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SCOROGSD1

Sizilianisch Drachen 1

B70 - B74

CD/DVD-Box, ChessBase, 2004

19,99 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten

Dorian Rogozenko: Sicilian Dragon 1 B70-B74

When playing as White, if you do not want to enter sharp opening systems, you would do better to fight against the Dragon by castling short. These specific variations are the theme of Rogozenko's CD Dragon 1. White castles short and basically does not try to achieve an opening advantage. But the character of the positions is completely different from when White castles queenside and often does not fall in with Black's plans. The author himself came to this painful conclusion the first time he played the Dragon; the annotations to this game alone cast much light on the opening.

This is what makes chess training fun.:

  • suitable for advanced players

  • 29 texts and 113 annotated model games

  • database with over 24,000 games

  • training database

  • tree containing all the games

  • includes the ChessBase-Reader

About the author:

Grandmaster Dorian Rogozenko lives in Bucharest and took part in the FIDE-World Championship 2001 in Moscow. He is responsible for B70-B79 in the ChessBase Magazine. ChessBase has already published Rogozenko´s successful CD´s "The Sveshnikov Variation" and "The Slav Defence".

Dorian Flogozenko: Sizilianisch Drachen 1 B70-B74

Wer sich als Weißspieler nicht auf scharfe Eröffnungssysteme einlassen möchte, sollte den Drachen lieber mit der kurzen Rochade bekämpfen. Genau diese Varianten sind das Thema von Rogozenkos CD Drachen 1. Weiß rochiert kurz und strebt im Grunde genommen keinen Eröffnungsvorteil an. Doch der Charakter der Stellungen ist ein völlig anderer als in den Varianten mit langer Rochade und entspricht oft nicht den schwarzen Absichten. Dies musste auch der Autor selbst in seiner ersten Drachenpartie leidvoll erfahren; allein schon die Anmerkungen dazu verschaffen einen tiefen Einblick in die Eröffnung.

So macht Schachtraining Spaß:

  • geeignet für fortgeschrittene Spieler
  • 29 Texte und 113 kommentierte Musterpartien
  • Datenbank mit über 24.000 Partien
  • Trainingsdatenbank
  • mit Baum aller Partien
  • inklusive ChessBase-Reader

Über den Autor:

Großmeister Dorian Rogozenko lebt in Bukarest und war Teilnehmer der FIDE-Weltmeisterschaft 2001 in Moskau. Im ChessBase Magazin ist er für den Bereich B70-B79 zuständig. Bei ChessBase sind bereits Rogozenkos erfolgreichen CDs "Sweschnikow-Verteidigung" und "Slawisch" erschienen.

Systemvoraussetzungen:

PC 233, 64 MB RAM

CD-ROM-Laufwerk

Soundkarte

Maus

Windows XP, 2000, Me, 98 SE

Weitere Informationen
Gewicht 100 g
Hersteller ChessBase
Medium CD PC
Erscheinungsjahr 2004
Autor Dorian Rogozenko
Sprache Deutsch
ISBN-10 3937549005
ISBN-13 4027975002934
Einband CD/DVD-Box

Die vorliegende CD-ROM behandelt den Drachen im Sizilianer. Woher rührt diese originelle Bezeichnung des Eröffnungssystems? Darüber gibt es verschiedene Theorien. Die schwarze Bauernkette d6-e7-f7-g6-h7 weist bei einiger Phantasie Ähnlichkeit mit einem Drachenschwanz auf. Astronomen glaubten an gewisse Ähnlichkeiten mit dem Sternbild des Drachen.

Der Name hat sich jedenfalls in der Schachtheorie eingebürgert und steht für den Plan des Nachziehenden, von Beginn an aktiv und ambitioniert auf Gewinn zu spielen.

Der Name "Drachen" wird oft gebraucht, um verschiedene Varianten der Sizilianischen Verteidigung und Stellungen, in denen sich Schwarz für ein Königsflügelfianchetto entscheidet, zu kennzeichnen. Zum Beispiel wird die Zugfolge 1. e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 g6 der Beschleunigte Drachen genannt. Die CD beschäftigt sich mit der klassischen Ausgangsstellung, die nach den folgenden Zügen entsteht: 1.c4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6. Die Geschichte des Systems erinnert ein wenig an die Geschichte vom Hasen und dem Igel. Kaum hatte Weiß ein erfolgreiches Angriffsystem mit langer Rochade und scharfem Königsangriff entwickelt, konterte Schwarz mit einer Neuerung.

