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LXLAKFIS

Fischer: Move by Move

427 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2015

Aus der Reihe »Move by Move«

21,54 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Bobby Fischer is a legendary chess figure, and many consider him to be the greatest chess player of all time. Fischer was a child prodigy who later developed into a phenomenal force. During his peak years he dominated his nearest rivals in a manner that had previously never been seen. Fischer achieved his goal of becoming World Champion after beating Boris Spassky in their ‘Match of the Century’ in 1972, an epic contest which did more than anything else to popularize the game throughout the world.

In this book, former American Open Champion Cyrus Lakdawala studies his favourite Fischer games. Lakdawala examines Fischer’s renowned skills in attack, defence, counterattack, exploiting imbalances, dynamic elements, accumulating advantages and endgame play.

Move by Move provides an ideal platform to study chess. By continually challenging the reader to answer probing questions throughout the book, the Move by Move format greatly encourages the learning and practising of vital skills just as much as the traditional assimilation of knowledge. Carefully selected questions and answers are designed to keep you actively involved and allow you to monitor your progress as you learn. This is an excellent way to improve your chess skills and knowledge.

Weitere Informationen
Gewicht 740 g
Hersteller Everyman
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2015
Autor Cyrus Lakdawala
Reihe Move by Move
Sprache Englisch
Auflage 1
Seiten 427
Einband kartoniert

003 About the Author

005 Bibliography

007 Introduction

025 1 Fischer on the Attack

086 2 Fischer on Defence and Counterattack

152 3 Fischer on the Dynamic Element

221 4 Fischer on Exploiting Imbalances

298 5 Fischer on Accumulating Advantages

369 6 Fischer on the Endgame

425 Index of Opponents

427 Index of Openings

Und noch ein weiteres Buch im Format "move by move“: einer, wenn nicht der größte Protagonist aller Zeiten, ist Bobby Fischer. Der darf natürlich in der Reihe, die die Größen des Weltschachs dem Vereinsspieler näher bringen soll, nicht fehlen.

Everyman Chess hat seinen Viel- und Schnellschreiber Cyrus Lakdawala drauf angesetzt. Und der hat seinen Job in gewohnt kurzweiliger Art souverän ausgeführt.

Der internationale Meister aus San Diego setzt schreibend das um, was typisch ist für den amerikanischen Stil, Schach zu kommentieren, und wie es vor allem von Maurice Ashley betrieben wird: mitreißend, pointiert, für ein breites Publikum. Lagdawala schreibt wortgewaltig und bilderreich. Normalerweise habe ich kein Problem damit, Schachbücher auf Englisch zu lesen. Der Sprachschatz ist überschaubar, die Schachterminologie ist mir geläufig. Aber bei Lakdawala muss ich doch öfters mal nachschlagen, weil die Wortwahl breit gefächert ist. Da zerfließt die Grenze zwischen reiner Fach-Literatur und Belletristik.

Ein Beispiel: schachtypisch wäre die Erläuterung: "wenn man schlecht steht, kann man ruhig noch Material mitnehmen“. Bei Lakdawala liest es sich so (in meiner Übersetzung, im Original klingt es noch blumiger): "Wenn man am Verhungern ist, erscheint einem selbst das widerlichste Essen genießbar.“ Gern garniert der gebürtige Inder seine Partiekommentare mit einer Portion buddhistischer Weisheiten ("Sieg gebiert Hass, weil der Besiegte unglücklich ist“ Buddha), weitere Lebensweisheiten und Sprichwörter aller Art reichern das "Gesamtmenü“ an. Griffige Schachmerkregeln dürfen freilich auch nicht fehlen, wie "einem Angriff am Flügel begegnet man am besten mit einem Gegenangriff im Zentrum“.

Es werden auch Sportvergleiche bemüht, als Amerikaner dürfen Verweise auf Baseball/Basketball nicht fehlen, auch die Popkultur darf im Sammelsurium der Querverweise nicht fehlen. Fischer wird mit Elvis verglichen: auch der "King of Rock’n Roll“ führte zwei völlig konträre Lebenshälften: in der ersten der Superstar, jung und attraktiv. Dann der Niedergang in der zweiten Lebenshälfte. Der Traum wird zum Albtraum. Kein schlechter Vergleich ...

Über Fischer wurde schon so viel geschrieben, sind wir nicht alle übersättigt von dieser schillernden wie kranken Persönlichkeit? Und doch, die Faszination, die vom Namen "Fischer“ ausgeht, ist ungebrochen. Und es macht Sinn, sich hin und wieder ein "Update“ über sein Schaffen

durchzuarbeiten. Es geht wieder rein ums Schach, den Stil, Biographisches wird ausgespart. Die Partien sind nicht chronologisch, sondern thematisch angeordnet. Da sieht man "Fischer im Angriff“, "Fischer in der Verteidigung“, "Fischer bei Ungleichgewichten, "Fischer im Endspiel“ u.a.; Lakdawala hat die Partien gut ausgewählt, unter den knapp 60 Partien, die ausführlich analysiert und mit viel Text angereichert werden, ist das Verhältnis von sattsam bekannten Fischer-Partien zu eher unbekannten etwa 2:1. Selbst diejenigen unter den Lesern, die schon mit Fischer vertraut sind, können hier noch neue Facetten entdecken. Da der Autor freilich mit den neuesten Engines die Partien abklopft, gibt es auch Neubewertungen in Fischers Klassikern. Perlen und Leckerbissen der Schachgeschichte hat Fischer auf jeden Fall hinterlassen, die kann man sich auch zum wiederholten Male auf der Zunge zergehen lassen - neue Perspektive lassen sich immer noch entdecken!

