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LXWENAR
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Akiba Rubinstein

Ein Leben für das Schach

110 Seiten, kartoniert, Beyer, 2014, Erstauflage 1992

Aus der Reihe »Meilensteine des Schachs«

19,80 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Akiba Rubinstein gehörte ein Vierteljahrhundert, von 1907 bis 1931, zur Weltklasse im Schach. Neben den Weltmeistern Lasker, Capablanca, Aljechin und vielen berühmten Großmeistern, zählte auch er zu den leuchtenden Sternen am Schachhimmel.

Dieses Buch will den großen Schachspieler und Schachkünster der Vergangenheit entreißen und ihm erneut ein ehrendes Denkmal setzen.

Einige seiner schönsten und berühmtesten Partien, darunter auch Niederlagen, zahlreiche Partiestellungen, Turniertabellen und Turnierergebnisse sollen dem Leser einen Eindruck von dem schachlichen Wirken Rubinsteins vermitteln.

Weitere Informationen
Gewicht 175 g
Hersteller Beyer
Breite 14,8 cm
Höhe 21 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2014
Autor Hans Wenz
Reihe Meilensteine des Schachs
Sprache Deutsch
ISBN-13 978-3940417695
Jahr der Erstauflage 1992
Seiten 110
Einband kartoniert
Diagramme 72

Inhaltsübersicht

Vorwort

009 Einleitung. Herkunft und erste Erfolge

011 I. Ein neuer Stern geht auf

Karlsbad 1907. Wien 1908. Prag 1908

024 II. Im Zenith des Schachruhms

Petersburg 1909. San Sebastian 1911. Karlsbad 1911

037 III. Das Jahr Rubinsteins

San Sebastian 1912. Pistyan 1912. Breslau 1912. Wilna 1912

047 IV. Der Abstieg kündet sich an

Petersburg 1914. Berlin 1918. Göteborg 1920. Den Haag 1921

053 V. Unter der Ära Capablancas

London 1922. Teplitz-Schönau 1922. Wien 1922. Hastings 1922

060 VI. Das Unglücksjahr 1923

Karlsbad 1923. Mährisch-Ostrau 1923

066 VII. Erneuter Aufstieg bei wechselndem Turnierglück

Meran 1924. Baden-Baden 1925. Marienbad 1925. Breslau 1925. Moskau 1925. Semmering 1926. Dresden 1926. Hannover 1926. Budapest 1926 und Berlin 1926

083 VIII. Unter der Ära Aljechins

Kissingen 1928. Berlin 1928. Budapest 1929. Karlsbad 1929. Rohitsch-Sauerbrunn 1929

099 IX. Ausklang und Verstummen

San Remo 1930. Scarborough 1930. Lüttich 1930

Anhang

107 1. Turniere

108 2. Wettkämpfe

108 3. Zeitgenossen und Schachgegner

109 4. Partien

110 5. Partiestellungen

Rezensionen zu Vorauflagen:

Die vorliegende Rubinstein-Biografie ist eine Neuauflage aus dem Hause des oberfränkischen Beyer Verlags, der bekanntlich vor einigen Jahren das gesamte Schachsortiment des Berliner de Gruyter Verlags übernommen hat, wo das vorzustellende Buch erstmals anno 1966 das Licht der Welt erblickte.

Wie die Schachgrößen Tschigorin, Tarrasch, Keres oder Kortschnoi, so gehörte auch Akiba Rubinstein zu den ungekrönten Königen der Schachwelt. Sie alle spielten weltmeisterliches Schach, ohne jemals den höchsten Titel errungen zu haben. Gipfelpunkt in Rubinsteins Karriere war zweifellos das Jahr 1912, als es ihm gelang, sich in fünf aufeinander folgenden Turnieren den ersten Preis zu holen - eine Leistung, die nachvollziehbarerweise die Frage nach einem Titelkampf mit Schachweltmeister Lasker aufwerfen musste. Das für den Herbst 1914 vorgesehene Duell Lasker - Rubinstein ist aber auf Grund des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges niemals zu Stande gekommen.

Dies alles und noch weiteres mehr erfahren Sie bei der Lektüre unseres Buches, welches in insgesamt 9 Kapiteln die Karriere des Schachkünstlers Rubinstein Revue passieren lässt. In der Einleitung wird der Leser zunächst bis zum Jahr 1907, sprich bis an das 25. Lebensjahr des Meisters geführt, bevor der Autor ab Seite 11 im Wechselspiel von biografischen Angaben, Partien und Fragmenten zum Kern seiner Darstellung kommt. Insgesamt sind es 35 Partien und 34 diagrammgestützte Partiestellungen, die dem Leser in gut kommentierter Form geboten werden, das Ganze garniert mit diversen Turniertabellen, von Karlsbad 1907 bis hin zu San Remo 1930.

Mit anderen Worten: der Leser erhält nicht nur umfassende Informationen über die zum Schluss durchaus tragische Karriere eines Schachgenies, dessen beste Partien bis zum heutigen Tag als unübertroffene Beispiele an Klarheit, Schönheit und Präzision gelten, sondern zugleich einen Einblick in die Epoche, die Rubinsteins Altersgenosse Milan Vidmar später einmal als "Goldene Schachzeiten" bezeichnet hat. Erratum: im Diagramm auf S. 14 ist das Figurensymbol g8 falsch (sK statt sD).

