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Art.-No.: LOSHA1E4FDSSG

Playing 1.e4

384 pages, hardback, Quality, 1. edition 2018.

€29.99
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

Developing an effective repertoire with 1.e4 requires extensive research, mixed with fine judgement and a good deal of creativity. In this, the second of three volumes, GM John Shaw turns the analytical spotlight on the French Defence, advocating his own favourite weapon for White, the Tarrasch Variation. The final part of the book begins the mammoth task of tackling the Sicilian Defence, by considering a number of rare but tricky options available to Black in this opening.

Just like the previous volume in the series, this book is based upon a foundation of tried and tested main lines, boosted by a number of innovative suggestions that will cause no end of trouble to your opponents. The repertoire is completed by a third volume, which covers the main lines of the Sicilian.

John Shaw is a grandmaster and three-time Scottish Champion.

Details

Language English
Author Shaw, John
Publisher Quality
Edition 1.
Medium Book
Weight 800 g
Width 17 cm
Height 24 cm
Pages 384
ISBN-13 978-1-78483-071-7
Year of Publication 2018
Binding hardback

Contents

004 Key to symbols used

005 Preface

006 Bibliography

007 Introduction to the Repertoire

French - Various 3rd Moves

009 1) Rare Lines

031 2) Guimard

058 3) 3...a6

091 4) 3...Be7

French - 3...Nf6

132 5) 3...Nf6 - Sidelines

164 6) 3...Nf6 - Main Line

French - 3...c5

182 7) 4...exd5

215 8) 4...Qxd5 - Sidelines

235 9) 4...Qxd5 - Main Line

French - 3...dxe4

253 10) Rubinstein

286 11) Fort Knox

Sicilian Sidelines

302 12) Rare 2nd Moves

325 13) 2...e6 - Sidelines

357 14) 2...Nc6 & 2...d6 - Sidelines

378 Index of Main Games

380 Variation Index

Ich bin seit meiner Jugend von Repertoirebüchern fasziniert. Ich mag es, wenn ein Autor es schafft, ein in sich schlüssiges und gut analysiertes Eröffnungsrepertoire in Buchform zu pressen. Am liebsten sind mir solche, die mit 1.e4 beginnen, aber ich habe in den letzten Jahrzehnten auch viele andere gesammelt. Zuletzt habe ich mit "Ein einfaches Eröffnungsrepertoire für Weiß" von IM Sam Collins (Gambit, 2017) gearbeitet, das mir aber auch immer wieder die Nachteile dieses Genre aufzeigte. Zwar enthält es viele tolle Ideen, aber es fehlen eben auch viele Nebenvarianten, da seine 176 Seiten sonst gut und gerne auf das drei- bis vierfache angestiegen wären. Erst der Verlag Quality Chess kam auf die Idee, ein Eröffnungsrepertoire einfach auf mehrere Bücher zu verteilen. Im 1.e4-Bereich begann es mit den Werken von GM Parimarjan Negi, die sehr gut strukturiert waren, aber auch recht heiße Systeme empfahlen, deren Variantenvielfalt sich nicht einmal der Autor selbst merken konnte. Obwohl diese Reihe noch nicht abgeschlossen ist, legte Quality Chess nach und beauftragte den gewissenhaften GM John Shaw mit einem positioneller geprägten und somit auch weniger theorielastigen Eröffnungsrepertoire, das mit 1.e4 beginnen und auf nur 2 Bücher begrenzt werden sollte. Der erste Band wurde 2016 veröffentlicht und behandelte auf stolzen 628 Seiten alles außer die Französische und die Sizilianische Verteidigung. Die vorgestellten Systeme strebten langfristige Vorteile wie Raum oder auch die bessere Bauernstruktur an und machten einen guten Eindruck. Häufig empfahl er frische Ideen, die noch nicht so gut analysiert waren und bereicherte die Eröffnungstheorie mit diversen Neuerungen. Ich konnte bisher nur die Empfehlung gegen 1.e4 g6 ausprobieren und kam dort zu einem schönen Sieg, obwohl ich es nicht einmal gut spielte.