Viele Weißspieler möchten sich nicht auf scharfe, forcierte Eröffnungssysteme einlassen und versuchen daher, den schwarzen Aufbau in positionell geprägten Abspielen mit der kurzen Rochade zu bekämpfen. Exakt diese Varianten - nämlich alle Varianten nach 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 f6 5.Sc3 g6, aber nicht 6.Le3 Lg7 7.f3 sind das Thema von Rogozenkos zweiter Drachen-CD. Weiß rochiert kurz und strebt im Grunde genommen keinen Eröffnungsvorteil an. Die Charakteristik der daraus resultierenden Stellungen ist eine völlig andere als in den Varianten mit langer Rochade und entspricht oft nicht den schwarzen Absichten oder Vorbereitungen. Charakteristisch für die Varianten der vorliegenden CD-ROM ist, dass die Anziehenden einfach "Schach spielen"', ohne unbedingt vom ersten Zug an nach einem konkreten Eröffnungsvorteil zu streben. Die Einschätzung "das Spiel ist ausgeglichen" heißt nichts anderes, dass die Partie erst einmal gespielt werden muss.

Die Abspiele nach B70-B74 bieten also völlig andere Mittelspielbilder als die Systeme nach ECO B75-B79, obwohl sie beide zu der Sizilianischen Drachenverteidigung gehören. Natürlich sind zahlreiche Zugumstellungen möglich, welche immer genau verstanden werden müssen. Es gibt ebenso genau festgelegte Zugfolgen, (vgl. z.B. Variante C von B70 - 9.Te1), aber grundsätzlich müssen in diesen Varianten (B70-B74) beide Seiten zuallererst die allgemeinen strategischen Regeln und die Pläne, die mit den konkreten Varianten verbunden sind, kennenlernen.

Der Aufbau mit Le3, Le2 und 0-0 stellt auf der CD-ROM das Hauptsystem aus Sicht des Weißen dar und nimmt demzufolge einen gebührenden Platz bei den Untersuchungen ein. Doch auch ein anderer Plan wird vom Autor besonders gewürdigt: Le2, 0-0, Sb3. Seine Bedeutung wird schon deshalb deutlich, weil die Partien häufig über eine andere Zugreihenfolge entstehen, z.B. 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 g6 5.Sc3 Lg7 6.Sb3 usw.

Ungewöhnlich häufig stößt man auf Stellungen und Varianten, in denen der Nachziehende über gute Kenntnisse verfügen sollte. Das fängt schon an bei dem "Überfall" 6.Sd5?!, worauf 6... Sxe4? forciert verliert und 6...Sxd5?! Weiß eine sehr angenehme Stellung gibt; geboten ist 6...Lg7. Eine besondere Stärke dieser CD sind die zahlreichen, von Großmeister Rogozenko ausführlich kommentierten Partien dieser CD, der das System aus eigener Praxis wie kaum ein anderer kennt.

Nevednichy /2495 - Rogozenko /2480, Bukarest 1993, Rogozenko

Sizilianisch B73

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 Im Sommer 1992 war ich vom Sizilianischen Drachen fasziniert und entschied mich, ihn in mein schwarzes Eröffnungsrepertoire mit aufzunehmen. Ich prüfte mehr oder weniger sorgfältig die Hauptvarianten eingeschlossen das weiße 0-0-0 (dies kostete mich ungefähr zwei Wochen harte Arbeit; manchmal habe ich zusammen mit anderen Spielern trainiert, die stärker sind als ich) und entschied, dass ich bereit war diese Varianten zu spielen. Beim Vorbereiten gegen den Klassischen Drachen gingen die Dinge viel schneller. Schon seit jeher war mein Fazit "Ich kann es direkt am Brett spielen", die "Vorbereitung" für den Klassischen Drachen kostete mich ungefähr ein bis zwei Stunden (Ich will den Leser daran erinnern, dass das alles geschah, als man das Wort "Computer" nur in den Nachrichten gehört hat. Heutzutage würde die selbe Vorbereitung kaum mehr als 10-15 Minuten dauern). All das wurde in einem allgemeinen Trainigslager durchgeführt, nicht für ein spezielles Tunier, sondern stattdessen für die nächste Spielsaison. Diese Partie von Anfang 1993 war meine erste Erfahrung mit dem Drachen.

6.Le3 Lg7 7.Le2 Große Enttäu­schung hier.

7...Sc6 8.0-0 0-0 9.Dd2 Bei meiner Vorbereitung, ein halbes Jahr vor dieser Partie, während diesen 1-2 Stunden in denen ich mich an den Klassischen Drachen gewöhnt habe, muss ich diese Stellung auch schon gesehen haben.

Jedoch während der Partie war ich mir sicher, dass dieser sorglose Damenzug ein strategischer Fehler ist.

9...Sg4 Ich "bestrafe" meinen Gegner.

10.Lxg4 Lxg4 11.f4 Ld7?! Ich war (noch) glücklich - Schwarz hat einen Springer gegen einen Läufer getauscht und hat keine Schwächen. (11...Sxd4 12.Lxd4 e5 Dies garantiert ein vernünftiges Spiel, aber natürlich ist es mir während der Partie nicht eingefallen).

