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Art.-Nr.: LXHERDS
Neuheit

Der Schachtherapeut

180 Seiten, kartoniert, Der Schachtherapeut, 2. Auflage 2018.

14,80 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

20 humorvolle Geschichten aus der Schachtherapeuten-Praxis mit vielen unterhaltsamen Schachpartien.

Zudem 10 Gastbeiträge u.a. von Franz Jittenmeier, Rainer Schlenker, Hartmut Metz, Karl Groß.

10 Extras, nebst vielen Karikaturen von Fränk Stiefel und Zitaten zu den jeweiligen Kapiteln runden das Werk ab.

Details

Sprache Deutsch
Autor Herbold, Manfred
Verlag Der Schachtherapeut
Auflage 2.
Medium Buch
Gewicht 340 g
Breite 15,3 cm
Höhe 21,6 cm
Seiten 180
Erscheinungsjahr 2018
Einband kartoniert

Inhalte

Teil 1: Der Schachtherapeut

015 Die psychopathische Plaudertasche

019 Keine Angst vor Großmeistern

024 Berlin 1920

031 Frauenschach

038 Der Exote

041 Zeitnot

045 Musterpatient Dr. M

052 Remis unter Freunden

055 Schachblindheit

060 Kombinationssucht

064 Die genialsten Schachaufgaben

068 Regelverletzung

071 Betrügerschach

076 Silvesterschach

080 Chess960

084 Hall-of-Fame

090 Hall-of-Shame

098 Hall-of-Luck

104 Patientenbucheinträge

110 Der Dawsonsche Revolverschuss

Teil 2: Gastbeiträge

115 Schachimedes (Dr. Martin Stichelberger)

119 Schachnotizen (Walter Eigenmann)

123 Der Schachneurotiker (Karl Groß)

128 Hömma (Franz Jittenmeier)

131 Vorsicht! (Gerhard Wetzel)

133 ziemlich Kraus (Hans-Peter Kraus)

140 Dr. Bullmover's (Christoph Klamp)

143 Der Schachflüsterer (Günter Groß-Winter)

149 Wenn man die "Theorie" nicht kennt (Rainer Schlenker)

152 Das lustige Schachlexikon von Att bis Matt (Hartmut Metz)

Teil 3: Extras

162 Ey Alder (Steffen Walther)

163 Iwantschuk - Kasparow

164 Kasparow - Radschabow

165 Sämisch - Capablanca

166 Paulsen - Dr. Tarrasch

166 Tschigorin - Steinitz

167 Partienverzeichnis

168 Literaturverzeichnis

169 Webseitenverzeichnis

170 Lösungen

Rezensionen der 1. Auflage:

Von der eher leichten Sorte ist Manfred Herbolds im Selbstverlag erschienenes Buch Der Schachthera­peut (15,- € ). Der fiktive Plot erzählt aus der Erfah­rungswelt eines (gutbezahlten!?) Therapeuten, bei dem sich Schachspieler auf die Couch legen und über ihre Ängste und Nöte plaudern. Wie nicht weiter verwunderlich, ist der Autor mitunter sein eigener Patient. Auf S. 21 beispielsweise wird seine Unfähig­keit, einem völlig überspielten Internationalen Mei­ster den K.o.-Schlag zu versetzen, seziert. Weitere Aufhänger sind die Besonderheiten beim Spiel gegen Frauen, Schachblindheit, zwanghafte Kombinations­sucht, Reinkarnationsphantasien usw. Das Buch mit vielen Karikaturen von Frank Stiefel ist nett gemacht und lebensnah gestaltet, die Partie­beispiele sind drastisch. Interessenten können sich auf www.schachtherapeut.de näher informieren.

Mit freundlicher Genehmigung

Harald Keilhack

Schach / Deutsche Schachzeitung 8/2009

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Kennen Sie Manfred Herbold? Schämen Sie sich nicht, er kennt Sie dafür umso besser! Glauben Sie etwa nicht? Ist aber so! Denn er ist der Schachthera­peut und damit Hauptdarsteller in seinem gleichnamigen Erstlings­werk. Wann immer Sie rund um das Schachspiel mit sich und Ihren Geg­nern hadern, fast immer hat er einen Platz auf der Ledercouch in seinen extrem geschmackvoll eingerichte­ten Praxisräumen für Sie frei. Wenn nicht just Herr Lobrehd, die Mensch gewordene Verkörperung sämtlicher Probleme, die ein Schachspieler so haben kann, seiner vollen Aufmerk-samkeit und Heilkunst bedarf.

