Artikelnummer
LXGEIVV
Autor
Veras Vermächtnis - Vera Menchik-Stevenson
Die fast vergessene Schachweltmeisterin
254 Seiten, kartoniert, Beyer, 1. Auflage 2025
Vera Menchik-Stevenson (1906 1944) war die erste Schachweltmeisterin.
Sie konnte den Titel im Jahre 1927 erringen und 17 Jahre lang verteidigen. Außerdem gelang es ihr, namhafte Meisterspieler wie Max Euwe, Samuel Reshevsky, Frederick Yates, Edgar Colle, Karel Opocensky, Sir George Thomas, Akiba Rubinstein und Sultan Khan in hochklassigen Turnieren zu besiegen. Sie war insoweit die mit großem Abstand stärkste Spielerin ihrer Zeit und ist bis heute ein großes Vorbild.
Heute kennen Vera, die im Alter von nur 38 Jahren einem Luftangriff auf London zum Opfer fiel, aber nur wenigeSchachexperten. Dieses Buch soll hier ein wenig abhelfen. Die Biografie zeichnet die wesentlichen Stationen ihres Lebens nach und dokumentiert einige wichtige Partien.
Ulrich Geilmann wurde 1963 in Essen geboren und wohnt am Niederrhein. Er ist diplomierter Raumplaner und im öffentlichen Dienst tätig. Als profunder Hobbyschachspieler, ehemaliger Schachbundesligafunktionär sowie Mitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft kennt sich Geilmann in der Schachszene gut aus und hat inzwischen mehrere Schachbücher geschrieben.
Es ist bereits das siebente Schachbuch im Joachim Beyer Verlag.
Sie konnte den Titel im Jahre 1927 erringen und 17 Jahre lang verteidigen. Außerdem gelang es ihr, namhafte Meisterspieler wie Max Euwe, Samuel Reshevsky, Frederick Yates, Edgar Colle, Karel Opocensky, Sir George Thomas, Akiba Rubinstein und Sultan Khan in hochklassigen Turnieren zu besiegen. Sie war insoweit die mit großem Abstand stärkste Spielerin ihrer Zeit und ist bis heute ein großes Vorbild.
Heute kennen Vera, die im Alter von nur 38 Jahren einem Luftangriff auf London zum Opfer fiel, aber nur wenigeSchachexperten. Dieses Buch soll hier ein wenig abhelfen. Die Biografie zeichnet die wesentlichen Stationen ihres Lebens nach und dokumentiert einige wichtige Partien.
Ulrich Geilmann wurde 1963 in Essen geboren und wohnt am Niederrhein. Er ist diplomierter Raumplaner und im öffentlichen Dienst tätig. Als profunder Hobbyschachspieler, ehemaliger Schachbundesligafunktionär sowie Mitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft kennt sich Geilmann in der Schachszene gut aus und hat inzwischen mehrere Schachbücher geschrieben.
Es ist bereits das siebente Schachbuch im Joachim Beyer Verlag.
| EAN | 9783959202329 |
|---|---|
| Gewicht | 640 g |
| Hersteller | Beyer |
| Breite | 17 cm |
| Höhe | 24 cm |
| Medium | Buch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Autor | Ulrich Geilmann |
| Sprache | Deutsch |
| Auflage | 1 |
| ISBN-13 | 978-3-95920-232-9 |
| Seiten | 254 |
| Einband | kartoniert |
| Name | Joachim Beyer Verlag e. K. |
|---|---|
| Adresse | Zur Wallfahrtskirche 5 Eltmann 97483 Deutschland |
| Internet | www.beyerverlag.de |
| info@beyerverlag.de |
006 Vorwort
009 Die frühen Jahre (1906 – 1919)
011 Neubeginn in England (1920)
012 Erste Erfolge (1921 – 1926)
019 Schachweltmeisterin (1927)
024 Meisterturniere (1927 – 1929)
044 Auf hohem Niveau (1930 – 1932)
065 Heiter bis wolkig (1933 – 1937)
107 Vor dem Sturm (1938 – 1939)
121 Schach im Schatten des Krieges (1940 – 1944)
126 In Veras Schuhen
135 Veras Erbe
143 Frauenschach heute
149 Partiensammlung
249 Nachwort
251 Quellenverzeichnis
253 Kommentierungssymbole
009 Die frühen Jahre (1906 – 1919)
011 Neubeginn in England (1920)
012 Erste Erfolge (1921 – 1926)
019 Schachweltmeisterin (1927)
024 Meisterturniere (1927 – 1929)
044 Auf hohem Niveau (1930 – 1932)
065 Heiter bis wolkig (1933 – 1937)
107 Vor dem Sturm (1938 – 1939)
121 Schach im Schatten des Krieges (1940 – 1944)
126 In Veras Schuhen
135 Veras Erbe
143 Frauenschach heute
149 Partiensammlung
249 Nachwort
251 Quellenverzeichnis
253 Kommentierungssymbole
Vera Menchik, später Vera Menchik-Stevenson, ist den älteren Schachfreunden noch gut bekannt. Sie war ab ca. Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts die anerkannt weltbeste Schachspielerin und trug den Titel der Weltmeisterin ab 1927 bis zu ihrem Tod im Juni 1944 in Folge eines deutschen Luftangriffs auf London.
