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LOSIENABI

Nimzo and Bogo Indian - Opening Repertoire

440 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2015

Aus der Reihe »opening repertoire«

22,52 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

International Master Christof Sielecki presents a repertoire for Black based on the Nimzo-Indian and Bogo-Indian defences. The Nimzo-Indian has always enjoyed a reputation as a dynamic, reliable defence against 1 d4 and continues to be as popular as ever at all levels. When White avoids the Nimzo-Indian with 3 Nf3 or 3 g3, however, Black needs to find another solution. Sielecki solves this perennial problem by also offering a repertoire with the Bogo-Indian Defence. In both the Nimzo and the Bogo-Indian, Sielecki focuses on lines in which Black adopts a dark-square strategy. This creates a system-type approach which links the variations to a common theme, making the repertoire much easier to learn and understand. Using illustrative games, Sielecki examines the typical tactics and strategies for both sides, and highlights key move order issues. This book tells you all you need to know about playing the Nimzo and Bogo-Indian.

  • A repertoire for Black against mainline 1 d4

  • Packed with new ideas and critical analysis

  • Explains the important thematic ideas

Weitere Informationen
Gewicht 750 g
Hersteller Everyman
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2015
Autor Christof Sielecki
Reihe opening repertoire
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-1781941096
Seiten 440
Einband kartoniert

003 About the author

005 Bibliography

007 Introduction

011 1) Nimzo-Indian: Rare Lines

030 2) Nimzo-Indian: Sämisch Variation, 4 a3

057 3) Nimzo-Indian: 4 f3

082 4) Nimzo-Indian: Kasparov-Romanishin 4 Nf3 and 5 g3

107 5) Nimzo-Indian: Rubinstein Variation, 4 e3

111 6) Nimzo-Indian: Reshevsky Variation, 4 e3 0-0 5 Ne2

128 7) Nimzo-Indian: 4 e3 0-0 5 Bd3 c5 6 Ne2

159 8) Nimzo-Indian: Hübner Variation, 4 e3 0-0 5 Bd3 c5 6 Nf3 Nc6 7 0-0 Bxc3 8 bxc3 d6

216 9) Nimzo-Indian: Classical Variation, 4 Qc2

219 10) Nimzo-Indian: Zurich Variation, Sidelines and Qxc3 Set-ups

261 11) Nimzo-Indian: Zurich Variation, White Plays Bxc3

300 12) Bogo-Indian with 4 Bd2 a5

355 13) Bogo-Indian with 4 Nbd2

419 14) The Catalan Bogo: 1 d4 Nf6 2 c4 e6 3 g3 Bb4+

437 Index of Variations 439 Index of Complete Games

Nimzo and Bogo Indian" ist ein Werk, das quasi zunächst am Reißbrett weitgehend durchgeplant worden ist. Sein Autor Christof Sielecki hatte beschlossen, ein Buch zu schreiben, wusste aber noch nicht worüber. Er ist dann von sich selbst ausgegangen. Als Allrounder in Sachen Schacheröffnungen verfügte er über ein breites Wissen, aber insbesondere auf 1.d4 fehlte ihm eine Schwerpunktantwort. Diese hat er dann in Nimzo-Indisch gefunden. Diese entspricht seinen persönlichen Vorstellungen, indem sie unter anderem

1. fundamental gesund ist und für Weiß einen höchstens geringen Eröffnungsvorteil zulässt,

2. ausbaufähig ist,

3. auf Basisideen in unterschiedlichen Bereichen der Eröffnung zurückgreift, sodass der Umgang mit Mittelspielstellungen leichter erlernt werden kann,

4. es auf diese Weise ermöglicht, gute Züge am Brett zu finden, ohne dass man sich lange Zugketten gemerkt haben muss,

5. es erlaubt, Ungleichgewichte zu schaffen, die ein Spielen auf Gewinn oder manchmal auch die Überführung in remisliche Varianten erlaubt.

Dabei hat er sich dergestalt auf eine Strategie der schwarzen Felder konzentriert, dass er seine Bauern auf schwarze Felder stellt und er es mit wenigen grundsätzlichen Bauernstrukturen zu tun hat.

