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Art.-Nr.: LOJONTD1

The Dragon - Vol. 1

GM Repertoire

320 Seiten, kartoniert, Quality, 1. Auflage 2015.

Aus der Reihe »Grandmaster Repertoire«

24,99 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

The Dragon is one of the most thrilling chess openings and a favourite of attacking players. But can this sharp and provocative system still be played in the modern era? GM Gawain Jones says "Yes"!

In this two-volume work, the world’s strongest Dragon specialist guides you through the Black repertoire he has played successfully against world-class opposition. Drawing on his deep understanding as a lifelong Dragon exponent, Jones explains the key concepts and supports his recommendations with cutting-edge analysis.

This volume deals with the 9.Bc4 and 9.g4 variations of the Yugoslav Attack.

GM Gawain Jones has been a member of the English Olympiad team since 2008. He was Commonwealth Champion in 2011, British Champion in 2012, and has a peak rating (so far!) of 2671.

Details

Sprache Englisch
Autor Jones, Gawain
Verlag Quality
Reihe Grandmaster Repertoire
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 540 g
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Seiten 320
ISBN-13 978-1784830076
Erscheinungsjahr 2015
Einband kartoniert

Inhalte

004 Key to symbols used

005 Preface

006 Bibliography

007 Move Order Guide

009 Dragon Themes

Soltis Variation

029 1. 13.Bg5 Rc5! 14.Kb1

049 2. 14.g4

072 3. 14th Move Alternatives

086 4. 13.Bh6

102 5. 13.Kb1

128 6. 13th Move Alternatives

Topalov Variation

142 7. 13.Nd5 – The Main Line

168 8. 13.h4

181 9. Other 13th Moves

Yugoslav Attack

196 10. Burnett Variation

221 11. Minor Lines after 10.0– 0– 0

241 12. 10.h4 – Minor Lines

250 13. Early Deviations

266 14. 9.g4 without 10.Nxe6

295 15. 10.Nxe6

314 Variation Index

"The Dragon 1" und "The Dragon 2" sind die Titel der beiden Bücher einer zweiteiligen Gesamtausgabe über die Sizilianische Drachenvariante. Gemeinsam ergeben sie ein schwarzes Komplettrepertoire allgemein zum Drachen, schwerpunktmäßig und damit ganz speziell aber zum Jugoslawischen Angriff. Er entsteht auf dem Brett, wenn es in der Partie nach der Einleitung 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 (dies ist die Ausgangszugfolge der Drachenvariante als solche) mit 6.Le3 weitergeht. Als Hauptvariante verfolgen beide Bücher die Linie 6 ... Lg7 7.f3 0-0 8.Dd2 Sc6. An dieser Stelle eröffnen sich Weiß nun die Hauptfortsetzungen 9.Lc4 und 9.g4 (Band I) sowie 9.0-0-0 (Band II). Der 2. Band beherbergt zudem die diversen Abweichungen des Anziehenden.

Geschrieben hat beide Bände Gawain Jones, erschienen sind sie in der "Grandmaster Repertoire"-Serie von Quality Chess. Nimmt man beide Bücher zusammen, so erhält der Käufer mehr als 600 Seiten Theorie, zusammengestellt und organisiert mit dem Ziel, dem Nachziehenden ein abgesichertes und qualifiziertes Repertoire zu offerieren. Natürlich sind die Inhalte genauso gut für den Spieler mit Weiß zu verwenden, aber unter einem Hinweis. Er kann nicht darauf setzen, dass alle wichtigen Züge, die sein Gegner in der Partie grundsätzlich spielen könnte, tatsächlich in den Büchern zu finden sind. Soweit Gawain Jones sich bei der Zusammenstellung des Repertoires anderweitig orientiert hat, können schwarze Alternativen berechtigter Weise fehlen. Schwarz aber muss darauf setzen können, dass für ihn das Repertoire abgesichert ist, er also nicht durch einen Zug aus "seiner" Theorie gehebelt werden kann, indem sein Gegner eine wichtige aber im Werk fehlende Abweichung zu einer Buchempfehlung spielt.

Diese Erwägungen haben aber durchaus auch einen Vorteil für denjenigen, der sich mit Weiß auf der Basis des Jugoslawischen Angriffs wappnen möchte. Er kann sich auf eine Wahl im 9. Zug festlegen und sich auf den Kauf genau des Bandes beschränken, in der sie behandelt wird. Der Schwarzspieler aber braucht beide Bände, wenn er sich ein "rundes" Repertoire verschaffen will, da er in seiner Partie nicht weiß, welche Fortsetzung ihm sein Gegner an der genannten Stelle präsentieren wird.

Jones verzichtet im 2. Band auf ein allgemeines Vorwort und konzentriert sich inhaltlich sogleich konsequent auf die Folgen der weißen Weichenstellung im 9. Zug und zuvor. Es kommt also zu keinen Wiederholungen innerhalb der beiden Bände, sie bilden eine in sich abgestimmte Einheit.

Wer bereits Bücher aus der inzwischen umfangreichen "Grandmaster Repertoire"-Serie kennt, kann sich ein klares Bild vom Aufbau dieser neuen Werke machen. Sie halten sich an den bekannten Rahmen.