Herrlich überspitzt und doch so schonungslos wahr erzählt der Schachtherapeut von seinem tägli­chen Umgang mit Schachspielern, die aus allen möglichen Gründen an ihrem geliebten Spiel und damit auch an sich selbst zweifeln. Seien es die Komplexe gegenüber einem stärkeren Gegner, die Unsicherheit im Spiel gegen eine (schöne) Frau, die ständige Angst zu patzen, die oft einhergeht mit der berühmten Schachblindheit oder gar die Verwir­rung, wenn die Vereinskameraden plötzlich etwas spielen, das sich Chess960 nennt, immer weiß der Schachtherapeut binnen kürzester Zeit einen Rat, welchen er - natür­lich stets aus dem Stehgreif - gerne noch mit einer oder auch mal zwei Beweispartien krönt. Kaum ein Pa­tient, der nicht vollkommen gesun­det die Stätte seiner Heilung verlässt und schon bald in einer ähnlichen Situation - dem Therapeuten sei dank - seine Ängste überwindet und sich wieder des erfolgreichen (Schach-)Lebens erfreut.

Wer jetzt aber denkt, wir wollen Ih­nen hier nur ein witziges Büchlein andrehen, welches sich halt zufälli­gerweise mit Schach befasst, der ist schief gewickelt. Manfred Herbold (Elo 2157) versteht durchaus so viel vom Schach, dass ihm sogar Meis­terspieler hohen Respekt zollen und ich könnte wetten, einige von Ihnen lagen mehr als ein Mal selbst auf seiner Couch. Was uns Herbold zu sagen hat, ist bei allem Humor reine, hochkonzentrierte Medizin für uns alle! Und sei es nur in Form der hei­lenden Erkenntnis, dass wir mit un­seren scheinbar persönlichen Proble­men in Wahrheit nicht allein sind. Und selbst wenn einem beim Lesen ganz selten doch mal das Gefühl beschleichen sollte, dass die eine oder andere Sitzung vielleicht doch nur der Phantasie des Autors entsprun­gen sein könnte, zu lachen hat man allemal etwas und wir wissen doch alle: Lachen ist gesund!

In 20 Kapiteln heilt der Schachthe­rapeut selbst, danach lässt er noch ausführlich seine Patienten und Kol­legen, die sich im Gästebuch seiner Praxisräume im Internet verewigt haben zu Wort kommen. Ein beson­deres Highlight sind die zahllosen Karikaturen, die allesamt wie auch das komplette Layout von dem Gra­fiker und Schachcartoonisten Fränk Stiefel stammen.

Prädikat: Purer Balsam auf der geplagten Schachseele!

Mit freundlicher Genehmigung

Mike Rosa, Chess Tigers, Rochade Europa 7/2009

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Manfred Herbold ist der unter den Onlinern bekannte "Schachtherapeut" (www.schachtherapeut.de) und Autor des jüngst erschienenen Werkes "Der Schachtherapeut".

Das Buch, im Eigenverlag erschienen, ist ein Streifzug durch die Welt des Schachs und des Humors. Es enthält von allem und für jeden etwas, den Schwerpunkt hat der Autor in meinen Augen auf "interessant" gesetzt. So lässt es sich in dem Werk schmökern, im Lieblingssessel zurückgelehnt, darin an erstaunlichen bis absonderlichen Schachstellungen tüfteln und es lädt zum Nachspielen der thematisch aufbe­reiteten Partien ein. Der ernsthaft ambitionierte Leser findet sogar den einen oder anderen Tipp zur Vervollkomm­nung des eigenen Spiels oder zum Um­gang mit den allgemeinen persönlichen Schwächen, die schon mal für das Weg­geben der einen oder anderen gewonne­nen Partie verantwortlich sind. Allerdings ist es ratsam, im Umgang mit diesen Ratschlägen nicht das biswei­len humorvoll leicht zugekniffene Auge des Autors zu übersehen.

In einem ersten, zugleich dem umfang­reichsten Teil wartet der Autor mit 20 ei­genen, in sich geschlossenen Beiträgen auf, die sich amüsant mit Menschen wie "psychopathischen Plauderta­schen", "Musterpatienten" und "Exoten" beschäftigen, "Zeitnot" oder "Schachblindheit" behandeln oder Er­staunliches wie den "Dawsonschen Revolverschuss" vorstellen. Letzteres präsentiert ein studienhaftes Matt in 21 Zügen auf einem reduzierten Brettab­schnitt, der einem Revolver ähnelt. In einem zweiten Teil kommen Gastauto­ren in zehn Geschichten und Geschicht­chen zu Wort bzw. auf das Brett, ein mit "Extras" überschriebener dritter Teil komplettiert die Buchinhalte als Sammelsurium für Verzeichnisse und schachliche Ergänzungen.

