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LOKHA1SF3

1.Nf3 - Opening for White according to Kramnik - 1

Eigenschaften

238 Seiten, kartoniert, Chess Stars, 2000

Aus der Reihe »Chess Stars Openings«

22,95 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

The "Chess Stars Openings" series presents an entirely new approach to the study of chess openings, which can provoke the interest of chessplayers of all levels. Drawing examples from the games of today's leading grandmasters we present the principles of selection and successful employment of a harmonious opening repertoire, corresponding as close as possible to the style of a renown master.

Weitere Informationen
Gewicht 280 g
Hersteller Chess Stars
Breite 14,5 cm
Höhe 21,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2000
Autor Alexander Khalifman
Reihe Chess Stars Openings
Sprache Englisch
ISBN-10 954 8782 14 6
Seiten 238
Einband kartoniert

7 Preface

Part 1. King's Indian

1.Sf3 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.d4 0-0 6.Le2

11 1 Sixth Moves for Black without 6...e5

28 2 6...e5 7.0-0 various

44 3 6...e5 7.0-0 ed 8.Sd4 Te8 9.f3 c6

59 4 6...e5 7.0-0 ed 8.Sd4 Te8 9.f3 Sh5

62 5 6...e5 7.0-0 ed 8.Sd4 Te8 9.f3 Sc6

72 6 6...e5 7.0-0 Sbd7 8.Le3 various

87 7 6...e5 7.0-0 Sbd7 8.Le3 De7 9.Dc2

94 8 6...e5 7.0-0 Sbd7 8.Le3 Sg4

101 9 6...e5 7.0-0 Sbd7 8.Le3 c6

112 10 6...e5 7.0-0 Sa6 8.Le3 various

121 11 6...e5 7.0-0 Sa6 8.Le3 De8

127 12 6...e5 7.0-0 Sa6 8.Le3 Sg4 9.Lg5 f6

133 13 6...e5 7.0-0 Sa6 8.Le3 Sg4 9.Lg5 De8

146 14 6...e5 7.0-0 Sc6 8.d5 Se7 9.b4 various

154 15 8.d5 Se7 9.b4 a5

164 16 8.d5 Se7 9.b4 Sh5 10.Te1 various

171 17 8.d5 Se7 9.b4 Sh5 10.Te1 f5

Part 2. Anti-Grunfeld Variation

1.Sf3 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5

180 18 4.cd Sd5

195 19 4.Da4

Part 3. Old Indian Defence

1.Sf3 Sf6 2.c4 d6

201 20 3.Sc3 e5

204 21 3.d4 Lf5

210 22 3.d4 Lg4

219 23 3.d4 Sbd7

235 Index of Variations

Diese umfangreiche Serie ist der König der Repertoirewerke. Aus der Ecke Khalifman/Soloview (Hrsg.) ist schon einiges erschienen, das meiste waren aber doch nur bessere Datenbankausdrucke wie z. B. eine vierbändige Serie über das Schaffen von Tal. Man darf bezweifeln, dass der frühere Fide-WM alles allein geschrieben hat. Aber wenn hier Ghostwriter am Werke waren, dann gewiss Hochkaräter aus der St. Petersburger Schule.

Zunächst beschreibt das Werk ein 1. Sf3-Repertoire, jedoch mit zahlreichen Überleitungen zu 1. d4-Eröffnungen. So wird Königsindisch "prinzipiell" angegangen, auch Holländisch oder das Damengambit; gegen Grünfeld- oder Nimzoindisch weicht man auf Flankenvarianten (ohne d2-d4) aus, vor Wolga und Modernem Benoni "drückt" man sich ganz. Im Gegenzug muss man - im Unterschied zum 1. d4-Spieler - etliche Varianten des symmetrischen Englisch beherrschen (1. Sf3 c5 2. c4), selbst um Übergänge zu 1. e4 kommt man nicht herum, insbesondere den Maroczy-Aufbau gegen Sizilianisch. Ob das vorgestellte Repertoire so ganz Kramnik - kongruent ist, sei dahingestellt. Immerhin, viele technisch orientierte Spieler pflegen ein ähnliches.

Stellen wir kurz die einzelnen Bände vor.

