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Art.-Nr.: LLKOSSMUE

Schachbuch für Meister von Übermorgen

172 Seiten, gebunden mit Leseband, Beyer, 4. Auflage 2016.

19,80 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Das Buch ist ein Lehr- und Trainingswerk und beinhaltet 35 Lektionen zu Themen wie beispielsweise Königsangriff, Zentrumsbehandlung, Stellungsbewertung und zielorientierte Planfassung, sowie zu den Grundprinzipien des Endspiels. Darüber hinaus bietet es einen Einblick in die Schachgeschichte vom Anbeginn bis in die Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts. Das Werk ist ideal für das Selbststudium von Spielern mittleren Niveaus, aber durchaus auch als Lehrbuch für den fortgeschrittenen Schachunterricht geeignet.

Alexander Kostjew war lange Zeit Leiter der Schachschule am Moskauer Pionierspalast und darf somit als berufener Experte angesehen werden, wenn es darum geht, Einblicke in die Funktionsweise der legendären sowjetischen Schachschule zu vermitteln. Dabei werden nicht etwa irgendwelche geheimen Erfolgsrezepte verraten, denn solche gab es nicht. Wohl jedoch eine effektive und zielgerichtete Systematik und eine konsequente und flächendeckende Suche nach Talenten. Denn allein so war es möglich, eine derartige Vormachtstellung im Schach zu erreichen, dass man den Rest der Welt zum Wettkampf herausfordern - und nahezu mühelos besiegen konnte.

Details
Sprache Deutsch
Autor Kostjew, Alexander
Verlag Beyer
Auflage 4.
Medium Buch
Gewicht 440 g
Breite 15,5 cm
Höhe 16,8 cm
Seiten 172
ISBN-13 978-3959200219
Erscheinungsjahr 2016
Einband gebunden mit Leseband
Diagramme 189
Inhalte

012 Vorwort

015 Teil I

Die Bausteine des methodischen Schachunterrichts

016 1. Kapitel

Der unrochierte König

018 2. Kapitel

Wie bereitet man einen Angriff vor?

020 3. Kapitel

Das klassische Läuferopfer auf h7

023 4. Kapitel

Angriff bei beiderseits kurzer Rochade

028 5. Kapitel

Angriff bei beiderseits langer Rochade

031 6. Kapitel

Angriff bei entgegengesetzter Rochade

035 7. Kapitel

Bauernsturm oder Figurendruck bei entgegengesetzter Rochade?

039 8. Kapitel

Prinzipien des Bauernendspiels

045 9. Kapitel

Bauernendspiele 11

048 10. Kapitel

Mattsetzen mit Springer und Läufer

049 11. Kapitel

Das Endspiel Läufer gegen Bauer

052 12. Kapitel

Kann ein Springer gegen zwei verbundene Freibauern bestehen?

055 13. Kapitel

Der Mehrbauer im Läuferendspiel

057 14. Kapitel

Der Mehrbauer im Springerendspiel

061 15. Kapitel

Was ist im Endspiel stärker: Springer oder Läufer?

064 16. Kapitel

Wie hält ein Turm gegen einen oder mehrere Bauern Remis?

070 17. Kapitel

Schwerfiguren auf offenen Linien

073 18. Kapitel

Der Plan und seine Realisierung

Die Formel von Großmeister Kotow

075 19. Kapitel

Das strategische Meisterstück von Akiba Rubinstein

077 20. Kapitel

Pressing im Schachspiel

080 21. Kapitel

Die Methode der Stellungsbewertung - Sieben Faustregeln bei der Planfassung

082 22. Kapitel

Das erste Element der Stellungsbewertung: Die Berechnung des materiellen Gleichgewichts

084 23. Kapitel

Das zweite Element der Stellungsbewertung: Die Königssicherheit geht über alles!

087 24. Kapitel

Das dritte Element der Stellungsbewertung: Zentrum und Raumvorteil

090 25. Kapitel

Das vierte Element der Stellungsbewertung: Freie Linien

093 26. Kapitel

Das fünfte Element der Stellungsbewertung: Was ist eine aktive Figur?

098 27. Kapitel

Das sechste Element der Stellungsbewertung: Schwache und starke Felder

101 28. Kapitel

Das siebte Element der Stellungsbewertung: Was droht mir?