Das Werk ist durchgängig auch etwas für das Auge, wird doch jeder Einzel­beitrag von einer ansehnlichen, humor­vollen bis pfiffigen Zeichnung aus der Hand von Frank Stiefel eskortiert.

Welcher Art die Reise ist, auf die Man­fred Herbold den Leser mitnehmen möchte, wird schon im "amtlichen Vor­spann" deutlich, in dem er auch einen Aufruf anbringt: "Rettet die Wälder, esst mehr Biber!"

Die 170 Seiten Schachunterhaltung pur kommen mit einem sehr ansehnlichen Erscheinungsbild daher. Glanzpapier, Fa­denheftung, fester Einband, blitzsaube­rer Druck - alles bestens. Der Kaufpreis von nur 15 Euro ist ange­sichts dieser Buchqualität erstaunlich ge­ring.

"Der Schachtherapeut" ist ein guter Kauf und auch eine echte Geschenkidee für den Schachenthusiasten, der schon (fast) alles hat.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann

Fernschachpost 5/2009

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Durch Streifzüge durch das (Schach) Internet entdeckt man immer wieder etwas Neues, Interessantes und auch Skurriles. Zu jedem erdenklichen Thema lässt sich etwas finden, in der harmlosen Form Schachberichte aus aller Welt, Spielerporträts und riesige Partiensammlungen. Expliziter wird es bei Schachphilatelie, diversen Schachkunstformen und Seiten, die sich ausufernd einer einzigen Eröffnungsvariante verschrieben haben. Richtig gefährlich wird es, wenn Schach und Humor + Satire eine Symbiose bilden um das scheinbar ernste Brettspiel von der heiteren Seite zu betrachten.

Gefährlich deshalb, weil zu einem feinen Humor ein gewisses Fingerspitzengefühl vonnöten ist und plumper, oberflächlicher Klamauk oft zum "Fremdschämen" animiert. Ganz zu schweigen vom Ansehen der Schachspieler, oft gilt man als etwas schräg wenn man ernsthaft Schach betreibt. Kommen dann auch noch die kläglichen Versuche dazu, Schach als humorvollen Zeitvertreib darzustellen, entziehen sich diese armseligen Bemühungen gänzlich dem Verständnis von Nichtschachspielern.

Umso erbauender auf unser (Schach) Selbstbewusstsein wirken gelungene Versuche, Schach und Humor zu einem unterhaltsamen und niveauvollen Aspekt unseres gemeinsamen Hobbys zu formen. Stellvertretend für diese Facette schachlicher Unterhaltung seien zum Beispiel die hervorragenden Seiten von Entwicklungsvorsprung.de, Der Schachneurotiker oder Der Schachtherapeut genannt.

Letztere wird betreut und gepflegt von Manfred Herbold, in Insiderkreisen nur der "Schachtherapeut" betitelt. Herbold ist kein unbeschriebenes Turnierblatt (25 Jahre Turniererfahrung im In- und Ausland, höchste ELO: 2240), abseits des therapeutischen Schachbloggens hält der gelernte Realschullehrer Schachseminare und verfasst nebenbei Artikel für diverse Schachzeitschriften.

In seinem Schachblog "Der Schachtherapeut" behandelt er Schachspieler und deren alltägliche Probleme mit sich selbst und dem Rest der Welt. Auf humorvolle Art und Weise deckt er regelmäßig unsere menschlichen Schwächen aber auch unerkannte Stärken auf und weist uns den richtigen Weg aus dem Schachpsychologischen Dilemma.

Die gesammelten Werke dieser Schachpraxis findet man nun in gedruckter Form in Gestalt des zu besprechenden Werkes "Der Schachtherapeut","die Nachfolgebände 2 und 3 sind bereits in Planung und werden wohl nicht lange auf ihre Veröffentlichung warten müssen angesichts des regen Zulaufs auf die Seite.

