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LXKARFS1972K

Fischer – Spassky 1972 (pb)

Match of the Century Revisited

520 Seiten, kartoniert, Quality, 1. Auflage 2022

29,95 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

The World Championship match between Fischer and Spassky in Reykjavik 1972 was played at the height of the Cold War. The image of a lone American genius defeating the Soviet machine captivated a worldwide audience unlike anything else in chess history. Exactly fifty years later, Fischer – Spassky 1972 takes a fresh look at both the chess and the human aspects of this monumental match.

Bobby Fischer is one of the greatest chess players of all time. His astonishing journey up to the 1972 match was documented in The Road to Reykjavik . In this volume, award-winning author Tibor Karolyi completes his study of Fischer’s career with in-depth analysis of the legendary Reykjavik match and the controversial Fischer – Spassky 1992 rematch.

International Master Tibor Karolyi is a renowned author and trainer from Hungary. His biographical works for Quality Chess have received glowing praise from readers and reviewers.

Weitere Informationen
Gewicht 960 g
Hersteller Quality
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2022
Autor Tibor Károlyi
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-1-78483-179-0
Seiten 520
Einband kartoniert

004 Bibliography & Key to Symbols used

005 Acknowledgements

007 Preface

009 Introduction

1) World Championship Preparation

011 1.1 Fischer’s Preparation

017 1.2 Soviet Preparation for Fischer

035 1.3 Prelude to the Match

2) The Match of the Century

055 2.1 Spassky Takes the Lead

091 2.2 Fischer the Destroyer

139 2.3 Spassky’s Opening Crisis

167 2.4 Trading Blows

205 2.5 (Un)Lucky 13

239 2.6 Missed Opportunities

265 2.7 Dynamic Draws

289 2.8 Victory!

321 2.9 1972 Epilogue

335 2.10 Fischer’s Life after Reykjavik

3) The Rematch

349 3.1 Prelude to the Rematch

357 3.2 Return of the Genius

373 3.3 Spassky Fights Back

393 3.4 A Miraculous Escape

407 3.5 Fischer Takes Charge

431 3.6 The Battle of Belgrade

453 3.7 Endgame Drama

475 3.8 Fischer Pulls Away

491 3.9 The Finishing Line

507 3.10 1992 Epilogue

511 Name Index

516 Opening Index - 1972

517 Opening Index - 1992

MIT OBJEKTIVEM BLICK

Das 50-jährige Jubiläum der WM 1972 hat die eh schon große Anzahl an Publikationen zu diesem Ereignis noch ein wenig vermehrt. Obwohl schon so viel über den Wettkampf geschrieben wurde, scheint immer noch nicht alles erzählt.

Kürzlich ist Tibor Karolyis Mammutwerk mit dem ebenso prosaischen wie irreführenden Titel Fischer - Spassky 1972 erschienen. Auf über 500 Seiten beschreibt der renommierte ungarische IM nicht nur die Umstände des isländischen Matches mit ausführlichen Analysen, sondern behandelt auch auf 150 Seiten das Rematch von 1992. Es ist die Fortsetzung seines Buchs Road to Reykjavik, das Fischers Erfolge bis zum WM-Kampf zeigt.

Karolyi sprach für dieses Buch mit einigen Augenzeugen und liefert einen fast lückenlosen Bericht darüber, was rund um das Reykjavik-­Match 1972 geschah. Er nimmt einige unverbrauchte Standpunkte ein, wenn er etwa darauf hinweist, dass die Sowjets und Spasski bei ihrer Vorbereitung alles Mögliche ins Kalkül gezogen haben, aber nicht, dass Fischer bereits der stärkere Spieler war. Oder auch, dass vor allem das Geld der Grund war, warum Spasski die dritte Partie unbedingt spielen wollte und das Match nicht vorzeitig abbrach.