103 29. Kapitel

Praktische Anwendung der Bewertungskriterien

106 30. Kapitel

Das Zentrum - die Seele der Eröffnung

109 31. Kapitel

Geschlossenes und offenes Zentrum - Typische Pläne und Partien

112 32. Kapitel

Umformung des Zentrums - Statik und Dynamik

115 33. Kapitel

Wie bekämpft man einen Flankenangriff?

117 34. Kapitel

Wie bildet man einen Vorposten?

123 Teil II

Geschichte des Schachspiels - von ihren Anfängen bis in die Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts

124 1. Kapitel

Erste Abhandlungen über das Schachspiel:

Die Göttinger Handschrift

Die Ratschläge Damianos

124 2. Kapitel

Theoretiker reformieren das Spiel

Der Spanier Ruy Lopez und der Italiener Giulio Polerio

125 3. Kapitel

Die frühe italienische Schule - Was bedeutet romantisches Schach ?

125 4. Kapitel

Francois Andre Danican - genannt Philidor

127 5. Kapitel

General Deschapelles spielt nur mit Vorgabe

128 6. Kapitel

Die Rivalität zwischen Frankreich und England: Der Wettkampf La Bourdonnais - MacDonnell

129 7. Kapitel

Stauntons Stil und die orthodoxe Schule

131 8. Kapitel

Ein Vorläufer der Schachcomputer

131 9. Kapitel

Der erste Schach club - Cate de la Reqence

132 10. Kapitel

Palarnede - die erste Schachzeitung

132 11. Kapitel

Die Berliner Schachschule - Bilguers Handbuch

133 12. Kapitel

Das erste internationale Schachturnier

134 13. Kapitel

Der Triumph der Kombination - Adolf Anderssen und seine unsterbliche Partie

137 14. Kapitel

Boris Spasski stürmt den Olymp

138 15. Kapitel

Anatoli Karpows Triumph in Stockholm

141 16. Kapitel

Die Lemberger Großmeisterschule - Alexander Beljawski setzt sich durch

143 17. Kapitel

Die Kompromisslosigkeit von Walery Tschechow

144 18. Kapitel

Arthur Jussupows Weg zur Weltspitze

145 19. Kapitel

Die Beharrlichkeit von Sergej Dolmatow

147 20. Kapitel

Die Goldmedaillen von Gari Kasparow

148 21. Kapitel

Fünf Weltmeister laden zum Wettbewerb "Weißer Turm" ein

150 22. Kapitel

Das ,Turnier der Hoffnungen' in Baku

153 23. Kapitel

Die Wettbewerbe an den Sportschulen

154 24. Kapitel

Auf Talentsuche bei der "Spartakiade"

155 25. Kapitel

Kann man das Schach-ABC auswendig lernen?

156 26. Kapitel

Das erste russische Schachbuch

157 27. Kapitel

Der erste russische Schachtheoretiker Carl Friedrich von Jaenisch

158 28. Kapitel

Nona Gaprindaschwili schlägt die männliche Konkurrenz

160 29. Kapitel

Alexander D. Petrow und das Fernschach

161 30. Kapitel

Von Puschkin bis Oistrach - Prominenz am Schachbrett

163 Lösungen der Aufgaben

Das "Schachbuch für Meister von übermorgen“ von Alexander Kostjew ist, wie es auch sein Untertitel aussagt, ein Lehr- und Trainingsbuch. Der Autor war zu Sowjetzeiten Leiter der Schachschule am Moskauer Pionierspalast. In einer auf vier Jahre angelegten Ausbildung umfasst der hier behandelte Stoff das zweite Jahr.

Das Werk besteht aus zwei Teilen, die jeweils 34 bzw. 30 Kapitel beinhalten. Anders als im Unterricht der Schule, in dem aus beiden Teilen eine Unterrichtseinheit zusammengestellt war, sind hier die "Bausteine des methodischen Schachunterrichts“ (Teil 1) und die Darstellungen zur "Schachgeschichte“ (Teil 2) voneinander getrennt. In meinen Augen macht dies für ein Buch wie dieses Sinn, denn der Leser kann sich auf einen Bereich konzentrieren.

Wenn ich hier vom Leser spreche, meine ich grundsätzlich zwei besondere Adressaten. Dies ist einerseits der autodidaktisch arbeitende Spieler, der seine Spielstärke heben und zusätzlich auch grundlegende Informationen über die Entwicklung des Schachspiels erhalten möchte. In meinen Augen spricht das Werk dabei besonders den regelfesten Anfänger bis in den Bereich des einfachen Klubspielers an, aber auch den reinen Freizeitspieler, der gelegentlich mit einem Freund eine unterhaltsame Partie spielen möchte. Andererseits zähle ich den Schachlehrer- und -trainer dazu, der beispielsweise im Jugendbereich tätig ist. Dieser bekommt quasi fertige Lektionen an die Hand, die er ohne besondere Anpassungen einsetzen kann.