Themen im Buch sind unter anderem Keine Angst vor Großmeistern!, Frauenschach, Kombinationssucht und Betrügerschach. Zusätzlich gaben sich 10 Gastautoren die Ehre und verfassten jeweils einen Artikel für das Buch (davon möchte ich besonders Karl Gross alias Der Schachneurotiker hervorheben! Sein "Die Weltrangliste und ich " und "Mit Läuferpaaren spreche ich nicht " ist für mich beste Unterhaltung auf höchstem Niveau).

Nachfolgend ein Auszug daraus:

Die Weltrangliste und ich"Nach fast 40 Jahren Schachpraxis ziehe ich schonungslos Bilanz:

In der WELTRANGLISTE der FIDE rangiere ich auf Platz 24408 , in der NATIONALEN Rangliste auf Platz 3166 .

"Da ist noch Luft nach oben" würde meine gutmütige Gattin schmunzelnd hinzufügen, wenn ich ihr dies gestünde. Stattdessen lasse ich sie in dem Glauben, dass ich eine (lokale)Schachgröße bin, für die es sich lohnt, sonntags zum Mannschaftskampf frühmorgens Stullen zu schmieren, die Thermoskanne mit Kaffee zu füllen und im Cockpit des PKW eine kleine "Ritter Sport Nuss" als Überraschung zu hinterlegen.

Alldieweil laufe ich herum, suche "meinen Kugelschreiber", "meinen Rucksack", "mein Lieblingshemd" und verspüre alsbald das altvertraute Gegrummel und Gezerre im Magen, das schon so lange meine Vorbereitungen begleitet. Fast hätte ich's vergessen: Die richtige(!) Musik für die Fahrt... Meine Gattin wirkt erleichtert, wenn ich endlich "Alles beisammen" habe und um die Ecke biege...

Nachdem ich meine Lieblings-CD von Benny Golson eingelegt habe und auch die Sonntagsmorgensonne freundlich durchs Fenster schimmert, fühle ich mich allmählich wohltuend gestärkt, auf dem Beifahrersitz der rot-weiß-karierte Rucksack (Kaffee, Brote, Dextro-Energen, Toilettenpapier, Mineralwasser), vor mir die Aussicht auf die Niederrheinische Landschaft und auf einen Gegner, der mit seiner bescheidenen DWZ von 1830 wohl einen schweren Tag haben wird.

Der Kampf beginnt pünktlich um 10 Uhr. Ich nehme am 4.Brett Platz, begrüße freundlich meinen Gegner mit dem Satz, den ich mir nicht abgewöhnen kann:" Möge der Schlechtere gewinnen!" und lächele . Dieser verzieht keine Miene, sondern eröffnet mit 1.f4."

Wie die Geschichte weitergeht wird hier nicht verraten!

Natürlich sind auch alle anderen Beiträge ähnlich gestrickt und höchst amüsant, mir persönlich hat eben dieser Beitrag am Besten gefallen, den Rest der Geschichte findet man im Buch. Die Geschmäcker sind Gott sei´s gelobt verschieden und so bedient das therapeutische Schachbuch jegliche Couleur schachhumoristischer Ansprüche.

Mein persönlicher Eindruck des Buches:

Beste Unterhaltung zum Thema wundersame Schachwelt und deren noch wundersamere Bewohner. Lockere, humorvolle Sichtweise von den alltäglichen Dingen, die uns Schachspieler bewegen. Uneingeschränkt zu empfehlen! Bei Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Fritz oder Schachtrainer.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

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Spinnen die Schachspieler? Manfred Herbold, 42-jähriger Realschullehrer im deutschen Stauf und mit einer internationalen FIDE-Ratingzahl von 2157 Elo selber ein spielstarker Turnier-Kämpfer, ist davon - augenzwinkernd - überzeugt. Und so setzte er sich schon vor Jahren an den Computer und kreierte die (meines Wissens erste und einzige) deutschsprachige Web-Site für «Schachtherapie» - der in der Online-Szene inszwischen berühmte «Schachtherapeut» war geboren.

In den virtuel len «Praxisräumen» des Schach-Docs tummeln sich seitdem die besonders schwierigen Fälle unter der seltenen, im Volksmund als besonders intelligent, um nicht zu sagen: besonders verrückt bekannten Spezies «Schachspieler». Des «Schachtherapeuten» Sprechzimmer sind denn auch überfüllt mit skurrilen Typen, die Niederlagen partout nicht hinnehmen können, oder mit Spielern, die sich auch im Leben das Schachbrett vor den Kopf schnallen, und des «Therapeuten» Behandlungsprotokolle strotzen von unerklärlichen Läufer- oder Springer-«Opfern», von mysteriösen Vorfällen auf oder neben dem Schachbrett, von absurden menschlichen Moströsitäten aus der Schach-Geschichte und -Gegenwart - kurzum: von alledem, was das Königliche Spiel so faszinierend für Schachspieler, so abscheulich für normale Menschen macht.

