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Gyula Breyer - The Chess Revolutionary

876 Seiten, gebunden, New in Chess, 1. Auflage 2017

45,09 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Gyula Breyer (1893-1921) was a highly successful and imaginative chess player. He won the championship of his native country Hungary as a teenager and achieved remarkable results against the leading players of his day.

But first and foremost, Breyer was a revolutionary in his chess thinking. He promoted the idea of dynamic chess and formulated many of the Hypermodern concepts, long before others started their investigations. Yet, after his death, he was omitted from most of the chess history books and today is only known for the Breyer variation, an ever popular defence against the Ruy Lopez.

However, Jimmy Adams has now unlocked Breyer’s legacy from the archives and made it accessible to the chess world at large. This monumental book presents 240 of his games, annotated by Breyer himself and many others. It also features a large number of articles, columns and fragments from newspapers, magazines and books, sparkling with chess and literary wit. The majority appear in English for the first time - and indeed in any language other than Hungarian.

By piecing together this material in chronological order, Jimmy Adams has constructed a mesmerizing biography covering Gyula Breyer’s intense, unconventional and ultimately tragic life. Included as well is a collection of his chess problems, some of which are truly amazing.

FIDE Master Jimmy Adams is a profilic chess author, who has written, translated and compiled a wide range of books on openings, historical tournaments and legendary players. His books include Johannes Zukertort, Artist of the Chessboard and Mikhail Chigorin, The Creative Genius.

Weitere Informationen
Gewicht 1,75 kg
Hersteller New in Chess
Breite 18,2 cm
Höhe 24,2 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2017
Autor Jimmy Adams
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-9056917210
Seiten 876
Einband gebunden

007 Introduction

026 Chapter 1 - The Budapest Chess Club

044 Chapter 2 - International debut in Köln

060 Chapter 3 - Down to zero

071 Chapter 4 - Prizewinning performance in Pöstyén 1912

119 Chapter 5 - Breslau 1912: joining ranks with the masters

172 Chapter 6 - Hungarian Champion

198 Chapter 7 - Austro-Hungarian rivalry

223 Chapter 8 - Breyer’s first masterpiece

244 Chapter 9 - Below expectations in Scheveningen

272 Chapter 10 - A gambit tournament

313 Chapter 11 - Unfinished business in Mannheim 1914

344 Chapter 12 - Outbreak of the First World War

351 Chapter 13 - New concepts and a new style

369 Chapter 14 - The Budapest Defence

382 Chapter 15 - Revolutionary articles

412 Chapter 16 - Creative competition in Budapest

427 Chapter 17 - An immortal game

447 Chapter 18 - Breyer reports

452 Chapter 19 - Unique annotations

464 Chapter 20 - Kassa 1918: arrival of the Hypermoderns

484 Chapter 21 - More original ideas

503 Chapter 22 - Aftermath of the War

509 Chapter 23 - Into exile

514 Chapter 24 - Szellemi Sport

529 Chapter 25 - Match defeat against Réti

536 Chapter 26 - A short trip to Vienna

543 Chapter 27 - Lacklustre form in Gothenburg 1920

568 Chapter 28 - Breyer’s greatest tournament victory

613 Chapter 29 - The world blindfold record

640 Chapter 30 - Bécsi Magyar Újság

697 Chapter 31 - ‘The most brilliant of all the competitors’

728 Chapter 32 - Writing to the end

755 Chapter 33 - Hungarian tragedy

763 Chapter 34 - The Breyer Variation

775 Chapter 35 - Legend lives on

782 Chapter 36 - How Breyer influenced Réti

793 Chapter 37 - Alekhine and Bogoljubow: the reluctant Hypermoderns

798 Chapter 38 - Amazing compositions

818 Chapter 39 - Obituaries, tributes and commemorations

825 Chapter 40 - Postscript

828 Chapter 41 - The final journey

833 Tournament and match record

834 Tournament tables

855 Index of openings

853 Index of games

857 Index of names

871 Acknowledgements

874 Quoted sources

Obwohl der Name von Gyula Breyer in der modernen Turnierpraxis allgegenwärtig ist, weil die nach ihm benannte Variante im Spanier bis heute gespielt wird, ist über den Ungar nur wenig bekannt. Zum einen war Breyers Leben vielleicht zu kurz, um nachhaltig in Erinnerung zu bleiben. Zum anderen lagen wichtige Quellen bislang nur in Ungarisch vor.