Zu beachten ist, dass nicht alles zum Schulungsinhalt gehört, was der Schachspieler grundsätzlich beherrschen sollte. Beispielsweise fehlt eine besondere Behandlung der Eröffnungen. Da sich das Werk auf ein einzelnes Ausbildungsjahr konzentriert, bietet es auch den Stoff gerade für dieses an. Hierzu zählen Belange des Positionsspiels, taktische Manöver und auch zur Endspielbehandlung. Diese werden schrittweise und dabei sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt, so dass dem - durchaus auch jungen - Leser das Verstehen leicht gemacht wird.

Die Besprechung erfolgt anhand von Partien und an mittels eines Diagramms eingeführten Partiefragmenten.

Die Kapitel des zweiten Teils im Werk, also jene zur Schachgeschichte, sind ähnlich aufgebaut. Auch sie sind ein Mix aus Schach und Texten, wobei jeweils bereits die Überschrift anzeigt, welche Station der Schachgeschichte bzw. welches spezifische Ereignis vorgestellt wird.

Besonders derjenige, der allein mit dem "Schachbuch für Meister von übermorgen“ arbeitet und sich nicht immer leicht dazu motivieren kann, wird sich über die unterhaltsame Art der Stoffvermittlung freuen. Es macht Spaß, sich mit ihm zu beschäftigen. Hierfür sorgen auch 34 über das Buch verteilte Aufgaben, die Kostjew an den Leser richtet. Die Lösungen hierauf findet er am Buchende.

Fazit: Das "Schachbuch für Meister von übermorgen“ ist eine Empfehlung für den Anfänger bis zum Klubspieler sowie für den Freizeitspieler und auch für den Schachlehrer und -trainer ist es geeignet. Es bietet dem Leser neben allgemeinen Infos zum Schachspiel und zu dessen Geschichte wichtige Ausschnitte aus dem Spektrum an, was er für ein erfolgreiches Spiel zu beherrschen lernen sollte.

Wer ein Geschenk für einen Schachfreund sucht, der zum beschriebenen Adressatenkreis des Werkes zählt, macht beim Kauf des "Schachbuch für Meister von übermorgen“ ebenfalls alles richtig.

Uwe Bekemann,

Fernschachpost 8/2016


Rezension zur 2. Auflage

Der Autor dieses Buches ist als Leiter des Schachschule am Moskauer Pionierpalast bekannt. In seinem Buch bietet er den jungen Lesern seine Hilfe an. Aus eigener praktischer Arbeit stammen die Themen und Beispiele, in 35 Lektionen aufgeteilt, so z.B. Angriff auf die Königsstellung, Zentrumsbehandlung, Stellungsbewertung usw.

Ein wichtiges Buch für alle, die mit Jugendspielern in Verein oder Schule arbeiten wollen, aber ebenso ideal für das Eigentraining aller Spieler mittleren Niveaus.

Jerzy Konikowski, Fernschach International

Die einen nennen sie "ruhmreich", die anderen "überschätzt": die "sowjetische Schachschule". Autor Alexander Kostjew arbeitete in deren Zentrum -er leitete die Schachschule im Moskauer Pionierpalast. Hier plaudert er aus dem Nähkästchen, aus dem so viele Großmeister gestrickt wurden. Sein Buch erschien Mitte der 80er-Jahre, in jener Zeit des Wandels, als die Sowjetunion unter Gorbatschow, Glasnost & Perestroika von den Rändern her zu zerbröseln begann.

Die erste deutsche Auflage folgte 1987, die vorliegende 3. Auflage bliebt unverändert.

Schachlehrer Kostjew unterrichtet auf knapp 150 Seiten in 35 Kapiteln drei Fächer nebeneinander: 1) Schachgeschichte, 2) Bau und Funktion des Kinder- und Jugendschachs in der UdSSR und 3) den Lehrstoff des zweiten Jahres an seiner Schachschule. Entsprechend haben viele Kapitel auch drei Überschriften, Kap. 19 titelt zum Beispiel: "Anatoli Karpows Triumph in Stockholm" (AK wurde 1969 dort ,planmäßig' Jugend-WM), "Vielseitige Vorbereitung trägt Früchte", und "Strategisches Meisterstück Akiba Rubinsteins".

