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7 Ways to Smash the Sicilian

Eigenschaften

190 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2009

11,95 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

One of the main reasons the Sicilian is the most popular opening is because it promotes bold and aggressive chess. White will often gain a lead in development and, naturally, will want to use this as the basis for an attack. However, the Sicilian is a tough nut to crack and it's not enough to make vaguely threatening gestures - you must know exactly what you are doing and use the appropriate weapons.

Seven Ways to Smash the Sicilian introduces, categorizes and studies the deadly sacrifices White has at his disposal. It's impossible to play the Open Sicilian positions with either colour without an intimate knowledge of these sacrifices. Read this book and discover everything you need to know.

  • An essential guide to destroying the Sicilian
  • A feast of entertaining games and violent sacrifices
  • Includes coverage of the main lines

Yury Lapshun is an International Master, a winner of many tournaments, and an experienced coach who has guided individuals and teams to national championships.

US MasterNick Conticello won two Chess Journalist of America awards in 2003 and was named Organizer of the Year by the United States Chess Federation in 1996.

Weitere Informationen
Gewicht 320 g
Hersteller Everyman
Breite 15,2 cm
Höhe 22,9 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2009
Autor Yury LapshunNick Conticello
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 9781857445954
Seiten 190
Einband kartoniert

005 Bibliography

007 Introduction

013 The Knight Sacrifice on d5

044 The Knight Sacrifice on e6

068 The Bishop Sacrifice on e6

091 The Knight Sacrifice on f5

120 The Knight Sacrifice on b5

143 The Bishop Sacrifice on b5

163 Miscellaneous Sacrifices

179 Index of Variations

187 Index of Games

Ein sehr interessantes und auch kurzweiliges Werk verbirgt sich hinter dem etwas martialischen Titel "7 ways to smash the Sicilian", was so viel wie "7 Wege, um den Sizilianer zu zerschlagen" heißt. Die beiden Autoren Yury Lapshun und Nick Conticello setzen sich darin mit typischen Springer- oder Läuferopfern (sechs Kapitel) und Opfern verschiedener Natur (ein Kapitel) des Weißen gegen die Sizilianische Verteidigung auseinander.

Im Vorwort teilen sie dem Leser zunächst mit, was sie mit ihrem Werk nicht wollen. Es soll weder ein Repertoirebuch noch ein Buch zur Eröffnungstheorie sein, kein Buch über Endspiele und auch nichts Enzyklopädisches, kein Quiz- und auch kein Puzzlebuch. Ich wäre auch, ehrlich gesagt, schon nach kurzer Prüfung ohnehin nicht auf die Idee gekommen, ein Buch aus einem der vg. Genres in den Händen zu halten.

Die Autoren sehen ihr Werk als eine Sammlung qualifiziert kommentierter Partien, in denen Weiß auf die Sizilianische Verteidigung des Gegners getroffen ist und irgendwann in der Partie zum Opfer gegriffen hat.

Das Inhaltsverzeichnis zeigt auf, welchen Klassifizierungen das Buch folgt. Diese sind:

1. Springeropfer auf d5

2. Springeropfer auf e6

3. Läuferopfer auf e6

4. Springeropfer auf f5

5. Springeropfer auf b5

6. Läuferopfer auf b5

7. Verschiedene Opfer

Die Opferarten werden jeweils in ihren Kapiteln kurz eingeführt, wobei die wesentlichen strategischen und taktischen Erwägungen aufgezeigt werden. Anhand ausgewählter Partien wird dann das "Schachkino eröffnet".

Auch wenn das Buch kein Lehrbuch zur Schachtaktik ist, wird es den Leser zu den behandelten Opfern schulen. Mindestens wird sich das "Ob" der Opfermöglichkeiten beim Leser, der nach dem Hauptadressatenkreis der Autoren übrigens noch keine gehobene Spielstärke erreicht haben soll, festsetzen und er wird ein gewisses Auge für opferträchtige Situationen entwickeln.

