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Art.-Nr.: LMBEILZS

Lektionen zur Schachstrategie

192 Seiten, kartoniert, Gambit, 1. Auflage 2005.

12,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Im Anschluss an sein erfolgreiches Buch Rezepte aus der Großmeisterküche präsentiert Valeri Beim eine weitere Serie von Lektionen über wichtige allgemeine Schachthemen.

Seine fachkundigen Ratschläge werden Ihnen helfen, eine große Vielfalt typischer Situationen mit größerem Selbstvertrauen und besserem Verständnis zu bewältigen. Die Themen beinhalten:

  • Geometrie des Schachbretts

  • Isolierter Zentrumsbauer

  • Freibauer im Zentrum

  • Raumvorteil

  • Zugzwang

  • Läuferpaar

  • Symmetrische Bauernstrukturen

  • Statische und dynamische Merkmale

  • Beim behandelt sowohl typische Spielweisen als auch Denkstrukturen, wie zum Beispiel das Konzept "resultierender Züge", das beim Auffinden von Zugzwangmöglichkeiten hilft. Das Buch enthält eine Fülle von Beispielen, wie die größten Schachspieler in der Schachgeschichte mit diesen grundlegenden Themen in der Praxis umgegangen sind.

An 124 Übungsaufgaben kann der Leser sein Verständnis überprüfen. Vollständige und detaillierte Lösungen werden gegeben.

Details
Sprache Deutsch
Autor Beim, Valeri
Verlag Gambit
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 360 g
Breite 17,2 cm
Höhe 24,5 cm
Seiten 192
ISBN-10 1904600212
ISBN-13 9781904600213
Erscheinungsjahr 2005
Einband kartoniert
Inhalte

004 Symbole

005 Einführung

009 1 Die Geometrie des Schachbretts

021 2 Die Schwerfiguren

033 3 Der isolierte Zentrumsbauer

046 4 Der Freibauer im Zentrum

058 5 Der Raumvorteil

073 6 Zugzwang

086 7 Das Läuferpaar

101 8 Symmetrische Bauernstrukturen

113 9 Statische und dynamische Merkmale

141 Lösungen der Aufgaben

189 Index der Partien

192 Index der Studienkomponisten und Kommentatoren

192 Index der Eröffnungen

Rezension der englischsprachigen Ausgabe "Lessons in Chess Strategy":

GM Valeri Beim stammt aus der Ukraine, lebt in Wien und spielt in der österreichischen und deutschen Bundesliga. Früher fungierte er viele Jahre als Cheftrainer der Schachschule Odessa und des israelischen Olympia-Teams. Sein drittes englischsprachiges Schachbuch (nach den Vorgängern "Schachrezepte aus der Großmeisterküche" und "Verstehen der Leningrader Variante in Holländisch" ) erteilt "Lektionen in Schach-Strategie" und wendet sich in erster Linie an den ambitionierten Vereinsspieler. Beim zeigt anhand vieler Beispiele - insgesamt 35 vollständige Partien, 50 Partiefragmente bzw. Endspielstudien, sowie 124 Übungsaufgaben für den Leser, allesamt entnommen aus der Praxis erstklassiger Meister und jeweils den einzelnen Kapiteln folgend (mit Ausnahme des letzten) - die Prinzipien des Kampfes am Brett auf und will den Leser zum unabhängigen, selbstständigen Denken anleiten (Vorwort S. 7). Die einzelnen Kapitel befassen sich mit folgenden Themen: 1) "Die Geometrie des Schachbrettes" (S. 8-19) behandelt verschiedene geometrische Motive, speziell in Turm-und Bauernendspielen; 2 ) "Die Schwerfiguren" (S. 20-31) werden in ihrer Zusammenarbeit untereinander und in Verbindung mit den Leichtfiguren vorgestellt;

3) "Der isolierte Zentrumsbauer" (vor allem der d-Isolani) (S. 32-43) zeigt seine Stärken im Mittelspiel und seine Schwächen im Endspiel;

