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LEHAWATIM

Amateur to IM

Proven Ideas and Training Methods

369 Seiten, kartoniert, Mongoose, 1. Auflage 2012

25,95 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Vorübergehend ausverkauft
How did Jonathan Hawkins manage to go from being an average tournament competitor to a player on the brink of clinching the Grandmaster title?
The secret was knowing what to study and how to learn as efficiently as possible. Focusing his attention firmly on the endgame, Jonathan devised a number of building blocks and identified a number of very important areas of study. The result of his hard work was a meteoric rise through the ranks, as he became firmly established as a prominent GM killer on the English tournament circuit.
These pages reveal the secrets of his notebooks for the first time. IM Hawkins presents special material aimed to help you become a much better practical player, one armed with a deeper understanding of key aspects of chess.
A careful study of the lessons presented in this book should enable the chess student to gain a significant improvement in both performance and rating.
Weitere Informationen
EAN 9781936277407
Gewicht 490 g
Hersteller Mongoose
Breite 15,3 cm
Höhe 22,9 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2012
Autor Jonathan Hawkins
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-1-936277-40-7
Seiten 369
Einband kartoniert
009 Introduction
PART 1
013 Thinking Techniques
Lesson 1
014 Reaching the Horizon - Reference Points in Calculation
Lesson 2
025 A Short Introduction to Planning in the Endgame
Lesson 3
031 Capablanca’s Pawn Endgame
Lesson 4
051 Step by Step - A Guide to Little Plans
PART 2
Lesson 5
066 Essential Rook Endgames
Lesson 6
090 Bishop and Pawn Connections - Dynamic Defense
Lesson 7
109 Pawn Walls Against Bishops
Lesson 8
131 Dropping Down the Anchor
Lesson 9
147 Back to Reality - Other Minor-Piece Endgames
Lesson 10
169 Exercises!
PART 3
Endgame Exploration 1:
177 My Favorite Endgame
Endgame Exploration 2:
201 A Long Discussion of a Short Endgame
Endgame Exploration 3:
224 Skeleton of the Minority Attack - Endgames in the Karlsbad Structure
Endgame Exploration 4:
268 Extra Pawn on the Queenside / Part 1 - Positional Advantage
Endgame Exploration 5:
290 Extra Pawn on the Queenside / Part 2 - Walking the Borderline
Endgame Exploration 6:
294 Ulf on the Warpath! / Development in the Endgame
Endgame Exploration 7:
319 Positions for Analysis
323 Solutions to Exercises
357 Follow-up Solutions
366 Final Thoughts
368 Bibliography
Mit Endspielwissen vom Amateur zum IM

Amateur to IM, so der Originaltitel von Jonathan Hawkins. Der Autor, ein 29-jähriger englischer IM (inzwischen über Elo 2500 geklettert), behauptet, hauptsächlich durch Endspieltraining die Wegstrecke von 2200 bis 2400 zurückgelegt zu haben. Allein durch das Studium des Buches wird man gewiss nicht zum IM, aber die Lektüre lohnt trotzdem!

Der Herausgeber, der amerikanische Mongoose-Verlag, beschreitet häufig erfrischend neue Wege und gibt gern auch Newcomer-Autoren eine Chance. Kritikwürdig ist allerdings die Aufmachung: Das Papier ist relativ dünn und die vielen Notations- und Diagrammfehler sollten heutzutage vermeidbar sein. Das Material ist auf 370 Seiten aufgebläht, es hätte
nicht viel mehr als der Hälfte des Umfanges bedurft, um den Inhalt bei weniger »raumgreifendem« Satz (ein Zugpaar auf zwei Zeilen, zu viele Diagramme) vernünftig unterzubringen.

Unter dem Strich aber steht und fällt ein Schachbuch damit, wie gut der Autor schreiben und erklären kann, wie geschickt verständlich er vom Einfachen zum Komplizierten übergeht und ob er für den Laien nachvollziehbare »Denkanleitungen« anbietet - und in all diesen Fragen überzeugt Amateur to IM mehr als der (Qualitäts-)Nunn!

Konkret fängt Hawkins mit recht einfachen Dingen an, wie etwa dem Bauernendspiel mit g+h gg. h-Bauer. Besonders gut zur Illustration von »Logik im Endspiel« eignen sich Schlussspiele mit ungleichen Läufern; hierzu leistete freilich Dworetski in verschiedenen Vorgängerwerken die Stabsarbeit. Im fortgeschrittenen Teil begegnen uns u. a. Endspiele von Ulf Andersson sowie das omnipräsente Turmendspiel mit je drei Bauern am Königsflügel plus a-Freibauer. Mit diesem hat sich auch SCHACH in den letzten Jahren immer wieder ausführlich beschäftigt.