12.Tad1 Tc8 13.h3 Ich erinnere mich, dass ich an diesem Punkt angefangen habe meinen Enthusiasmus zu verlieren. Das war die erste Runde eines langen, geschlossenen GM-Turniers, möglicherweise das stärkste Turnier, welches ich bis zu diesem Moment jemals gespielt hatte (Es war Kat. 10, was das auch immer heißen soll) und ich hatte mir selber die ehrgeizige Aufgabe gesetzt meine zweite GM Norm zu erreichen. Dies war von einer langen Vorbereitungsperiode gestützt und ich hoffte eine gute Form zu zeigen. Der Sizilianische Drache war meine "Geheimwaffe", und während ich meinen Gegner bereits in der ersten Runde überraschte, war diese dazu gedacht zu dem sehr scharfen Spiel zu führen, das ich mir wünschte. Wie gewöhnlich, wenn ein ernstes, langes Turnier beginnt, übernimmt das erste Spiel eine wichtige Rolle. Der Sizilianische Drache passte perfekt - ich erwartete einen harten Kampf, wo ich viel auszurechnen und schnell ein Auge auf alles haben konnte. Aber die Dinge liefen anders in dieser ersten Partie des Turniers. Auf der Suche nach aktivem Spiel begann ich zu realisieren, dass es einfach kein aktives Spiel für Schwarz gab. Also ging ich zu einem anderen Extrem über und begann langsam meine Stellung zu hassen... Der nächste Teil des Spiels ist ein Beispiel für eine gute Strategie von Weiß und ein ziemlich dämliches Spiel von Schwarz.

13...b6? Ich kann mich nicht an die Absicht dieses Zuges erinnern und heutzutage gelingt es mir nicht, eine Erklärung dafür zu finden. 13...a6 14.Tf2 f5?! 14...b5 ist die logische Folge des vorherigen Zuges. 15.exf5 gxf5 16.Sd5 Tf7 17.Sf3 h6 18.Sb6 Tb8 19.c4+- 1:0 Radulov, I. - Bobotsov, M./ Varna 1968 (39): 13...Sa5 14.b3 b6 15.Sce2 Sc6 16.c4 Sxd4 17.Lxd4 Tc7 18.Lxg7 Kxg7 19.f5 1:0 Farooqui, Z. - Milton, J. /Columbus 1977 (53)

14.f5! Weiß hat einen Raumvorteil und er beginnt mit aktiven Aktionen. Es sollte beachtet werden, dass ALLE weißen Figuren sehr gut stehen und jede von ihnen eine oder mehrere Aufgaben hat.

14...Se5 15.b3 Lc6 16.Lg5 Lb7

Dieses Manöver muss sozusagen die Begründung für 13...b6 gewesen sein.

17.Sd5!± Lxd5 18.exd5 a6 19.a4 Dd7 20.c4 Eine Traumstellung für Weiß. Das Spiel ist bis zum Ende instruktiv. Ich kann mir selbst wirklich nichts vorwerfen für das, was als nächstes geschah. Ich kann mir etwas vorwerfen an dem, was in den ersten 20 Zügen geschah, oder besser an dem, was vor einem halben Jahr, während der genauen "Vorbereitung" ablief.

20...Tc7 21.Kh1 Tb7 Ein unrealistischer Traum vom Gegenspiel. Es ist nicht sehr schwer zu erkennnen, dass Weiß das Feld b5 etwas besser als Schwarz kontrolliert.

22.Lh6 Der Mangel von Schwarz an Raum und Linien um zwischen den Flügeln zu kommunizieren, macht den direkten weißen Angriff zur effektivsten Waffe in solchen Stellungen.

22...Tc8 23.Lxg7 Kxg7 24.Tde1 De8 25.Te4 Kh8 Eine schlimme Notwendigkeit um Matt auf h7 zu vermeiden.

26.Th4 Kg8 27.fxg6 Sxg6 28.Th5 f6 ich schlage stattdessen Tbb8 und Sf8 vor. Aber auch so sieht die schwarze Stellung aus, wie ein erfolgloser Versuch Schach und Dame in einem einzigen Spiel zu kombinieren.

29.De2 Kf8 30.Dg4 Kg7 31.Se6+ Ich kann mich nicht erinnern, ob ich auf Zeit verloren habe oder den Mut hatte aufzugeben, bevor mein Blättchen fiel. Tatsächlich spielte mein Gegner sehr präzise und dies ist eine besonders anschauliche Partie, um die Ideen von Weiß im Klassischen Drachen zu sehen. Es stellte sich heraus, dass Nevednichy das System gegen den Drachen vor dem Turnier mit der Hilfe eines sehr starken Spielers vorbereitet hatte. Als sie merkten, dass Schwarz ausgleichen könnte, kamen sie auch zu dem Schluss, dass Schwarz ohne gute Vorbereitung leicht in Schwierigkeiten enden könnte. Leider hatten sie Recht... Erwähnenswert wäre auch noch, dass Nevednichy eine große Form in diesem Turnier zeigte, dabei den ersten bis dritten Platz teilte und die GM-Norm erreichte. Andererseits war ich auch nicht schlecht in Form, wobei ich am Ende den alleinigen vierten Platz belegte (der jedoch nicht für die GM-Norm ausreichte).

