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Lessons with a Grandmaster

Enhance your chess strategy and psychology..

298 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2011

20,56 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Imagine you are a club player who has been given the opportunity to talk at length with a famous grandmaster. How would you make the most of this opportunity?

Club players are unaware of the subtleties in Grandmaster chess. Great players can analyze chess at a depth that is unfathomable to amateurs. However, having reached such a high level can make it difficult to understand what is lacking in the mind of the amateur.

Lessons with a Grandmaster bridges this gap between grandmaster and amateur through a series of conversations between teacher, the renowned Grandmaster Boris Gulko, and student Dr. Joel R. Sneed, a professor of psychology and amateur chess player. The lessons are based on Gulko's own battles against fellow grandmasters, and there is particular focus on strategy, tactics and the role of psychology in chess competition.

  • Learn from the chess games of Boris Gulko
  • Typical questions you would ask a Grandmaster - answered!
  • Improve your understanding of chess strategy and psychology.

Weitere Informationen
Gewicht 350 g
Hersteller Everyman
Breite 15,2 cm
Höhe 22,9 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2011
Autor Boris GulkoDr. Joel R. Sneed
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 9781857446685
Seiten 298
Einband kartoniert

005 Preface

007 Introduction

013 B.Gulko-T.Radjabov

025 W.Browne-B.Gulko, US Championship, Los Angeles 1991

036 A.Miles-B.Gulko, Philadelphia World Open 1987

048 M.Taimanov-B.Gulko, USSR Championship, Moscow 1976

063 B.Gulko-R.Ponomariov, Pamplona 1996/97

074 P.Wolff-B.Gulko, US Championship, Durango 1992

085 B.Gulko-G.Kasparov, USSR Championship, Frunze 1981

092 B.Gulko-A.Shabalov, Bern 1992

100 B.Gulko-J.Hector, Copenhagen 2000

106 A.Suetin-B.Gulko, Moscow 1972

116 B.Gulko-O.Panno, Vina del Mar 1988

128 B.Gulko-Y.Seirawan, US Championship, Salt Lake City 1999

145 B.Gulko-R.Hübner, Biel 1987

159 B.Gulko-A.Beliavsky, Groningen 1993

169 A.Yusupov-B.Gulko, Hastings 1989/90

179 V.Korchnoi-B.Gulko, Amsterdam 1989

191 A.Shabalov-B.Gulko, Manila Olympiad 1992

200 B.Gulko-V.Kupreichik, USSR Championship, Riga 1985

212 V.Hort-B.Gulko, Niksic 1978

224 B.Gulko-V.Smyslov, USSR Championship, Leningrad 1977

236 B.Gulko-M.Adams, Groningen 1990

248 B.Gulko-A.Karpov, Dos Hermanas 1994

262 B.Gulko-B.Gelfand, Amsterdam 1988

274 B.Gulko-B.Larsen, Hastings 1988/89

285 B.Gulko-G.Kasparov, Linares 1990

296 Index of Openings

297 Index of Opponents

Schachdatenbanken mit ihren Millionen von Partien sind wunderbar, verleiten aber zu schlechten Angewohnheiten. Schnell ein paar Tasten gedrückt und schon steht ein hübscher Mattangriff, ein flottes Damenopfer oder ein studienartiges Endspiel auf dem Brett. Und weil es so schön war, kommt gleich die nächste Partie aufs virtuelle Brett. Hat man Fragen, wird die Engine angeworfen - wenn sie nicht sowieso immer läuft. Viel verstanden von den Partien hat man am Ende oft nicht. Da fragt man besser Großmeister Boris Gulko. Der bietet Lessons with a Grandmaster.

So lautet der Titel eines Buches, in dem Gulko Trainingsstunden simuliert. Auf fast 300 Seiten erläutert er 25 seiner Werke, erzählt, wann und unter welchen Umständen die jeweilige Partie gespielt wurde, was er sich bei seinen Zügen gedacht hat und welche strategischen Motive und Pläne wichtig sind. In kritischen Momenten stellt Gulko Fragen. Dem Leser, aber vor allem seinem Trainingspartner und Schüler Dr. Joel Sneed, "Professor für Psychologie und Amateurschachspieler“.

