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Art.-Nr.: LMDWODUDS

Die Universität der Schachanalyse

Das Mittelspiellehrbuch für den Praktiker

448 Seiten, gebunden, New in Chess, 1. Auflage 2009.

29,90 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Deutsche Übersetzung des Titels "Dvoretsky's Analytical Manual" (siehe Artikelnummer LXDVODAM).

Vorwort

Worin besteht die Pointe eines Werkes über die Kunst der schachlichen Analyse in einer Zeit, in der die modernen Computer dank der Endspiel-Datenbanken und der neuesten Analyse­module in der Lage zu sein scheinen, fast jede Frage zu lösen? Die Antwort ist ganz einfach: es gibt einen großen Unterschied zwischen der Suche nach der objektiven Wahrheit und einer praktischen Partie mit begrenzter Bedenkzeit, oder, wie der unsterbliche Michael Tal es aus­drückte: "Die vielen Stunden der Analyse und die wenigen Minuten in einer praktischen Partie, das ist ganz und gar nicht dasselbe."

Daher ist es für den Praktiker wichtig, die Fähigkeit zu trainieren, wann er sich auf seine Intuition, allgemeine Faustregeln und positioneile Erwägungen verlassen soll, und wann er versuchen soll, alle Varianten bis zum Ende zu berechnen, und wie er seine Zeit einteilen soll, um Zeitnot zu vermeiden. Dworetski bietet hierfür eine Menge ausgezeichnetes Trainings­material und viele Übungsaufgaben. Er untersucht alle Probleme aus der Sicht des prakti­schen Spielers, gibt viele Faustregeln und betrachtet die psychologischen Erfordernisse.

Als berühmtester Schachtrainer der Welt profitiert Dworetski von den Anregungen seiner hochkarätigen Schüler, die viele Fehler und neue Ideen selbst in so ausführlich analysierten Partien wie Tal-Botwinnik, Karpow-Kasparow und Kasparow-Kortschnoi gefunden haben. Außerdem nutzt Dworetski die Anmerkungen der beteiligten Spieler und stellt sie einander gegenüber, so dass sich eine sehr spannende Sicht auf die psychologischen Auswirkungen ergibt.

Wie Artur Jussupow es in seinem Vorwort zu Dworetskis exzellenter Endspieluniversität formulierte: "Eines der Geheimnisse der russischen Schachschule offenbart sich jetzt vor Ihnen, werter Leser!"

Karsten Müller

Hamburg

Mai 2009

Details
Sprache Deutsch
Autor Dworetski, Mark
Verlag New in Chess
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 950 g
Breite 17,7 cm
Höhe 24 cm
Seiten 448
ISBN-13 9789056913007
Erscheinungsjahr 2009
Einband gebunden
Inhalte