Dies bestätigt, dass der Klassische Drache wirklich einiges Gift enthält, wenn eine Person, die ein GM werden will, in solch einer Weise damit überwältigt werden kann. In mehr als 30 Spielen bei verschiedenen Turnieren mit dem Drachen mit Schwarz habe ich niemals so eine peinliche Niederlage erlitten, nicht mal gegen all jene Rauser-Angriffe... 1:0

Am Anfang der Hauptdatenbank, die über 24000 Partien enthält, stehen insgesamt 28 Eröffnungstexte zu den wichtigsten Varianten. Dort werden in ausführlichem Text die typischen Ideen und Motive erklärt und es wird eine Einschätzung der besten Fortsetzungen vorgenommen. Innerhalb der Texte kommt man mit den eingebetteten Verknüpfungen direkt zu den fein strukturierten Eröffnungsschlüsseln und den wichtigsten Partien.

Die CD dürfte vor allem fortgeschrittene Spieler ansprechen, die sich für den genauen Stand der Theorie in den Varianten B70-B74 interessieren. Auch für den Einstieg in das Thema Drachen ist die CD sehr gut geeignet, weil man neben dem umfassenden Theorieüberblick zusätzlich konkrete Erklärungen zu den allgemeinen taktischen und strategischen Motiven dieses Systems erhält. Als Trainingsunterstützung ist auch auf dieser CD eine Trainingsdatenbank und ein aus den Partien generierter Positionsbaum enthalten.

Peter Schreiner - Rochade 8/2004

----------------------------------------- Auch der Bereich Eröffnungstheorie wurde um eine interessante Doppel-Ausgabe erweitert. In ihr beschäftigt sich GM Rogozenko, der bei ChessBase bereits zwei CDs über die Sweschnikow-Verteidigung und Slawisch herausgebracht hat, ausführlich mit dem sizilianischen Drachen-System.

Da beide CDs einen sehr ähnlichen Aufbau haben wollen wir diesen zunächst grob skizzieren und dann auf die Unterschiede eingehen. Beide CDs bestehen im Wesentlichen aus einer Hauptdatenbank, einem Eröffnungsbaum und einer Trainings­datenbank.

In der Hauptdatenbank folgt gleich nach einer Einführung eine Samm­lung von ausführlichen Theorietexten, die den Kern der Autorenarbeit bil­den. Außerdem finden Sie hier reich­lich ergänzendes Partiematerial. Der erwähnte Eröffnungsbaum wurde aus diesen Partien erzeugt und bietet die üblichen statistischen Informationen.

Abschließend kann man in einer kleinen aber feinen Zusammenstel­lung von Trainingsaufgaben seine Theoriekenntnisse und sein Verständnis testen.

Damit nun zu den Unterschieden zwischen den CDs.

Drachen 1: B70-B74

Die erste CD umfasst den ECO-Abschnitt B70-B74, was in Züge übersetzt folgendes bedeutet:

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 gefolgt von:

B70: 6.Sonstiges wie z.B. 6.Sd5, 6.f3 oder 6.Lg5

B71: 6.f4

B72: 6.Le3 (Lg7 7.Le2 Sc6 8.-)

B73: 6.Le3 Lg7 7.Le2 Sc6 8.0-0 (0-0 9.--)

B74: 6.Le3 Lg7 7.Le2 Sc6 8.0-0 0-0 9.Sb3

Die Theorie hierzu ist in insgesamt 29 Texte unterteilt, in denen Rogozenko stets eine Einführung in das jeweilige Abspiel bietet.

Danach untersucht er die verschie­denen Möglichkeiten für beide Sei­ten, zeigt Varianten auf, kommentiert das alles und verweist auf ergänzende Musterpartien, die per Mausklick be­quem aufgerufen werden können.

Insgesamt umfasst diese CD über 24.000 Partien, von denen immerhin über 400 mehr oder weniger ausführlich kommentiert sind.

In der Datenbank mit den Trai­ningsaufgaben erwarten Sie 30 Partie­ausschnitte, in denen Zugabfragen zu bewältigen sind.

Drachen 2: B75-B79

Die zweite CD ist dem berühmten jugoslawischen Angriff gewidmet. Auch hier kurz zur Einteilung:

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 6.Le3 Lg7:

B75: 7.f3 sonstiges

B76: 7.f3 0-0 (8.Dd2 Sc6 9.-)

B77: 8.Dd2 Sc6 9.Lc4 (Ld7 10.-)

B78: 9.Lc4 Ld7 10.0-0-0

B79: 10.0-0-0 Da5 11.Lb3 Tfc8

Die Beliebtheit und Wichtigkeit dieses Bereiches zeigt sich schon an der noch besseren Ausstattung dieser zweiten CD.