Diese Simulation einer Trainingsstunde wirkt gelegentlich künstlich, aber lädt ein, sich mit den Partien zu beschäftigen. Das lohnt, denn Gulkos Erklärungen sind klar, präzise und pointiert. Zur Illustration hier eine auf den ersten Blick unspektakuläre Partie ohne Opferangriffe, komplizierte taktische Verwicklungen und offensichtliche Dramatik. Aber auf den zweiten Blick und mit Gulkos (in den folgenden Anmerkungen gekürzten) Erklärungen wird die Partie lehrreich und unterhaltsam.

(Die Partie kann auf dem Blog von Johannes Fischer nachgespielt werden:

http://johannes-fischer.net/blog/2015/03/22/gut-erklaert-boris-gulkos-lessons-with-a-grandmaster/#more-1492 )

Auf einmal begreift man, was mit dem Zauberwort "Prophylaxe“ gemeint ist. Wie man durch Gulkos Erklärungen überhaupt eine Menge: über Strategie, Entscheidungsfindung, schachliches Denken und die Kunst des Positionsspiels lernt. Das macht Spaß - wenn man sich die Zeit dafür nimmt.

Johannes Fischer

www.johannes-fischer.net/blog

März 2015


Die Vorbereitung meiner Rezension zu "Lessons with a Grandmaster" von Boris Gulko und Dr. Joel R. Sneed hat mir viel mehr Vergnügen als "Arbeit" gemacht. Es ist ein höchst kurzweiliges Werk, auch wenn es nicht zuvorderst der Unterhaltung dient. "Lessons with a Grandmaster" soll in erster Linie die Spielstärke des Lesers heben, der dabei nicht in einer passiven Rolle bleiben soll, und dies auf der Basis eines interessanten und überzeugenden Konzeptes.

Stellen Sie sich doch bitte einmal vor, Sie fänden einen Großmeister, der sich mit Ihnen an ein Schachbrett setzt und ganz viel Zeit mitgebracht hat. Weiterhin mitgebracht hat er 25 von ihm selbst gespielte Partien. Diese geht er mit Ihnen vom ersten bis zum letzten Zug durch. Er zeigt Ihnen nicht nur, welche Analysen er während der Partie und bei der sich anschließenden Arbeit daran gefunden hat, welche Züge stark sind oder stark gewesen wären, welche Fehler in der einen oder anderen Situation drohten, sondern lässt allgemeine Regeln einfließen, erzählt von den Gründen für seine Eröffnungswahl, ausgerichtet am Gegner, am Turnierstand usw., geht auf psychologische Aspekte ein und so fort. Mitunter überschreitet er dabei auch schon mal die Schwelle zu einer kurzen Plauderei. Sie aber sind nicht einfach nur sein aufmerksamer, aber passiver, Zuhörer, Sie sind gleichsam Akteur. Der Großmeister lässt Sie Züge vorschlagen, um dann darauf einzugehen, er lässt Sie Statements zur Stellung abgeben, möchte den besten weiteren Plan für die Partie von Ihnen wissen und so fort. Sie erhalten sogleich das Feedback auf Ihre Analysen, Überlegungen etc., verbunden mit dem Versuch, einen Mehrwert für Sie zugunsten Ihrer zukünftigen Spielstärke zu erzielen. Ihr Privattrainer versucht passgenau das zum Gegenstand der Behandlung zu machen, was Ihnen genau hier helfen kann. Fortwährend stellt er Ihnen zudem Aufgaben mit fünf Schwierigkeitsgraden von einfach bis sehr anspruchsvoll. Diese sollen Sie in seinem Beisein und unter seiner Anleitung lösen.