Zur Erinnerung die »Steckner-Position«:

(Diagramm - weiß: Ke3, Ta7, a6, f2, g3, h4 - schwarz: Kf6, Ta2, f7, g6, h5)

Weiß gewinnt mit 1.Kd4! T:f2 2.Tc7 Ta2 3.a7 Kf5, und nun das überraschende 4.Kc4!! (statt der naheliegenderen Versuche 4. Kc5? und 4. T:f7+?) mit der Hauptidee 4...Kg4 5.Kb3 nebst Tc7-c4+ und Tc4-a4. Im Extremfall entsteht ein Schlussspiel mit weißem Turm gegen schwarzen h-Bauern - Schwarz muss am Ende in einen Springer unterverwandeln und verliert selbigen in der Folge.

Strategische Themen werden ebenfalls angeboten (zum Beispiel die Sezierung einer Partie mit dem Minoritätsangriff), insgesamt dominieren aber die sogenannten »theoretischen Endspiele« (bis zum Ende ausanalysierbare Stellungen). Einige Übungsaufgaben runden das Paket ab.

Fazit. Ein vor allem didaktisch überzeugendes Buch mit kleineren Bearbeitungsschwächen. Zielgruppe ca. DWZ 1700-2200.

Mit freundlicher Genehmigung
Harald Keilhack, Zeitschrift Schach 04/2013

**********

Unter dem Titel "Amateur to IM" mit dem Untertitel "Proven Ideas and Training Methods" ist eine Neuerscheinung auf den Schachbuchmarkt gekommen, die sich diejenigen Spieler einmal genauer ansehen sollten, die bereits ein gewisses Niveau in ihrer Spielstärke erreicht haben, aber systematisch nach Höherem streben wollen. Es gibt schon einige Bücher, die nach den Prinzipien "vom Amateur zum Meister" oder "vom Anfänger zum Fortgeschrittenen" geschrieben worden sind, dieses Werk hebt sich aber von anderen ab. Im Zuge dieser Rezension werde ich auch auf diejenigen spezifischen Inhalte eingehen, die mich zu dieser Einschätzung veranlassen.
"Amateur to IM" ist genau das richtige Buch für den bereits fortgeschrittenen Spieler, der bereit ist, mittels eines praktischen Studiums und eines logisch und zielbewusst aufgebauten Trainings intensiv an sich zu arbeiten.
Der Autor Jonathan Hawkins ist IM und hatte zum Zeitpunkt der Drucklegung auch bereits zwei Großmeisternormen in der Tasche.
Bemerkenswert ist, dass Hawkins nach dem Klappentext ein Spätstarter in Sachen Schach ist, der zunächst wohl recht passabel gespielt hat, in seinen letzten Teenagerjahren dann aber sehr ambitioniert sein Können ausgebaut hat. Die Folge davon waren ein Ranking-Höhenflug, Titel und dann auch die GM-Normen. So ist die Folgerung, dass sein Buch "Amateur to IM" seine Reifeprüfung bereits bestanden hat, sicher zutreffend. Es wird deutlich, dass Hawkins auf der Basis der darin dargestellten Gedanken und Methoden in die Erfolgsspur gekommen ist. Diese Nähe des Autors in seinem eigenen Werdegang zu den Inhalten des Werkes ist einer jener Unterschiede zu anderen Büchern zum Thema, wie man als Leser gezielt höhere Ebenen der Spielstärke erreichen kann.
"Amateur to IM" ist sehr logisch aufgebaut. Zunächst einmal gliedert es sich in drei übergeordnete Teile mit den, in sinngemäßer Übersetzung, folgenden Überschriften: Denktechniken, Prinzipien und Basistheorie sowie Erfassung/Ausarbeitung von Endspielen. In jedem Teil findet sich dann eine Reihe von Kapiteln, unter deren Ebene sich dann noch die einzelnen Themen befinden.
Es würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, hier quasi das Inhaltsverzeichnis abzubilden; schon im Werk selbst erstreckt es sich über mehr als vier Seiten. Ich gebe mich deshalb mit der Abbildung je eines Kapitels aus jedem Teil des Buches zufrieden, um zumindest einen Eindruck von den Themen und der Detaillierung der Buchinhalte vermitteln zu können. Das Werk ist in Englisch geschrieben, bei den folgenden Angaben handelt es sich also um sinngemäße Übersetzungen.

