Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Montag bis Samstag geöffnet

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme
0,00 €

Willkommen in unserem neu gestalteten Online-Shop! Haben Sie Anmerkungen, Fragen oder technische Schwierigkeiten? Schreiben Sie uns gern an info@schachversand.de.

Zur bisherigen Oberfläche geht es hier entlang.

Art.-Nr.: LXGLIPOR1958
Vergriffen

Interzonen-Turnier Portoroz 1958

413 Seiten, gebunden, Olms.

Aus der Reihe »Tschaturanga«

35,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Dieser Artikel ist sowohl bei uns als auch beim Verlag bzw. Hersteller ausverkauft. Wir können ihn daher auch nicht mehr bestellen.

Die 21. und letzte Runde des Interzonenturniers zu Portoroz 1958 gab ein dramatisches Ende: der erste Herausforderer Botwinniks (1951), David Bronstein, Sieger zweier Interzonenturniere (ohne Niederlage!) und bis zur Schlußrunde in Portoroz unbesiegt, unterlag dem Filipino Cardoso. Diese Niederlage bedeutete das Ausscheiden des sowjetischen Großmeisters, aber ... die Qualifikation für das Kandidatenturnier 1959 des 15jährigen amerikanischen Champions Robert James Fischer - eine Sensation! Fischers erstes Internationales Turnier wurde somit ein großer Erfolg; daneben wurde ihm auf Grund des in Portoroz erzielten Resultates auch noch der Titel eines Internationalen Großmeisters zuerkannt. Gegen die vier teilnehmenden russischen Großmeister erzielte er jeweils ein Unentschieden und er endete mit 12 Punkten aus 20 Partien, zusammen mit Fridrik Olafsson, auf den geteilten 5. - 6. Platz, vor Großmeistern wie Awerbach, Bronstein, Matanovic, Pachman, Szabo, Filip und Panno. Olafssons Qualifikation war völlig verdient. Er erreichte das beste Resultat gegen die ersten Sechs (3 1/2 aus 5), und seine vier Niederlagen sind eigentlich nur die Folgen einer zu großen Sehnsucht nach dem Sieg. Erst in der 21. Runde sicherte er sich durch einen Sieg gegen de Greiff seine Teilnahme am Kandidatenturnier. Bei einem Remis hatte er zusammen mit fünf anderen Teilnehmern noch einen Stichkampf um den letzten freien Platz im Kandidatenturnier spielen müssen.

Das Turnier gewann ein anderer Meteor: Michail Tal, erst 21 Jahre alt. Als Sieger der letzten zwei UdSSR-Meisterschaften (1957 und 1958) überraschte sein Erfolg in Portoroz niemanden mehr. Seine Stärke bestand darin, seine Gegner ununterbrochen mit Angriffen und Opfern zu beschäftigen, ohne ihnen Gelegenheit zu geben, Luft zu holen. Seiner einzigen Niederlage gegen Matanovic standen acht Siege gegenüber, und auf seine 13 1/2 Punkte konnte er stolz sein.

Zweiter wurde Gligoric mit 13 Punkten, Dritter und Vierter Benkö und Petrosjan mit je 12 1/2 Punkten. Gligoric, zum dritten Male Teilnehmer am Interzonenturnier, kämpfte in der ersten Turnierhälfte recht glücklos; erst durch ein außerordentlich gutes Finish erreichte er den ungeteilten zweiten Platz.

Benkös Spiel wurde gekennzeichnet durch Zähigkeit und Energie. Seine beiden Niederlagen erlitt er in der 9. bis 11. Runde, dann jedoch fand er wieder zu seiner alten Form zurück. Auch ihm wurde wegen seiner Qualifikation der Titel eines Internationalen Großmeisters verliehen. Petrosjan erlitt nur eine Niederlage gegen Larsen, für ihn übrigens eine Seltenheit. Bei drei UdSSR-Meisterschaften (der 21., 22. und 25.) verlor er keine einzige Partie, und auch bei den letzten Interzonenturnieren Stockholm/Saltsjöbaden 1952 und Göteborg 1955 konnte niemand dem Armenier eine Niederlage beibringen!

Zusammen mit den schon vorberechtigten Keres und Smyslow nahmen also am Kandidatenturnier 1959 in Jugoslawien teil: Tal, Gligoric, Benko, Petrosjan, Fischer und Olafsson. Das Turnierbuch davon erschien schon als Band 77 in der Reihe Tschaturanga.

Christiaan M. Bijl

Zur Geschichte der Interzonen-Turniere

Erst nach dem letzten Weltkrieg warden von der FIDE die Regeln niedergelegt, nach denen die Kämpfe um die Weltmeisterschalt ausgetragen, werden.

Dabei nehmen die Interzonen-Turniere, als Vorstufe zu den jeweiligen Kandidaten-Turnieren, eine wichtige Rolle ein Uber das Interzonen-Turnier Portoroz 1958 brauchen wir hier nicht zu berichten - der Leser wird diesen dramatischen Kampf beim Nachspielen der Partien, beim Studium der Rundenberichte, miterleben.

Es sei aber in Form von Turnier-Tabellen eine Geschichte der vier Interzonen-Turniere, die die Regelung der Weltmeisterschaflskämpfe durch die FIDE der Schachwelt geschenkt hat, vorgelegt. Die Tabellen sprechen für sich selbst; wenn überhaupt etwas daraus gefolgert werden soil, dann doch wohl dies: das Interzonen-Turnier Portoroz 1958 war das stärkste und interessanteste, das bisher durchgeführt worden ist!

Fur das Kandidaten-Turnier, das im September und Oklober 1959 in Jugoslawien ausgetragen wird, haben sich somit qualifiziert.

Großmeister Tal (UdSSR)

Großmeister Gligoric (Jugoslawien)

Großmeister Petrosjan (UdSSR)

Großmeister Benkö (staatenlos, lebt in USA)

Großmeister Fischer (USA)

Großmeister Olafsson (Island)

Außerdem nehmen am Kandidatenturnier als vorberechtigt teil die beiden sowjetischen Großmeister Smyslow und Keres. Das Turnier wird in 4 Umgängen ausgetragen und ermittelt den Herausforderer für den Kampf um die Weltmeisterschaft im Jahre 1961.

Eine Fortschrittstabelle, die in gedraägter Form den Ablauf des Kampfes in Portoroz veranschaulicht, findet der freundliche Leser auf Seite 409.

Von den gespielten 210 Partien gewann Weiß 64 ( = 30,5 %), Schwarz 44 ( = 21%), mit Remis endeten 102 Partien ( = 48,5%)!

Details
Sprache Deutsch
Autor Gligoric, Svetozar
Matanovic, Alexander
Verlag Olms
Reihe Tschaturanga
Medium Buch
Gewicht 750 g
Breite 14,5 cm
Höhe 23 cm
Seiten 413
ISBN-10 3283002460
Einband gebunden
Inhalte

210 Partien, ausführlich kommentiert, mit vielen Diagrammen. Beigeb.: S. Gligoric, Die theoretische Bedeutung des Interzonen-Turnies Portoroz 1958.

Interzonen-Turnier Portoroz 1958

EUR

35