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Art.-Nr.: LOROITNIDG

The Nimzo-Indian Defence

384 Seiten, gebunden, Quality, 1. Auflage 2017.

Aus der Reihe »Grandmaster Repertoire«

29,99 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

The Nimzo-Indian Defence has been one of the most trusted defences against 1.d4 ever since its conception a century ago. It has been used in World Championship matches by Fischer, Karpov, Kasparov, Kramnik, Anand and Carlsen.

The Nimzo-Indian combines fast development with a solid pawn structure and great flexibility, which is why champions with such varied styles all gravitated towards it. This book supplies an elite repertoire built upon positional principles, offering active piece play and a fight for the initiative.

Grandmaster Michael Roiz has represented Israel many times. As well as his numerous tournament victories, he is an Olympiad Silver Medallist and has been ranked in the world’s top 40. In recent years he has focused more on seconding, helping elite grandmasters in top tournaments, the Candidates and even a World Championship match.

Details

Sprache Englisch
Autor Roiz, Michael
Verlag Quality
Reihe Grandmaster Repertoire
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 770 g
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Seiten 384
Erscheinungsjahr 2017
Einband gebunden

Inhalte

004 Key to symbols used

005 Preface

006 Bibliography

Various 4th Moves

007 1) Rare Options

017 2) 4.Qb3

032 3) 4.Bd2

048 4) 4.Bg5

066 5) 4.f3

082 6) 4.a3

101 7) 4.g3

109 8) 4.Nf3

120 9) 4.Nf3 - Main Line

4.e3

139 10) Rare 5th Moves

153 11) 5.a3

163 12) 5.Nge2

185 13) 5.Bd3

202 14) 6.a3

220 15) 6.Nf3

233 16) 10.Bg5 - Main Line

4.Qc2

255 17) Various 5th Moves

264 18) 5.a3

279 19) 7.Nf3

297 20) 7.Bg5

310 21) 5.cxd5

324 22) 6.e3 c5 7.Bd2

337 23) 6.Nf3

352 24) 7.Qb3

375 Variation Index

Mit der Serie "Grandmaster Repertoire" hat Quality Chess neue Maßstäbe im Bereich der Repertoirebücher gesetzt. Inzwischen ist die Serie rund 10 Jahre alt und stattlich mit Werken zu einer breiten Palette von Eröffnungen gefüllt. Mit dem neuen Spezialwerk "The Nimzo-Indian Defence" hat der israelische und frühere Top-40-Spieler Michael Roiz eine wichtige Lücke gefüllt. Auf rund 380 Seiten stattet er Schwarz mit einem Komplettrepertoire der Nimzoindischen Verteidigung aus, also für alles nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4. Das Buch ist eine Neuerscheinung aus dem laufenden Jahr 2017.

Als "echtes Repertoirebuch" ist es aus der Warte von Schwarz geschrieben. Dies bedeutet, dass der Leser für alle weißen beachtenswerten Zugalternativen Empfehlungen des Autors vorfindet, soweit sie auf schwarze Variantenentscheidungen folgen können. Die schwarzen Möglichkeiten werden im Buch aber nur dann behandelt, wenn Roiz sie zu seinen Empfehlungen erhoben hat. Dies sei am Kapitel 17 genauer erklärt, das erste Kapitel zur Klassischen Variante. Roiz schreibt in einer sinngemäßen Übersetzung zu 4 ... d5: "Neben anderen Optionen hat Schwarz auch die Möglichkeit zu 4 ... 0-0 und 4 ... c5, die als die beiden weiteren Hauptzüge zu bezeichnen sind. Ich kann nicht behaupten, dass der Textzug besser ist, aber ich habe mich auf ihn als meine Empfehlung festgelegt."

Im zweiten Hauptsystem, der mit 4.e3 eingeleiteten Rubinstein-Variante, orientiert sich Roiz an der Weichenstellung 4 ... 0-0.

Das Variantenverzeichnis ist sehr detailliert und auf den letzten Buchseiten zu finden. Jedes Kapitel enthält auf der jeweils ersten Seite einen Auszug daraus, soweit es den skizzierten Stoff behandelt. Zur Orientierung über alle Buchinhalte hinweg ist diese Lösung optimal.

Als Zwischenfazit bleibt für mich festzuhalten, dass "The Nimzo-Indian Defence" es schafft, eine so komplexe Eröffnung wie die Nimzoindische Verteidigung in einem einzigen Repertoireband unterzubringen, aber eben unter der Maßgabe, die Auswahl der dem Nachziehenden empfohlenen Wege strikt und teilweise auch einschneidend zu limitieren.