Stärken wie Schwächen des 11. Schachweltmeisters werden dem Leser greifbar gemacht. So seine "Gier“, seinen oft übertriebenen Glauben ans Material. Fischers größte Schwäche war gleichzeitig auch eine seiner Stärken: er wollte jede Partie unbedingt gewinnen, versuchte, aus jedem Endspiel alles rauszuquetschen. Das erinnert an den Anspruch und die Methode eines Magnus Carlsen. Fischer war vielleicht noch mehr gewillt, Risiken einzugehen, überzog häufig mal. Dafür war er dann auch in der Lage, mit unglaublicher Findig- und Zähigkeit zu verteidigen und alle Ressourcen aus schlechteren Positionen herauszuholen. Auch andere Fähigkeiten Fischers erinnern mich an den heutigen Weltmeister: seine Schnelligkeit - er kam quasi nie in Zeitnot, beim Blitzen war Fischer allen Zeitgenossen weit überlegen. Fischer wusste mit einem Blick, was Sache ist, hatte eine untrügliche Intuition und zugleich den taktischen Blick, der sogleich Kombinationen aufdeckte. Und nicht zu vergessen beider Stärke in Endspielen und klaren, technischen Positionen.

Zumindest in ihrem Eröffnungsvorgehen und im Repertoire unterscheiden sich diese beiden, aber es ist nun nicht der Moment, Fischer und Carlsen zu vergleichen. Ich soll Ihnen ja Bücher empfehlen, und das neue Fischer-Buch aus der Feder von Lakdawala bietet einiges. Vor allem die unvergänglichen, betörend aufwühlenden Fischerpartien, von unbedingter Hingabe an die 64 Felder beseelt, in denen sich taktische Raffinesse mit Schönheit und Harmonie der Spielführung vereint.

IM Frank Zeller,

Zeitschrift "Schach"


Mit dem VW-Käfer ist der Werbeslogan "er läuft und läuft und läuft“ geradezu untrennbar verbunden. Etwas Ähnliches kann man auch über den US-amerikanischen IM, Trainer und Autor Cyrus Lakdawala sagen - er schreibt und schreibt und schreibt. Und zwar Bücher aus der "move by move“-Reihe von Everyman Chess.

Zu den Neuerscheinungen des Jahres 2015 zählt auch "Fischer - move by move“, mit der Lakdawala dem Leser den legendären Ex-Weltmeister Robert (Bobby) Fischer näherbringen und ihn von dessen herausragenden Fähigkeiten profitieren lassen will. Inzwischen hat er mehr als 20 Bücher in der genannten Reihe veröffentlicht.

"Fischer - move by move“ ist inhaltlich wie folgt gegliedert (Auszug):

Bibliography

Introduction

1. Fischer on the Attack

2. Fischer on Defence and Counterattack

3. Fischer on the Dynamic Element

4. Fischer on Exploiting Imbalances

5. Fischer on Accumulating Advantages

6. Fischer on the Endgame.

Wie man sieht, enthält das Werk eingangs auch ein paar Worte zur Person Bobby Fischers. Damit lässt es sich zwar nicht in die Richtung einer Biografie rücken, es informiert aber über Eckdaten und die unvergesslichen Erfolge in der Karriere des vielleicht größten Spielers aller Zeiten.

Mittels insgesamt 56 Partien soll der Leser von Fischers Spielkünsten lernen. Die Kommen-tierung ist - typisch für die Bücher aus der "move by move“-Reihe - um Fragen und Übungen ergänzt, die den Leser veranlassen, konstruktiv mit dem Werk zu arbeiten. Die Fragen fordern vor allem Beurteilungen von ihm ab, zumeist sehr konkret gehalten. Die Übungen verfolgen unterschiedliche Intentionen; mal soll der Leser einen Plan entwickeln, dann eine Kombination finden oder seine Rechenfähigkeit unter Beweis stellen oder aber eine kritische Entscheidung treffen. Inwieweit seine Ergebnisse den Erwartungen des Autors entsprechen, erfährt er sogleich im Anschluss im Rahmen der weiteren Kommentierung.

Die Partien stammen aus der Zeit der frühen Karriere Bobby Fischers über das WM-Finale 1972 in Reykjavik bis hin zum sogenannten Revanchekampf 1992 in Sveti Stefan.

Wenn ich die Kommentierung aus Text und Varianten, bei denen Lakdawala bisweilen auch auf Beurteilungen der Engine Houdini zurückgreift, sowie die an den Leser gerichteten Fragen und Übungen insgesamt einbeziehe, dann ist "Fischer - move by move“ für mich ein Werk für den Spieler ab dem unteren Klubniveau.

Die Anforderungen an die fremdsprachlichen Kenntnisse des Lesers sind aufgrund eines verwendeten breiten Wortschatzes höher als bei den meisten anderen Büchern dieser Art. Ein ordentliches Schulniveau sollte dessen Englisch-Knowhow erreichen, wenn er nicht häufig die Bedeutung von Begriffen nachlesen will.

Fazit: "Fischer - move by move“ ist ein schulendes und unterhaltendes Werk für den Leser ab einem unteren Klubniveau. Ordentliche Englischkenntnisse sollten bei ihm vorliegen. Er erfährt Näheres über Bobby Fischer und soll von ihm lernen, wobei er vom Autor auch durch gezielte Fragen und Übungen geführt wird.

Uwe Bekemann

Fernschachpost 4/2016