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Art.-No.: LMKAUSDW

Schachstrategie der Weltklasse

226 pages, paperback, Chessgate, 1. edition 2009.

€22.90
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Vorwort

Eine der besten Methoden zur Verbesser­ung der Spielstärke eines Schachspielers besteht darin, sich einen Spitzenspieler als Vorbild zu suchen und dessen Partien gründlich zu analysieren. Durch die Frage­stellungen »Was ist typisch für diesen Spieler?« und »Warum ist er so erfolgreich?« werden die schachlichen Besonderheiten des Vorbilds herausgearbeitet. Durch Nach­ahmung in den eigenen Partien lassen sich praktische Erfolge feiern.

In dem vorliegenden Buch wird der schwe­dische Weltklassespieler Ulf Andersson zum Vorbild genommen und seine Partien untersucht. Anderssons beste Zeit als Nah­schachspieler (bevor er sich in späteren Jahr­en erfolgreich dem Fernschach widmete) war in den 70er und 80er Jahren, also »vor« meiner eigenen Zeit als Schachspieler. Mitte der 90er Jahren durfte ich als auf­strebender Jungstar gegen den routinierten Veteran selbst zweimal die Klingen mit ihm kreuzen. Unsere erste Partie fand 1996 statt und nach 91 Zügen musste ich mich geschlagen geben - ohne wirklich zu ver­stehen, was ich falsch gemacht hatte! Ich hatte einfach das Gefühl, dass mein ein­ziges Problem darin bestand, das entste­hende Endspiel gegen Andersson und nicht gegen einen anderen Spieler zu verteidigen. Deshalb war ich für unsere nächste Be­gegnung äußerst motiviert. Auf die muss­te ich fast ein Jahr warten und hatte dann auch noch die weißen Steine! Ich versuchte so viel Druck wie möglich zu machen, aber es war, als ob ich gegen eine Wand kämpfen würde. Alle Bemühungen waren umsonst und die Partie endete Remis.

Natürlich hatte ich mich schon vor diesen persönlichen Begegnungen intensiv mit den Partien Anderssons befasst. Neben der ge­radezu sprichwörtlichen Endspieltechnik hat sein Spiel noch viele weitere Facetten. Es ist geprägt von Klarheit, jedoch weiß er sich auch in verwickelten Situationen zu behaupten, wie z.B. die Partien im Kapitel »Die Kunst der Verteidigung« zeigen.

Ein weiteres charakteristisches Motiv, das positionelle Qualitätsopfer, wurde durch die Partien Anderssons sowie die meines absoluten Lieblingsspielers - dem 9. Welt­meister Tigran Petrosian - zu einem festen Bestandteil meines schachlichen Reper­toires.

Es ist erfreulich, dass mit diesem Werk einerseits das Schaffen Anderssons eine Würdigung erfährt und andererseits dem Leser hervorragendes Trainingsmaterial präsentiert wird. Ich finde es besonderes wichtig, dass Feinheiten vermittelt werden, die der schachlichen Weiterentwicklung förderlich sind: Heutzutage ist man schon zu sehr an die Meinung der Computer­programme gewöhnt, dass jedes Buch, das uns selbst wieder zum Nachdenken bewegt, eine wichtige Ergänzung bietet. Dieses Buch öffnet die Augen für das, was einen Weltklassespieler wirklich ausmacht!

Guido Kern und Jürgen Kaufeld haben sehr sorgfältig die Partien ausgewählt und geben einen vielschichtigen Einblick in die »Schachstrategie der Weltklasse«. Durch die ausführlichen Kommentare und die thematische Anordnung werden die we­sentlichen Elemente in Anderssons Stil herausgestellt. Nicht zuletzt durch die Trainingsfragen wird der Leser aktiv eingebunden, um sein Verständnis zu erwei­tern und seine eigenen schachpraktischen Fähigkeiten zu verbessern. Ich bin sicher, dass ein breites Schach-Publikum von die­sem Buch profitieren wird.