Bemerkenswert ist die Bibliografie, die das Who-Is-Who der Bücher über Opfer im Schach und über die Sizilianische Verteidigung umfasst, vom Erscheinungsjahr 1966 bis 2005. Die als Quellen genutzten Datenbanken haben auch noch jüngeres Material beigesteuert.

"7 ways to smash the Sicilian" ist Schachunterhaltung mit leichtem Schulungseffekt, ein ehrliches und gelungenes Buch.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

www.bdf-fernschachbund.de

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Noch immer umweht die sizilianischen Systeme der Nimbus der Kopf-und-Kragen-Eröffnung - wenn man es nicht gerade mit einem unambitionierten 2.c3-Spieler zu tun hat. Oder Schwarz nimmt im Vier­springer-System einen Isolani in Kauf und fordert damit Weiß als Positions­spieler heraus.

"7 Ways To Smash The Sicilian" liest sich wie ein Comic-Strip: "Meteoriten-Einschlag im Najdorf-Sektor e6" - da­bei sind die Autoren durchaus sach­lich. Die aufregende Welt der Detona­tionen wird auf 190 Seiten illustriert, als ob das der Alltag im Variantendschungel ist, damit am Abend ein blu­tiges Steak in der Pfanne brät.

Spieler, die sich schon ernsthaft mit einem Repertoire beschäftigt haben, wissen, dass dies nur einen Ausschnitt des Ganzen darstellt. Wenn man will, kann man mit wenigen Handgriffen Sizilianer ruhigstellen und andere, scheinbar lahme Eröffnungen ver­schärfen, das ist bekannt. Zwar ist es wirklich sinnvoll, sich mit typischen Opfern in Varianten zu befassen, aber dann kommt man mit 190 Seiten für Najdorf, Drachen, Scheveninger und Sweschnikow und den Rest nicht hin - will man da eine Systematik hinein­kriegen.

Wozu aber Systematik? Sie verschafft Orientierung. Sie ordnet zu und sagt dem Großwildjäger: das sind Tiger, die leben nicht auf Bäumen und fres­sen auch keine Springböcke, weil sie in Asien zu Hause sind. Im Internet wimmelt es vor Abenteurern, die zu allem entschlossen drauflos stürmen, auch wenn in der Hauptvariante mit 6.Lg5 e6 7.f4 Dc7 auf d5 oder f5 kei­ne späteren Opfer zu erwarten sind. Varianten mit 6. Lg5 im Najdorf sind indessen nur sinnvoll, wenn man zu­mindest ahnt, was einen erwartet. Die Autoren schicken den Novizen aber auf die Bestien los und sagen schulterklopfend: Du weißt schon viel, du schaffst das.

Das Buch ist als Anregung interes­sant, aber auch wiederum nicht inter­essant genug. Eigentlich genügt eine Inhaltsangabe, denn die Systematik muss man sich ohnehin selbst aneig­nen. Ich mag jedoch "Beating the Sicilian" viel lieber oder "Experts vs. The Sicilian". Darin wird gezeigt, was man braucht, wenn sich etwas im Gebüsch regt.

Mit freundlicher Genehmigung

Fernando Offermann, Schachwelt 10/2009

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Kennen Sie Alvis Vitolinsh oder Dragoljub Velimirovic? Nein? Dann empfehle ich Ihnen einen Blick in die Datenbank um nach deren Partien zu suchen. Beide waren bzw. sind großartige Angriffsspieler jenseits aller schachlichen Konventionen. Der lettische internationale Meister Vitolinsh zum Beispiel hat die Sizilianische Eröffnung mit vielen phantastischen Ideen bereichert und stets war irgendein Figurenopfer mit im Spiel wie in der folgenden Partie aus dem Buch:

Vitolinsh,Alvis - Anetbaev,Berik [B99]

Riga, 1975

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Lg5 e6 7.f4 Le7 8.Df3 Dc7

9.0-0-0 Sbd7 10.Dg3 b5 11.Lxb5 axb5 12.Sdxb5 Db8 13.e5 dxe5 14.fxe5 Sxe5 15.The1 Sc4 16.Dc7 Sd5 17.Txd5 0-0 18.Lxe7 1-0

Nach dem serbischen Großmeister Velimirovic ist sogar eine berühmte Angriffsvariante im Sizilianer benannt, der Velimirovic-Angriff. Wehe dem, der sich mit Schwarz gegen Dragoljub darauf einlässt!