4) "Der Zentrums-Freibauer" (S. 44-54) vermag die gegnerischen Kräfte entscheidend zu binden;

b) "Raumvorteil" (S. 55-67) bedingt eine größere Manövrierfähigkeit der eigenen und Platzmangel der gegnerischen Figuren;

6) "Zugzwang" (S. 68-79): hier erklärt der Autor u.a. eine Methode, einen zugzwang-generierenden Zug zu finden, den "resulting move";

7) "Das Läuferpaar" (S. 80-92) zeigt in der Mehrzahl praktischer Fälle seine Überlegenheit gegenüber anderen Leichtfigur-Konstellationen;

8) "Symmetrische Bauernstrukturen" (S. 93-103), vor allem bei offenem Zentrum, begünstigen das lebhafte Figurenspiel;

9) "Statische und dynamische Merkmale" (S. 104-129): das Schlusskapitel beschäftigt sich vor allem mit den überdauernden = statischen Stellungscharakteristika und mit der Verwertung von Vorteilen auf diesem Gebiet, z.B. Positionsvorteile, bessere Bauernstruktur, Königs-Sicherheit, Läuferpaar, Vorposten u.a.m.

Im Anhang (S. 130-172) werden die ausführlichen Lösungsbesprechungen der 124 Übungsaufgaben dargeboten. Beim führt in exemplarischer Weise typische Spiel- und Denkmethoden des strategischen Schachs vor, wobei seine sorgfältig ausgewählten Beispiele der Turnierpraxis großer Meister aus Vergangenheit und Gegenwart entnommen sind, u.a. von Lasker, Rubinstein, Petrosjan und Anand. Von diesen Vorbildern kann wahrlich jeder Schach-Enthusiast viel lernen (vor allem dann, wenn er ausreichende Englisch-Kenntnisse besitzt)!

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 01/2004

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Nach " Rezepte aus der Großmeisterküche" erscheint nun in deutscher Erstauflage Valeri Beim's "Lektionen zur Schachstrategie" mit dem Untertitel: "Tipps und Anleitung von einem erfolgreichen Schachtrainer."

Valeri Beim ist Großmeister und lebt in Österreich. Er hat zahlreiche Turniere gewonnen und spielt in österreichischen und deutschen Ligen. Viele Jahre lang war er Cheftrainer der Schachschule in Odessa, außerdem war er Trainer der israelischen Olympiamannschaft. Dies ist sein drittes Schachbuch.

Valeri Beim möchte mit seinem Buch ein breites Schachpublikum ansprechen, auch Anfänger und Hobbyspieler sollen mehr Spaß am Königlichen Spiel bekommen. Zitat: "Dies ist ein Buch für Schachfans. Es ist für diejenigen, die sich darüber im klaren sind, dass sie nie Profis werden, aber die gerne Schach spielen, und diesen blöden Kerl aus dem anderen Club schlagen wollen, gegen den man schon dreimal auf die gleiche ärgerliche Weise verloren hat."

Valeri Beim geht in seinem Vorwort zuerst auf sein bekanntes Werk "Rezepte aus der Großmeisterküche" ein, wo die Denkmethoden im Schach behandelt werden, bevor der Leser in das neue Buch eingeführt wird. Mit "Lektionen zur Schachstrategie" greift der Autor Ideen aus seinem ersten Buch auf, konkretisiert diese aber mit dem Ziel dem Schachspieler das Rüstzeug für erfolgreicheres Spiel mitzugeben.

Laut Beim ist der wichtigste Teil des Buches das 9.Kapitel, in dem "Statische und dynamische Merkmale" behandelt werden, ebenso wichtig erscheinen dem Autor aber auch die Untersuchungen über den "Zugzwang", dem ein ganzes Kapitel gewidmet ist. Hier sei gleich anzumerken, dass leider eine Literaturliste fehlt, statt dessen werden immerhin die Studienkomponisten und Kommentatoren auf der letzten Seite aufgelistet.