Peter Leko

Details
Language German
Author Kaufeld, Jürgen
Kern, Guido
Publisher Chessgate
Edition 1.
Medium Book
Weight 440 g
Width 16.5 cm
Height 24 cm
Pages 226
ISBN-13 9783935748179
Year of Publication 2009
Binding paperback
Contents

007 Vorwort von Peter Leko

009 Einleitung

011 Spiel auf zwei Schwächen

028 Raumvorteil

044 Beherrschung der d-Linie

055 Prophylaxe

065 Spiel gegen den Isolani

078 Läuferpaar

091 Origineller Läufertausch gegen Springer

104 Kampf gegen den Igel

114 Positionelles Qualitätsopfer

129 Positionelles Damenopfer

139 Die Kunst der Verteidigung

154 Katalanisches Endspiel

169 Turmendspiele

194 Turm und Leichtfigur

206 Leichtfigurenendspiele

222 Kurzbiographie Ulf Andersson

223 Zitate über Ulf Andersson

224 Index

226 Zeichenerklärung

Ein Buch, welches in der Flut der Eröffnungs-Neuerscheinungen unverdientermaßen untergehen könnte. Von klein auf habe ich mich selbst mit den Partien Anderssons befasst, und wider Erwarten war ich da­mit nicht der Einzige - eilt dem Schweden doch eher der Ruf eines Langweilers voraus. Umso erfreuter war ich, jetzt ein Buch in Händen zu halten, das mir unbewusst auf den ersten Blick bekannt vorkam und doch zugleich bislang einzigartig ist. Die (hervorra­gende!) Auswahl der Partien (insgesamt 80), die Un­terteilung der Schlüsselelemente von Anderssons

Spiel, all das entspricht ziemlich exakt der Vorstel­lung, die ich mir im Verlauf der Jahre gebildet hatte. Als da wären: glasklares Positionsspiel, Verteidigungs- und Endspielkunst, Prophylaxe, die Vorliebe für bestimmte positionelle Opfer. Was hier vielleicht noch ziemlich allgemein klingt, wird im Buch nach konkreteren Elementen unterteilt, zum Beispiel den überraschenden Abtausch eines Läufers gegen einen Springer, Spiel gegen den Isolani, positionelles Qualitäts- und Damenopfer, Katalanisches Endspiel, usw. "Pflicht" ist die Beschäftigung mit Anderssons Werk für Igel-Fans: War er einst einer der Pioniere auf schwarzer Seite (im Buch unter anderem mit eleganten Schwarzsiegen gegen Karpow und Chri­stiansen), so zeigte er später diverse positioneile Ide­en gegen den Igel. Man lernt bei Andersson wie bei keinem anderen ,,reines" Schach, nicht gestört von irgendwelchen taktischen oder sonstigen "Zufällen". Optisch irritiert mich etwas der schwache Kontrast zwischen schwarzen und weißen Türmen. Und bei der Kommentierung hätte man mehr Gewicht auf die Eröffnungsphase legen können. Vielleicht war An­dersson gerade auf diesem Gebiet unterschätzt, denn ohne entsprechende Expertise in seinen scheinbar harmlosen Weißeröffnungen hätten sich seine Geg­ner kaum wieder und wieder in perspektivarme tech­nische Stellungen ohne jegliches Gegenspiel drücken lassen.

Sehr wenig erfährt man über den privaten Ulf Andersson, aber gut, es ist ein Trainingsbuch (immerhin erinnere ich mich an Interviews im New in Chess Magazine sowie in Tim Hardings Fernschachzeitung Chessmail). Quellenhinweise fehlen völlig. Den genannten Kritikpunkten zum Trotz: allein die hervorragende Materialzusammenstellung und -gliederung sollte zum Kauf animieren!