Das, was Sie sich als Situation vorstellen sollten, ist im Kern "Lessons with a Grandmaster". Der GM aus unserem Gedankenspiel ist Boris Gulko, der profitierende Amateur ist DR. Joel R. Sneed, ein Psychologie-Professor und begeisterter Schachspieler (mit einer offenkundig bereits erheblichen Spielstärke).

Nun könnte man annehmen, dass "Lessons with a Grandmaster" als ein besonderes Trainingserlebnis eher für Dr. Sneed gut sein könnte und für einen anderen nichts brächte, diesen Rückschluss aber halte ich für abwegig. Dr. Sneed ist Stellvertreter für uns alle, er stellt die typischen Fragen, ihm unterlaufen typische Fehleinschätzungen usw. Nicht selten habe ich bemerkt, dass er mir aus dem Munde gesprochen hat.

Den größten Profit macht der Leser m.E. hinsichtlich der Schachstrategie, von der Partieplanung bis hin zu ganz konkreten Einzelproblemstellungen. Eingebettet in eine lebendige Partie wirken diese Aspekte geradezu natürlich. Auch der Einsatz psychologischer Elemente, das Schulen psychologischer Überlegungen, steht auf dem "Lehrplan".

Ich möchte drei aussagekräftige Beispiele anführen, die einen Eindruck vermitteln, wie und wie unterschiedlich in ihrer Art die "schulenden" Aussagen aussehen können:

1. Aus den frühen Anmerkungen gleich der ersten Buchpartie, gespielt gegen Radjabov, Malmö 2001 (Auszug, in Übersetzung): "Dies ist ein interessanter psychologischer Moment. Er war jung und ich erfahren, und generell haben erfahrene Spieler Vorteile in ruhigen Stellungen und in Endspielen, wo eben die Erfahrung eine wichtigere Rolle spielt als das Berechnen konkreter Varianten (worin junge Spieler im Vorteil sind). Erfahrung heißt ... "

2. Aus den Anmerkungen zum 19. Zug von Schwarz in Gulko - Smyslov, Leningrad 1977 (Auszug, in Übersetzung): Mit seinen vorhergehenden Zügen hat Weiß Schwächen auf den weißen Feldern d5 und b5 geschaffen. So muss es, Nimzowitsch entsprechend, sein Plan sein, diese Felder zu blockieren. Die Blockade dieser Felder wird die gesamte schwarze Stellung paralysieren. Unter allen Zügen, die Sie in Betracht gezogen haben, erfüllt nur einer den Zweck ... "

3. Aus Gulko - Karpov, Dos Hermanas 1994, Anmerkung zum 36. Zug von Schwarz (Auszug, in Übersetzung): "In einer strategisch gewonnenen Partie hat man die richtige taktische Lösung zu finden und immer Ausschau nach Kombinationen zu halten. ... "

"Lessons with a Grandmaster" bietet auf fast 300 Seiten "angewandte Schachtheorie", ist unterhaltsam und fordert zum begleitenden Lösen von Schachübungen auf. Es ist in Englisch geschrieben, aber mit gesicherten Schulsprachkenntnissen gut verständlich. Der verwendete Wortschatz hat mich einige Male gezwungen, die deutsche Bedeutung nachzuschlagen.

Fazit: "Lessons with a Grandmaster" ist das etwas andere Schachbuch, es ist praxisorientiert, hat ein klares Potenzial zum Heben der Spielstärke des Clubspielers und ist zugleich auch unterhaltsam.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

www.bdf-fernschachbund.de

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Das Schachverständnis eines Profis ist gewaltig. Vieles, was sich in einer Partie zwischen Topspielern unter der Oberfläche abspielt, bleibt den meisten Amateuren verborgen und oft trotz Analysen unverständlich. Der ehemalige Weltklassespieler Boris Gulko und der Psychologe Prof. Dr. Joel Sneed versuchen diese Verständnislücken mit ihrem Werk Lessons with a Grandmaster zu füllen.