Kostjews schachhistorische Anmerkungen beginnen mit dem vierhändigen Tschaturanga, gespielt in Nordindien im 5. Jahrhundert und enden bei Kasparow, dem 13. WM (1985). Dazwischen erfahren die russischen Schachschüler sogar etwas über die "Berliner Plejaden" im frühen 19. Jh. um Bledow, von Bilguer, Horwitz und von der Lasa. Zu jeder Schachepoche referiert Kostjew eine zeittypische Partie, oft sind es bekannte Klassiker. In jedem Kapitel gibt der Autor ein paar Einblicke in die sowjetische Schachausbildung der 80er-Jahre: "Die Schachsportschulen gibt es noch nicht lange, etwa 20 Jahre. Inzwischen spielen dort 100.000 junge Schachspieler, mehr als 1200 Trainer leiten sie an. Die Anforderungen an diesen Schulen sind sehr hoch. Neuankömmlinge müssen die Schule 2 bis 3 mal pro Woche besuchen, Fortgeschrittene machen dies 4 bis 5 mal die Woche." Und Kostjew weiter: ,Nicht alle können Großmeister werden, doch erreichen die meisten die Kategorie I mit Erfolg" (S. 108). Das Buch zitiert aus dem Protokoll einer Leningrader (Kinder/Jugend-)Mannschaftsbesprechung - der Leser urteile selbst: "Mischa Kontorowitsch hat ein einzügiges Matt übersehen. Doch es geht nicht allein um diesen Fehler. Wenn ich Holländisch spiele, muss ich wissen, dass Schwarz den Punkt e5 decken muss und den Punkt e4 besetzen. Kennst du etwa die Partie von Botwinnik nicht, wo er den Punkt e4 erobert hat, und sich bemüht hat, den weißen Springer vom Feld e5 zu vertreiben? Außerdem hat er das Zentrum stabil

gehalten. Du hast dem Weißen einige Tempi geschenkt, und das in der Holländischen Verteidigung! Und was war weiter?..." (S. 109). Soviel aus dem Protokoll einer Nachbesprechung, es ging um den Kampf der Schulmannschaften Kirgisien - Leningrad 1979. Die 35 Lektionen entsprechen dem Lehrstoff des zweiten Jahres in der Schachschule. Das Niveaus ist beachtlich. Die ersten sieben Kapitel behandeln typische Angriffsmuster: Angriff auf den unrochierten König, Angriff bei beiderseits kurzen, langen und gegenläufigen Rochaden, das klassische Läuferopfer auf h7, Bauernsturm u. Ä.. Die Kapitel 8 bis 16 vermitteln Grundlagen des Endspiels, alles wird praxisnah behandelt; erstaunlich: auch das Mattsetzen mit Läufer und Springer gehört zum Stoff des 2. Jahres. Die Kapitel 17 bis 35 unterrichten auf 69 Seiten Strategie. Einige Themen: Schwerfiguren auf offenen Linien, "Pressing", Plan und Realisierung und "Sieben Faustregeln für die Planfassung".

Kostjew erläutert seine Lektionen meist anhand von Partien aus dem Jugendschach. Darunter sind so berühmte Namen wie Jussupow (sein damals erfolgreichster Schüler), Beljawski, Kar-pow und der junge Kasparow. Der Autor erklärt immer nah an der Turnierpraxis; er stellt Fragen und Aufgaben, darunter sind Studien, auch schwierige. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Art Hausaufgabe - hier die Nr. 23:

(DIAGRAMM)

" Weiß am Zug hat sich entschieden, ed6 zu ziehen. Welche Drohung hat er dabei übersehen? Was hätte Weiß stattdessen ziehen sollen? " Kostjew: "Weiß hätte Te4 ziehen sollen; denn nach 1.ed6 hat Schwarz die tolle Möglichkeit 1...De3!! 2.Txe3 fe3 3.Dd3 ef2 4.Tf1 Lh3 5.f4 Lxf1 Dxf1 Te1. Weiß gab auf (Borloj -Karsa, 1979)."

