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Das Haar muss ziehen

150 Jahre Schachclub 1868 Bamberg
Eigenschaften

264 Seiten, gebunden, Karl May-Verlag, 1. Auflage 2018

15,00 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Einer der ältesten noch bestehenden Schachvereine wurde 1966, 1976 und 1977 Deutscher Mannschaftsmeister sowie 1983/84 Deutscher Pokalsieger und feiert 2018 ein großes Jubiläum!

Mit den Schachgroßmeistern Lothar Schmid (über 50 Jahre Karl-May-Verleger) und Dr. Helmut Pfleger kam internationales Flair nach Bamberg und bei vielen Veranstaltungen war die Schachelite - wie z. B. die Weltmeister Dr. Michael Botwinnik, Dr. Max Euwe, Bobby Fischer, Anatoli Karpow, Tigran Petrosjan, Boris Spasski und Michael Tal - zu Gast!

Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte des Schachs allgemein und in Bamberg wird in einem ausführlichen Chronikteil die vielseitige Vereinsgeschichte aufgearbeitet. Aber nicht nur Schachspieler wird dieses Buch begeistern, sondern auch jeden mit Interesse an der Regionalgeschichte Bambergs, die die Autoren mit viel Herz und Charme in persönlichen Erzählungen, Anekdoten und Fakten zum Leben erwecken.

Vom Gründungsjahr bis hin zur heutigen Zeit werden die regionalen Gegebenheiten näher betrachtet und durch zahlreiche Bilder anschaulich dargestellt, so u. a. auch die zahlreichen Spiellokale, von denen viele heute nicht mehr existieren.

Ausgewählte Bamberger Weltklassepartien und Schachprobleme bereichern diesen Band, ergänzt durch Aufstellungen zu Einzelerfolgen Bamberger Spieler auf oberfränkischer, bayerischer und deutscher Ebene, der Ersten Vorsitzenden und Ehrenmitglieder sowie der Mitgliederzahlen.

Hinzu kommt eine kaum bekannte Groteske des Bamberger Schachautors Max Weiß: "K. May als Schachspieler" (Erstabdruck in der Wiener Schachzeitung 1903).

Weitere Informationen
Gewicht 620 g
Hersteller Karl May-Verlag
Breite 16,5 cm
Höhe 23,8 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2018
Autor Günter LossaBernhard Schmid
Sprache Deutsch
Auflage 1
ISBN-13 978-3-7802-3500-8
Seiten 264
Einband gebunden
Diagramme 34
Fotos 130

Der Schachclub 1868 Bamberg ist ein Verein mit langer Tradition. Gegründet wurde er drei Jahre vor Beginn des deutschen Kaiserreichs, im Geburtsjahr von Emanuel Lasker, und damit ist er, wie Prof. Dr. Peter Krauseneck, der jetzige Vorsitzende, im Vorwort des Buches schreibt, "der zweitälteste Sportverein in Bamberg und nach Alter der 13. Schachverein in Deutschland, der so noch existiert.“ Drei Mal wurde Bamberg Deutscher Mannschaftsmeister und eine ganze Reihe bedeutender Spieler hat für den Verein gespielt. Die bekanntesten sind vielleicht Lothar Schmid, Karl-May-Verleger, einer der stärksten deutschen Spieler nach dem Krieg, renommierter Schiedsrichter und, natürlich, auch bedeutender Schachsammler, sowie Dr. Helmut Pfleger, der auch einer der stärksten deutschen Spieler nach dem Krieg war und mit zahlreichen Büchern und Kolumnen und nicht zuletzt durch seine Fernsehsendungen viel für das Schach in Deutschland getan hat.