Mit freundlicher Genehmigung

Harald Keilhack, SCHACH 2/2010

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In 15 Kapiteln werden insgesamt 80 Partien des Schweden Ulf Andersson unter die Lupe genom­men. Er gilt als großer Stratege und Endspielkünstler. Die Kapitel ent­sprechen folgenden Mittel- und End­spielthemen: Spiel auf zwei Schwä­chen, Raumvorteil, Beherrschung der d-Linie, Prophylaxe, Spiel gegen den Isolani, Läuferpaar, Origineller Läu­fertausch gegen Springer, Kampf ge­gen den Igel, Positionelles Qualitäts­opfer, Positionelles Damenopfer, Die Kunst der Verteidigung, Katalanisches Endspiel, Turmendspiele, Turm und Leichtfigur, Leichtfigurenendspiele. Je­des beginnt mit einer Einführung zur Thematik gefolgt von einer Abhand­lung der zugehörigen Partien. Alle 80 Partien sind komplett wiedergegeben und mit Varianten sowie Kommenta­ren versehen. Dabei werden oft winzi­ge Vorteile oder scheinbar gleiche Stel­lungen in einen Sieg umgemünzt. Der Leser erhält einen sehr guten Einblick in strategische Themen und saubere Endspielführung. An Schlüsselstellen wird zu einer Analyse mit anschlie­ßender Zugwahl aufgefordert. Wer sich dazu durchringen kann, wird sicher einen noch größeren Lerner­folg erzielen, auch wenn er - je nach Spielstärke - häufig nicht den korrek­ten Zug findet. Die Partien sind gut gewählt und zusammengestellt. Die Kommentierung ist gut gelungen und hilfreich, hätte an manchen Stellen jedoch vielleicht den Kernpunkt des jeweiligen Kapitels noch deutlicher herausstellen können. Allerdings ist es bei den behandelten Themen un­vermeidlich, dass bei einem Ama­teur Fragen offen bleiben. Das Buch ist daher auch sehr gut geeignet, um die Partien am Schachabend im Club oder mit Freunden zu betrachten und dann gemeinsam Fragen zu klären. Fazit: Mancher Schachspieler be­schäftigt sich lieber mit anderen The­men, aber dieses Buch hat eine gute Beachtung verdient. Das Durchspie­len der Partien macht mir jedenfalls viel Spaß, was neben der immer er­hofften Spielstärkesteigerung für ei­nen Amateur auch sehr wichtig ist.

Mit freundlicher Genehmigung

Prof. Dr. Matthias Willems, Schachwelt 10/2009

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Ulf Andersson war auf dem Höhepunkt seiner Karriere kaum zu besiegen. Neben seinen großen Verteidigungsfähigkeiten bestach der langjährige Top-Ten-Spieler durch die Realisierung subtiler Vorteile, wie sie zu jener Zeit Anfang der Achtziger nur bei Karpow zu sehen waren. Seine Endspieltechnik war legendär (vgl. KARL 2/2008, S. 30ff). Gerade diese Fähigkeit trug entscheidend dazu bei, dass er sich 2002 im Fernschach, wo sein unglaublich tiefes Spielverständnis ideal zur vollen Entfaltung kommt, an die Spitze der Weltrangliste setzte. Trotz seiner außerordentlichen Erfolge litt seine Reputation leider durch seine häufigen Kurzremisen. Wer sich allerdings trotz dieser Hürde mit seinen Partien beschäftigt, wird reich entschädigt.

Es ist daher erfreulich, dass Chessgate nun mit Schachstrategie der Weltklasse von FM Jürgen Kaufeld und IM Guido Kern das Schaffen des Schweden würdigt. In "15 Trainingslektionen", wie es im Untertitel heißt, werden 80 Partien vorgestellt, die langfristige Pläne illustrieren, die nicht selten bis ins Endspiel reichen. Der Spielstil des Schweden eignet sehr gut zur Illustration strategischer Aspekte. Seinen Partien wohnt oft eine luzide Klarheit inne, die im modernen Schach, das nach dynamischen Gegenchancen sucht, kaum noch zu finden ist. Die Partienauswahl ist ebenso gelungen wie die scharfsinnigen Analysen und die didaktische Präsentation. Die Kommentare charakterisieren die wesentlichen Stellungsmerkmale und bringen die Idee, die sich hinter den Zügen verbirgt, zum Vorschein.

Die Autoren finden gute Beispiele, um Aspekte wie Raumvorteil, Isolani oder Prophylaxe anschaulich darzustellen. Zudem bietet diese Partiensammlung insbesondere für Katalanisch, Englisch- und Igel-Spieler zahlreiche instruktive Beispiele. Natürlich beschäftigen sich viele Kapitel mit Anderssons Endspielvirtuosität. Außerdem gibt es Abhandlungen zu positionellen Qualitäts- und Damenopfern, die beim Schweden häufig vorkommen und an Petrosjan erinnern.

Schachstrategie der Weltklasse ist ein Arbeitsbuch. Zahlreiche teils knifflige Zwischenfragen halten während der Partienanalysen zur sorgfältigen eigenen Mitarbeit an.