Jetzt ist er mit "Playing 1.e4- French Defence & Sicilian Sidelines" zurück und hat auch hier einige gute Ideen im Gepäck. Wie der aufmerksame Leser sicher gemerkt hat, konnte das ehrgeizige Ziel eines zweibändigen Eröffnungsrepertoires damit nicht eingehalten werden. Stattdessen gibt es neben diesem auch noch einen dritten Band zu den Sizilianischen Hauptvarianten, der aber zeitgleich veröffentlicht wurde. Ich finde es etwas merkwürdig, warum man sich dann in diesem Buch nicht ausschließlich der Französischen Verteidigung gewidmet hat, aber das ist meckern auf höchstem Niveau.

Nach 1.e4 e6 wird die Tarraschvariante nach 2.d4 d5 3.Sd2 empfohlen, was keine große Überraschung darstellt. Das System war für mich aus schwarzer Sicht immer recht schwierig zu spielen, weshalb ich es mittlerweile einfach auch mit Weiß im Repertoire habe und gut damit punkte. Weiß verstellt mit dem Springer zwar den Läufer auf c1, kann aber dafür mit c3 später den Bauern auf d4 stützen und schwarzes Gegenspiel eindämmen. Der Autor analysiert dabei auch die Nebenvarianten recht gut und zeigt stets, wie Weiß kontrolliert einen leichten Vorteil halten kann. Richtig überrascht hat er mich in der einen Hauptvariante nach 3. ...Sf6 4.e5 Sfd7 5.Ld3 c5 6.c3 Sc6 7.Se2 cxd4 8.cxd4 f6 9.exf6 Sxf6 10.0-0 Ld6 11.Sf3, wo er erst den Zug Dc7, den ich immer noch als häufigsten Zug an dieser Stelle auf das Brett bekomme, als Nebenvariante gegenüber 11. ...0-0 degradiert und darauf dann mit dem eher seltenen 12.h3 reagiert, den ich bisher noch nicht kannte. Das Gute ist aber, dass Schwarz ihn wohl auch kaum kennen wird und die Analysen einen typischen leichten Vorteil für Weiß einbringen.

Bei dem zweiten Hauptzug 3. ...c5 sehen wir in der Hauptvariante auch ein typisches Bild für das Shawrepertoire. Nach 4.exd5 Dxd5 5.Sgf3 cxd4 6.Lc4 Dd6 7.0-0 Sf6 8.Sb3 Sc6 9.Sbxd4 Sxd4 10.Sxd4 a6 11.Te1 Dc7 wird erst mit 12.Lf1 wieder etwas frisches präsentiert, nach 12. ...Ld6 ist die Hauptempfehlung 13.Sf5 nach Lxh2 14.Kh1 Kf8 aber nicht ganz so kontrolliert, weshalb der Autor hier auch noch das ruhigere 13.g3 präsentiert, damit der kontrollierte Aspekt in dem Repertoire eingehalten werden kann.

Ein ähnliches Bild ergibt sich im Sizilianischteil des Buches. Hier wird der offene Sizilianer nach 1.e4 c5 2.Sf3 und dann gegen fast alles 3.d4 empfohlen, es geht aber etwas ruhiger wie bei GM Negi zu. Gegen zum Beispiel die Basman- Sale-Variante nach 1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Lc5, die ich selbst einige Zeit gespielt habe, wird die Variante empfohlen, wegen der ich sie wieder eingestampft habe, obwohl ich das nie auf das Brett bekam. Weiß bietet hier mit 5.Le3 Db6 6.Sb5 ein Bauernopfer an, das Schwarz auf den schwarzen Feldern aber große Probleme bringen wird. Das Ganze ist wieder etwas riskanter, darum analysiert GM Shaw die Variante auf 13 Seiten so genau, dass beim Leser eigentlich keine Fragen mehr übrig bleiben können.

Das Ganze wird in einer guten Mischung aus Varianten, Partiefragmenten und vollständigen Modellpartien behandelt und bringt wieder einige neue Ideen in Umlauf.

Insgesamt kann ich das Buch allen Spielern mit einem Hang zu dynamischem Positionsspiel, die gerne aus einer kontrollierten Stellung heraus auf Gewinn spielen, nur wärmstens empfehlen!

IM Dirk Schuh

Juni 2018

Extract

Playing 1.e4