Währung:
Sprache:
Toggle Nav
Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb Warenkorb
Artikelnummer
LEGRIBE

Bishop Endings - An Innovative Course

178 Seiten, kartoniert, Thinkers Publishing, 1. Auflage 2017

23,06 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Proper handling of Bishops in the endgame is an important feature in today's chess and a must for every chess player who wants to climb the world's chess hierarchy. This book deals with important themes and ideas in the world of Bishops. The author presents in a constructive way chapters such as Bishop vs Pawns, Two Bishops vs Knight, Capablanca's Bishop Theorem, Bishop & Pawns vs Pawns - wrong corner, the extra 'wrong' corner, the extra 'wrong' Bishop, Bishop & Pawns vs Pawns - the Phalanx, etc... and presenting a great number of superb exercises.

Weitere Informationen
Gewicht 350 g
Hersteller Thinkers Publishing
Breite 17 cm
Höhe 23,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2017
Autor Efstratios Grivas
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-9492510174
Seiten 178
Einband kartoniert

003 TABLE OF CONTENTS

005 KEY TO SYMBOLS

007 FOREWORD

009 BIBLIOGRAPHY

011 1. BISHOP VS PAWNS

023 2. TWO BISHOPS VS KNIGHT

027 3. CAPABLANCA’S BISHOP THEOREM

043 4. BISHOP & PAWNS VS PAWNS — WRONG CORNER

071 5. THE EXTRA ‘WRONG’ BISHOP

083 6. BISHOP & PAWNS VS PAWNS — THE PHALANX

095 7. BISHOP ENDING — ISOLATED PAWN

107 8. BISHOP ENDING — POSITIONAL ADVANTAGE

135 9. BISHOP ENDING — PAWN-UP

147 10. BISHOP VS VARIOUS MATERIAL

155 EXERCISES

159 SOLUTIONS

In eine schwierige Konkurrenzsituation hinein hat Efstratios Grivas sein Endspielbuch "Bishop Endings: An Innovative Course" geschrieben. Der Schachfreund wird auf diesem Sektor bereits recht breit gestreut bedient und mit der Reihe "The Modern Endgame Manual" ist unter dem polnischen Label Chess Evolution gerade erst jüngst ein viel beachteter Kurs auf den Markt gekommen. Er beinhaltet zwei Bände, betitelt mit "Minor Piece Endings", die eine klare Überlappung mit dem hier besprochenen Werk zeigen. An diesen also muss sich "Bishop Endings: An Innovative Course" messen lassen oder aber eine spezielle Nische für sich finden, um eine Bereicherung im Bücherregal zu sein. Und genau hierin liegt die Chance dieser von Thinkers Publishing herausgegebenen Neuerscheinung.

Grivas stellt fest, dass selbst Großmeister gelegentlich fundamentale Prinzipien durchgehen müssen, um sie im Gedächtnis zu halten. Nach dem Durcharbeiten des Buches ist genau dies der Ansatz, unter dem es sachgerecht und angemessen bewertet werden kann. Seine Qualitäten liegen eher eng begrenzt in einem Bereich, in dem es dem Anfänger im Schach die Führung von Läuferendspielen beizubringen gilt. Hierfür sind die Ansprüche an die Vorkenntnisse des Lesers zu hoch, die verwendeten Beispiele zu speziell und die Erläuterungen zu wenig als Anleitung geeignet. Um aber dem erfahrenen Klubspieler und höher ein geordnetes Material an die Hand zu geben, um vorhandene Kenntnisse zu bewahren, durch Anwendung abzurufen und zu verfeinern, ist "Bishop Endings: An Innovative Course" zweifellos geeignet. Es werden dabei auch Inhalte bedacht, die in verschiedenen Werken der Eröffnungsliteratur verwendet worden sind.

Das Quellenverzeichnis ist sehr lang. Es enthält zahlreiche eigene frühere Veröffentlichungen von Grivas, einiges von Chessbase, aber auch ein breites Spektrum an Büchern bekannter Autoren zum Endspiel und zur Schachtheorie allgemein. Namentlich später im Text erwähnt werden häufiger beispielsweise Karsten Müller und Mark Dvoretsky, die entsprechend natürlich ebenfalls mit ihren Werken im Verzeichnis vertreten sind.