Teil 1
3. Kapitel: Lektion 3
- Planung und Berechnung kombinieren
- Schlüsselstellungen meistern/beherrschen
- Blöcke bilden
(Anmerkung: Damit ist eine Sammlung von Stellungen gemeint, die aus einer gegebenen, einer aktuellen Stellung heraus erreicht werden können.)
- Reservetempi
- Kritische Felder
- Drei Trainingspartien
- Zusammenfassung der Ideen
- Theoretische Anmerkungen

Teil 2
2. Kapitel: Läufer- und Bauernverbindungen - Dynamische Verteidigung
- T+B vs. L+B mit blockierten Bauern
- Festungen
- Positionelle Ideen
- Vereinfachung in ein bekanntes Remis-Endspiel
- Illustrationspartie Sasikiran - Carlsen
- Zusammenfassung der Ideen: "solide" und "passiv"; Festung

Teil 3
5. Kapitel: Mehrbauer am Damenflügel, Teil 2 - Entlang der Grenzlinie
- Steckner-Stellung
- Dautov-Stellung
- Unzicker-Stellung
- Dvoretsky-Stellung
- Zugzwang-Stellung
- Ungewöhnliche Dautov-Stellung
- Zusammenfassung der Ideen
- Theoretische Anmerkungen: Mehr zur Steckner-Stellung.

Auch innerhalb der einzelnen Themen ist das Werk sehr logisch aufgebaut. Soweit es konkret definierte Lern- und Trainingsziele gibt, werden diese zu Beginn summarisch aufgeführt. Dem folgen je nachdem theoretische Einführungen, an Stellungs- oder Partiebeispielen orientierte Erläuterungen sowie die ganz konkrete Erörterung des Themas. In Kapiteln, deren Inhalte sich dafür eignen, bildet eine Zusammenstellung der wesentlichen Ergebnisse zum gerade behandelten Stoff den Abschluss.

Hawkins arbeitet sehr textbasiert, was mir als sehr positiv auffällt. Zumeist heftet er seine Ausführungen "Einlinien-Varianten" an, die er eher zurückhaltend in die Richtung von Analysen verlässt. So sind in die Tiefe gehende Varianten eher eine glatte Ausnahme. Sie würden der Intention eines Werkes wie "Amateur to IM" auch nicht entsprechen. So ist es für mich ein Plus an Qualität, dass derartige Varianten in diesem Werk fehlen. Der Autor wusste genau, was er wollte; er wusste, was er dazu brauchte und was nicht, und er wusste, was womöglich sogar von seinen Zielen ablenken könnte.
Höhepunkte im Werk sind immer auch dann erreicht, wenn Hawkins eine Stellung auf ihre prägenden Merkmale hin untersucht, um aus dieser Bestandsaufnahme die Planung und die Berechnung zu entwickeln. So ähnlich stellt man sich die Arbeit eines Mediziners vor, der über ein Sezieren zu Schlüssen kommen will. Hawkins geht dabei so sicher vor und stellt seine Einschätzungen so nachvollziehbar dar, dass man als Leser das Gefühl bekommt, die Sache könne doch gar nicht so schwer sein. Ich behaupte, dass allein die x-fache Nachahmung dieser Demonstration den Leser in der Praxis besser stellt. Im Zuge der Vorbereitung dieser Rezension habe ich mich natürlich nur mit einzelnen Passagen besonders intensiv befassen können. Obwohl dies, bezogen auf das vollständige Werk, nur ein Ausschnitt war, traue ich mir zu, in der eigenen Praxis bewusst auf die Systematik und das Beispiel von Hawkins zurückzugreifen. Man merkt, dass Hawkins nicht irgendeinen Retortenkurs zusammengestellt hat, sondern quasi aufgearbeitet hat und preisgibt, wie er selbst zu einem immer besseren Spieler geworden ist.
"Amateur to IM" ist nicht nur hochinformativ, es ist auch sehr unterhaltsam geschrieben. Das Studium und das Training machen Spaß, eine gelungene Kombination, die den Leser bei der Stange hält.
Einige Übungen, die dem Leser an bereiten Stellen aufgegeben werden, dienen der Vertiefung und der Überprüfung der Studienfortschritte. Sie sind aber spärlich genug eingesetzt, um dem Urteil vorzubeugen, "Amateur to IM" sei ein weiterer Tropfen im Meer der "Puzzle-Bücher". Die Übungen sind vielmehr der Tropfen im Meer der schulenden und trainierenden Inhalte im Werk. Mir sagt der den Aufgaben im Buch zugebilligte Raum zu, der Anteil ist ohne Zweifel angemessen.
Wie schon am Rande erwähnt: "Amateur to IM" ist in englischer Sprache geschrieben. Wer mit seinen Fremdsprachkenntnissen aber einigermaßen gut zu Fuß ist, kommt problemlos zurecht.
Fazit: "Amateur to IM" ist das Werk, das den Gesellen zum Meister machen kann. So kann ich es dem Spieler, der schon vor dem Kauf über die Phase des Anfängers hinaus ist, sehr zum Kauf empfehlen.
Uwe Bekemann, BdF
Dezember 2012


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