Band 1 enthält 15, Band 2 sogar 19 Kapitel. Im 1. Band geht Jones vorab kurz auf das Problem, aber auch die Chancen aus einer Zugumstellung hin zum Drachen ein, bevor er Hauptmotive und -ideen vorstellt. Beides bezieht sich auf den Inhalt beider Bände.

Die einzelnen Kapitel starten mit einer Übersichtsseite, die neben einem Auszug aus dem Variantenverzeichnis der letzten Buchseiten in der Regel auch Diagramme als Hinweis auf später im Text behandelte Neuerungen enthält. Eine kurze wertende Zusammenfassung schließt das jeweilige Kapitel ab.

Das inhaltliche Herzstück, die theoretische Betrachtung, umrahmt von Einführungsseite und Zusammenfassung, ist als Variantenbaum organisiert. Eine von Jones als Hauptvariante ausgewählte Zugfolge bildet das Rückgrat, von dem die Nebenvarianten abzweigen.

Wie für die Bücher aus der "Grandmeister Repertoire"-Serie üblich, sind keine vollständigen Partien abgebildet, auch nicht zur Illustration. Allerdings sind die erwähnten Hauptvarianten zumeist echten Partien entnommen. Die Notation setzt sich aus Texterläuterungen, Partiefragmenten und Analysen zusammen. Jones ist ein "passionierter Drachenspieler" und verfügt somit über eine immense Erfahrung zum System. Zahlreiche Analysen stammen nach den Angaben im Werk von ihm selbst, dürften damit oft auch einen Zusammenhang mit seiner Turniervor- und nachbereitung aufweisen.

Die Texterläuterungen richten sich nach meinem Eindruck an den verständigen Leser in dem Sinn, dass er grundlegende Aspekte überwiegend nicht anspricht. Dies ist meines Erachtens nachvollziehbar und richtig, denn das zweibändige Gesamtwerk ist für einen Anfänger eher nicht geeignet. Den Käufer, der von ihm profitiert, verorte ich im Leistungsbereich des Klubspielers und höher. Er sollte also mit "The Dragon 1" und "The Dragon 2" auf schon bemerkenswerten Kenntnissen aufbauen können.

Besonders als Adressat zu benennen ist natürlich der Fernschachspieler, der seine Partie begleitend auch die üppigsten Quellen nutzen kann, ohne auf sein Gedächtnis angewiesen zu sein. "The Dragon 1 + 2" sind, wenn ich mir ein Bild erlauben darf, die Nobelkarosse auf der Straße in den Partieerfolg. Damit ordnen sich beide Bücher nahtlos in die Reihe der Spitzenwerke aus der "Grandmaster Repertoire"-Serie von Quality Chess ein.

Hätte der Verlag beide Bände in einem einzigen Buch herausbringen können? Vielleicht, aber dann wäre es inklusive der Serviceseiten ein "Brummer" von fast 650 Seiten geworden. Ich habe nicht den Eindruck, dass mit der Zweiteilung ein höherer (aufsummierter) Verkaufspreis erzielt werden soll. Vermutlich verspricht sich Quality Chess einen besseren Absatz dadurch, dass der deutlich höher anzunehmende Preis für ein Gesamtwerk vermieden wird. Zudem kann der Interessent, besonders jener mit Blick auf die weißen Steine, flexibel entscheiden, was er kaufen will, beide Bände oder eben nur einen.

"The Dragon 1" und "The Dragon 2" enthalten Neuerungen in einer sehr hohen Zahl. Nun bedeutet eine Neuerung nicht gleich, dass sie sich in der Praxis durchsetzen wird, aber sie gibt selbst dem erfahrenen Spieler neue Möglichkeiten in die Hand, die dieser für einen eigenen Einsatz zumindest prüfen kann. So gehe ich davon aus, dass selbst der Experte auf dem Gebiet des Jugoslawischen Angriffs in der Drachenvariante viel neuen Stoff vorfinden wird.

Beide Bände verfügen über ein eigenes Variantenverzeichnis, das jeweils sehr ausführlich gehalten ist und die Orientierung über alle Buchinhalte hinweg leicht macht. Der maßgebliche Ausschnitt daraus findet sich dann auf der Eingangsseite eines Kapitels wieder, wie oben schon kurz ausgeführt.

Die Buchsprache ist Englisch. Die Anforderungen an die Fremdsprachkenntnisse des Lesers entsprechen dem Üblichen in Schachbüchern. Sie sind also nicht deshalb höher anzusetzen, weil der Autor in seiner Muttersprache geschrieben hat.

Noch ein Wort zu Gawain Jones: Er ist britischer GM, hat eine aktuelle Elo-Zahl von 2615, kann auf Siege auch in mehreren herausragenden Turnieren verweisen und hat sich schon früher einen Namen als Autor gemacht.

