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The Art of the Endgame

..World of Endgame Studies

270 Seiten, kartoniert, New in Chess, 1. Auflage 2011

24,48 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

All through his career Jan Timman has been captivated by the mystery and splendour of endgame studies. Even during his most successful and busy years as a world-class player, Timman continued to compose studies and admire those of others. For him there has never been any doubt that his journeys in this magical world helped him to grow as a player.

In this fascinating book, Timman has collected a wide range of the finest endgame studies by other composers and explains in his lucid style how they inspired him to create dozens of brand-new studies himself.

As Timman writes in the preface: 'Never before have I been so productive as an endgame study composer as in the seven months that I wrote this book. It was a sensational experience.'

The Art of the Endgame is a treasure-trove for lovers of beauty in chess. But it is also of great value for competitive players. Solving endgame studies is a vital part of improving one's endgame technique: it develops general understanding, calculation skills and resourcefulness.

Weitere Informationen
Gewicht 400 g
Hersteller New in Chess
Breite 14,4 cm
Höhe 21,7 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2011
Autor Jan Timman
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 9789056913694
Seiten 270
Einband kartoniert

007 Preface

011 Chapter 1

011 Miniature Studies

022 Chapter 2

022 Rook versus Bishop

032 Chapter 3

032 Preventing Pawn Promotion

056 Chapter 4

056 Various Promotion Combinations

081 Chapter 5

081 Knight Promotions

099 Chapter 6

099 Bishop Promotions

120 Chapter 7

120 Mating Patterns

147 Chapter 8

147 Stalemate Patterns

168 Chapter 9

168 Mutual Zugzwang

183 Chapter 10

183 Building a Fortress

199 Chapter 11

199 Systematic Manoeuvres

224 Chapter 12

224 The Disappearing Trick

248 Chapter 13

248 Three Themes

248 1. Troitzky/Amelung position

252 2. Valladao Task

255 3. Liquidation to a pawn ending

260 Chapter 14

260 Various Endgame Studies

260 1. Studies with others

262 2. Studies with no specific theme

266 Explanation of Symbols

267 Index of Composers

269 Acknowledgements

SCHÖNE UNTERHALTUNG

Von Harry Schaack

Jan Timman zählte von den Achtzigern bis Mitte der Neunziger zu den besten Spielern des Erdballs, war zeitweise Dritter der Weltrangliste und spielte gegen Karpow 1993 um den FIDE-WM-Titel. Zudem hat er sich als Endspielexperte profiliert und mehrere Arbeiten dazu publiziert. Weniger bekannt ist, dass er leidenschaftlicher und mehrfach ausgezeichneter Studien- und Problemkomponist ist. In seinem neusten Buch The Art of the Endgame präsentiert der Holländer dutzende seiner eigenen Werke. Angefangen hat er damit in den frühen Siebzigern, doch die meisten gezeigten Beispiele entstanden in den Monaten des letzten Jahres, als er sich mit seinem neuen Buch beschäftigte. Timman bezeichnet diese Periode als die fruchtbarste seiner Karriere, nie zuvor hatte er mehr Studien und Probleme komponiert.

Timman präsentiert sein Material in 14 Kapiteln, die sich mit üblichen Studienaspekten wie Springer- und Läuferunterverwandlung, Patt oder Zugzwangstellungen, Festungen, etc. beschäftigen. Das Buch unterscheidet sich jedoch von ähnlichen Werken in dem sehr privaten Zugang, den der Autor findet. Aus­gehend von einem bestimmten Aspekt erzählt der Holländer in jedem Kapitel eine eigene Geschichte. So berichtet er über eine ungenaue Formulierung zu Turm gegen Läufer-End­spielen, die er in Dworetskis hoch gelobten und von vielen Topspielern konsultierten Endgame Manual entdeckt hat. Danach erläutert er, was andere Kapazitäten zu diesem Thema sagen und präsentiert schließlich eigene Studien, die das Thema noch einmal aus einem originellen Blickwinkel verdichten. Oder er findet mithilfe von Computer und Tablebase Fehler in alten Studien, deren Thema er in eigenen Kompo­sitionen repariert.

Im Kapitel "Knights Promotions“ erzählt Timman, wie er während eines Turniers in einem Hotelzimmer saß und über Springerunterverwandlungen nachdachte. Er komponierte ziemlich schnell eine Studie, bei der der Gewinn nur durch mehrere Unterverwand­lungen zu erzielen ist. Am nächsten Tag zeigte er das frische Werk einigen Zuschauern, die es sehr wohlwollend aufnahmen. Als er zwei Wochen später die Studie dem bekannten Schachkomponisten Yochanan Afek vorlegte, antwortete der nur lapidar, er hoffe, Timman habe damit nicht allzu viel Zeit verbracht. Das Thema sei bereits Anfang des letzten Jahr­hunderts umgesetzt und in zahlreichen Nach­folgern variiert worden. Daraufhin recherchiert Timman das Thema, unterbreitet dem Leser die historischen Beispiele und beschreibt die Unterschiede.

Es macht einfach Spaß, Timmans sach­verständigen Ausführungen zu folgen. Während er über seine eigenen Studienideen berichtet, wird der Leser mit allen möglichen Herausforderungen der Problemisten und mit dem Fortschritt auf diesem Gebiet konfrontiert. So wird jedes einzelne Thema sehr differenziert, oft historisch und umfangreich erläutert. Das Buch erzählt eben nicht nur von der Schönheit großartiger Schachkompositionen, sondern davon, wie sich ein ehemaliger Top-Großmeister einem speziellen Thema nähert. Selten sind einem Studien so "schön“ dargeboten worden. hs

Karl 3/2012

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"The Art of the Endgame" ist der gelungene Titel eines neuen Werkes von Jan Timman, erschienen bei New in Chess. Er deutet bereits an, dass es sich dem Endspiel im Schach nicht allein aus spielpraktischer Warte widmet, sondern auch die überraschenden, faszinierenden Wendungen in den Fokus bringt.