Mit ihr verbinden sich eine Dominanz im Frauenschach und auch zahlreiche Erfolge und gute Platzierungen im Weltschach allgemein. Im Weltschach musste sie sich nicht allein den bekannten männlichen Schachgrößen der Vergangenheit stellen, sondern auch Vorurteilen sowie überheblichen und abwertenden Haltungen auf der Seite des einen oder anderen Gegners. So gab es sogar den übergriffigen Scherz, dass jeder Mitglied des „Vera Menchik Clubs“ werden müsse, der von ihr besiegt werde. Wie Ulrich Geilmann feststellt, hat sie diese sicherlich belastenden und auch kränkenden Haltungen mit eigener persönlicher Größe gelassen quittiert.
„Veras Vermächtnis“ ist eine Biografie, die Geilmann auf der Basis einer offenkundig bemerkenswerten Fleißarbeit geschaffen hat. Er möchte die Erinnerung an Vera Menchik-Stevenson sichern und stärken und den Leser unterhalten. Das Werk ist entsprechend sehr informativ und kurzweilig zugleich. Es geht dabei zudem auf die Bedeutung ein, die die erste Weltmeisterin auf das Frauenschach insgesamt hat.
Geilmann hat die redaktionellen Inhalte seines Buches in 13 Kapitel gegliedert. Die ersten 9 widmen sich Vera Menchik unmittelbar. Sie werden jeweils mit einer kurzen Beschreibung zur persönlichen Situation sowie zum Stand ihrer Karriere eingeleitet. Dabei geht der Autor auch auf die – insbesondere politische oder kriegsbedingte – Weltlage ein, mit der sich alles zum Schach zu arrangieren hatte. Auch zu Menchiks Gegnerinnen und ihren häufig männlichen Kontrahenten weiß er einiges zu berichten. So erfährt der Leser in Geilmanns angenehmen Erzählstil auch viel zu den Personen, die auf und auch neben dem Schachbrett Kontakt zu ihr hatten.
Geilmann bemüht sich, die Quellen für seine Recherchen aufzuzeigen, die er dann im Rahmen der von ihm eingesetzten Fußnoten benennt.
Das zentrale Element dieser Kapitel sind jedoch ausführlich kommentierte Partien aus Vera Menchiks Schaffen. Die Kommentierung ist ausführlich und setzt den Schwerpunkt auf textliche Erläuterungen. Varianten werden auf die wichtigsten Alternativen beschränkt. Bei Bedarf können sie auch schon mal etwas länger ausfallen, ohne aber in „Seeschlangen“ zu mutieren.
Die Partiekommentare sind nicht selten mit Informationen gespickt, die sich nicht mit dem unmittelbaren Geschehen auf dem Brett verbinden, was sie noch unterhaltsamer macht.
Im zehnten Kapitel warten 12 Aufgabenstellungen auf den Leser. Sie präsentieren ihm Stellungen aus Vera Menchiks Praxis und werden mit einem Diagramm zur Ausgangsstellung und der Bezeichnung dessen, worauf der Leser seine Aufmerksamkeit richten soll, eingeführt. Er wandelt also „in Veras Schuhen“ und erfährt im sich gleich anschließenden Lösungsteil, ob er die richtigen Wege gefunden hat.
Bevor Geilmann auf rund 100 Seiten eine umfangreiche Sammlung von – nicht weiter kommentieren – Partien Vera Menchiks präsentiert, geht er mit zwei kurzen Kapiteln auf ihre Bedeutung für die Entwicklung des Frauenschachs sowie die Teilhabe der Frauen am Schachgeschehen ein. Dabei stellt er weitere Frauen vor, die auf höchster Ebene erfolgreich gespielt haben und spielen, und porträtiert die Situation des Frauenschachs heute.
Fazit: Für mich ist „Veras Vermächtnis“ ein wichtiges und gelungenes Werk zur Schachgeschichte. Es hilft dabei, Vera Menchik-Stevensons Leistung und ihre Bedeutung für das Frauenschach und das Schachspiel allgemein zu bewahren. Zugleich ordnet es das Geschehen zum Schach in das allgemeine Weltgeschehen seiner Zeit ein.