Fazit: "The Dragon 1" und "The Dragon 2" sind die meines Wissens vollständigsten Behandlungen des Jugoslawischen Angriffs in der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung überhaupt, natürlich auch die aktuellste. Dies gilt unter den vom Autor gesetzten Schwerpunkten innerhalb des Repertoires für Schwarz. Für Weiß ist die gebotene Abgrenzung zu einer Monographie zu beachten. Allerdings kenne ich auch kein Werk aus dieser Sparte, das den Anziehenden kompletter gegen das schwarze Spiel rüsten könnte. Beide Bände sind würdige Vertreter aus der "Grandmaster Repertoire"-Eröffnungsreihe. Schwarz braucht beide Bände für eine "Vollausrüstung", Weiß kann sich grundsätzlich wahlweise auf eine Fortsetzung im 9. Zug konzentrieren und sich dann auf den Kauf eines Bandes beschränken.

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

November 2015


Beim Lesen des Buches wurde ich unweigerlich in meine Jugend zurückversetzt. Damals übte die Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung nach 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Allein schon der Name war super und die vielen materiellen Ungleichgewichte und Verwicklung waren einfach nur cool. Leider traf ich dann irgendwann auf meinen späteren Mannschaftskameraden Alexander Hoffmann. Er ist ein Spieler mit konstant um die 2400 Elo, ich hatte damals gerade mal 2100. Niederschmetternd war aber dennoch, dass er für die ganze Partie nur etwa 2 Minuten überlegte, da er die Theorie einfach besser als ich kannte.

Damit diese scharfe sizilianische Waffe erstens mehr Bewunderer bekommt und diese zweitens dann nicht mein Schicksal tragen, hat der britische Großmeister Gawain Jones für den Quality Chess Verlag eine zweibändige Reihe für Schwarz zu dem Thema herausgebracht. Der Mann hat nicht nur 2615 Elo, sondern spielt mit Schwarz gegen 1.e4 auch hauptsächlich die Drachenvariante und gilt als großer Experte in diesem System.

Die Struktur von "The Dragon Volume one" ist sehr angenehm. Zuerst erklärt der Autor, wie er zu den Varianten kam, die er empfiehlt. In dem Buch geht es ausschließlich um die Hauptvariante, den Jugoslawischen Angriff nach den obigen Zügen und dann 6.Le3 Lg7 7.f3 0-0 8.Dd2 Sc6 9.Lc4 Ld7 10.0-0-0 Tc8, Abweichungen von Weiß werden erst nach 6. ...Lg7 betrachtet. Dabei beinhaltet das Buch zwei Repertoiremöglichkeiten. In der oben beschriebenen Zugfolge wird die Topalovvariante mit 11.Lb3 Sxd4 12.Lxd4 b5 empfohlen. Die Variante ist noch relativ frisch und bietet Schwarz in der Hauptvariante nach einem Opfer des b-Bauern gute dynamische Gegenchancen. Der Autor weist aber auch darauf hin, dass Weiß auch 10.h4 spielen kann und uns mit dieser Zugumstellung die Topalovvariante vermiest. Darum gibt es als zweite Variante, die man natürlich auch gänzlich als Hauptwaffe einsetzen kann, die Soltisvariante, die nach 10. ...h5 11.0-0-0 Tc8 12.Lb3 Se5 entsteht und sehr komplexe Stellungsbilder hervorbringt. Wenn man wiederum diese als einzige Variante gegen den Jugoslawischen Angriff spielen möchte, muss man nach 10.0-0-0 Tc8 11.Lb3 Se5 auch mit 12.Kb1 nebst g4 rechnen, was wieder andere Stellungsbilder ergibt. Dagegen empfiehlt GM Jones einen vorstoß des b-Bauern, von dem ich immer annahm, er sei problematisch für Schwarz, aber es wird recht gut nachgewiesen, dass man die Variante mit einem etwas untypischen Qualitätsopfer auf c4 ganz gut spielen kann.

Nachdem die Zugumstellungsproblematiken geklärt worden sind, gibt es ein Kapitel mit typischen Motiven, die in der Drachenvariante häufig zu finden sind. Dies ist sehr instruktiv und zeigt dem Leser auch, woran er bei dem Eröffnungssystem ist.

Die drei Hauptteile des Buches betreffen aber natürlich die Soltisvariante, die Topalovvariante und das angesprochene System mit 12.Kb1 Sc4 13.Sxc4 Txc4 14.g4 b5, das der Autor Burnettvariante nennt. Nach dem Zug 15.b3, der der Grund ist, weshalb ich immer dachte, die Variante sei minderwertig, wird 15. ...b4 empfohlen, was zu sehr netten Möglichkeiten führt und mit einigen neuen Ideen angereichert wird. Die Empfehlungen ergeben viel Sinn und sehen sehr gut spielbar aus.

Insgesamt bereitet dieses Buch viel Spaß und man merkt als Leser, warum Gawain Jones diese Variante so gerne spielt. Durch die neueren Variantenempfehlungen, die noch nicht ganz so ausanalysiert sind, bekommt der Leser erstens höhere praktische Chancen, kann aber auch schneller selbst kreativ werden. Außerdem artet das nötige Theoriestudium nicht so sehr aus.

IM Dirk Schuh

November 2015

Extract

The Dragon - Vol. 1