Ein empfehlenswertes Buch, das auch durch das Layout überzeugen kann. Einzig die Diagrammdarstellung mit alten Figurensätzen ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Mit freundlicher Genehmigung

Harry Schaack, KARL 3/2009

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Ein ganz bemerkenswertes neues Buch gibt es aus dem Hause Chessgate: "Schachstrategie der Weltklasse, 15 Trainingslektionen zu den Partien von Ulf Andersson" von Jürgen Kaufeld und Guido Kern. Die beiden Autoren haben 80 Partien aus dem reichhaltigen Schaffen von Ulf Andersson herausgesucht und auf der Suche, aufgrund welcher strategischen Merkmale er sie erfolgreich geführt hat, tief analysiert. Auch wenn die Strategie im Vordergrund steht, kommt die Taktik nicht zu kurz. Nach dem jeweils interessierenden Motiv haben sie diese Partien dann 15 Kapiteln zugeordnet, und zwar:

1. Spiel auf zwei Schwächen,

2. Raumvorteil,

3. Beherrschung der d-Linie,

4. Prophylaxe,

5. Spiel gegen den Isolani,

6. Läuferpaar,

7. Origineller Läufertausch gegen Springer,

8. Kampf gegen den Igel,

9. Positionelles Qualitätsopfer,

10. Positionelles Damenopfer,

11. Die Kunst der Verteidigung,

12. Katalanisches Endspiel,

13. Turmendspiele,

14. Turm und Leichtfigur,

15. Leichtfigurenendspiele.

Wie anhand der Aufzählung leicht zu erkennen ist, richtet sich das Interesse der Autoren sowohl auf das Mittelspiel als auch auf das Endspiel.

Ulf Andersson, viele Jahre lang in der absoluten Weltspitze etabliert, gilt als ein Spieler mit einem besonders ausgeprägten Stellungsgefühl und als Könner auch im Endspiel. Was läge näher als gerade seine Partien auf die hervorstechendsten strategischen Gründe des Erfolges zu untersuchen?

Guido Kern und Jürgen Kaufeld sind Internationaler Meister (Kern) bzw. FIDE-Meister (Kaufeld). Beide sind erfahrene Schachtrainer, sie haben in der 1. bzw. 2. Bundesliga am Brett gesessen.

Die Trainererfahrung wird an einer Besonderheit des Werkes deutlich: Jede Partie enthält eine oder mehrere Aufgabenstellungen, die den Leser zum jeweiligen Thema schulen sollen und ihm einiges abverlangen. Die Autoren empfehlen, den Partiefortgang abzudecken und erst nach dem Bewältigen der Aufgaben einzusehen. Mal sind die Fragestellungen konkret, dann wieder sehr weit gefasst. Ein paar Beispiele:

1. Wickeln Sie in ein bekanntes theoretisches Gewinnendspiel ab!

2. Hier ist ein subtiler Stolperstein verborgen. Welcher Königszug ist genauer, 49.Kg7 oder 49.Kg6?

3. Wie kann Schwarz seine minimal bessere Stellung deutlich verbessern?

4. Finden Sie die entscheidende Kombination! Aber Vorsicht, die Variante muss weit und genau berechnet werden.

5. Wie nutzt Schwarz die weißen Felder zu seinen Gunsten?

Ich bin davon überzeugt, dass ein Leser, der dieses empfehlenswerte Werk intensiv durcharbeitet, seine Spielstärke nachhaltig hebt. Das Lernen ist hier nicht trocken und zäh, es ist unterhaltsam und im wahren Wortsinn ein "spielerisches".

In seinem Vorwort macht Peter Leko auf einen Nebeneffekt des Buches aufmerksam: Das Schaffen Ulf Anderssons wird gewürdigt. "Ich finde es besonders wichtig, dass Feinheiten vermittelt werden, die der schachlichen Weiterentwicklung förderlich sind" krönt er sein sehr gutes Urteil über die Qualität des im Werk angebotenen Trainingsmaterials.

Eine Kurzbiographie, Zitate über Ulf Andersson, ein Spieler- und ein Eröffnungsindex ergänzen den Lehr- und Partienbereich.

Wenn es aus der Sicht des Fernschachspielers überhaupt eine Träne zu vergießen gilt, dann betrifft dies das Fehlen von Beispielen aus Ulf Anderssons Fernschachpraxis. Immerhin war Andersson die Nr. 1 der Fernschach-Weltrangliste, wenn auch nur mit insgesamt 35 gespielten Partien. Da hätte ich mir die Aufnahme zumindest einer Fernschachpartie gewünscht.

Ansonsten: Daumen hoch, empfehlenswert!

2009/08

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

www.bdf-fernschachbund.de

Schachstrategie der Weltklasse

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