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Art.-Nr.: LOHANTNI4E3
Vergriffen

The Nimzo-Indian: 4 e3

320 Seiten, kartoniert, Gambit, 1. Auflage 2002.

11,80 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Ever since Nimzowitsch introduced his flexible, dynamic defence to the queen's pawn, debate has raged over White's best reply. Many variations have been in and out of fashion, but one line in particular has proved an enduring weapon - the sound and solid 4 e3 line, known as the Rubinstein Variation. The 4 e3 Nimzo is extraordinarily rich in strategy. All manner of different central pawn-structures can arise, such as the blocked centre characteristic of the Hübner Variation and a variety of IQP positions. Moreover, in some lines the central tension persists well into the middlegame. The 4 e3 Nimzo provides a stern test of both players' understanding of chess, and so is an ideal choice for those who are looking to win as either colour.

This book, the first on the subject for seven years, covers all the lines of this important system in detail, with particular focus on its most fashionable lines, such as those used by BGN World Champion Vladimir Kramnik.

Details
Sprache Englisch
Autor Hansen, Carsten
Verlag Gambit
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 420 g
Breite 14,5 cm
Höhe 21 cm
Seiten 320
ISBN-10 1901893587
ISBN-13 9781901983586
Erscheinungsjahr 2002
Einband kartoniert
Diagramme 300
Inhalte

004 Symbols

005 Foreword

006 Bibliography

Part One: 4. ..0-0

007 1 Karpov Variation

021 2 Parma Variation and Related Systems

043 3 ... Ba5 Systems

056 4 Nimzowitsch Variation

059 5 Khasin Variation

073 6 Main Variation

099 7 Classical Variation

105 8 Averbakh Variation

111 9 Delayed Fianchetto Variation

114 10 Reshevsky Variation

Part Two: Other 4th moves

132 11 Fischer Variation and Related Systems

180 12 Dutch Variation

191 13 Keres Variation

205 14 Classical Fianchetto Variation

220 15 Hübner Variation

233 16 Modern Variation and Related Systems

266 17 Rubinstein Variation

294 18 Teimanov Variation and Odds and Ends

316 Index of Variations

Der dänische Theoretiker, der sich mit seinen zwei Englischbüchern schon einen guten Namen gemacht tat, nimmt sich hier wieder einen großen Eröffnungskomplex vor. Im Prinzip sind es vor allem drei Themen: Die alte Hauptvariante 4. ... 0-0 5. Sf3 d5 6. Ld3 c5 7. 0-0 mit all ihren Abzweigungen, die Systeme mit 4. ... b6 und die mit weißem Se2; natürlich fehlen auch andere wie z. B. Taimanow- (4. ... Sc6) oder Hübner-Variante (4. ... c5 5. Ld3 Sc6) nicht. Wegen der Materialfülle (speziell die alte Hauptvariante zählte in früheren Jahren bestimmt zu den meist gespielten Schachstellungen überhaupt!) ist das Buch natürlich recht "variantenhaltig" geworden, und wie üblich wird es Geschmackssache sein, ob dies einem Leser gefällt. Für meine Begriffe sind die Erklärungen ausreichend, allerdings mag es schwere Kost sein z. B. für jemand, der erst mit Nimzoindisch anfangen will. Trotzdem möchte ich auch für solche Kandidaten etwas Aufbauendes aus dem Vorwort zitieren: "...in diesem Buch können wir auch sehen, dass es nicht unbedingt eine schwer zu spielende Eröffnung sein muss. Sie können leicht eine Hand voll Varianten herauspicken, sowohl für Weiß und Schwarz, und dann Ihr Nimzoindisch-Repertoire um diese Varianten herum aufbauen und anfangen, die Eröffnung zu spielen." Ich selbst spiele Nimzo-Indisch weder mit Weiß noch mit Schwarz, also muss ich es dem Urteil der Anwender überlassen, ob man es in der Tat so machen kann! Am besten geeignet scheint mir das Buch als aktuelle und umfassende Materialsammlung, wenn man schon Vorkenntnisse hat und auf etwas höherer Ebene spielt, wo es ohne gewisse Variantenkenntnis nun mal nicht geht - dafür bietet der Autor auch zahlreiche eigene Beiträge, Empfehlungen und abweichende Einschätzungen von der bisherigen Meinung an. Und man muss dazu auch sagen, dass gerade über die e3-Systeme meines Wissens seit Jahren nichts Vergleichbares vorhanden war - im Spitzenschach dominierten ja zuletzt lange Zeit die Varianten mit 4. Dc2. Was wohl nicht von ungefähr kommt, denn so weit ich sehe, bestätigt auch dieses Buch insgesamt die Einschätzung, dass die behandelten Systeme recht zuverlässig für Schwarz sind. Dennoch beweist nicht zuletzt die berühmte Matchpartie Kramnik - Kasparow 2000, dass das Material umfangreich und verzwickt genug ist, um immer mal wieder auch Top-Spieler auf dem falschen Fuß zu erwischen - um so häufiger dürfte das auf weniger hoher Ebene der Fall sein.

FM Gerd Treppner , Rochade Europa 12/2002

FM Carsten Hansen (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen GMs Curt, Lars Bö oder Sune Berg) ist mir als äußerst gewissenhafter Rezensent (www. chesscafe.com) und Autor bekannt, pikanterweise findet sich gerade auf der Chesscafe-Seite eine lange Leserrezension (Stephen Harn) zu seinem Buch, die sich mit meinen Eindrücken weitgehend deckt. Hansen ist zur Zeit der einzige moderne Autor, der sich an Komplettwerke über komplexe Eröffnungssysteme heranwagt (zuletzt zwei Bände über Englisch), allein dafür gebührt ihm mein höchster Respekt.