Die Lösungen der Aufgaben werden am Buchende auf sieben Seiten erklärt. Im Anhang gibt es auch ein Eröffnungsregister. Fünfmal ist dort und in den zugehörigen Partien von der "Nimzowitsch-Verteidigung" die Rede (übliche Zugfolge: 1.e4 Sc6), gemeint ist aber immer die Nimzo-Indische Verteidigung. Zwar schreibt der Verlag im neuen Vorwort, die Erkenntnisse im Buch seien " ... nach wie vor gültig und benötigen keinerlei Veränderungen" - eine Überarbeitung würde sicher gut tun. Auf Seite 48 referiert Trainer Kostjew die berühmte 16. Matchpartie McDonnell - La Bourdonnais, London 1834. Nach 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cd4 4.Sxd4 e5 kommentiert der Autor: "Diesen Zug sieht man heute selten, da man nach 5.Sb5 a6 6.Sd6+ Lxd6 7.Dxd6 Df6 eine schwierige Stellung bekommt... ". Anfang der 1980er-Jahre mag das so gewesen sein - bald zeigte aber Sweschnikow 5...d6! Heute ist La Bourdonnais' Sizilianisch mit ..e5 aktueller denn je, Peter Leko gilt als größter Kenner. [Notiz am Rande: Kasparow veröffentlichte im Juni den ersten Band seiner großen WM-Geschichte ("On my great predecessors"). Als erste Partie kommentiert er genau diese hier von 1834. Dem Zug 4..e5 gibt Garry ein ,!' - weil La Bourdonnais damit Sweschnikow um 150 Jahre voraus war.]

Einige Fehler und Widerlegungen zu Kommentaren und Varianten, kritisiert bei Erscheinen der englischen Ausgabe 1999, finden sich weiterhin auch in der dt. Auflage. Die Kostjew-Fibel hätte eine Überarbeitung verdient. Das alles schmälert den Wert des kleinen Moskauer Lehrbuches aber nicht entscheidend.

Erfreulich ist die gute Ausstattung: hochwertiges Papier, Satz und Druck professionell, stabiler Deckenband (neudeutsch: "Hardcover") mit Fadenheftung - zum günstigen Preis.

FAZIT: Für Trainer Kostjew und seine kompakte Moskauer Schachschule aus den 80er-Jahren spricht viel, wenig spricht dagegen. Und das bei 42 Cent pro Lektion.

Dr. Erik Rausch, Rochade Europa 08/2003

Der Autor dieses Buches, Alexander Kostjew, war als Leiter der Schachschule am Moskauer Pionierpalast beschäftigt. In seinem Buch bietet er Hilfe den jungen Schachspielern an, wie man weiter trainieren kann, um besser Schach spielen zu können. Es wurden hier die folgenden Themen besprochen; Angriff auf die Königs-Stellung, Zentrumsbehandlung, Stellungsbewertung, Endspielprinzipien usw. Ein wichtiges Werk für alle, die mit Jugendspielern in Verein oder Schule arbeiten wollen.

J. Konikowski, Fernschach International 05/2003

In seinem "Schachbuch für Meister von Übermorgen", das im Joachim Beyer Verlag gerade in der dritten Auflage erschienen ist, bietet der erfahrene Jugendtrainer Alexander Kostjew eine Zusammenstellung von 35 Lektionen für den Schachunterricht oder das Selbststudium.

Das Material entstammt einem auf vier Jahre angelegten Schachtraining und deckte dort den Zeitraum des zweiten Jahres ab, zumindest die Beherrschung der Grundregeln wird also vorausgesetzt.

Jede Lektionen beginnt zunächst mit einem interessanten Abstecher in die Schachgeschichte. Die Themen reichen dabei von der Entstehung des Schachspiels, seiner Verbreitung und Weiterentwicklung, wichtigen Vorkämpfern wie Philidor und Staunton, der Entstehung der ersten Schachzeitungen bis hin zum Aufstieg von Spielern wie Spassky, Karpow und Kasparow.

Anschließend folgen die Lehrthemen mit theoretischen und praktischen Beispielen. Hier stehen z.B. auf dem Programm: der unrochierte König, das klassische Läuferopfer auf h7, der Angriff auf die Königsstellung, Bauernsturm oder Figurendruck, Zentrumsbehandlung, die Elemente der Stellungsbewertung, Faustregeln für die Planerfassung, verschiedene Endspielprinzipien, wie bildet man einen Vorposten usw.

Zusätzlich zu den vielen kommentierten Beispielen gibt es am Ende jeder Lektion noch eine Übungsaufgabe.

Der schöne Festeinband rundet dieses ansprechende Lehr- und Trainingswerk würdig ab.

Schachmarkt 4/2003

Schachbuch für Meister von Übermorgen

EUR

19.8