Hier findet der Anwender sogar stattliche 96 Theorie-Texte, und auch die Zahl der Partien liegt mit über 26.000 höher, wobei der Anteil kom­mentierter Partien mit über 1.000 ebenfalls größer ausfällt.

Außerdem finden Sie auf dieser CD auch verschiedene Video-Clips, in denen Alexander Khalifman seine Sicht der Dinge in der Drachen-Variante schildert, und auch der Au­tor steuert vier per Audio-Clips kom­mentierte Partien bei.

Auch der Übungsteil ist mit 70 Partien umfangreicher.

Abschließendes Fazit: Beide CDs bieten einen ausführlichen, ausgewo­genen und aktuellen Überblick, der durch die umfangreichen Texte sowie das reichhaltige Ergänzungsmaterial keine Wünsche offen lässt.

Der Preis von "Drachen 1" liegt bei 19,99 Euro, "Drachen 2" kostet auf­grund der gezeigten besseren Ausstat­tung 29,99 Euro. Beide CDs sind natürlich mit dem ChessBase Reader ausgestattet.

Schachmarkt 01/2005

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Der Drachen speit wieder kräftig Feuer...

vergleichende Rezension zu den neusten Produkten zur Drachenvariante in der Sizilianischen Verteidigung:

Dorian Rogozenko, Sizilianisch Drachen 1 B70-B74

Dorian Rogozenko, Sizilianisch Drachen 2 B75-B79

Eddie Dearing; Play the Sicilian Dragon

Jacob Aagaard / John Shaw (eds.), Experts vs. The Sicilian; dort S. 42-89: Mikhail Golubev, The Dragon

Thorsten Cmiel, Der Drachentöter - Ein positionelles System gegen den Drachen

von Harald Fietz (Schachmagazin 64, 11/2005)

Wer mit Schach beginnt, soll 1. e4 spie­len, um das taktische Verständnis zu schulen. Wer sich später ein Reper­toire aufbaut, muss der sizilianischen Drachen-Variante nicht begegnen, vielleicht weicht er auch mit Weiß ihren Hauptvarianten ganz aus oder aber er wird zu einem glühenden Anhänger die­ser Spiel weise. Allen, die nicht der dritten Grup­pe angehören, empfiehlt Dorian Rogozenko sich ein Herz zu fassen und sich mit den Haupt­varianten zu beschäftigen, denn das wird - am ehesten bei einem fortgeschrittenen Spieler-das Spielverständnis weiten. Sein Fazit: Die Drachenvariante ist mehr als eine Eröffnung, sie steht für "einen aggressiven Schachstil, für eine Art, Schach zu sehen und zu verstehen." Die Reihe der Weltklassespieler, die den Drachen zumindest für eine gewisse Periode spielten, kann sich sehen lassen und für die prominentes­ten "Kronzeugen" spielten sicher die von Rogozenko angemerkten Motive auch eine Rol­le. Namen wie Kortchnoi und Kasparow unter den Schachlegenden bzw. Shirov und Topalov unter den aktuellen Topten-Spielern sollten für sich sprechen.

Gleich fünf Neuerscheinungen für alle Spiel­stärken - vom Neueinsteiger bis zum Exper­ten - gibt es. Hierbei handelt es sich aber keineswegs um Werke á la "Gewinnen mit dem Drachen" oder "Der komplette Drache". Es fin­den sich wohlabgewogene Ausführungen über Zusammenhänge zwischen taktischen und stra­tegischen Strukturen, Charakterisierungen von Variantentypen und ihrer eröffnungs­theoretischer Entwicklung und Empfehlungen zum Wert von Varianten. Angesichts des qua­litativen Luxus sollen hier die wichtigsten Merkmale bezüglich Umfang, Präsentationsart und Variantentiefe als Orientierungshilfe skizziert werden.

Vielfalt hoch fünf

Der in Bukarest beheimatete Rogozenko fiel bereits als gründlicher, pointierter Schreiber u. a. zu sizilianischen Themen auf. Da er selbst häufig im Sizilianer die schwarzen Steinen führt, ist er prädestiniert, eine Gesamtschau vor­zulegen: Teil l behandelt die Enzyklopädie­schlüssel B70-B74. In 28 Einführungskapiteln und anhand von über 24 000 Partien kommt alles unter, was nicht zum Drachen-typischen Aufbau mit entgegengesetzten Rochaden ge­hört. Über 400 Partien sind kommentiert (teilweise bereits aus früheren ChessBase-Magazinen bekannt), davon knapp 120 von Rogozenko mit kurzen Kommentaren und Va­rianten versehen. Diese CD - wie auch die um­fangreichere Silberscheibe zu B75-B79 - pro­fitiert vor allem durch die Verlinkung von Ein­führung und Partien; hier erschließen sich schnell Zusammenhänge und vor allem Über­gänge zwischen Zugfolgen. Teil 2 widmet sich dem "Drachenherzblut", denn die theorielastigen Hauptvarianten bekommen 95 Einführungen und über 26 000 Partien. Dazu gibt es jeweils eine Trainings­datei mit den Spielweisen aus weißer bzw. schwarzer Sicht, deutsch- bzw. englischsprachige Media-Player-Interviews und Videoclips mit Ausführungen vom Exper­ten Alexander Chalifman. Über 700 Partien sind kommentiert (davon über 500 von Rogozenko). Rogozenkos Gesamtschau eignet sich gerade für Schachfreunde, die lieber mit dem Computer als mit Büchern arbeiten, als Grundstock, um später Neuigkeiten aus ande­ren Quellen einzupflegen. Sein GM-Kollege Michail Golubew, ebenfalls ein bekennender und praktizierender Drachenfan, meint sogar, dass er sonst neue Analysen in seinen selbst­gestrickten Datenbestand einfügt, aber Rogozenkos Arbeit wegen ihrer Güte als Extra­datei hält!