Der Autor unterzieht alle Partien von 1972 mit Hilfe modernster Engines einer akribischen Analyse und glaubt, dass mit seinem Werk nun das letzte Wort über die Partien weitgehend gesprochen ist. Insgesamt machte Karolyi deutlich mehr Neuentdeckungen als er erwartete.

Teils ausufernde Analysen sind eines der Marken­zeichen Karolyis. Allein die Besprechung der 1. Partie umfasst über 30 Seiten. Karolyi kann beweisen, dass das Endspiel nach 29 ... Lxh2 definitiv Remis ist. Ein Nachweis, der bereits von Herbert Bastian in seinem Artikel "Es war re­mis!“ in Schach 8/2012 erbracht wurde, den der Autor aber offenbar nicht kennt. Laut Karolyi, der schon Endspielbücher über Carlsen und Karpow geschrieben hat, sei es das schwierigste Endspiel gewesen, dass er je analysiert habe.

Die intensive Beschäftigung mit den Partien hat Karolyis eigene Sicht verändert. War er von Fischers Spiel in der 5. Partie viele Jahre fasziniert, nahm dieser Eindruck durch die Einschätzungen moderner Engines jetzt einigen Schaden. Die 6. Partie wurde von vielen Beobachtern als die beste schachliche Leistung Fischers während dieses Wettkampfes gesehen, doch der Autor kann dem nicht zustimmen. Er hält die Partie nicht für ein Meisterwerk, weil Spasski mit dem Zug 20 ... d4, den Karolyi als "Spasskis Lxh2“ bezeichnet, ein grober positioneller Fehler unter­laufen ist, der den restlichen Spielverlauf bestimmte. Als Fischer in der 7. Partie mehrfach den Gewinn verpasste, meint der Autor, der Herausforderer sei nach seinem zwei Punkte Vorsprung nachlässiger geworden. Dagegen ist er von der 10. Partie begeistert, bezeichnet sie gar als "fantastisch“, weil sie von beiden Seiten sehr stark gespielt wurde. In der komplizierten 13. Partie dachte Schnellspieler Fischer für zwei Züge insgesamt fast eine Stunde nach. Die Analyse umfasst 24 Seiten und Karolyi resümiert nüchtern, dass Fischer in dieser spektakulären Partie "deutlich unter seinem Niveau“ gespielt habe.

Karolyi zeigte in seinen früheren Büchern einen ausgeprägten Hang zur Statistik. Diesmal ist er zurückhaltender, zieht aber doch ein inter­­es­santes statistisches Fazit zum Wettkampf, indem er aufzeigt, wer in welcher Partiephase besser war. Fischer sei in der Eröffnung über­legen ge­wesen, weil er viel häufiger "seine“ Stellungen aufs Brett bekam. Andererseits habe Fischer zu oft die Eröffnungen gewechselt und ein Spasski in guter Form hätte die ihm ge­botenen Vorteile wahrscheinlich mehr als einmal genutzt. Karolyis detaillierte Matchanalyse lässt Fischer nicht so überlegen erscheinen, wie es das Ergebnis nahelegt.

Als "Zugabe“ geht der Autor auch noch durch das gesamte Rematch von 1992, analysiert aber nicht alle Partien. Einige Male, so Karolyi, blitzte Fischers Genius noch einmal auf.

Der Quality-Verlag macht seinem Namen wieder alle Ehre, denn das Buch ist gut gemacht und bietet zahlreiche großformatige Fotos, die zumeist vom isländischen Schachverband stammen. Bedauerlich ist, dass im Anhang die verwendeten Quellen nicht angeführt werden.

Das Verdienst Karolyis ist, die damaligen Partien in neuem Licht erscheinen zu lassen und frühere Einschätzungen zu objektivieren. Die Crux bei solchen Intensivanalysen ist stets, dass gelegentlich die Essenz der Partie verloren geht und der rote Faden etwas auf der Strecke bleibt. Für das ambitionierte Training ist das Buch dagegen eine Schatztruhe.

Harry Schaack

KARL 3/2022

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