Band 1, Schwerpunkt Königsindisch, der klassische Sf3/Le2-Aufbau mit 7. 0-0 und 9. b4, und selbst wenn man diese Modevariante nicht spielt (sondern 9. Se1 oder 9. Sd2), kommt man dank der Abhandlung der zahlreichen Nebenvarianten, z. B. 6. ... c6,6. ... Lg4, 7. ... Sa6, 7. ... Sbd7, 7. ... e:d4 auf seine Kosten, man erhält jeweils klare Spielrezepte. Ferner Altindisch sowie - etwas strittig - Anti-Grünfeld mit 1. Sf3 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 d5 4. c:d5 S:d5 5. e4 oder 5. Wa4+. Kramnik hat beides schon gespielt, zuletzt aber eher der prinzipiellen Hauptvariante den Vorzug gegeben. Es bleibt mit Blick auf das Gesamtwerk unlogisch, dass man Grünfeld-Indisch nur mit einer etwas dünnen Nebenvariante abhandelt.

Band 2 enthält Nimzo- und Damenindische Variationen (1. Sf3 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 Lb4 4. Dc2 und dgl.), den Englisch-Igel (A 30) mit 7. Te1 fiel sowie verschiedene Varianten des Symmetrie-Englisch nach 1. Sf3 Sf6 2. c4 c5. Der Band sei auch den 1. c4-Spielern ans Herz gelegt!

Band 3 zeigt das Maroczy-System, ein paar weitere Englisch-Varianten, 1. ... g6 (weißes Vollzentrum mit e4/d4/c4) und Holländisch.

Band 4 (Slawisch) ist nach einer kleinen Fahrplanänderung noch nicht erschienen, dafür aber Band 5 mit verschiedenen Damengambit-Versionen (Angenommen, Tarrasch, Semi-Tarrasch, Orthodox). Nach 1. Sf3 d5 setzt der Repertoire-Spieler nämlich mit 2. d4 nebst 3. c4 fort. Nicht mit 2. c4, z. B. wegen 2. ... d4. Das ganze Reti-System - im allgemeinen Bewusstsein doch an erster Stelle mit dem Zug 1. Sf3 verknüpft - bleibt ausgeklammert. Das Thema Damengambit scheint mir freilich einen übergroßen Stellenwert einzunehmen; vielleicht hätte Katalanisch besser in das Gesamtkonzept gepasst.

Insgesamt ist das Repertoire extrem fein differenziert, Khalifman zeigt jeweils eine haargenau passende Zugfolge. So ist ein Stonewall mit Le7 (oft möglich durch nachträgliches Sf6-e4 und f7-f5) grundsätzlich willkommen, ein Stonewall mit Ld6 jedoch nicht. In diesem Fall weicht Weiß auf den Plan d2-d3 und e2-e4 aus. Um alle Nuancen nutzen zu können, muss man jedoch ziemlich viele verschiedene Stellungen spielen (zumindest, wenn man "perfekt" dem Rezept folgen will), darum ist das Werk auch so umfangreich geworden.

Note 1 also für ein wichtiges Eröffnungsbuchkriterium, die Zugfolgenpräzision. Ebenfalls gut die Auswahl der Varianten und des Illustrationsmaterials. Gerade zu etwas schwächeren, aber turnierpraktisch häufigen Behandlungen von Schwarz findet sich ausführliches Material, die meisten Eröffnungsbücher greifen in dieser Hinsicht zu kurz. Ein Schwachpunkt ist die mangelnde Originalanalyse, in theoretischer Hinsicht wird meist Standardwissen präsentiert. Gut ausgewähltes und erläutertes Standardwissen freilich. Die Erklärungen sind aus Sicht eines einigermaßen starken Tumierspielers eingängig. Nichtsdestotrotz, das gesamte Repertoire ist ziemlich anspruchsvoll; sehr häufig erhält man technische Stellungen mit einem subtilen Vorteil, und es bedarf schon einer gewissen Spielstärke (und eines gewissen Stils), um damit etwas anfangen zu können.

Der Preis orientiert sich am englischen Niveau, der Produktionsstandard leider nicht ganz. So gibt es einige Variantenwüsten, die man mit Absätzen, Fett-und Kursivdruck hätte strukturieren sollen. Sowie gelegentliche Notationsfehler, obgleich die Arbeit ansonsten hervorragend organisiert ist! Schriftbild Mittelklasse, Papier ebenso, Ausländerenglisch. Insgesamt in diesen Punkten deutlich unterhalb Westniveau, aber klar oberhalb östlicher Billigproduktionen. Das ganze Repertoire scheint sehr zukunftssicher, nur an wenigen aktuellen Varianten wird man ständig feilen müssen. Diese Serie kann das (Weiß-)Spiel eines jüngeren Spielers mit Meisterambitioner auf lange Zeit prägen!

Harald Keilhack in Schach 01/2003