998

199 25. De Firmian - Dzindzichaschwili, USA 1997

200 26. Mindeguia -Wahls, Pamplona 1996

201 27. Schlechter - Mieses, St. Petersburg 1909

202 28. Duras - Mieses, Karlsbad 1907

203 29. Shanava - Sulskis, Batumi 2002

204 30. Lanka - Reprintsew, Debrecen 1989

205 31. Glek - C. Hansen, Kopenhagen 1995

206 32. Kasparow - Anand, New York, 1995, 14. Matchpartie

207 33. Adams - Comp Fritz 6, Frankfurt 1999

209 34. Vogt - D. Siedentopf, Leutersdorf 2003

209 35. Cladouras - Wahls, Bern 1994

211 36. Vatter - Lau, 1. Bundesliga 1998

212 37. Caldeira - Vescovi, Brasilien 1998

212 38. Bawart - C. Horvath, Österreich 1996

213 39. Morovic - A. Rodriguez, Cienfuegos 1996

214 40. Zagrebelny - Danielsen, Schwerin 1999

216 Literaturverzeichnis