Sielecki ist es bewusst, dass der Weißspieler dem schwarzen Vorhaben durch ein Abweichen entgegenwirken kann. Für diesen Fall hat er eine Absicherung des Repertoires über Bogo-Indisch erarbeitet. Hier basiert es dann auf Linien, in denen möglichst identische Bauernformationen zu seinen nimzo-indischen Linien entstehen. Der Nachziehende findet also in beiden Systemen, Nimzo- und Bogo-Indisch, dieselben Strukturen vor und kann deshalb mit identischen strategischen Ansätzen beide Systeme spielen.

In einer Einführung macht Sielecki den Leser mit diesem Ansatz vertraut und zeigt über exemplarische Diagramme die signifikante Ähnlichkeit von Stellungen aus den beiden unterschiedlichen Eröffnungen auf.

Das Werk enthält insgesamt 14 Kapitel, von denen 11 Nimzo-Indisch und dann noch drei Bogo-Indisch behandeln. Zu den Theoriekapiteln sieht das Inhaltsverzeichnis wie folgt aus:

1) Nimzo-Indian: Rare Lines

2) Nimzo-Indian: Sämisch Variation, 4 a3

3) Nimzo-Indian: 4 f3

4) Nimzo-Indian: Kasparov-Romanishin 4 Nf3 and 5 g3

5) Nimzo-Indian: Rubinstein Variation, 4 e3

6) Nimzo-Indian: Reshevsky Variation, 4 e3 0-0 5 Ne2

7) Nimzo-Indian: 4 e3 0-0 5 Bd3 c5 6 Ne2

8) Nimzo-Indian: Hübner Variation, 4 e3 0-0 5 Bd3 c5 6 Nf3 Nc6 7 0-0 Bxc3 8 bxc3 d6

9) Nimzo-Indian: Classical Variation, 4 Qc2

10) Nimzo-Indian: Zurich Variation, Sidelines and Qxc3 Set-ups

11) Nimzo-Indian: Zurich Variation, White Plays Bxc3

12) Bogo-Indian with 4 Bd2 a5

13) Bogo-Indian with 4 Nbd2

14) The Catalan Bogo: 1 d4 Nf6 2 c4 e6 3 g3 Bb4+.

Alle theoretischen Erörterungen finden über kommentierte Partien statt, von denen es 44 im Buch gibt. Die Kapitel werden kurz theoretisch eingeführt, am Ende der Partien findet der Leser jeweils die wesentlichen aus ihr zu ziehenden Erkenntnisse in der Form einer Zusammenfassung.

Die Erörterung geht sehr tief, was sich ein wenig auch schon daraus ablesen lässt, dass das Buch mehr als 400 Seiten stark ist und dies bei einer durchaus noch übersichtlichen Zahl von Partien.

Sielecki hat eine immense Fleißarbeit geleistet. Er geht bisweilen in den Analysen sehr ins Detail, findet aber nach meiner Einschätzung ein sehr gutes Verhältnis aus Textkommentaren und Varianten. Er lässt den Leser nicht allein mit Stellungssymbolen etc., sondern erklärt, begründet, beschreibt etc. viel, bei Bedarf auch sehr gründlich.

"Nimzo and Bogo Indian" ist in meinen Augen kein Repertoirebuch, über das sich ein eiliger Leser hopplahopp ein Grundrepertoire verschaffen kann. Sielecki hat sich selbst erkennbar viel als Autor abverlangt, stellt aber auch Ansprüche an den Leser. Dafür bietet er ihm ein rundes Repertoire an, das er sich durch Konzentration auf regelmäßig wiederkehrende strategische Aspekte, Formationen und taktische Wendungen sehr gut verinnerlichen kann. Der Leser, der dieses Werk intensiv durcharbeitet, wird die Eröffnung im Repertoirebereich hochqualifiziert zu spielen verstehen.

Um optimal von "Nimzo and Bogo Indian" profizieren zu können, braucht der Leser nach meiner Einschätzung Fortgeschrittenenfähigkeiten im Schach. Ich denke, dass ich nicht zu hoch liege, wenn ich diese im Bereich des Klubspielers verorte. Neben diesem Knowhow braucht er Ehrgeiz und Disziplin, denn das Werk wird den Leser eine ganze Weile beschäftigen, wenn es ihn optimal erreichen soll. Der zweifellos zu erwartende Lohn verlangt also einen erheblichen Zeiteinsatz.