Beim gliedert im Inhaltsverzeichnis sein Buch folgendermaßen:

1. Die Geometrie des Schachbretts

2. Die Schwerfiguren

3. Der isolierte Zentrumsbauer

4. Der Freibauer im Zentrum

5. Der Raumvorteil

6. Zugzwang

7. Das Läuferpaar

8. Symmetrische Bauernstrukturen

9. Statische und dynamische Merkmale

Ähnlich macht es übrigens auch Sergiu Samarian in "Das systematische Schachtraining", dem offiziellen Lehrbuch des Deutschen Schachbundes. Valeri Beim jedoch behandelt seine Themen wesentlich aufgelockerter, bleibt aber trotzdem immer seriös und geht in die Tiefe der einzelnen Sachgebiete. Jedes Kapitel wird mit einem Übungsteil abgerundet, die ausführlichen Lösungen finden sich am Ende des Buches, und sind bestens kommentiert.

Valeri Beim begleitet mit seinem Buch den Schachspieler durch zahlreiche Modellstellungen, die sein Auge schulen und bei der Ideenfindung hilfreich sind, ganz nach dem Sinn des Autors: "Dieses Buch ist weder ein Übungsbuch noch eine Einführung im traditionellen Sinn...

Stattdessen erfüllt es eine andere, wichtigere Funktion, nämlich die, dem Leser beizubringen, wie man denkt, oder genauer gesagt, wie es nötig ist zu denken , da das eigene Denken im Schach nicht immer erfolgreich ist."

Hier ein Beispiel aus dem Buch:

Botwinnik-Ragosin, Trainingspartie, Moskau 1947

1.d4 d5 2.Sf3 Sf6 3.c4 e6 4.Sc3 c5 5.cxd5 Sxd5 6.e3 cxd4 7.exd4 Sc6 8.Lc4 Le7 9.0-0 0-0 10.Te1 Sxc3 11.bxc3 b6 12.Ld3 Lb7 13.Dc2 g6 14.Lh6 Te8 15.Dd2 Tc8 16.Tab1 Lf6 17.h4 Dd6 18.Lf4 Da3 19.h5 Sa5 20.Le5 "Man könnte meinen, dass dieser Zug der Regel widerspricht, die besagt, dass die Seite mit dem Isolani (oder in diesem Fall mit den hängenden Bauern) den Abtausch von Leichtfiguren vermeiden sollte. Aber natürlich muss es aufgrund der ernsthaften schwarzfeldrigen Schwächen im schwarzen Lager günstig für Weiß sein, die schwarzfeldrigen Läufer abzutauschen. Um es noch einmal zu sagen: Im Schach widersprechen sich allgemeine Prinzipien oft gegenseitig. Lehrreich ist auch das Kapitel "Der Freibauer im Zentrum", Beim regt den Leser zum Studium der Situation an, es soll nicht eruiert werden wie der Freibauer entsteht, sondern welche Faktoren vorteilhaft bzw. nachteilig sind, wenn man sich im Besitz des Freibauern befindet.

Insgesamt darf man dieses neue Buch von Valeri Beim getrost in die Reihe der Klassiker stellen, es bietet dem Hobbyspieler diverse Möglichkeiten seine Werkzeugpalette auf den 64 Feldern zu erweitern, und spricht vielleicht sogar den Vereinsspieler an, der sich gewisse strategische Grundsätze einfach mal wieder zu Gemüte führen will.

Hervorzuheben ist der Aufgabenteil mit den ausführlichen Lösungen, sowie die Auswahl der Partien, die jeden Schachfreund begeistern wird. Eine gute Druckqualität, die vernünftige Schriftgröße, übersichtliche Diagramme und nicht zuletzt das ansprechende Cover vervollständigen den guten Gesamteindruck.

Mathias Guthmann, CHESSPLAYERS

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Der 2003 in Englisch erschienene Titel des jetzt in Österreich lebenden ehemaligen sowjetischen Großmeisters liegt nun in deutscher Übersetzung vor. Der Autor wendet sich in erster Linie an schwächere bis mittlere Spieler, er schreibt selbst da­zu: "Es ist für diejenigen, die sich darüber im klaren sind, dass sie nie Profis wer­den, aber die gerne Schach spielen, und diesen blöden Kerl aus dem ande­ren Club schlagen wollen, gegen den man schon dreimal auf die gleiche är­gerliche Weise verloren hat. Es ist auch für diejenigen, die erst vor kur­zem angefangen haben, Schach zu spielen, und die es vielleicht zu ihrem hauptsächlichen Hobby machen wol­len."