Eine andere Art des Orientierungswissens bie­tet Golubew: Im Unterschied zu seinem 1999 erschienenen Werk ("Easy Guide to the Dragon", Everyman) geht es dem Ukrainer nicht um den Grobüberblick zu allen Sys­temen, sondern er wid­met sich anhand von sechs super-ausführlich kommentierten Partien (auf 47 Seiten!) den neusten Trends gegen die Hauptsysteme. Der 2004 gegründete schwedisch-schotti­sche Verlag Quality Chess machte zehn Autoren zur Aufgabe, Weißoptionen gegen "ihre" Lieblingssizilianer "einzuschätzen". Eine interessante Gratwanderung zwischen Ausplaudern von Berufsgeheimnissen und neuwertigen Resümees, die Golubew u. a. mit vielen Gegenüberstellungen von teilweise ge­gensätzlichen Kollegenaussagen und einigen schach-philosophischen Einsichten löst: "... der Drache ist strategisch einfach, aber tak­tisch sehr kompliziert. Das Was ist genau de­finiert. Nur das Wie bleibt die wirkliche Fra­ge. Unter solchen Umständen hat ein ambitionierter Amateur eine echte Chance, einen faulen Profi zu schlagen, was von Zeit zu Zeit passiert." (S. 43)

Es geht also primär um die Dynamik zwischen strategischen und taktischen Mitteln, wie auch die Unterzeile von Edward Dearings Monumentalwerk "Play the Dragon" auf großformatigen 256 Seiten signalisiert. Wiederum hat der Gambit-Verlag einem Neu­ling eine Chance gegeben und der 24-jährige IM, der bereits in seiner Jugend als Heißsporn "Eddie" in der schottischen Szene bekannt war, meisterte seine Aufgabe mit Bravour. In 21 Kapitel gliedert der Jura-Absolvent von der Cambridge Universität den Drachen-Besitz­stand: 17 Kapitel auf 186 Seiten gehören al­lein dem Jugoslawischen Angriff und Varian­ten mit entgegengesetzten Rochaden. Was bei Dearing besticht, ist schon auf den 15 Seiten Einführung markant: Es ist das ausführliche Pro-und-Contra-Argumentieren (vielleicht eine Eigenart guter Juristen'?!), was Varianten­stränge trefflich charakterisiert (z. B. wo positionelles bzw. prophylaktisches Vorgehen angezeigt ist, wo Bauern genommen werden müssen, oder wo sich die Zentrumsspannung auflöst). Innerhalb der Varianten, die bisweilen erst zwischen dein 15. und 20. Zug ihren Analyseausgangspunkt nehmen, beschreibt Dearing häufig Stellungsmerkmale bzw. zeigt Spieloptionen (inklusive der jüngeren Aufs und Abs im weltweiten Turnier­alltag). Es scheint nicht übertrieben, diese sinnfällige, vorbildlich übersichtliche Arbeit zur neuen "Drachen-Bibel" zu er­klären - gleichermaßen geeignet für Neueinsteiger und Langzeit­jünger!

Eine eher seltene Variante, das Financhetto mit 6. g3, kommt bei Dearing auf neun Seiten unter; sei­ne Urteile lauten in der Bandbrei­te "ausgeglichen" bis "in Ordnung oder leicht besser für Schwarz". Dies hört sich bei FM Thorsten Cmiel anders an: In Ermangelung eines internationalen Namens ti­tuliert er dieses System martialisch als "Der Drachentöter". Nach Mei­nung des früheren NRW-Oberliga­spielers unterschätzen in Haupt­varianten verliebte Experten die Wirkung: "Für einen Autor sind klar erkennbare Spielentwicklungen leichter zu analysieren und zu bewerten. Außerdem ist Chris Ward (Anmerkung: der in den 90er Jah­re einige Drachenbücher vorlegte) ein einge­fleischter Anwender des Drachen und empfin­det die entstehenden Stellungen oft schlicht als langweilig. " (S. 2) Cmiel kapriziert sich auf drei Argumente:

- die positionelle Rechtfertigung, d. h. auch der weiße Läufer hat seine Reichweite, der König steht nach der kurzen Rochade si­cher,

- die psychologische Rechtfertigung, d. h. die sichere Stellung erzeugt beim üblicher­weise aggressiv gestimmten Nachziehen­de ein trügerisches Gefühl der vermeintli­chen Harmlosigkeit - gemischt mit der Frust-Erkenntnis, dass stundenlanges Variantenpauken diesmal wenig bringt, und

- die vorbereitungstaktische Rechtfertigung, d. h. es gibt weniger spielentscheidende Neuerungen, sondern es reicht meist ein Mix aus gutem Stellungsverständnis und Kenntnissen der Hauptmotive und typi­scher Figurenopfer. Auf Letztere konzentriert sich die Darbie­tung auf 154 Seiten: 23 vollständige auf 40 Seiten verdaubar kommentierte Partien und 60 Partiefragmente als Aufgabe mit Lösungserklärungen, die vor allem auf Stellungsbeschreibungen abstellen, wirken allerdings wie eine ausgedruckte Mini-Datenbank. Drei Seiten der Aufmarschpläne jeder Seite bilanzieren den Inhalt, der in elektronischer Form besser aufgehoben wäre. Zwar gibt es ein Personen- und ein Partienverzeichnis, aber gerade ein Varian­ten-Index hätte dringend Not getan. So bleibt eine Knochenarbeit, alles durchzuarbeiten und sich aus den versprengten Schlussfol­gerungen ein eigenes Urteil zu bilden - ohne Variantengliederung kommen erstaunlich wenig generelle Variantenbewertungen vor. Wem Eröffnungen ohne forcierte Varianten liegen, sollte sich diese Spielweise anschau­en - allerdings wird in den meisten Fällen zunächst das Basiswissen aus den Werken von Rogozenko (drei Abschnitte) und Dearing reichen!

Drachenschicksale

Die große Mehrheit der Drachenfreunde in­teressiert jedoch mehr, wie man sich im Di­ckicht der Hauptvarianten zurechtfindet. Be­sonderes Augenmerk sollte man bei "großen" Varianten auf die Partien von ausgefuchsten Anwendern legen. Bei der eben am 26. Mai 2005 beendeten Russischen Frauen­meisterschaft bekam Natalija Pogonina (Elo 2355) gleich dreimal ihre Leib- und Magen­variante, der die 20-Jährige aus Saratow seit sieben Jahren die Treue hält, aufs Brett. Allerdings saßen auf der anderen Seite zweimal die Favoritinnen, d. h. die spätere Siegerin Alexandra Kosteniuk und die Zweitplazierte Tatjana Kosintsewa. Mit Hilfe der "Dschungelführer" Rogozenko, Golubew und Dearing sollen markante Wendepunkte im Lichte der Theorie nachvollzogen werden.

Sizilianisch B 76

T. Kosintsewa - N. Pogonina

Russische Frauenmeisterschaft, Samara 2005

1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 g6 6. Le3 Lg7 7. f3 0-0 8. Dd2 Sc6