Bisweilen reduziert Roiz den Buchumfang auch dadurch, dass er auf wichtige Partien hinweist, sie aber nicht fragmentarisch aufnimmt. So kann der Leser das jeweilige Spiel in seiner Datenbank aufrufen und als Beispiel für einen Aspekt einer gelungenen Spielführung heranziehen oder sie sich ggf. zu verschaffen.

"The Nimzo-Indian Defence" bedient sich des klassischen Aufbaus eines Eröffnungsbuches. Die Theorie wird durch einen Baum aus Haupt- und Nebenvarianten strukturiert. Vollständige Partien enthält das Werk nicht, auch nicht zur Illustration.

Michael Roiz erklärt sehr viel, setzt dabei aber auch einiges an Fertigkeiten beim Leser voraus. Soweit es um strategische Grundgedanken geht, holt er auch den unerfahrenen Spieler ab. Dies sieht erneut am Beispiel des 17. Kapitels zur Einleitung der Klassischen Variante (4.Dc2) wie folgt aus: Roiz erklärt die Grundidee des Damenzuges mit der Vorbereitung von a2-a3, ohne einen Doppelbauern auf der c-Linie entstehen zu lassen, und der Unterstützung eines eventuellen Vorstoßes e2-e4. Wenn es späterhin dann aber um den qualifizierten Umgang mit bestimmten Stellungsmerkmalen geht, muss der Leser alleine wissen, was sie bedeuten und was zu tun ist. Dies gilt beispielsweise für abschließende Hinweise wie "der König steckt in der Mitte fest" und "die Schwäche der hellen Felder im Lager des Anziehenden gibt Schwarz genügend Raum für ein Konterspiel".

"The Nimzo-Indian Defence" ist ein Buch für den Klubspieler aufwärts, auch der schon sehr versierte Spieler dürfte noch einiges für sich finden. Dies hängt auch damit zusammen, dass das Werk mit zahlreichen Neuerungen gespickt ist, durchaus auch für die noch frühe Partiephase. Soweit der Autor sie als besonders bemerkenswert ansieht, werden sie schon auf der Titelseite des jeweiligen Kapitels angezeigt, mit Diagramm und einem Hinweis, wo im späteren Text mehr dazu zu finden ist (bezeichnet nach der Gliederungsziffer). Natürlich heißt Neuerung nicht immer zugleich auch Verbesserung. Auf der Suche nach neuen Ideen wird der Leser für Schwarz auf jeden Fall bemerkenswert oft fündig werden.

Das Buch ist locker und mit recht einfachen Satzkonstruktionen geschrieben, was dem fremdsprachigen Leser das Verstehen erleichtert. Das verwendete Vokabular ist ebenfalls unauffällig, so dass ein mit Schulenglisch ausgestatteter Leser ohne größere Probleme gut mit ihm arbeiten können wird.

Der Rezension lag eine kartonierte Ausführung zugrunde. Das Werk kann auch in gebundener Fassung bezogen werden, dann mit einem preislichen Aufschlag von 4 Euro.

Fazit: Ich mache es kurz: ein weiteres Top-Repertoirebuch aus der Grandmaster Repertoire-Serie von Quality Chess.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Oktober 2017


Die Grandmaster Repertoire Serie aus dem Quality Chess Verlag bietet Eröffnungsbücher mit vielen neuen Ideen, die auf einem so hohen Niveau angesiedelt sind, dass jeder, vom absoluten Amateur bis hin zum Großmeister, davon profitieren kann. Es gibt zahlreiche Neuerungen und werden komplexe Ideen vorgestellt, damit man mit Weiß jeweils fast immer etwas Vorteil erhält und mit Schwarz in den kritischen Abspielen ausgleicht, aber in unkritischen auf Gewinn spielen kann. Das klingt alles sehr verlockend, ist aber natürlich auch sehr viel Arbeit für den Leser.

Der starke israelische Großmeister Michael Roiz mit einer stolze aktuellen Elo von 2608 hat sich in "The Nimzo-Indian Defence" für diese Serie jetzt der immergrünen Nimzoindischen Verteidigung aus schwarzer Sicht angenommen, die nach den Zügen 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 entsteht. Ich habe sie in meinen Zwanzigern selbst gerne und oft gespielt und war immer von ihrem chamäleonhaften Charakter angetan. Aufgrund ihrer Flexibilität kann nicht nur Weiß entscheiden, ob er das Spiel scharf oder eher ruhig anlegen möchte, auch Schwarz hat einige verschiedene Ideen, das Spiel zu gestalten. Man kann einerseits versuchen, mit c5 und b6 nebst Lb7 igelartige Strukturen anzustreben, oder mit c5 und d5 im Zentrum zu spielen, auch Ideen mit d6 und dem Vorstoß e5 gibt es hier und da oder sogar ein frühes Se4 und dann f5.

