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LONTIP1D4D5G

Playing 1.d4 d5

A Classical Repertoire

336 Seiten, gebunden, Quality, 1. Auflage 2017

29,99 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Nikolaos Ntirlis provides a top-class repertoire for Black after 1.d4 d5 with the Queen’s Gambit Declined. This is truly the Rolls Royce of chess openings, having been played with both colours by most World Champions and world-class players for more than a century. As a lover of chess history, Ntirlis has distilled the best ideas from the games of legendary players such as Rubinstein, Capablanca and Alekhine, and updated them using the latest analytical tools that modern technology has to offer.
In addition to the classical QGD, Ntirlis offers a complete repertoire against the Catalan, London System, Torre and all other significant alternatives from move 2 onwards. Every chapter begins with a discussion of typical plans, pawn structures and other relevant themes. This book also includes two bonus chapters covering 1.c4 and 1.Nf3, providing a starter repertoire for QGD players against both moves.
Nikolaos Ntirlis is an opening expert, and an adviser to numerous GMs.

Weitere Informationen
EAN 9781784830434
Gewicht 770 g
Hersteller Quality
Breite 17,5 cm
Höhe 24,8 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2017
Autor Nikolaos Ntirlis
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-1784830434
Seiten 336
Einband gebunden
004 Key to Symbols used
005 Acknowledgements
006 Bibliography
007 Introduction
The Bg5 QGD
014 1a. Bg5 QGD Introduction
028 1b Bg5 QGD Theory
The Bf4 QGD
060 2a. Bf4 QGD Introduction
071 2b Bf4 QGD Theory
The Exchange Variation
105 3a. Exchange QGD Introduction
119 3b. Exchange QGD Theory (0-0-0 Lines)
149 3c. Exchange QGD Theory (0-0 Lines)
QGD Sidelines
167 4a. QGD Sidelines Introduction
171 4b. QGD Sidelines Theory
The Catalan
185 5a. Catalan Introduction
192 5b. Catalan Theory (Part 1)
219 5c. Catalan Theory (Part 2)
d-pawn Openings
242 6a. Introduction to d-pawn Systems
247 6b. Theory of Move 2 Options
267 6c. Repertoire vs FiCTaL Systems (Fianchetto, Colle, Torre and London)
Bonus Chapters
307 7a. Introduction to Bonus Chapters
309 7b. English - Starter Theory
317 7c. Reti & KIA - Starter Theory
327 Index of Main Games
329 Variation Index
Nikolaos Ntirlis, Correspondence Chess Master (CCM) und mit einer aktuellen Fernschach-Elo von 2345 verzeichnet, ist der Autor des Werkes "Playing 1.d4 d5" mit dem Untertitel "A Classical Repertoire". Erschienen ist es bei Quality Chess. Ntirlis hat ein Repertoire für Schwarz zusammengestellt, in dessen Zentrum das Abgelehnte Damengambit steht.

Der Aufbau des Buches und das Bemühen des Autors, dem Leser das Verständnis für die behandelten Linien zu vermitteln, sehe ich als mustergültig an. Aber im Einzelnen:
Getreu dem Motto "wenn du die Bauernstruktur verstehst, dann verstehst du die Eröffnung zu spielen" stellt Ntirlis bereits in der Einführung die Basisstrukturen für die Bauern beider Seiten vor. Sodann bietet er einen Überblick darüber, wie er seine Repertoireempfehlungen organisiert hat.

Es gibt sieben Kapitel im Buch, die in drei oder auch nur zwei Teile untergliedert sind, beispielsweise in der Nummerierung 3a, 3b und 3c. Sie trennen eine Einführung vom Theorieteil ab oder auch von deren zwei.
Die Kapitel widmen sich den folgenden Systemen:
1. Abgelehntes Damengambit mit Lg5.
2. Abgelehntes Damengambit mit Lf4.
3. Die Abtauschvariante.
4. Seitenlinien des Abgelehnten Damengambits.
5. Katalanisch.
6. d-Bauern-Eröffnungen.
7. Bonuskapitel. In diesen gibt Ntirlis Basisinformationen zur Englischen Eröffnung, zur Reti-Eröffnung und zum Königsindischen Angriff. Eine echte Bindung zum Kernthema des Buches sehe ich nicht, so dass die Bezeichnung als Bonuskapitel recht gut gewählt ist.

Ntirlis empfiehlt dem Leser unabhängig von der Spielstärke jedes Kapitel mit dessen Einführung zu beginnen und diese nicht etwa zu überspringen, weil er von ihr nichts für sich erwartet. Er sieht die Informationen dieser Einführung als das Minimum an, was der Leser braucht, um bequem im theoretischen Teil zu navigieren.

Am Beispiel des 2. Kapitels möchte ich darstellen, wie Ntirlis vorgeht.
In der schon angesprochenen Einführung geht er zunächst auf die Rubinstein-Formation ein, die dem Leser grundsätzlich bereits aus der Einführung zum Buch selbst bekannt ist. Den zunächst allgemeinen Informationen dazu lässt er spezielle folgen, die er anhand von geeigneten Partiefragmenten vermittelt. In einer Zusammenfassung in der Form einer Aufzählung hält er dann für den Leser die wesentlichen Aspekte, Merkmale und Handlungsempfehlungen fest.
In gleicher Weise behandelt er im Anschluss eine weitere Grundformation, in der Schwarz isolierte Einzelbauern auf der a- und der c-Linie zu führen hat ("2QPI" - 2 Queenside Pawn Islands), ohne allerdings eine abschließende Aufzählung anzubieten.