Sielecki gibt dem Leser einen, wie ich finde, guten Tipp. Er soll das über das Buch Erlernte in zahlreichen Partien anwenden, auch im Blitzschach und dabei auch im Internet. Die im Praxiseinsatz gefundenen Lösungen und gemachten Erfahrungen soll er mit den Buchinhalten vergleichen. Auf diesem Weg wird der Leser kontinuierlich eigenes Verständnis aufbauen und Erfahrungen sammeln.

Die Bibliografie weist die wichtigsten Bücher als genutzte Quellen aus, besonders auch aktuelle Werke. Darin zu findende Bewertungen und Empfehlungen hat Sielecki in ausgewählten Positionen auf den Prüfstand gestellt. Er scheut sich nicht, ggf. auch eine abweichende Meinung zu vertreten, auch wenn der Autor des referenzierten Werkes einen großen Namen hat. Soweit mir entsprechende Passagen aufgefallen sind, behauptet er dann aber nicht nur einfach etwas anderes, sondern begründet dies dann auch.

Zur Unterstützung hat Sielecki mehrere Engines eingesetzt. Mir gefällt, wie er diese nutzt. Besonders gut finde ich es, dass er deren Einschätzungen nicht einfach übernimmt. An einer Stelle steht sogar, dass ihn dort eine Stellungseinschätzung von Houdini schockiert. Nach Houdini hätte Schwarz in der fraglichen Stellung einen nur leichten Vorteil, während er einen klaren Vorteil erkennt, ggf. sogar schon eine Gewinnstellung. Beim Betrachten der Stellung konnte ich ihm beipflichten. Der Unterschied in den Bewertungen ist für Stellungen der untersuchten Art meines Erachtens typisch. Sielecki denkt an die Situation, in der Praxis am Turnierbrett die Stellung in einen Gewinn führen zu können, Houdini aber sucht nach konkreten Wegen und errechnet dabei auch Ressourcen, die vielleicht sogar nur noch gerade eben die Partie halten. Die fragliche Stellung würde am Brett vermutlich gewonnen werden, im Fernschach und dort unter Enginehilfe aber vermutlich noch in ein Remis bugsiert werden können.

Wenn ich nicht viel übersehen habe, findet Fernschach in "Nimzo and Bogo Indian" nicht wirklich statt. Sielecki setzt zumindest dominant auf Partien, die im Nahschach gespielt worden sind. Für den Aufbau eines Repertoires für das Turnierschach ist dies nachvollziehbar. Der Fernschachspieler sollte beim die Partie begleitenden Einsatz des Buches zusätzlich über seine Partiendatenbank prüfen, ob es Ressourcen gibt, die gerade im Fernschach versucht und geprüft worden sind.

"Nimzo and Bogo Indian" ist bei Everyman Chess erschienen, in englischer Sprache. Mit Fremdsprachkenntnissen auf einem ordentlichen Schulniveau sollte der Leser aber keine großen Probleme bekommen.

Ein Variantenverzeichnis am Ende des Buches erlaubt ein einfaches gezieltes Ansteuern der Inhalte über die Kapitel hinweg.

Fazit: "Nimzo and Bogo Indian" ist ein Repertoirebuch für den "gehobenen Anspruch", gemessen am Bedarf und an den vom Leser mitzubringenden Fähigkeiten. Es bietet ein rundes Repertoire gegen 1.d4 an, das auf Nimzo- und auf Bogo-Indisch basiert. Durch Konzentration auf bestimmte und wiederkehrende strategische Merkmale ist das Repertoire gut aufzunehmen und schafft die Voraussetzungen dafür, dass der Spieler am Brett systemgerechte und damit gute Züge findet.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Februar 2015