Nun ist der fabulierfreudige, seinerseits schachbesessene, dabei mit viel Sinn für Humor, Sprachwitz und Selbstironie ausgestattete Schach-Psychiater dazu übergegangen, seine «Praxisräume» zu erweitern: Unlängst publizierte er (im Selbstverlag) den ersten Teil einer geplanten Buch-Trilogie: «Der Schachtherapeut». Auf 172 Seiten mit 40 Klein- oder Großkapiteln werden dabei schier sämtliche Bereiche des Brettes, das für manche die Welt bedeutet, durchschritten, durchleuchtet, durchlitten.

Ob Schachblindheit oder Kaffeehausschach, ob Großmeister- oder Frauenschach, ob Computer- oder Patzerpartien, ob Schach-Elo oder Schach-Ego, ob Schach-Aleatorisches (alias «Chess960») oder «Handy-Betrugsschach», ob Psychopathisches aus den längst versunkenen Zeiten der Aljechins & Nimzowitschs oder Spinnertes aus unseren Turnier-Tagen, ob Geniales auf oder Wahnsinniges neben den 64 Feldern: «Der Schachtherapeut» kredenzt ein gleichermaßen breites wie amüsantes Sammelsurium. Vorwort-Schreiber Georgios Souleidis, seines Zeichens Internationaler Meister, bringt es auf den süffisanten Punkt: «Nach vielen Jahren in den Tiefen des Netzes und unzähligen Therapiesitzungen, insbesondere mit seinem Dauerpatienten Lobrehd, hat er [Der Schachtherapeut] seine Protokolle über die verwirrten Schachkrieger endlich geordnet und präsentiert sie in gedruckter Form. Mit dieser bahnbrechenden Ausrüstung gewappnet ist jeder Schachkämpfer, egal ob Rekrut oder Frontsau, psychologisch lückenlos gerüstet, um auf jedem Sch(l)ach(t)feld dieses Erdballs zu bestehen.»

Doch der Band wäre nur halb so köstlich, hätte der Oberarzt nicht noch einen besonderen Assistenten in seine Praxis geholt, nämlich den bekannten Schach-Cartoonisten Frank Stiefel. Dessen virtuoser Zeichenstift kam unnachahmlich auch in praktisch jedem Kapitel des «Schachtherapeuten» zum Einsatz, so dass Text und Bild einen gebündelten Angriff auf beiden Flügeln der menschlichen Schmunzelmuskulatur entfachen können. Gemeinsam brennen die beiden Docs ein wahres Kuriositäten-Feuerwerk ab, dem man - inmitten des alljährlichen Heeres von eher trockenen, Theorie-lastigen Schachbuch-Novitäten - einen möglichst großen, mit dem nötigen Quantum an Sinn für Schachwitz und -Entertainment ausgestatteten Leserkreis wünscht.

Zwei Wermutstropfen betr. dieses gepflegte Hardcover-Buch seien hier nicht verschwiegen, nämlich die fehlende ISBN-Nummer sowie der recht hohe Verkaufspreis von 15 Euro. Beide Probleme - als Resultate der bekannten Tatsache, dass Schachbücher stets für nur ein relativ winziges, wenngleich «emsig-treues» Leser-Segment produziert werden - ließen sich möglicherweise bei den zwei nächsten, bereits konzipierten Folgeprojekten (Der Schachtherapeut Band 2 - «Reloaded» und Der Schachtherapeut Band 3 - «Revolutions») umgehen, indem man über eine modernere Vertriebsform, z.B. das « Book-on-Demand»-Verfahren nachdenkt?

Alles in allem: «Der Schachtherapeut» ist ein buch- wie drucktechnisch sehr schön, ja liebevoll gestaltetes, mit Schach-Kabinettstückchen jeder Couleur vollgespicktes Psycho-Schmunzel-Opus für alle Schach- und Couch-Lagen - abseits staubtrockener Eröffnungs- oder Endspieltheorie, und gleichwohl mit einer Unmenge an Schach-Tipps und -Tricks versehen. Schach-Entertainment erster Sahne - unbedingt ins private Schachregal stellen!

Mit freundlicher Genehmigung

Walter Eigenmann

Glarean Magazin

Juni 2009

Der Schachtherapeut