Der Theorieteil ("2b") wird durch eine Übersichtsseite eingeführt, die den Leser über die behandelten Varianten und deren Verortung (nach Seitennummern) informiert. Die sich anschließende theoretische Besprechung lässt sich nur als sehr intensiv bezeichnen. Ntirlis erklärt und erläutert intensiv die Zusammenhänge in einer Mischung aus Theorievarianten und deren Auftreten in praktischen Partien. Der Leser, der sich konzentriert auf diese Darstellung der Theorie einlässt, erlernt die Spielweise der dargestellten Varianten grundlegend. Wenn in seiner eigenen Partie der Gegner von den behandelten Wegen abweicht, weiß er, wie er darauf reagieren sollte. Nicht die eingeprägte Zugfolge steht im Vordergrund, sondern die Art und Weise, wie die Variante gespielt werden will. Eine abschließende Zusammenfassung hält die wichtigsten Informationen dann noch einmal wie eine Merkbox fest.
Diese Form der Repertoirevermittlung zählt zum Besten, was ich in der letzten Zeit gesehen habe.

Ntirlis kann nicht verheimlichen, dass er Fernschachspieler ist. Nicht wenige der im Buch verwendeten Partieauszüge stammen aus dem Fernschachbereich. Entsprechend "rechnerisch abgesichert" sind die abgebildeten Varianten.

Wie ein roter Faden durchziehen das Werk auch Hinweise auf die Eröffnungsliteratur. Das Quellenverzeichnis ist sehr umfangreich und enthält die wichtigsten jüngeren und auch nicht mehr ganz so jungen Werke. Ntirlis hat - vermutlich auch schon für den Einsatz in seinem praktischen Fernschachspiel - die Theoriemeinung sondiert und mit seiner Arbeit verflochten.

Das Repertoire ist im Wesentlichen abgesichert, so dass Schwarz nicht leicht aus dem Bereich seiner Vorbereitung gebracht werden kann.

Wer ist der erste Adressat dieses Buches? Für mich ist es für den einfachen Klubspieler bis zum ambitionierten Turnierspieler geeignet. Wer seine Fähigkeiten mindestens bis zum Klubspieler entwickelt hat und Englischkenntnisse auf Schulniveau hat, wird mit "Playing 1.d4 d5" seine reine Freude haben.

Fazit: Ich halte "Playing 1.d4 d5" für eines der besten Repertoirebücher, die ich in den vergangenen Monaten in die Hand bekommen habe. Der Leser erhält nicht nur ein gutes Schwarzrepertoire auf der Basis von 1.d4 d5, sondern zugleich mustergültige Lehrstunden zu dessen Erlernen.
Uwe Bekemann
Deutscher Fernschachbund
Oktober 2018