Man ist allgemein geneigt, dem Endspiel nicht allzu viel unterhaltsames Potenzial beizumessen. Dass diese Grundeinstellung der letzten Phase des Schachspiels gegenüber falsch ist, beweist Timman auf eindrucksvolle Weise. Der Untertitel des Werkes, "My Journeys in the Magical World of Endgame Studies", bestätigt Timmans Sichtweise, übersetzt also "Meine Reisen in die magische Welt der Endspielstudien".

Im Endspiel befinden sich regelmäßig nur noch wenige Steine auf dem Brett. Oft sind es nur Nuancen, die eine Stellung als gewonnen, remis oder gar verloren unterscheiden. Diese zu erkennen und aus ihnen die richtigen Endscheidungen abzuleiten, trägt tatsächlich etwas von Kunst im Endspiel in sich.

Wenn man sich vor Augen führt, dass eine lang und zäh geführte Partie regelmäßig nicht am Endspiel vorbei kommt, letztendlich in dieser Phase der Partie abschließend über den Ausgang entschieden wird, wird deutlich, wie wichtig es für den Spieler ist, das Endspiel zu beherrschen. Und dass es auch mit Spaß und Faszination verbunden sein kann, sich dem Endspiel zu widmen, beweist Timman mit "The Art of the Endgame".

Ich erinnere mich an ein Zitat von Magnus Carlsen, das ich in einem anderen Werk gelesen habe. Es lautete sinngemäß: "Was nützt es, wenn man 20 Züge im Voraus berechnen kann, wenn bereits ein Fehler im ersten Zug steckt?" Diese Frage bezieht ihre Berechtigung aus der Logik. Genauso logisch ist folgende Frage: "Was nützt es, wenn man die Eröffnung und das Mittelspiel sehr stark zu spielen weiß, das Besondere am Endspiel aber nicht kennt und deshalb hier den möglichen Erfolg vergibt?"

"The Art of the Endgame" setzt sehr auf das Faszinierende im Endspiel, es will auf jeden Fall auch unterhalten. Aber es hat auch ein immenses Lehrpotenzial. Wer dieses Werk durcharbeitet, auch sukzessive alle paar Tage mal einen Abschnitt, wird sein Endspiel verbessern. Diese klare Aussage treffe ich für Leser jeder Spielstärke, auch für denjenigen mit meisterlichen Fertigkeiten. Und wenn der spielerische Profit je nach Spielstärke vielleicht unterschiedlich ausfallen mag, so ist das Werk für alle in etwa gleich unterhaltsam.

"The Art of the Endgame" enthält 14 Kapitel mit, sinngemäß ins Deutsche übersetzt, folgenden Überschriften:

- Miniaturstudien

- Turm gegen Läufer

- Verhinderung einer Bauernumwandlung

- Verschiedene Umwandlungskombinationen

- Bauernumwandlung in einen Springer

- Bauernumwandlung in einen Läufer

- Matt-Schemata

- Patt-Schemata

- Wechselseitiger Zugzwang

- Eine Festung bilden

- Systematische Manöver

- [Anmerkung: Die Überschrift dieses Kapitels kann nicht kurz übersetzt werden, wenn der Inhalt aus ihr hervorgehen soll]: Aufgabe eines oder mehrer Steine, um bei sonst unveränderter Stellung Nutzen aus deren Spezifika zu ziehen

- Darstellung von drei besonderen Themen (Troitzky/Amelung Position, Valladao-Aufgabe, Abwicklung zu einem Bauernendspiel)

- Verschiedenartige Studien.

Die Ausgangsstellungen werden mittels eines Diagramms eingeführt. Sie stammen aus Timmans praktischen Partien, seinen Studien und auch aus fremden Quellen beiden Ursprungs. Ganz überwiegend steht eine klare Hauptlinie im Ablauf im Vordergrund, die Darstellung von Abweichungen ist eher eine Ausnahme, sie beschränkt sich dann auf das absolut Wesentliche. Variantenketten gibt es so gut wie nicht.

Allgemein wirken Studien manchmal etwas gekünstelt. Auch in Timmans Werk gibt es Stellungen, die "partiefremd" sind. Auch wenn sie in der Praxis kaum so entstanden wären, haben sie ihren praktischen Wert. Üblicherweise wird durch die Komposition ein Thema regelrecht aus der Stellung "heraus gekitzelt". Beispielsweise kommt die Unterverwandlung eines Bauern in eine Leichtfigur in einer Partie nur sehr selten vor. Sieht man sie dann als wesentliches Element einer Studie, so ist das Motiv einerseits faszinierend, andererseits rückt die Studie den Blick auch wieder in die Richtung auf all jene Aspekte, die in einer Partie bei einer Umwandlung beachtet werden sollten.

Das Werk ist in Englisch verfasst, wird den Leser mit durchschnittlichen Sprachkenntnissen aber kaum vor Probleme stellen.

Fazit: "The Art of the Endgame" ist ein gelungenes Werk, das zugleich unterhält und die Endspielfertigkeiten schult.

Uwe Bekemann, BdF

Januar 2012