Wie dies das Quellenverzeichnis erwarten lässt, sind zahlreiche Beispiele irgendwo schon einmal erschienen. In "Bishop Endings: An Innovative Course" erhält der Leser diese neu aufbereitet bzw. in einer neuen Zusammenstellung angeboten. Teilweise nutzt Grivas Quellen zu einem "Feintuning" der Fähigkeiten des Lesers. Dies wird besonders deutlich an einem Beispiel auf Seite 48. Hier bespricht er eine Rauser-Analyse aus dem Jahr 1928 zur Konstellation Läufer mit Bauer gegen Bauer. Ich gehe mal davon aus, dass diese Analyse schon Gegenstand der Lehre zur Endspielführung war, als ich selbst noch als Kohl auf dem Acker stand. Im Rahmen der Behandlung referenziert Grivas eine Bemerkung Dvoretskys, die darauf basiert, einen in der Originalstellung auf a3 stehenden Bauern nach a2 zu verfrachten, um die Auswirkung dieser kleinen Änderung zu untersuchen.

Übrigens sind Beispiele wie dieses auch ein Grund dafür, dass ich "Bishop Endings: An Innovative Course" eher nicht als erstes Lehrbuch für den Neuling im Schach sehe, sondern seinen Wert im Trainingsbereich des fortgeschrittenen Spielers verorte.

Ergänzend sei angefügt, dass Grivas - zweifellos völlig zurecht - eine ganze Reihe von Stellungen als "einzuprägen" deklariert, was ebenfalls eher der Auffrischung des erfahrenen Spielers dienen kann als dem Anfänger für seine Partien praxisrelevant helfen. Bisweilen werden Varianten über bis zu rund 20 Züge ohne besondere Kommentierung geführt, so dass die Fortsetzung einer Partie nach der richtigen Weichenstellung entsprechend der Endspieltheorie bewiesen wird, was den spielstarken Schachfreund erreichen kann.

Am Ende des Werkes findet der Leser Übungen, an denen er sein (neu erworbenes oder wieder erinnerliches) Knowhow anwenden und unter Beweis stellen kann.

Einen ausdrücklichen Hinweis des Autors, den er im Rahmen einer Zusammenfassung auf Seite 70 gibt, möchte ich besonders aufgreifen. Er bemerkt, dass es sowohl für den Könner als auch für den Lernenden eine Empfehlung ist, unter Nutzung der Tablebases Endspiele zu analysieren bzw. die Endspielführung zu trainieren. Ein solcher Hinweis ist mir bei anderen Autoren bisher nicht aufgefallen.

Wer als Fremdsprachler bequem mit diesem in Englisch verfassten Buch arbeiten möchte, sollte über Kenntnisse auf gutem Schulniveau verfügen.

Etwas gestört haben mich Fehler in der Worttrennung, die mehr als nur Einzelfälle waren. Auch wenn dies inhaltlich bedeutungslos ist, hätte eine fundierte abschließende Korrekturlesung diese Fehler vermeiden lassen können.

Fazit: Ich empfehle "Bishop Endings: An Innovative Course" dem Spieler von Klubstärke aufwärts als Trainingsbuch für das Führen von Läuferendspielen. Neben dem Erfolg, bekannte Prinzipien sich wieder neu in Erinnerung zu rufen, wird dieser Leser eine Verfeinerung seiner Kenntnisse für sich verbuchen können.

Dem lernenden Spieler empfehle ich hingegen eher die oben bereits genannten Werke von Chess Evolution.