9. 0-0-0 Sxd4 In der 1. Runde, Partie Jakowitsch-Pogonina. geschah 9. ...Da5 10. Kb1 Ld7 11. g4 Tfc8 12. h4 Sxd4 13. Lxd4 Le6 14. a3 Tab8 15. h5 b5 16. hxg6 hxg6 17. Dg5 Dc7 18. Ld3. [Dearing gibt hier Folgendes an: 18. e5 Sd5 (Schwarz ver­fügt über die spannende Alternative 18. ...Se4!?) 19. exd6 Sxc3+ 20. Lxc3 (20. bxc3 Dxd6!) 20. ...exd6, wonach Schwarz mindestens Ausgleich hatte in Schewelew-Wenedikow, Swerdlowsk 1957. Rogozenko bietet einen Zug mehr: 21. Ld3! mit Ausrufe- und Ausgleichzeichen!! 18. ...b4 Nun bringt Schwarz sein Motto "Schleusen auf" im besten Drachengeist zur Geltung. 19. Sd5 Lxd5 20. exd5 bxa3 21. b3 Tb4 22. La1 a2+ 23. Kc1 Txb3 24. Kd2 Tb4 25. Lxg6 fxg6 26. Dxg6 Dc5 27. Th2 Td4+ 28. Ke1 Txd1+ 29. Kxd1 Dg1+ - 0:1. 10. Lxd4 Le6 11. Kb1 Dc7 12. h4 Tfc8 13. h5 Rogozenkos Bilanz schon hier zur Warnung: Schwarz hat in diesem System "ernsthafte Probleme". 13. ...Da5 14. hxg6 hxg6 15. a3 (siehe nächstes Diagramm) In Runde 5 ereignete sich in der Partie Kosteniuk-Pogonina: 15. ...Lc4 16. g4.Die­ser Zug stellt eine Neuerung dar. Aber bisher hielten alle Autoren die gesamte Variante aus schwarzer Sicht für anrüchig und beriefen sich auf 16. Th3 b5 17. Lxc4 Txc4 18. Tdh1 e5 19. Le3. Rogozenko resümiert hier-un­ter Angabe der gleichen Partie - deutlichen Vorteil für Weiß. Dearing und Golubew zei­gen einige Züge mehr. Schwarz verzweifel­te bereits und brachte das thematische, hier aber nicht durchschlagende Qualitätsopfer 19. ...Txc3 20. Dxc3 Dxc3 21. bxc3 d5 22. Lg5 mit weißem Vorteil Van der Wiel -Van de Mörtel, Wijk aan Zee, 1996. Vielleicht befürchtete Kosteniuk, dass Golubews Urteil zum bislang verpönten Läuferschlagen auf f1 zutrifft und "neuerte" deshalb mit 16. g4 statt 16. Th3: Auf den Turmzug könnte auch 16. .. .Lxf1 folgen mit 17. Txf1 Tc4 18. Tfh1 Tac8 19. Lxf6 Lxf6 20. Th7 De5 21. f4 Dd4 22. Dxd4, und Rogozenko beendet hier mit "deutlichem weißen Vorteil" sein Verdikt, während Golubew spekuliert, dass 22. ...Txd4 23. Sd5 Txd5! 24. exd5 Tc5 einen Bauern und einige Chancen auf Rettung ergibt. In Samara 2005 ging es weiter mit: 16. ...Lxf1 17. Tdxf1 Tc4 18. Le3 Tac8 19. Lh6 Lh8 20.Sd5 Dd8 21. Se3 T4c5 22. Th3 Tb5 23. Sd1 Da5 24. Dd3 Da6 (Hier bringt 24. ...Sd7 25. Tfhl Sc5 26. Ld2 Lxb2 27. Lxa5 Sxd3 28. a4 Txa5 29. Sxb2 nach einer Analyse des russischen Damenolympiatrainers Juri Jakowitsch auf w ww.chesspro.com keine Entlastung.) 25. Tfh1 Sd7 26. Le1 Lg7 27. Dd2 Da4 28. Dh2 Dd4 29. Th8+ Lxh8 30. Dh7+ - 1:0. 15. ...Tab8 16. Ld3! Gegenüber dem weni­ger starken 16. g4 ein Zug, der auf John van der Wiel zurückgeht.16. ...Lc4 17. Lxc4 Txc4 18. Dc1!! Diese Neuerung, die von dem deutschen Fernschachspieler Martin Bennedikt eingeführt wurde, ruft noch ein­hellig Begeisterung hervor: Dearing vergibt zwei Rufzeichen, Golubew hat eines in petto. Auf Rogozenkos CD kommentiert er die Par­tie mit den Worten: "Der Zug verdient wahr­scheinlich zwei Rufzeichen." In seinem Bei­trag für "Experts vs. Sicilian" steht allerdings ein "!?". 18. ...e6 19. g4 b5 Der Grund für Golubews Zweifel liegt in 19. ...Tbc8! 20. g5 Sh5 21. Lxg7 Kxg7 22. Txd6 Txc3, über die­ses von Markovic im Informator 89 vorge­schlagene Qualitätsopfer erfahren wir bei Rogozenko nichts. Die später erschienenen Werke konnten es schon bilanzieren: 23. bxc3 Sg3 24. Te1 Se2! 25. Db2. Dearing zitiert die­sen Damenzug als eine Analyse von Chris Ward auf www.chesspublishing.com (Golubew erwähnt nur 25. Txe2 Db5+, und Weiß bleibt nur ein geringer Vorteil.) 25. ...Sxc3+ 26. Kai Dxg5 27. Td3 Df6 28. Tee3 Sa4 29. Dxf6+ Kxf6 mit der Ein­schätzung, dass Schwarz wegen der besseren Bauernstruktur und des aktiven Königs durch­halten kann. 20. g5 Sh5 21. Lxg7 Kxg7 22. Txh5 gxh5 23. Df4 23. ...Dd8 Alles noch aus der Fernpartie be­kannt. Dort folgte 23. ...Kg8 24. g6! f5 25. Txd6 Txc3 26. De5 Tc7 27. Dxe6+ Kg7 28. exf5 mit Gewinnangriff in Bennedikt-Demian, 2002. Auch Pogonina übersteht nicht mehr lange und wird sicher mal in die neue Literatur schauen müssen. 24. Txd6 Dc7 25. Df6+ Kg8 20. g6 b4 26. ...Txc3 27. gxf7+Dxf7 28. Dxc3Tf8 29. Td1 war nur relativ besser. 27. Sb5 Db7 28. Td8+ Txd8 29. Dxd8+ Kg7 30. Sd6 Dc6 31. gxf7 1:0

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