Zunächst einmal ist das Buch eine Partiensammlung. Gulko - dem als einzigem das Kunststück gelang, sowohl Landesmeister der UdSSR als auch der USA zu werden - zeigt 25 seiner Partien. Seine Gegner sind allesamt Topspieler, darunter auch mehrere Weltmeister. Glanzstücke sind seine beiden Siege gegen Garri Kasparow, gegen den er als einer der wenigen einen positiven Score vorweisen kann.

Zu Beginn erfährt der Leser auch einiges über die bewegte Lebensgeschichte Gulkos. Nach 1979 musste er sieben Jahre warten, bis er seine Schachkarriere fortsetzen konnte. Als Jude hatte er einen Antrag auf Emigration gestellt. Die Folge waren zwei Jahre Schach- und Ausreiseverbot. 1986 emigrierte er in die USA. 1994 wurde er noch einmal WM-Kandidat, scheiterte aber am späteren Finalisten Short im Tiebreak. Im selben Jahr gewann er die Landesmeisterschaft der USA, was ihm 1999 nochmals gelang.

Der Ansatz des Werks ist didaktisch recht originell. Schachamateur Sneed stellt Ver­ständnisfragen, während Gulko seine Partie vorführt. Dadurch ergibt sich eine permanente Konversation, die sich über das gesamte Buch erstreckt. Es sind Fragen, die wohl viele gerne einmal einem Großmeister stellen würden. Diese Methode erlaubt es, eine Weltklassepartie aus Sicht eines Amateurs zu erleben und zu erklären. Gulkos Analysen sind nicht abge­hoben, sondern auf den Verständnishorizont seines Zuhörers abgestimmt. Jede Partie enthält zahlreiche Aufgaben. Der Leser wird immerfort aufgefordert, den besten Zug zu finden, wobei einige Fragestellungen anspruchsvoll sind. Selten gibt Gulko bei seinen Stellungscharakterisierungen lange Varianten an. Die Stärke des Buches besteht in der sprachlichen Präzision bei der Beschreibung der Positionsmerkmale. Gulko versteht es ausgezeichnet, Schwächen zu benennen und Pläne aufzuzeigen. Die Vor­gehensweise ist dabei stets die gleiche: Sneed gibt eine Stellungsbeurteilung ab und Gulko korrigiert oder relativiert sie. Jede Partie wird am Ende resümiert. Der Amateur sagt, was er gelernt hat. Der Großmeister erklärt, wie die Denkfehler des Amateurs zustandekommen und gibt Ratschläge, wie sie zu vermeiden sind.

Ein sehr instruktives Buch, das selbst stärkeren Clubspielern gute Dienste erweisen sollte.

Mit freundlicher Genehmigung

Harry Schaack, KARL 3/2011

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Stellen Sie sich vor, sie sitzen einem erfahrenen Großmeister gegenüber und plaudern mit ihm über alle möglichen Aspekte des königlichen Spiels. Er zeigt Ihnen seine lehrreichsten Partien und gemeinsam besprechen sie die wichtigsten Momente und auch die psychologischen Hintergründe. Genau diese Konstellation vermittelt das vorliegende Buch Lessons with a Grandmaster von Boris Gulko und Dr. Joel R. Sneed. In den 25 spannenden und lehrreichen Partien Gulkos erfährt der Leser viel Interessantes und Wissenswertes über Boris Gulko persönlich, die psycholgischen Aspekte werden genauso eingehend betrachtet wie die rein schachlichen. Das Buch gewährt Einblicke in die großmeisterliche Vorbereitung, die psychologische Einstimmung auf wichtige Partien und natürlich in die Entscheidungsfindung eines Großmeisters.

Fazit:

Großmeisterliche Denkweise nachvollziehen können und dabei eine ganze Menge fürs eigene Spiel zu lernen, wer möchte das nicht? Mit diesem Buch ein Kinderspiel!

Absolut empfehlenswert!

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, Mai 2011