Im Everyman Chess Verlag ist ein neues Repertoirebuch gegen 1.d4, 2.c4 erschienen. In "Opening repertoire-Nimzo and Bogo Indian" zeigt der deutsche IM Christof Sielecki auf 440 Seiten ein komplettes Repertoire zu den 1.d4 Hauptvarianten, einzig die Damenbauerspiele werden nicht besprochen. Der Autor dürfte einigen Schachfreunden vielleicht eher unter seinem Pseudonym "chessexplained" bekannt sein. Als solcher beschäftigt er sich auf www.youtube.com mit verschiedenen Aspekten des Schachspiels. Nun hat er sein erstes Schachbuch geschrieben und dieses kann durchaus überzeugen. Der Großteil des Buches dreht sich um die Nimzowitschindische oder kurz Nimzoindische Verteidigung nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4. Diese Eröffnung ist sehr flexibel und nach jedem weißen Zug gibt es jeweils mehrere unterschiedliche Strategien für Schwarz. Manche Spieler spielen häufig das Fianchetto mit b6 nebst Lb7, manche versuchen, aktive Damengambitstellungen mit einem späteren d5 anzustreben und wieder andere versuchen meist, Weiß mit Lxc3 bxc3 einen Doppelbauern anzuhängen und diesen klassisch mit einem Springer auf a5 und einem Läufer auf a6 unter Druck zu setzen. Die Schwierigkeit ist, sich in diesem Variantendschungel zurechtzufinden, da nicht jede der genannten Ideen gegen jeden Aufbau gleichermaßen erfolgreich ist. Herr Sielecki versucht ein Repertoire mit einer schwarzfeldrigen Strategie durchzusetzen, wo es problemlos möglich ist. Dabei geht es um Zetrumsstrukturen mit Bauern auf e5, d6 und/oder c5. Der Vorteil ist, dass man mit einiger Übung ein gutes Verständnis über die damit verbundenen Pläne aufbaut, was bei dieser Eröffnung von klarem Vorteil ist. Zudem kann man "seine Strategie" sehr häufig anbringen. Wenn diese aber etwas passiv ist, gibt der Autor auch noch dynamischere Alternativen an. Zur Illustration gebe ich ein paar Beispiele. Sehr freudig überrascht war ich, dass er nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 Sc6 empfiehlt. Dieser Zug ist bei weitem nicht so populär wie 4. ....0-0 oder 4. ...c5 oder 4. ...d5, aber lässt sich recht einfach spielen, weshalb ich ihn auch schon des öfteren anwandte. Die Idee ist, mit d6 und e5 eine der schwarzfeldrigen Bauernstrukturen zu erzeugen. Nach 5.Sf3 d6 6.Ld2 0-0 7.a3 Lxc3 8.Lxc3 De7 kommt Schwarz zu dem zentralen Vorstoß e5 und steht recht solide im Zentrum. Natürlich werden auch die typischen Gegenspielpläne im Mittelspiel aufgezeigt.

Gegen das Rubinsteinsystem mit 4.e3, das immer noch die am häufigsten gespielte Variante darstellt, wird die Hübnervariante mit 0-0 5.Ld3 c5 6.Sf3 Sc6 7.0-0 Lxc3 8.bxc3 d6 empfohlen. Nach 9.e4 e5 erreichen wir erneut eine Stellung mit den Zentrumsbauern auf den schwarzen Feldern. Die Variante punktet in der Praxis sehr gut für Schwarz und ist eine gute Wahl.

Das größte Problem an der Nimzoindischen Verteidigung ist leider, dass Weiß sie mit 3. Sf3 oder 3.g3 vermeiden kann. Hier empfiehlt der Autor den Zug 3. ...Lb4+, der zur Bogoljubowindischen oder kurz Bogoindischen Verteidigung führt. Er passt sehr gut zum Repertoire, da wir auch hier unserer Strategie treu bleiben können. Nach 3. Sf3 kommt man recht häufig in Stellungen mit schwarzen Bauern auf d6 und e5, während auf 3.g3 ein frühes c5 bevorzugt wird.

Insgesamt ein sehr gutes Buch. Man merkt, dass der Autor über einige Erfahrungen in der Variante verfügt und es ehrt ihn, dass er bei theoretischer Relevanz sogar eigene Verlustpartien einfließen lässt. Hin und wieder gibt er sehr scharfe Systeme an, aber bietet dann auch zugleich eine solide Alternative für den Leser. Das alles wirkt sehr schlüssig und verständlich.

IM Dirk Schuh

August 2015