Das Buch ist der Prototyp des "technischen" Eröffnungsbuches - im positiven Sinne; trotz äußerlicher Ähnlichkeiten hat Hansen nichts mit gewissen ,,Datenbankausdruckern" gemein. Ungemein gedrängtes Material, die Erklärungen sind knapp, strategisches Vorwissen beim Leser wird aus anderen Quellen oder eigener Erfahrung vorausgesetzt. Die Navigation im Buch ist trotz zahlreicher Querverweise schwierig, der zugumstellungsdurchsetzte Nimzo-Inder stellt diesbezüglich aber auch ganz besonders hohe Anforderungen. Kleinere Schwächen im Bereich Querverweise/Zugumstellungen blieben mithin unvermeidlich; ich denke, bei jedem anderen Autor wäre es beim selben Projekt weit schlimmer gekommen.

Die Suche nach der Wahrheit in jeder Subvariante ist spürbar. Aber ist sie auch notwendig? Schon auf Seite 16 gibt es eine typische Isolanistellung mit zwei kleinen Besonderheiten (weißer Lc1, schwarzer Läufer noch auf b4 statt auf e7); eine ganze Reihe von Partiefragmenten demonstriert entweder raschen Ausgleich oder unklare Königsangriffe. Doch die prinzipielle Frage, ob Schwarz besser 11. ... Sc6 oder 11. ... Sbd7 spielt, wird nicht diskutiert. Objektiv sind beide Züge wohl etwa gleich gut; dann wären aber wenigstens Argumente für dieses oder jenes bzw. ein Aufriss, welche unterschiedliche Nuancen des Kampfverlaufes beides nach sich zieht, dienlich gewesen. Das viele Referenzmaterial ist schön und gut, bestimmt aber wird in der nächsten Partie wieder irgendwo anders gespielt werden.

Es fällt mir schwer, über dieser fleißbesessenen, gut recherchierten Detailarbeit den Stab zu brechen. Indessen zeigt dieses Buch, dass der Ansatz des vollständigen Referenzwerkes todgeweiht ist, zumindest bei Hauptsystemen. Als starker Turnierspieler (ab DWZ 2000) oder Femschachspieler, der die Variante mit Weiß oder Schwarz spielt, sollten Sie das Buch dennoch kaufen - insbesondere, weil hier viel Forschungsarbeit auf der Suche nach den "besten" Zügen in jeder Subvariante drin steckt.

Harald Keilhack, Schach 01/2003

Der dänische FM Garsten Hansen hat sich durch (ebenfalls englischsprachige) Werke der Eröffnungstheorie bereits einen klangvollen Namen als Schach-Autor erworben, z.B. durch sein Buch über die Symmetrie-Variante in der Englischen Eröffnung 1. c4 c5. Sein neuester, sehr umfangreicher und inhaltsschwerer Band über das Rubinstein-System in Nimzo-Indisch 1. d4 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 Lb4 4. e3 soll angeblich die erste Monographie zu diesem Thema seit sieben Jahren (!) sein, und wartet in nicht weniger als 18 Kapiteln mit einer Fülle von theoretischem Material auf - kein Wunder angesichts der Beliebtheit des Nimzo-Inders! Die ersten zehn Kapitel sind den Fortsetzungen nach 4. ...0-0 gewidmet: Karpow-, Parma-, Nimzowitsch-, Khasin-, Awerbach- und Reshewsky-Variante, ... La5-Systeme, Haupt- und Klassische Variante, verzögerte Fianchetto-Variante (S. 7-131). Die weiteren acht Kapitel befassen sich mit den Abspielen nach 4. ...b6. namentlich der Fischer- , Keres- , Holländischen und Fianchetto-Variante, darüber hinaus mit der Hübner-Variante 4. ...c5 5. Ld3 Sc6 6. Sf3 L:c3+ 7. b:c3 d6, der Rubinstein-Variante 4. ...c5 5. Se2, und der Taimanow-Variante 4. ...Sc6 (S. 132-315).

Das Buch wendet sich an den fortgeschrittenen Spieler, der sich mit dem 4. e3-System ernsthaft beschäftigen will. Nachdem es aber völlig ausgeschlossen erscheint, sich in allen aufgeführten Abspielen gleich gut auszukennen, sollte der Interessent gezielt nach ihm zusagenden Wegen suchen, wo die beiderseitigen strategischen Pläne relativ klar hervortreten.

Hansen hat in den Verlauf des Textes nicht weniger als 184 vollständige Beispielpartien aus der Meisterpraxis eingebettet, wovon die allermeisten mit Remis endeten - wohl ein Beleg für die Solidität der schwarzen Aufbauwege nach 4. e3 (vielleicht genießt deswegen gegenwärtig der Zug 4. Dc2 bei den Weißspielern mehr Ansehen?).

Dass allerdings auch Großmeister im Nimzo-Inder straucheln können, beweist folgendes Fiasko:

Kaminik - Lukov, Capelle la Grande 1996: 1. d4 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 Lb4 4. e3 b6 5. Se2 La6 6. Sg3 d5?? 7. Da4+ b5 8. D:b4 b:c4 9. b3 c5 10. Dc5: Sbd7 11. Da3 Dc8 12. Ld2 Sb6 13. e4 Lb7 1:0 (S. 151, zu Kapitel 11: Fischer-Variante). Übrigens reicht zum Verständnis des Textes das übliche Schul-Englisch vollkommen aus. Dr. W. Schweizer in Rochade Europa 01/2003.

The Nimzo-Indian: 4 e3

EUR

11.8