Uwe Bekemann,

Deutscher Fernschachbund


In den letzten Jahren hat sich im Endspielbereich einiges auf dem Büchermarkt getan. Während früher die Herren Cheron oder Awerbach dominierten, tun sich gerade im Moment sehr viele verschiedene Autoren hervor und präsentieren dem Leser so ein sehr facettenreiches Bild von diesem Teil der Schachpartie, den viele Spieler gerne ignorieren, weil sie "vorher gewinnen" oder "es da doch nichts wirkliches zu lernen gibt und man das schon selbst am Brett findet". So zumindest sehen meiner Erfahrung nach die häufigsten Ausreden von Schülern aus, auf die ich als hauptberuflicher Schachtrainer immer und immer wieder stoße. Die Nummer 3 ist dann auch einfach "Endspiele kann ich schon ganz gut". Zum Glück kann ich die Leute dann doch recht schnell von der Wichtigkeit von Endspielarbeit überzeugen. Ich bin darum sehr froh über das reichhaltige Angebot, das mir durch Autoren wie Mark Dworetzki, Karsten Müller oder Adrian Michaltschischin, um nur einige wenige zu nennen, zur Verfügung steht.

Auch der griechische Großmeister Efstratios Grivas hat scheinbar Gefallen an Endspielliteratur gefunden und jetzt mit "Bishop Endings- An Innovative Course" bereits sein drittes Endspielbuch in diesem Jahr veröffentlicht. Für Thinkers Publishing nimmt er auf 177 Seiten alle Feinheiten dieses Endspieltyps unter die Lupe und präsentiert sehr viel interessantes Material. Dabei gibt es aber nicht nur viele Varianten, sondern auch erfreulich viel Text, in dem er typische Ideen erklärt. Ich hätte mir hier sogar noch mehr Feinheiten gewünscht, aber so bleibt das Buch knackig komprimiert und lässt doch keine Fragen offen, wenn man sich als Leser die nicht genauer erläuterten Finessen aus den Analysevarianten herausfiltert.

Was an dem Buch jetzt so innovativ sein soll, weiß ich zwar nicht, aber die Fülle an Material ist sowohl für Lernende als auch Trainer absolut ausreichend, um in diesem Bereich zum Experten aufzusteigen. Auch ich habe durch das Buch einige neue Endspielstudien kennengelernt, die ich bei nächster Gelegenheit in mein Training einbauen werde. Natürlich gibt es aber auch einiges Bekanntes wie den Klassiker zwischen Robert James Fischer und Boris Spassky, in dem Ersterer völlig überraschend einen Bauern auf h2 schlug, wonach dieser mit g3 eingesperrt und dann abgeholt wurde. Dieses Endspiel bot viele Nuancen und war haltbar, was gut zeigt, warum man an seinen Endspielfähigkeiten arbeiten sollte.

Sehr sympathisch finde ich, dass der Autor auch eigene Beispiele einfließen lässt, sogar Verlustpartien sind ihm nicht zu peinlich.

Aber was beinhaltet das Buch nun? Natürlich gibt es vorrangig reine gleichfarbige Läuferendspiele. Dabei geht es um Aspekte wie "Wer hat den besseren Läufer?", "Reicht der materielle Vorteil zum Gewinn aus?" "Wieviel Aktivität ist nötig, um auch ohne materiellen Vorteil zu gewinnen?", sogar die Isolanistellung im Läuferendspiel wird mit einem Kapitel behandelt. Der zweite große Bereich des Buches betrifft Endspiele, in denen eine Seite einen Läufer und manchmal Bauern hat und die andere Seite höchstens ein paar Bauern. Meine liebste Endspielfestung des "falschen Läufers" wird dabei auch sehr umfangreich analysiert. Mit ihr habe ich schon einige kritische Endspiele noch Remis halten können und darum gehört sie eigentlich ins Endspielarsenal eines jeden Schachspielers. Daneben wird aber auch erklärt, unter welchen Umständen der Läufer ganze Horden von Bauern aufhalten kann, um noch einen halben Punkt zu erkämpfen, wenn es eigentlich schon schlecht aussieht, zum Beispiel im Kampf gegen drei verbundene Freibauern.

Als kleinen Zusatz gibt es dann noch Endspiele ohne Bauern, wenn zum Beispiel zwei Läufer gegen einen Springer kämpfen oder gegen einen Läufer oder sich ein Läufer gegen einen Läufer und einen Springer behauptet.

Insgesamt kann in meinen Augen jeder Schachspieler von der Arbeit mit diesem Buch profitieren! Eine DWZ-Untergrenze sehe ich dabei ebensowenig wie eine Obergrenze!

IM Dirk Schuh

Dezember 2017