Zum 150-jährigen Jubiläum haben Günter Lossa, Schachautor und Journalist, Oberamtsrat a.D., seit 1953 Mitglied des SC Bamberg, und Bernhard Schmid, Karl-May-Verleger und studierter Historiker, eine Chronik ihres Vereins vorgelegt. Nach kurzen Ausflügen in die Geschichte des Schachs, die Geschichte des Schachs in Deutschland und Schach in Bamberg erzählt sie vom Bamberger Schachclub, der am 12. Februar 1868 von zwölf "würdigen Herren“ gegründet wurde. Lossa und Schmid begleiten den Verein durch das deutsche Kaiserreich, die Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus, die Bundesrepublik Deutschland und die Zeit nach der Wiedervereinigung der Bundesrepublik und der DDR. Sie erzählen vom Auf-und-Ab des Vereins, von ansteckender Schachbegeisterung, von Turniererfolgen, dramatischen Mannschafts­kämpfen, vom magischen Glanz von Spiellokalen wie dem "Café Müller“, von Mitgliedern, die ihren Verein ein Leben lang begleitet und unterstützt haben, von der Blütezeit in den 60er Jahren, von Spielern wie Max Euwe, Michail Botwinnik, Tigran Petrosjan, Paul Keres, Boris Spasski oder Bobby Fischer, die gerne nach Bamberg ge­kommen sind, aber auch von Konflikten und Krisen, bei denen sogar die Auflösung des Traditionsklubs im Raume stand.

Dazu kommen Abschnitte mit Problem­aufgaben, die Mitglieder des Vereins komponiert haben, eine Sammlung von Anekdoten, Glanzpartien aus der Vereinsgeschichte, Statistiken über die Entwicklung der Mitgliederzahlen und die zahlreichen Erfolge des Vereins und seiner Mitglieder sowie einen Namensindex, der sich wie ein Who-is-Who der Schachgeschichte liest. Nicht zu vergessen eine von Max Weiß verfasste Parodie, die 1903 in der Wiener Schachzeitung erschienen ist, und die Karl May als überaus selbstbewussten Schachspieler zeigt, der unter anderem davon berichtet, wie er auf seinem Pferd Ischli reitend gegen 755 Gegner simultan gespielt und sie "nach zwei Stunden harten Kampfes“ besiegt hat.

All das ist reich und anschaulich bebildert. In den vielen Fotos des Bandes werden 150 Jahre Vereinsgeschichte, Schachgeschichte und deutsche Geschichte lebendig. Die unterschiedlichen Vereinslokale zeigen, wie sich die Stadt Bamberg verändert hat, die Bilder der Vereinsmitglieder zeigen die Launen der Mode, wecken Erinnerungen und vermitteln die Atmosphäre der Zeit, in der sie entstanden sind.

Das ist der Charme und der Reiz solcher Vereins­chroniken. Wenn sie – wie in diesem Fall – mit Begeisterung und Liebe zum Detail gemacht sind, zeigen sie, wie sich in der Geschichte einer kleinen Gruppe von Menschen, die vor allem die Begeisterung für das Schachspielen teilen, Zeitgeschichte spiegelt.

Diese Chronik zum 150-jährigen Jubiläum des Schachclubs 1868 Bamberg beweist zugleich, wie lebendig die Tradition des Vereins immer noch und nach einer Zeit der Krise auch wieder ist. Ein weiterer Beleg für diese lebendige und vielfältige Tradition sind die zahlreichen Schach­veranstaltungen, mit denen die Stadt Bamberg das Jubiläum ihres Schachvereins feiert. So gibt es neben Turnieren und Simultanveran­staltungen auch eine Schachfilmreihe im Bamberger Lichtspiel-Kino und eine Auf­führung von Pavel Kohouts Stück Patt oder das Spiel der Könige im ETA Hoffmann Theater in Bamberg am 22. April. Regie führt Tihomir Glowatzky, langjähriges Vereinsmitglied des SC 1868 Bamberg.

Mehr Informationen über die Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr bietet die Webseite des Vereins: www.schachclub-bamberg.de

Johannes Fischer

KARL 2018/1