006 Vorwort

007 Einleitung

013 TEIL 1 Sich in die Stellung Vertiefen

014 Kapitel 1 Kombinatorische Feuerwerke

029 Kapitel 2 Schachbotanik - Der "Stamm"

036 Kapitel 3 Schachbotanik - Der "Strauch"

043 Kapitel 4 Schachbotanik - Variantengestrüpp

055 Kapitel 5 Irrationale Verwicklungen

069 Kapitel 6Überraschungen bei der Variantenberechnung

078 Kapitel 7 Weitere Überraschungen bei der Variantenberechnung

095 TEIL 2 Endspielanalysen

096 Kapitel 8 Zwei Computeranalysen

104 Kapitel 9 Zwischenzüge im Endspiel

109 Kapitel 10 Spielen Sie wie ein Computer

117 Kapitel 11 Die Überprüfung von Studien

124 Kapitel 12 Studien für Turnierspieler

130 Kapitel 13 Das Ausspielen von Endspielstudien

139 Kapitel 14 Zwei Endspiele von Anatoly Karpow

161 TEIL 3 Trainingspartien 162 Kapitel 15 Die Ersten Schritte als Trainer

168 Kapitel 16 Fragen über eine Partie

178 Kapitel 17 Entgegengesetzte Rochaden

186 Kapitel 18 Viel Trainingsmaterial in Wenigen Zügen

199 Kapitel 19 Aufs Ganze Gehen

225 TEIL 4 Praktische Psychologie 226 Kapitel 20 Hätte Er Opfern Sollen?

237 Kapitel 21 Eine Einladung zur Analyse

247 Kapitel 22 Chaos auf dem Brett

263 Kapitel 23 Soll ein Bauer Geschlagen — oder ein Angriff Geführt Werden?

281 Kapitel 24 Ein Duell der Gegensätze

296 Kapitel 25 Auf Großmeisterniveau

329 Kapitel 26 Erfahrung gegen Jugend

345 TEIL 5 Lasker der Große 347 Kapitel 27 Wie Spielt Man mit einem Bauern Weniger

353 Kapitel 28 Ein Klassiker unter dem Mikroskop

373 Kapitel 29 Gerechtfertigte Gier

382 Kapitel 30 Ungerechtfertigte Gier

392 Kapitel 31 Durch die Niederlage zum Sieg

403 Kapitel 32 Duell der Schwerfiguren

418 Kapitel 33 Ein Historischer Fortsetzungsroman

448 Verzeichnis der Partien und Fragmente

Varietas delectat. (Abwechslung erfreut.)

Gehobene schachliche Unterhaltung und Belehrung verspricht Dworetskis neuestes Buch, Die Universität der Scbachanalyse. Es basiert auf einer Reihe von Artikeln, die Dworetski für das "amerikanische Internetportal Chess- Cafe.com (ab dem Jahr 2000) und später auf den russischen Seiten e3e5.com und chesspro.ru veröffentlicht hat". Die dadurch entstandene lockere Struktur kommt dem wählerischen Leser entgegen, denn Dworetski deckt ein breites Spek­trum an Themen wie Variantenberech­nung, Endspielanalysen oder "Praktische Psychologie" ab. Wie der Titel schon sagt, liegt der Schwerpunkt dabei auf der Analyse. Und die ist detailliert, ja, viel­leicht noch detaillierter als bei Dworetski üblich, denn immer wieder verweist Dworetski auf andere Autoren oder neue Erkenntnisse, die er beim Training mit seinen Schülern gewonnen hat. So er­strecken sich die Analysen einzelner Partien teilweise über zwanzig bis dreißig Seiten und wie immer bei Dworetski braucht man Zeit, Geduld und Durchhalte­vermögen, um sich durch die zahlreichen Verästelungen und Varianten zu arbeiten. Ein Highlight des Buches ist dabei Teil 5, "Lasker der Große", in dem Dworetski sechs Lasker-Partien untersucht. Wie Robert Hübner kommt er zu dem Schluss, dass es sich bei der "weit verbreiteten Meinung", Lasker wäre "der erste wirklich psychologisch agierende Meister, der die Schwächen seiner Gegner analysierte und gekonnt ausnutzte ... um einen Mythos handelt, für den es keinen Beleg gibt". (Die Universität der Schachanalyse, S. 345) Das ist eine der vielen Entdeckungen, die man machen kann, wenn man sich traut, mit Dworetski an der Hand, den "Dschungel des Weltklasseschachs" zu betreten. Und wenn man sich den Spaß nicht verderben lässt, kann das viel Spaß machen.

Mit freundlicher Genehmigung

Johannes Fischer, KARL 3/2009

**********

Rezension der englischen Originalausgabe "Dvoretsky's Analytical Manual":

Wer höhere Ambitionen im Schach hegt, kommt um Mark Dworetski schwerlich herum. Zwar war der russische Startrainer nie der große Systematiker und er ist auch kein großer Literat. Im Sammeln von hochkarätigem Trainingsmaterial - Stellungen, in denen sich die Spreu vom Weizen scheidet - leistete er jedoch Stabsarbeit (erst in letzter Zeit tun es ihm einige diesbezüglich gleich, zum Beispiel Aagaard).