Breyer war ein Vordenker. Während das schachliche Leben in der Zeit des Ersten Weltkriegs weitgehend zum Erliegen kam, nutzte er die Gelegenheit, seine revolutionären Ideen niederzuschreiben. In extremem Kontrast zu Tarrasch begann er neue Systeme und Eröffnungsideen vorzuschlagen, die den Weg für die hyper­moderne Schule bereiteten. Ein Credo von ihm war, das Zentrum zwar zu kontrollieren, es aber nicht zu besetzten, wodurch bis dato unbekannte Fianchetto-Varianten populär wurden. Er führte mehrere neue Systeme in die Turnierpraxis ein, die der damaligen Lehrmeinung entgegenliefen, wie z.B. 1916 das Budapester Gambit.

Breyer ist auch bekannt für seine originellen und provokativen Kommentare. In einer seiner Kolumnen präsentiert er mit der Überschrift "Eine komplizierte Stellung“ die Grund­stellung. Anderswo schreibt er, dass die weiße Stellung nach 1.e4 bereits in Scherben liegt.

Breyer machte auch einige sehr moderne Vorschläge. Er plädierte je nach materieller Ver­teilung für eine differenziertere Bewertung von Remisstellungen und forderte ein Ratingsystem für Schachspieler – fünfzig Jahre vor Arpad Elo. Außerdem war er ein hervorragender Blind­spieler und stellte an 25 Brettern einen Welt­rekord auf. Darüber hinaus hinterließ er herausragende Kompositionen.

Als Spieler zählte er zur Weltklasse und brachte es unter die Top Ten. Schon als 19-Jähriger spielt er regelmäßig in Topturnieren, 1912 wird er Ungarischer Meister und erreicht ein Jahr vor seinem Tod mit dem Sieg in Berlin 1920, wo er mit einem Punkt vor einem Weltklassefeld siegt, seinen größten schachlichen Erfolg. Trotz seiner hohen Spielstärke und seiner literarisch hochwertigen theoretischen Beiträge ist er heute weitgehend vergessen.

Der profilierte Schachhistoriker Jimmy Adams, bekannt durch Monographien über Zuker­tort und Tschigorin, hat dem einflussreichen Neuerer mit einem fast 900-seitigen Werk nun ein Denkmal gesetzt. Dabei ist es Adams Verdienst, viele Originaltexte erstmals dem englisch­sprachigen Publikum zugänglich gemacht zu haben, so etwa dutzende Kolumnen­texte Breyers aus einer ungarischen Zeitung.

Der Autor hat nicht nur eine Sammlung von über 200 Partien, vorwiegend mit Kommen­taren von Breyers Zeitge­nossen vorgelegt, sondern auch viele Sekundärtexte, Nach­-rufe, theoretische Dis­kus­sionen u.v.m. aufge­nommen, sodass eine Anthologie entstanden ist. Leider sind die Textübergänge dabei häufig abrupt und unvermittelt. Auch weil die Quelle oft erst am Ende des Textes genannt wird, teilweise ohne Jahreszahl (wie etwa in der Gegenüberstellung der Analysen in Kapitel 17), fällt es dem Leser gelegentlich schwer, zu erkennen, wer da spricht: der Autor, Breyer oder ein anderer.

Trotz dieses Mammutwerks lässt sich nur erahnen, wie groß das Potential Gyula Breyers war. Noch bevor er seine volle Kraft entfalten konnte, starb der Ungar, der lebenslang mit Herz- und Lungen­problemen zu kämpfen hatte, 1921 mit nur 28 Jahren an einem Herzinfarkt – kurz bevor die Hypermoderne ihren Durchbruch hatte.

Harry Schaack

Schachmagazin KARL 4/2017