Nikolaos Ntirlis ist zurück aus der Phantomzone! Der Mann ohne Elo, der als Computerspezialist schon für einige Großmeister an deren Eröffnungen gefeilt hat und dennoch den Spagat vom Computer- zum Menschenschach schafft, hat sich mit "Playing 1.d4 d5 - A Classical Repertoire" für den Quality Chess Verlag erneut für die schwarze Seite entschieden und bietet nach dem 2016 erschienen "Playing 1.e4 e5 - A Classical Repertoire" nun ein solides, aber dennoch schlagkräftiges Eröffnungsrepertoire gegen alles, was einem nach den im Titel genannten Zügen erwarten kann. Als Extra gibt er auch Tipps, wie man sich klassisch gegen 1.c4 oder 1.Sf3 aufbauen kann, was das Ganze noch abrundet.
Wer das oben genannte Vorgängerwerk bereits besitzt, kann sich sicher vorstellen, was ihn hier erwartet. Die Bücher sind sich strukturell recht ähnlich und wie bei dem 2016er Titel bin ich auch hier relativ sicher, dass es das beste Buch des Jahres wird. Zum einen ist das Repertoire ziemlich wasserdicht. So gibt es nach den Hauptzügen 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.Sf3 Sbd7 6.e6 h6 7.Lh4 0-0 immer noch eine riesige Masse an Partien, an denen man sich orientieren kann. Der Autor zeigt nun erst einmal einen Überblick an Ideen für Schwarz, ehe er zeigt, wie Schwarz in seinen Augen am besten ausgleicht. Man soll nach so ziemlich jedem weißen Zug mit c5 das weiße Zentrum attackieren. Der russische Großmeister Vladimir Kramnik hat sich zuletzt um diesen Zug sehr verdient gemacht und ist in dieser Variante so etwas wie unser Held. Nach dem Hauptzug 8.Tc1, der laut Megabase 2017 immer noch fast 1000mal gespielt wurde und dann c5 hat Weiß mehrere Ideen. Er kann natürlich einfach seine Entwicklung mit 9.Ld3 fortsetzen, wonach Schwarz mit dxc4 10.Lxc4 cxd4 11.exd4 eine Isolanistellung herbeiführt. Eigentlich möchte der Autor diese Stellungen vermeiden, da sie Weiß aktives Spiel geben, aber hier hat er eine taktische Idee im Sinn. Nach 11. ...a6 12.a4 folgt die Neuerung b5 mit sehr aktivem Spiel für Schwarz. Nach dem Hauptzug 9.cxd5 hingegen kann Schwarz sich mit Sxd5 10.Lxe7 Sxe7 entlasten. Den Läufer auf c8 wird er nach baldigem b6 auf b7 postieren und Schwarz erreicht eine solide symmetrische Stellung. Wahrscheinlich werden jetzt einige Leute skeptisch und fragen sich, wie sie so eine Stellung mit Schwarz gewinnen sollen. Das ist auf der einen Seite sehr gut möglich, wie unser Held GM Kramnik mehrfach bewies, der Autor hat aber daneben auch überall aggressivere Alternativen parat, um das Spiel zu würzen. In dieser Variante ist das die Möglichkeit 8. ...c6, wonach das Spiel nicht so austrocknet wie nach 8. ...c5. Auch dieser Zug wird gut analysiert und erklärt.
Eine Variante, die viele Schachspieler vom klassischen abgelehnten Damengambit abhält, ist die Abtauschvariante nach 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.cxd5 exd5 5.Lg5. Gerade für Spieler unter 2000 DWZ stellt sie ein großes Problem dar, da Weiß einfache Pläne besitzt und Schwarz häufig passiv bleibt. Herr Ntirlis schlägt hier aber gut zurück und zeigt Schwarz ebenfalls ein einfaches System, das man schnell verinnerlichen kann. Er antwortet mit 5. ...c6 6.e3 Le7 7.Ld3 Sbd7 und Weiß muss schon ein wenig aufpassen, welchen Aufbau er anstrebt. Da Weiß häufig auf die kurze Rochade setzt und dann mit b4-b5 und dem Minoritätsangriff Schwächen im schwarzen Lager schaffen möchte, sollte er nicht 8.Dc2 spielen, da Schwarz nach h6 9.Lh4 Sh5 10.Lxe7 Dxe7 11.Sf3 Sf4 12.0-0 Sxd3 schnell ausgleicht und nach mehr streben kann. Nach 8.Sf3 h6 9.Lh4 Sh5 10.Lxe7 Dxe7 11.0-0 0-0 12.Dc2 Shf6 13.Tab1 wird sehr genau gezeigt, wie man den Minoritätsangriff entschärft und mit Schwarz auf Gewinn spielen kann. Natürlich werden auch das Lf4-Damengambit, die Katalanische Eröffnung und die Damenbauernspiele wie zum Beispiel die Colle-Aufbauten und das zuletzt so beliebte Londoner System sehr gut entkräftet.
Das alles macht einen guten Eindruck und ist mit vielen neuen Ideen für Schwarz und auch Weiß gespickt. Der wahre Grund, warum dieses Buch für mich der Höhepunkt des Jahres 2017 auf dem Schachbuchmarkt ist, sind aber die Erklärungen. Die ganzen Varianten nutzen einem als Leser meist relativ wenig, da man sie auch schnell wieder vergisst. Wenn man aber den Sinn dahinter versteht, kann der Gegner ruhig auch vom bekannten Pfad abweichen und man weiß dennoch, wie man sich grundsätzlich aufbauen sollte. Dies war schon bei seinem Vorgänger sehr stark, aber diese Variante passt sogar noch besser in die angedachte Struktur. Da die Stellungen nach 1.d4 d5 meist ruhiger sind und nicht so konkret wie teils nach 1.e4 e5, kann der Autor sich die Zeit nehmen und die gängigen Bauernstrukturen genau unter die Lupe nehmen. Dabei gibt er hilfreiche Tipps zu Figurenaufstellungen und zeigt anhand von modernen, aber auch klassischen Partiefragmenten, wie man zum Beispiel die oben in der Hauptvariante entstehenden symmetrischen Stellungen oder an anderer Stelle entstehenden Isolanistellungen für Schwarz behandelt. Besonders beeindruckend sind seine zahlreichen Erklärungen zu der Abtauschvariante, in der er zum Beispiel sehr gut erklärt, warum er 8.h6 einstreut und auch, welche Figuren Schwarz in diesen Strukturen gerne tauschen und welche Stellungen er erreichen möchte. Dabei helfen einem dann nicht nur Leute wie Vladimir Kramnik, sondern auch Koryphäen wie Tigran Petrosjan oder Raul Jose Capablanca mit ihren Partiebeispielen, die sehr gut kommentiert werden.
Gerade für Spieler, die gerne aus soliden Stellungen heraus punkten, ist das Repertoire exzellent geeignet, aber generell glaube ich, dass jeder Schachspieler aus diesem Buch etwas für sich herausziehen kann. Kaufen Sie dieses Buch!

IM Dirk Schuh
Oktober 2017

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