Seine frühen Bücher wie Geheimnisse gezielten Schachtrainings oder Positionelles Schach waren bahnbrechend, im Westen realisierte man erst damals richtig, wie in Russland Schach gelehrt wird. Es folgten rasch weitere Werke, nach dem Misserfolg des eher zusammengeschusterten Theorie und Praxis der Schachpartie vermied Dworetski indes die dro­hende ,,Karriere" eines Fließbandschreibers; erst nach mehrjähriger Pause folgte der Klassiker End­spieluniversität.

Seitdem sind auch wieder einige Jahre ins Land ge­gangen, Zeit für ein neues Werk: Dvoretsky 's Analytical Manual. Wieder mit Überformat (420 Seiten), doch werden nur relativ wenige Partien ausgeleuch­tet, dafür aber bis in den letzten Winkel. Vergleich­bar fällt mir hier nur Jan Timman analysiert Großmeisterpartien ein. Mit einigen bemerkenswer­ten Ausnahmen sind die Partien recht bekannt, zum Beispiel aus Kasparows Vorkämpfer-Serie oder auch dem besagten Timman-Buch (Kortschnoj-Karpow, 21. WM-Partie 1978).

Im Unterschied zu jedem anderen Schreiber verwen­det Dworetski ausschließlich jahrelang in eigenen Händen gereiftes Material: Die Partien haben jeweils schon etliche Trainingssitzungen mit angehenden Großmeistern hinter sich, und dabei sammeln sich jede Menge Ideen. Dworetski stellt im Buch allerlei Trainingsfragen, zum Beispiel wie es in einer ver­wickelten Nebenvariante noch komplizierter hätte weitergehen können. Man darf als Normalsterblicher keinesfalls erwarten, irgendetwas auf Anhieb zu ver­stehen oder gar komplett zu lösen (die ersten eins, zwei Züge, vielleicht, aber dann ...). Erst wenn man sich tief und geduldig in das Partiegeschehen einar­beitet, hat man eventuell eine Chance.

Dazu gehört aber angesichts der Struktur des Buches auch große Selbstdisziplin: Die Lösungen finden sich ohne jegliche opti­sche Abgrenzung bereits in der nächsten Zeile. Anderenfalls hatte man zum Beispiel die Möglichkeit, erst einmal weiter­zumachen im Partietext und dann mit gewachsenem Über­blick über das Gesamtgesche­hen zu den Trainingsfragen zu­rückzukehren.

Weitere Bearbeitungsprobleme sind häufige Notations- oder Zugnummerierungsfehler, mal ein falsches Diagramm (S. 98), unzureichende optische/satz­technische Abgrenzung bei sich über Seiten hinziehenden Nebenvarianten (zum Bei­spiel S. 184: wegen eines Zugnummerierungs- plus Schriftsatzfehlers bekommt man den Einstieg in eine ellenlange Nebenvariante zunächst gar nicht mit) und diverse Kleinigkeiten mehr. Es genügt schon, wenn einen der hochkomplexe Inhalt verwirrt, die zusätzliche "Erschwernis" wäre da nicht vonnöten gewesen. Bei der deutschen Ausgabe der Endspielu­niversität ist das alles viel besser gelöst. Mithin emp­fiehlt es sich, auch unabhängig eventueller Sprach­barrieren auf eine deutsche Ausgabe zu warten.

(...)

Insgesamt ein monumentales Werk. Für einen Brei­tenerfolg könnten die behandelten Inhalte jedoch zu schwer verdaulich sein. Aber vielleicht täusche ich mich da auch!

Mit freundlicher Genehmigung

Harald Keilhack, Schach 3/2009

Die Universität der Schachanalyse

EUR

29.9