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So lernt man Schach

111 Seiten, gebunden, Beyer, 8. Auflage 2007

7,95 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Schach gilt als das vollkommenste Brettspiel, das wir kennen. Phantasie, strategisches Geschick und taktisches Einfühlungsvermögen sind erforderlich, um eine gute Partie Schach spielen zu können. Diese Eigenschaften werden neben dem gründlichen Erlernen der Spielregeln durch dieses Buch geweckt und geschult. Nicht langatmige theoretische Erläuterungen sondern praktisches Nachspielen ausgesuchter Lehrbeispiele in zusammenhängenden Spielabläufen machen dem Anfänger jeden Alters die tiefgründigen Gedankengänge der Figurenbewegungen auf den 64 Feldern leicht verständlich.

Vorwort

Wohl bei jedem, der einmal Gelegenheit hat, eine Schachpartie zu ver­folgen, regt sich der Wunsch, dieses schöne, aber schwierige Spiel zu erlernen. Sicher gibt es verschiedene Möglichkeiten, nämlich sich von einem Freund die Regeln erklären zu lassen, einen Schachkurs zu be­suchen oder sich gar das Spiel im Selbststudium nach einem Buch anzueignen. Ohne Zweifel ist die letztgenannte Art die einfachste, weil zeitungebundenste. Eine Vielzahl an Büchern steht zur Auswahl. Doch immer wieder musste ich hören, dass alle diese Anfängerbücher zwar umfassend vermitteln, aber ein Erlernen im Sinne einer Unterrichtung kaum möglich ist. Es fehle eben eine richtige Anleitung, das kompli­zierte Spiel sozusagen spielerisch zu erlernen. Nach Jahrzehnten Schachunterrichts an einer Volkshochschule weiß ich um die Nöte des Anfängers. Er verlangt nach einem Wegweiser, der ihm das Spiel mit seiner Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten der verschiedenen Steine und das zwingende Zusammenspiel der Schachfiguren so verständlich macht, dass er in die Lage versetzt wird, bald schon selbst eine Schach­partie zu spielen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung und den im Laufe der zahlreichen Kurse entstandenen typischen Lehrbeispielen von Schachpositionen, die das Verständnis des Schachspiels fördern und schnell verständlich machen, habe ich mit diesem Buch eine Anleitung zum Erlernen des Schachspiels gegeben, die es m. E. jedem ermöglicht, die Zusammen­hänge des königlichen Spiels schnell und spielend zu verstehen. Selbst­verständlich kann man nicht mit vollem Brett, sprich mit allen 32 Figu­ren, beginnen, weil zunächst dem Anfänger der Überblick fehlt. Es kann nicht gleich jeder Heerführer einer ganzen Armee sein, sondern er muss sich die Fähigkeiten der Spielführung erst an wenigen Figuren aneig­nen, bevor er ein größeres Kommando übernimmt. Schrittweise werden deshalb die Gangarten und Eigenheiten jeder Figurenart und das Matt­setzen erlernt, bis sich schließlich der Lernende mit allen Figuren auf dem Schachbrett zurechtfinden kann. Anders in diesem Buch ist sicher die Methode, dass nicht nur bestimmte Stellungen erklärt werden, son­dern zusammen mit dem Leser diese Positionen am Brett auch durch­gespielt werden. Der Inhalt entspricht praktisch einem Schachkurs von etwa zehn Lektionen, so dass dieses Buch sich auch als Anleitung für die Durchführung eines Lehrgangs besonders eignet.

Zunächst muss jeder auf den ersten Seiten die Schachnotation verste­hen lernen, um die verschiedenen Spielzüge richtig auf das Brett über­tragen zu können. Eine Vielzahl von bildlichen Schachstellungen (Dia­grammen) hilft dabei. Und nun frisch ans Werk, das Schachbrett aufge­stellt und die Lehrbeispiele langsam und überlegt mitgespielt. Dabei wünsche ich allen Freunden des königlichen Spiels, dass Freude und Begeisterung an der Schachpartie von Seite zu Seite dieses Buches wachsen; denn wer einmal von diesem schönen Spiel eingefangen wird, den lässt es nicht mehr los.

Günter Lossa

Einleitung

Schach ist das faszinierendste und vollkommenste Brettspiel, das wir kennen. Wer einmal mit diesem Spiel in Berührung kommt, wird schnell eingefangen von den abwechslungsreichen Spielzügen und den raffi­nierten Manövern auf den 64 Feldern des Schachbretts. Das Spiel stellt den Kampf zweier Kriegsheere dar, in dem alle Arten der Kampfesfüh­rung wie z. B. Mobilmachung, Angriff, Verteidigung, Strategie, Taktik u. v. m. zum Ausdruck kommen. Jeder Spieler ist sein eigener Heerführer und kann nach Belieben und Können seine Streitkräfte erfolgreich oder erfolglos operieren lassen. Die unterschiedliche Gangart der verschie­denen Figuren (schwerfällig, leichtfüßig, wendig, schnell, hinterhältig usw.) macht das Schachspiel wirklichkeitsnah und interessant, aber auch schwieriger als andere Brettspiele.

Das Schachspiel ist - wie neuere Forschungen ergaben - in der zwei­ten Hälfte des siebten nachchristlichen Jahrhunderts in Indien entstan­den. Bis heute hat es eine lange Entwicklungsperiode durchgemacht und sich über fast alle Länder der Erde ausgebreitet. So wie es heute nach den internationalen Regeln des Weltschachbundes in der ganzen Welt gespielt wird, darf es wohl als das vollkommenste Unterhaltungs-spie! bezeichnet werden.