Ich selbst hatte mit Schwarz nie große Probleme und habe sie eher wegen der weißen Alternativen im 3. Zug aufgegeben. Vor allem 3.g3 mit einem Übergang in Katalanische Gefilde gefiel mir nie so recht.

Der Autor beginnt bei seiner Vorstellung erst einmal mit den selteneren vierten Zügen von Weiß. Selbst Exoten wie 4.e4 oder 4.Dd3 werden betrachtet. Letzterer ist deshalb wichtig, da er in "Dangerous Weapons- the Nimzoindian" von IM Palliser empfohlen wird. GM Roiz ist aber nicht beeindruckt und findet lockeren schwarzen Vorteil. Man kann hier auch gleich sehen, warum die Nimzoindische Verteidigung so beliebt ist. Schwarz sucht mit 4. ...c5 direkt nach Gegenspiel im Zentrum und nach 5.d5 0-0 6.Lg5 exd5 7.cxd5 d6 ergibt sich schon einmal eine asymmetrische Bauernstruktur, die nach 8.Sf3 Sbd7 9.a3 La5 10.e3 bis hierhin von Palliser angegeben, der hier Ausgleich sieht Db6 11.Tb1 Sxd5 zu taktischen Verwicklungen führt, in der der schwarze Entwicklungsvorsprung zur Geltung kommt. Wieder einmal ist dabei die Taktik auf der Seite desjenigen, der sich besser entwickelt hat, was in dieser Eröffnung ein häufiges Motiv darstellt. So werden erst einmal alle selteneren vierten Züge abgehandelt, ehe es zu den beiden großen Hauptvarianten kommt. Häufig wird dabei mit c5 das weiße Zentrum attackiert und dann nach einem weißen d5 die oben bereits gezeigte Bauernstruktur angestrebt oder mit dem schwarzen Zentrumsvorstoß d5 nachgelegt. Schwarz erhält hier oft eine gute Initiative und gutes Gegenspiel.

In den beiden Hauptsystemen nach 4.e3 und 4.Dc2 werden dann recht harte Gegenvarianten gezeigt. Ich war erstaunt, wie oft sich der schwarze König a la Steinitz selbst verteidigt, während die restlichen Streitkräfte Schwachpunkte von Weiß angreifen oder einfach Material einsammeln. Ich möchte dazu ein paar Beispiele geben, aber auch zeigen, dass es nicht in jeder Variante so heiß hergeht. Zuerst einmal interessierte mich sein Aufbau nach 4.e3 0-0 5.a3. Der Aufbau ist sehr aggressiv und Weiß möchte mit Ld3, Se2, 0-0 und dann f3-e4 oder sogar f4 eine starke Initiative am Königsflügel aufbauen. Der Autor zeigt aber keine Angst und hält nach 5. ...Lxc3 6.bxc3 mit 6. ...d6 dagegen. Nach 7.Ld3 folgt jetzt e5 und dann sogar e4, aber da d6 recht ruhig aussieht, könnte Weiß mit 7.f3 aggressiver vorgehen. Nach 7. ...c5 8.Ld3 Sc6 9.Se2 b6 10.0-0 La6 11.e4 folgt die Neuerung h6, um Lg5 zu verhindern und nach 12.f4 Sa5 13.e5 Sh7 14.Dc2 f5 15.g4 wird Weiß Spaß haben, aber Schwarz den c4 gewinnen und am Damenflügel dagegenhalten. Mir wäre bei dieser Variante schon etwas mulmig zumute, aber natürlich kann Schwarz so Gewinnchancen generieren. Besser gefällt mir da schon die Hauptvariante nach 4.e3, in der Weiß nach 0-0 5.Ld3 d5 6.Sf3 c5 7.0-0 cxd4 8.exd4 dxc4 9.Lxc4 b6 10.Lg5 Lb7 eine Isolanistellung erhält. Hier wird sehr genau analysiert, welche Möglichkeiten Weiß hat und wie Schwarz die weiße Initiative entkräften kann. So wird zum Beispiel nach 11.Te1 Sc6 empfohlen, der sehr viel seltener als Sbd7 gespielt wurde, und nach 12.Ld3 h6 13.Lh4 Le7 14.a3 kommt ein Entlastungsmanöver zur Geltung, das auch an anderer Stelle oft empfohlen wird. Mit 14. ...Sh5 wird der schwarzfeldrige Läufer getauscht und nach 15.Lxe7 mit Sxe7 die Kontrolle über d5 gestärkt. Eine harte Ausnahme präsentiert der Autor aber auch hier. Spielt Weiß nämlich 11.Se5, so soll Schwarz mit Sbd7 antworten und nach 12.Sxf7 nicht das solide Txf7, sondern mit Kxf7 und nach 13.d5 Se5 14.dxe6 Kg6 ein wenig mit dem König spazieren gehen. Nach 15.Dc2 Kxg5 16.Tad1 De8 17.h4 Kxh4 hätte ich mit Schwarz große Bedenken, aber Schwarz überlebt und kann dann etwas später entweder zwischen einem Dauerschach oder einer unklaren Stellung entscheiden.