E. Carl, Rochade Europa 08/2002


Immer noch lesenswert ist das bereits 1966 von Hans Wenz geschriebene und jetzt wieder vom Joachim Beyer Verlag erneut herausgegebene Buch über Akiba Rubinstein, der von 1907 bis 1930 ein würdiger Anwärter auf die Schachweltmeisterschaft war. Es enthält 35 Partien, 34 Partiestellungen, 72 Diagramme und 24 Turniertabellen.

Unter den Gegnern Rubinsteins finden wir alle berühmten Meister der damaligen Zeit: Lasker, Capablanca, Aljechin, Tarrasch, Nimzowitsch, Maroczy, Spielmann, Bogoljubow, Janowski, Tartakower und viele andere.

Bei jedem wichtigen Turnier ist neben der Tabelle auch ein kleiner Bericht über den Verlauf angegeben. Alle Partien sind gut kommentiert, wobei der Wert allerdings mehr auf Unterhaltung und weniger auf tiefschürfende Analysen gelegt ist.

Fazit: Ein ansprechend gestaltetes Lesebuch für Schachfreunde jeglicher Spielstärke.

Schachmarkt, 05/2002


Nach der Übernahme des Schachbuch-Sortimentes vom Berliner de Gruyter Verlag hat der Joachim Beyer Verlag in Hollfeld auch diese ursprünglich aus dem Jahr 1966 stammende Biografie als unveränderte Neuauflage herausgebracht. Der polnische GM und Weltspitzenspieler Akiba Rubinstein (1882-1961) gehört zusammen mit anderen Koryphäen wie Michail Tschigorin, Dr. Siegbert Tarrasch, Paul Keres und Viktor Kortschnoi zum exklusiven "Klub der Kronprinzen", welche zwar allesamt Weltmeisterstärke besaßen, jedoch niemals den Titel erringen konnten.

Der Autor Dr. Hans Wenz vermittelt in seinem kompakten Büchlein relativ wenige biografische Details über den polnischen Schachkünstler (mehr darüber findet man in dem Buch "Rubinstein gewinnt!" von Hans Kmoch, Edition Olms 1981, sowie in dem zweibändigen Werk von Donaldson und Minev, in englischer Sprache erschienen bei International Chess Enterprises, Seattle und Washington 1994 und 1995), dafür aber umso mehr Daten zu seiner Schachkarriere mit vielen Turnierergebnissen und -tabellen, mit 35 ausgewählten Partien und 34 Partiefragmenten, allesamt mit kurzen Analysen versehen.

In neun Kapiteln schildert Wenz die Schachlaufbahn Rubinsteins, welche mit einem glanzvollen Sieg des Rabbiner-Sohnes beim 1. Karlsbader Turnier 1907 begann und sodann stetig nach oben führte, wobei er im Jahre 1912 sogar fünf bedeutende Turniere hintereinander gewinnen konnte (!!). Der mit dem deutschen Weltmeister Dr. Emanulel Lasker vereinbarte WM-Kampf 1914 kam durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges jedoch nicht zu Stande, und in den 1920er-Jahren erreichte Rubinstein dann nicht mehr ganz die ehedem gewohnten Höhenflüge, wenngleich er trotzdem bei den meisten Tur-nieren noch zwischen Platz eins und vier einkam. Infolge schwerwiegender psychischer Probleme musste Rubinstein 1932 (also im Alter von 50 Jahren) seine große Schachkarriere beenden. Mithilfe seiner Ehefrau Eugenie Lew-Rubinstein überstand er die Verfolgungen in der Nazi-Zeit; seine letzten Lebensjahre verbrachte er in einem Altersheim in Antwerpen und starb dortselbst im Jahre 1961. Die Partienauswahl vermittelt einen nachhaltigen Eindruck von der ästhetischen Klarheit, Schönheit und Präzision des Rubinstein'schen Spiels - deshalb wurde er damals auch als der "Spinoza des Schachspiels" bezeichnet -, und macht den Leser zudem noch mit vielen seiner (groß)meisterlichen Kollegen bekannt, mit denen er oftmals die Klingen gekreuzt hat (Auflistung im Anhang S. 108). Unübertroffen waren die Leistungen Rubinsteins im Endspiel, und nicht nur der Rezensent sieht in ihm den wohl größten Endspielkünstler aller Zeiten. Ein herausragendes Beispiel dafür sei noch gezeigt:

Stellung: Weiß: Kb7, Ld3, Ba6, e4. Schwarz: Kf4, Le3, B c3 und e5. Weiß am Zug.

Diese Position entstand nach dem 66. Zuge in der Partie Rubinstein - Grünfeld, Karlsbad 1929 (Partie Nr. 31 auf S. 91 ff., Anmerkungen vom Autor): ,,67. Lb1!! Ein einziges Tempo entscheidet nun! (Wenn sofort 67. a7? erfolgt, so 67. ...La7: 68. Ka7: Ke3 69. Lb1 Kd2 70. Kb6 Kc1 71. Ld3 Kd2 und Weiß kann nicht gewinnen) 67. ... Ld4 68. a7 L:a7 69. Ka7: Ke3 70. Kb6 und 1:0, denn nach 70. ...Kd2 71. Kc5 Kc1 72. Kc4 (oder 72. Ld3) und Weiß erobert den e-Bauern und bringt seinen letzten Bauern zur Endreihe." Stünde in der Ausgangsstellung der schwarze Läufer auf d4 anstatt auf e3, so wäre die Partie remis geblieben. Erratum: Im Diagramm auf S. 14 steht auf g8 eine schwarze Dame; dahin gehört natürlich der schwarze König.

Dr. W. Schweizer, aus: Rochade Europa 10/2002