Das klingt sehr gut und entspricht si­cher genau dem, was sich ein entspre­chender Spieler von einem Strategie­lehrbuch erhofft. Leider scheint jedoch der Autor das Niveau des fortgeschrittenen Anfängers oder mittleren Klub­spielers viel zu hoch anzusiedeln, denn es ist zu bezweifeln, dass diese Ziel­gruppe einen besonderen Nutzen aus seinem Werk ziehen kann. Das liegt einerseits daran, dass der Au­tor als Produkt der sowjetischen Schachschule besonderen Wert auf Meisterpartien und deren Analyse legt. Die zugrunde liegende Idee dieser Lehrmethode ist, dass der Leser aus dem nachspielen der Partie Erkennt­nisse gewinnt und bestimmte Lehren und Methoden abstrakter Art für sich erschließen kann. Das ist jedoch eine mühselige Arbeit, die echten Trai­ningsfleiß und -Einsatz voraussetzt, was - wenn man mal ehrlich ist - bei den meisten Schachspielern nicht in übermäßig hohem Maß vorhanden ist. Der Anfänger tut sich unendlich schwer damit, Partien, die weit jenseits seines Verständnis- und Erkenntnisho­rizontes liegen, auch nur nachzuvollziehen, geschweige denn aus ihnen abstrahieren zu können. Mit 35 Partien ist dieser Bereich im Buch überpropor­tional vertreten. Beims Kommentare dürften zudem in vielen Fällen für Anfänger und schwache Spieler nicht ausreichend sein.

Für etwas versiertere Spieler ergibt sich ein anderes Ärgernis. Viele Par­tien sind schon hinlänglich bekannt. Ob unbedingt Morphy gegen den Gra­fen von Isouard und den Herzog von Braunschweig, gespielt in der Loge der Pariser Oper 1858, für ein Strate­giebuch so besonders interessant ist und mehr als eine Seite füllen muss (zumal diese Partie eigentlich ein Taktikbeispiel ist und einem Mattmotiv den Namen gegeben hat), sei dahinge­stellt. Es findet sich übrigens auch die Partie Janowski - Capablanca, New York 1916, an der der in die USA emigrierte russische Großmeister Alex Yermolinsky seine Kritik an den klas­sischen Meisterpartien und ihrer Stel­lung im Schachunterricht begründet (Ein Wiedersehen mit den Klassikern oder die Fehlausbildung von Alex Yer­molinsky, S. 182 ff., in "Der Weg zur Verbesserung im Schach, 2002 eben­falls im Gambit Verlag erschienen) Wir finden sowohl zahlreiche klassi­sche Meisterpartien von Lasker, Steinitz, Nimzowitsch, Capablanca, Botwinnik, ... aber auch Meisterpartien aus der Neuzeit, etwa von Karpow, Kasparow, Kramnik, Anand usw. Au­ßer diesen Partien gibt es noch ca. 50 Partiefragmente und 124 Übungsauf­gaben, deren Lösung auf den Seiten 141-188 ausführlich besprochen wird. Die eigentlichen Aussagen zur jeweili­gen Strategiethematik kommen naturgemäß bei dieser Fülle an Material viel zu kurz. Besonders krass zeigt sich das gleich im 1. Kapitel "Die Geometrie des Schachbretts". Auf ca. 1/2 Spalte einleitende Erklärung folgen gleich ei­ne ganze Reihe von Stellungen, von denen viele Endspielstudien sind. Da­runter befinden sich bekannte Beispie­le von Henry Rinck, Moravec, Grigoriev und sogar die Reti-Studie von 1921. Schwerer Stoff für den Anfän­ger, alte Hüte für den erfahrenen Spie­ler, der Eindruck, ein Endspielbuch in der Hand zu halten für den unbefange­nen Leser! Das Kapitel wird von 16 Aufgaben abgeschlossen, unter denen sich ebenfalls eine ganze Reihe von Endspielstellungen befinden. Mit durchschnittlich mehr als ein Dutzend Übungsaufgaben pro Kapitel mutet das Buch eher wie ein Testbuch als ein Strategiebuch an. Definitiv mangelt es an klaren Grundlagen und Erklä­rungen, mit deren Hilfe der schwäche­re Spieler (und wohl auch die Masse der Klubspieler) den Einstieg in das Thema finden könnte. Die 9 Kapitel decken außerdem nicht das gesamte Spektrum der Schachstrategie ab und vermischen sich teilweise auch m.E. zu stark mit taktischen Gesichtspunk­ten. Die behandelten Themen sind:

1. Die Geometrie des Schachbretts;

2. Die Schwerfiguren;

3. Der isolierte Zentrumsbauer;

4. Der Freibauer im Zentrum;

5. Der Raumvorteil;

6. Zugzwang;

7. Das Läuferpaar;

8. Symmetrische Bauernstrukturen;

9. Statische u. dynamische Merkmale.

Vermutlich hat Beim, der früher Leiter der Schachschule in Odessa und zeit­weise israelischer Nationaltrainer war, das Buch aus Unterrichtslektionen zu­sammengestellt, wie dies in der Vergangenheit auch andere sowjetische Autoren (wie z.B. Kotow mit seinem berühmten Werk "Denke wie ein Großmeister") getan haben. Das Script einer Unterrichtslektion ist aber keineswegs auch gleich als Buchgrundla­ge geeignet, sondern muss den Bedürf­nissen des Lesers (der ja keine verbalen Erläuterungen zusätzlich erhält) und den Möglichkeiten autodidaktischen Trainings angepasst werden. Das ist Beim - bei allem Respekt vor seiner Leistung und seinem Können - hier nicht ausreichend gelungen. Das Buch ist für Anfänger und schwä­chere Spieler als Einstieg in die Schachstrategie kaum geeignet. Es ist eine Mischung aus Partiesammlung und Testbuch und als solches für Spie­ler mittlerer Stärke, die locker "schmökern" wollen und sich an in­telligenten Ideen und Lösungen erfreu­en wollen, gut geeignet. Also mehr En­tertainment als Strategielehrbuch. Op­tisch ist das Buch gut gemacht (abgesehen von der Kritik an allen Gambit-Büchern, dass man die Untervarianten ruhig besser absetzen könnte, um das nachspielen zu erleichtern) und die Übersetzung durch WGM Bettina Trabert ist wirklich gut gelungen. Mit 23,95 € entspricht das Buch dem heutigen Preisstandard. Wer das Buch als "Entertainment" nutzt, hat ein ak­zeptables Preis-Leistungsverhältnis. Wer allerdings sein Wissen und Kön­nen im Bereich der Schachstrategie verbessern möchte, muss ein vernich­tendes Preis-Leistungsverhältnis in Kauf nehmen. (Und erschwerend dürf­te noch hinzukommen, dass der blöde Kerl aus dem anderen Club auch wei­terhin gewinnen wird). Traurig, aber wahr: Das für Anfänger wirklich gut fassbare Strategiebuch wartet immer noch darauf, geschrieben zu werden!

Heinz Brunthaler, Rochade Europa 06/2005

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Sollten Sie zur Stammleserschaft des Ro­chade-Büchertipps zählen, so könnte Ihnen der oben genannte Titel bekannt vorkommen. Also lüften wir das Ge­heimnis: Vor ziemlich genau 1 1/2 Jah­ren erschien an dieser Stelle (Ausgabe 12/2003) bereits eine Rezension des Unterzeichners über das englischspra­chige Original, dem nunmehr die deut­sche Übersetzung aus der Feder von Bettina Trabert folgt. Unterschiede zur Urfassung liegen abgesehen vom Preis allenfalls darin, dass die Diagrammab­folge zum Teil anders gestaltet worden ist, ansonsten sind die Bücher themen­identisch.