Als man sich um die Jahrhundertwende mit dem Gedanken trug - weil man glaubte, das Spiel habe sich erschöpft - das Schachbrett auf hun­dert Felder zu erweitern, konnte noch keiner ahnen, welchen unge­heueren Fortschritt das Spiel in den folgenden Jahrzehnten bis heute vor allem in der Eröffnungstechnik machen sollte. Trotzdem, oder viel­leicht gerade deshalb, weiß man heute, dass sich das Schachspiel nie­mals erschöpfen wird und auch von keinem menschlichen Geist voll­kommen beherrscht werden kann. Das bedeutet, dass es immer Spiel bleiben wird, weil der Mensch, auch wenn er noch so gut Schach spielt, immer wieder durch falsche Einschätzung Fehler macht. Das ist aber der Reiz an diesem faszinierenden Spiel.

Seit nun schon vielen Jahren sind auch Schachmaschinen (Computer) dabei, dem Menschen in der vollkommenen Beherrschung des Schach­spiels nachzueifern. Ohne Zweifel haben die Computer eines dem Men­schen voraus, nämlich, dass sie sich nicht ablenken lassen und durch Unaufmerksamkeit grobe Fehler machen. Doch der Reiz einer Schachpartie liegt eben im Kampf Mensch gegen Mensch, wenn es gilt, wer die beste strategische Weitsicht hat, taktische Varianten schneller er­kennt, kombinatorische Wendungen weiter vorausberechnen kann, po­sitioneil günstigere Aufstellung für seine Figuren finden und dynami­sche Angriffsstellungen druckvoll und zwingend fortsetzen bzw. gedrück­te Positionen geschickt verteidigen kann. Alle diese Fähigkeiten muss der Mensch am Schachbrett einsetzen, während eine Schachmaschi­ne eine von menschlichen Gehirnen gefütterte und gespeicherte Da­tenflut in Sekundenbruchteilen abrufen kann. Einen fairen Wettkampf zwischen Mensch und Maschine kann es deshalb nicht geben.

Weitere Informationen
Gewicht 320 g
Hersteller Beyer
Breite 15 cm
Höhe 21,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2007
Autor Günter Lossa
Sprache Deutsch
Auflage 8
ISBN-13 9783888052842
Seiten 111
Einband gebunden
Diagramme 124
Fotos 7

007 Vorwort

008 Erläuterung zur Schachnotation

009 1. Einleitung

011 2. Schachbrett-Figuren-Notation

013 3. König und Turm

018 4. Das Matt

021 5. Opposition und Tempozug

025 6. Zugzwang - Zugpflicht - Patt

031 7. Dame

036 8. Läufer

044 9. Springer

050 10. Bauer

071 11. Aufstellung

073 12. Rochade

077 13. Eröffnung

080 14. Figurenentwicklung

088 15. Kampf ums Zentrum

093 16. Eröffnungsmöglichkeiten

096 17. Schachpartie

106 18. Gegen den Weltmeister

Lesern einer Schachzeitschrift ein Lehrbuch für Anfän­ger anzupreisen macht bekanntlich wenig bis gar keinen Sinn, mithin können die folgenden Erwägungen allen­falls als Wegweiser für diejenigen dienen, die auf der Suche nach einem Geschenk für einen potenziellen Schachliebhaber in der Familie oder im Bekanntenkreis sind.

Der Autor geht einen Weg, den meines Wissens vor unendlich langer Zeit einmal der selige Doktor Tarrasch vorgezeichnet hat: anstatt mit der Tür ins Haus zu fal­len, nämlich dem Schachnovizen tiefgründige Großmeisterpartien mit noch tiefgründigeren Opfervarianten zu servieren, erläutert Lossa zunächst die Gangart eines jeden Steines separat und verbindet damit zugleich elementare Mattführungen. Der Autor erweist sich in dieser Hinsicht durchaus als Meis­ter seines Fachs, indem er sich wirklich auf das Notwendigste beschränkt und auf allen unnötigen Ballast verzichtet. Praxisfremde und damit unsinnige Zugfolgen wie z.B. die Mattführung von K, L und S gegen K, die nicht ein­mal in Großmeisterkreisen hundertprozentig beherrscht wird (wer's nicht glaubt, schlage in der Rochade 9/2007 auf Seite 60 nach!), sich aber immer noch in manchen Anfängerbüchem wiederfindet, bleiben dankenswerterwei­se komplett außen vor. Statt dessen legt Lossa den Akzent auf die Elementar­technik, z.B. in einfachen Bauernendspielen. Des Weiteren werden dem Le­ser erste schachspezifische Grundlagen wie Entwicklung, Zentrum und Eröffnungsmöglichkeiten vermittelt, bevor das Buch mit zwei vollständigen Partien des Autors abschließt.

Zweifellos ist dies eine didaktisch sehr vernünftige Konzeption, wie sich nicht zuletzt aus der Akzeptanz des Buches ergibt: innerhalb von rund zwei Jahrzehnten erlebt es nunmehr bereits seine achte Auflage. Auch der Unter­zeichner, der das Buch "So lernt man Schach" schon vor Jahren an dieser Stelle besprochen hat (Rochade 1/1998), kann das Werk jedem Anfänger nur wärmstens empfehlen. Lossa schreibt nämlich nicht über die Köpfe seiner noch unbedarften Leser hinweg, sondern mutet ihnen wirklich nur das zu, was sie angesichts ihrer mangelnden Vorkenntnisse auch bewältigen können.

Mit freundlicher Genehmigung

E. Carl, Rochade Europa 11/2007

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