„Veras Vermächtnis“ ist unterhaltsam geschrieben und auch deshalb eine klare Kaufempfehlung für mich.
Uwe Bekemann
Januar 2026
Mit ihr verbinden sich eine Dominanz im Frauenschach und auch zahlreiche Erfolge und gute Platzierungen im Weltschach allgemein. Im Weltschach musste sie sich nicht allein den bekannten männlichen Schachgrößen der Vergangenheit stellen, sondern auch Vorurteilen sowie überheblichen und abwertenden Haltungen auf der Seite des einen oder anderen Gegners. So gab es sogar den übergriffigen Scherz, dass jeder Mitglied des „Vera Menchik Clubs“ werden müsse, der von ihr besiegt werde. Wie Ulrich Geilmann feststellt, hat sie diese sicherlich belastenden und auch kränkenden Haltungen mit eigener persönlicher Größe gelassen quittiert.
„Veras Vermächtnis“ ist eine Biografie, die Geilmann auf der Basis einer offenkundig bemerkenswerten Fleißarbeit geschaffen hat. Er möchte die Erinnerung an Vera Menchik-Stevenson sichern und stärken und den Leser unterhalten. Das Werk ist entsprechend sehr informativ und kurzweilig zugleich. Es geht dabei zudem auf die Bedeutung ein, die die erste Weltmeisterin auf das Frauenschach insgesamt hat.
Geilmann hat die redaktionellen Inhalte seines Buches in 13 Kapitel gegliedert. Die ersten 9 widmen sich Vera Menchik unmittelbar. Sie werden jeweils mit einer kurzen Beschreibung zur persönlichen Situation sowie zum Stand ihrer Karriere eingeleitet. Dabei geht der Autor auch auf die – insbesondere politische oder kriegsbedingte – Weltlage ein, mit der sich alles zum Schach zu arrangieren hatte. Auch zu Menchiks Gegnerinnen und ihren häufig männlichen Kontrahenten weiß er einiges zu berichten. So erfährt der Leser in Geilmanns angenehmen Erzählstil auch viel zu den Personen, die auf und auch neben dem Schachbrett Kontakt zu ihr hatten.
Geilmann bemüht sich, die Quellen für seine Recherchen aufzuzeigen, die er dann im Rahmen der von ihm eingesetzten Fußnoten benennt.
Das zentrale Element dieser Kapitel sind jedoch ausführlich kommentierte Partien aus Vera Menchiks Schaffen. Die Kommentierung ist ausführlich und setzt den Schwerpunkt auf textliche Erläuterungen. Varianten werden auf die wichtigsten Alternativen beschränkt. Bei Bedarf können sie auch schon mal etwas länger ausfallen, ohne aber in „Seeschlangen“ zu mutieren.
Die Partiekommentare sind nicht selten mit Informationen gespickt, die sich nicht mit dem unmittelbaren Geschehen auf dem Brett verbinden, was sie noch unterhaltsamer macht.
Im zehnten Kapitel warten 12 Aufgabenstellungen auf den Leser. Sie präsentieren ihm Stellungen aus Vera Menchiks Praxis und werden mit einem Diagramm zur Ausgangsstellung und der Bezeichnung dessen, worauf der Leser seine Aufmerksamkeit richten soll, eingeführt. Er wandelt also „in Veras Schuhen“ und erfährt im sich gleich anschließenden Lösungsteil, ob er die richtigen Wege gefunden hat.
Bevor Geilmann auf rund 100 Seiten eine umfangreiche Sammlung von – nicht weiter kommentieren – Partien Vera Menchiks präsentiert, geht er mit zwei kurzen Kapiteln auf ihre Bedeutung für die Entwicklung des Frauenschachs sowie die Teilhabe der Frauen am Schachgeschehen ein. Dabei stellt er weitere Frauen vor, die auf höchster Ebene erfolgreich gespielt haben und spielen, und porträtiert die Situation des Frauenschachs heute.
Fazit: Für mich ist „Veras Vermächtnis“ ein wichtiges und gelungenes Werk zur Schachgeschichte. Es hilft dabei, Vera Menchik-Stevensons Leistung und ihre Bedeutung für das Frauenschach und das Schachspiel allgemein zu bewahren. Zugleich ordnet es das Geschehen zum Schach in das allgemeine Weltgeschehen seiner Zeit ein.
„Veras Vermächtnis“ ist unterhaltsam geschrieben und auch deshalb eine klare Kaufempfehlung für mich.
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