Die Lektionen des mittlerweile in Ös­terreich beheimateten Großmeisters Valeri Beim verteilen sich auf neun Kapitel, deren erstes im Übrigen der "Geometrie des Schachbrettes" und damit einem Thema gewidmet ist, das nicht unbedingt zum Standard schach­strategischer Abhandlungen zählt. Es geht hier konkret um das vertiefte Ver­stehen horizontaler, vertikaler und dia­gonaler Motive, wobei der Schwer­punkt auf das Endspiel gelegt wird, d.h., man lernt hier nicht zuletzt auch einiges über die Kunst der Königsfüh­rung.

Die restlichen Kapitel befassen sich mit eher traditionellen Themenberei­chen wie z,B, Raumvorteil, Läufer­paar, isolierter Zentrumsbauer usw. Ausgehend von Studien, Fragmenten oder auch kompletten Partien werden die angegebenen Inhalte sehr ausführ­lich beleuchtet, wobei der Autor kei­neswegs nur aus dem Fundus des zeit­genössischen Schachgeschehens schöpft. Die Beispiele verteilen sich vielmehr über die gesamte Bandbreite der Schachgeschichte seit den Zeiten des seligen Emanuel Lasker. Am Ende eines jeden Kapitels erwarten den Le­ser schließlich zahlreiche themenge­bundene Übungen (insgesamt sind es 124 an der Zahl), deren ausführliche Lösungen in einem Extrakapitel abge­fragt werden können. Dass niemand, nicht einmal ein Autor von Rang, die Elemente der Schach­strategie täglich neu erfinden kann, ist eine Binsenweisheit. Insofern enthält unser Buch notwendigerweise auch ei­nige Stellungsbilder, die bereits in an­derem Zusammenhang unters Volks gebracht worden sind. Nichtsdestowe­niger bieten die "Lektionen zur

Schachstrategie" auch dem Kenner manch neue Einsichten, so dass das Buch jedem Interessenten ab etwa 1750 DWZ empfohlen werden kann. Zwar wendet sich der Autor eigenen Aussagen zufolge primär an "den durchschnittlichen Hobby spieler" (S. 7), doch erscheint diese Kategorisierung zu wenig konkret, um beim Kauf wirklich Orientierung zu bieten.

E. Carl, Rochade Europa 06/2005

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Mit "Lektionen zur Schachstrate­gie" hat Gambit Publications erneut ein erfolgreiches englisches Lehrbuch auch in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Das Original erschien unter dem Titel "Lessons in Chess Strategy" und wurde von uns in der Ausgabe 1/2004 vorgestellt.

Wir wollen anlässlich der deutschen Version den Inhalt noch einmal kurz zusammenfassen. Wie bereits bei "Rezepte aus der Großmeisterküche" hat Valeri Beim erneut eine Samm­lung verschiedener Lektionen zu ei­nem Buch zusammengestellt, worin sich der Autor mit den folgenden Themen beschäftigt:

Geometrie des Schachbretts, Schwerfiguren, isolierter Zentrums­bauer, Freibauer im Zentrum, Raum­vorteil, Zugzwang, Läuferpaar, sym­metrische Bauernstrukturen, statische und dynamische Merkmale.

Zu jedem Thema führt Beim ein­drucksvolle Beispiele aus der Großmeisterpraxis vor und erläutert diese sehr ausführlich. Neben diesem umfangreichen Lehrmaterial enthält das Buch auch insgesamt 124 Übungsaufgaben, die noch einmal zusätzlichen Stoff für das Schachtrai­ning bieten und im abschließenden Lösungsteil des Buches umfassend besprochen werden.

Neben Art und Umfang des gebote­nen Materials überzeugen wie ge­wohnt auch die Gestaltung und die Druckqualität, so dass wir dieses Buch ohne Einschränkung empfehlen können.

Schachmarkt 03/2005

Lektionen zur Schachstrategie

EUR

12.95