Das gleiche Bild ergibt sich nach 4.Dc2. Die Hauptvariante des vorgestellten Systems verliert zwar Zeit mit der Dame, aber verhindert auch einen möglichen Doppelbauern. Schwarz antwortet hier direkt mit d5. Mich interessierte hier als erstes die natürliche Variante mit 5.a3 Lxc3 6.Dxc3 0-0 7.Lg5. Das ist eine sehr häufige Spielweise in dem System, die vor allem auf Vereinsebene vorkommt. Hier wird jetzt das seltenere h6 empfohlen, um nach 8.Lh4 mit c5 fortzusetzen. Nach 9. cxd5 sieht man dann den ersten Vorteil von 7. ...h6, denn nach 9. ...g5 10.Lg3 Se4 11.Dc2 Da5 12.Kd1 Ld7 steht der weiße König klar schlechter als der schwarze. Besser ist stattdessen 9.dxc5 d4 und nach 10.Dg3 Sc6 11.0-0-0 g5 will Schwarz es wissen! Nach 12.Lxg5 hxg5 13.Dxg5 Kh8 hat Weiß 3 Bauern für den Läufer plus Angriff. Ich habe irgendwann einmal gelernt, dass 2 Bauern plus Angriff schon genug Kompensation für eine Leichtfigur sind, aber GM Roiz hält den Laden zusammen und erreicht leichten Vorteil. Mein Geschmack ist das nicht, aber mit guter Vorbereitung kann man so natürlich auch mit Schwarz auf Gewinn spielen.

Auch hier ist die Hauptvariante wieder solider, für mich allerdings auch eine kleine Überraschung. Nach 5.cxd5 statt 5.a3 soll Schwarz mit Dxd5 antworten und nach 6.Sf3 Df5 folgen lassen. Dies ist eine Variante vom kreativen Geist Oleg Romanishin. Schwarz spielt ganz klar auf die weißen Felder d5 und e4 und nach 7.Dxf5 exf5 hat Schwarz gute Stützpunkte auf e4 und d5. Nach 7.Db3 Sc6 kann Schwarz wiederum mit einem baldigen e5 gutes Gegenspiel anstreben.

Wie bei der Grandmaster Repertoire Serie üblich gibt es keine vollständigen Modellpartien, sondern einzig sehr detaillierte und teils weit ausanalysierte Eröffnungsvarianten mit eingefügten Partiefragmenten. Zu Beginn eines jeden kleinen Kapitels gibt der Autor erst eine kurze verbale Einführung zu den Begebenheiten der vorgestellten Variante und am Ende noch ein Fazit. Zudem schafft es der Autor, in seinen sonstigen verbalen Kommentaren sowohl informativ, aber auch unterhaltsam zu sein, was die Lektüre klar erleichtert.

Insgesamt gibt es hier ein starkes Nimzoindischrepertoire, mit dem man mit Schwarz gut auf Gewinn spielen kann, auch wenn man dafür teils hohe Risiken eingeht, die durch eine sehr präzise Vorbereitung gedeckt bleiben müssen. Für ambitionierte Leute mit einem guten Gedächtnis ist dies sehr gut geeignet, der Rest könnte es als Ergänzung zu einem schon bestehenden Repertoire oder einem anderen Eröffnungsbuch zu dem gleichen Thema nutzen!

IM Dirk Schuh

Februar 2017

Extract

The Nimzo-Indian Defence