Dragoljub Velimirovic - Jovan Sofrevski [B89]

YUG-ch Titograd (7), 1965

1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 e6 5.Sc3 d6 6.Le3 Sf6 7.Lc4 Le7 8.De2 a6 9.0-0-0 Dc7 10.Lb3 Sa5 11.g4 b5 12.g5 Sxb3+ 13.axb3 Sd7 14.Sf5 exf5 15.Sd5 Dd8 16.exf5 0-0 17.f6 gxf6 18.Ld4 Se5 19.gxf6 Lxf6 20.Thg1+ Lg7 21.Lxe5 dxe5 22.Dxe5 f6 23.Se7+ Kf7 24.Dh5+ 1-0

Aber was, um Himmels Willen, hat das mit diesem Buch denn nun zu tun?

Vitolinsh und Velimirovic sind nur zwei Beispiele von vielen aus dem mir vorliegenden Buch. In insgesamt 109 Partien werden verschiedene Wege aufgezeigt, um gegen Sizilianisch zu opfern. Dem Buchtitel nach zu urteilen, werden "7 Ways to Smash the Sicilian" dargeboten, selbstverständlich ist das natürlich hoffnungslos übertrieben denn niemand kann nur durch das Studium von ausgewählten Opferpartien gegen Sizilianisch gewinnen. Die Autoren Yury Lapshun und Nick Conticello haben die 109 Partien nach thematischen Gesichtspunkten geordnet, Springeropfer auf b5, d5, e6, f5, Läuferopfer auf e6, b5 und verschiedene Figurenopfer auf diversen kritischen Feldern.

Die verschiedenen Kapitel werden durch eine, meiner Meinung nach, etwas kurze und dürftige Einleitung eröffnet. Hier hätte man noch besser auf bestimmte Merkmale eingehen können, in welchen Konstellationen ist ein Opfer auf d5 zum Beispiel gerechtfertigt und wann nicht? Welches sind die typischen Voraussetzungen für eine derart brachiale Gewaltlösung? Im Anschluss daran folgen ausgewählte kommentierte Opferpartien gegen Sizilianisch mit den "üblichen Verdächtigen" b5, d5, e6 und f5.

Zur Beurteilung des Buches:

Auf der einen Seite finde ich die Partien im Buch sehr unterhaltsam und teilweise auch sehr lehrreich, auf der anderen Seite ist es aber nicht, wie es das Buch verspricht, eine Anleitung um Sizilianisch "zu zerstören". Im Grunde genommen bietet das Buch nur eine Partiensammlung die nach Figurenopfer gegen Sizilianisch geordnet ist. Mit einem Schachdatenbankprogramm und einer guten Partiensammlung lässt sich solch eine thematische Auswahl in wenigen Sekunden bewerkstelligen.

Ein weiterer Kritikpunkt richtet sich an die Tatsache, dass der überwiegende Teil des Buches die Najdorfvariante mit 6.Lg5 behandelt (insgesamt 44 Partien wenn ich mich nicht verzählt habe). Die Drachenvariante ist mit nur zwei Partien vertreten, den Rest teilen sich die Sveshnikov-Variante und der englische Angriff gegen Scheveninger.

Daher wäre ein Titel wie "So können Sie gegen die Najdorf-Variante opfern und vielleicht mit etwas Glück gewinnen" zwar weniger erfolgreich dafür aber ehrlich gewesen.

Positiv vermerken möchte ich die gute Kommentierung der Partien, den ausführlichen Varianten- und Partienindex. Außerdem, wenn man von den oben genannten Punkten einmal absieht, eignet sich das Buch sehr gut als Ideengeber und Inspiration für die nächste Sizilianischpartie.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info