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LXMOIHTBADCT
Autor

How to Become a Deadly Chess Tactician

240 Seiten, kartoniert, Gambit, 1. Auflage 2002

17,17 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

A guide for chess-players to help them spot unlikely-looking tactical tricks and launch cunning attacks. Readers are shown how to hunt the enemy king and how to create practical chances when their position is difficult. Le Moir shows that the key factors in becoming a deadly tactician are motivation (having the willingness to sacrifice and to consider tactical ideas during play), imagination (being aware of tactical concepts that lead to ideas which other players might miss) and calculation (being able to analyse and calculate effectively).

Weitere Informationen
Gewicht 500 g
Hersteller Gambit
Breite 17,5 cm
Höhe 22,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2002
Autor David LeMoir
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-10 1901983595
ISBN-13 9781901983593
Seiten 240
Einband kartoniert

Contents

005 Symbols

005 Acknowledgements

006 Introduction

006 Three Steps to Becoming a Deadly Chess Tactician

Part One: Motivation

009 1 The Old Romantics

017 2 The Birth of Dynamism

025 3 The New Romantics

033 4 The Dynamic Romantics

038 5 The Deadly Tactician's Make-Up

039 The Reflex Action

041 6 Material Matters

042 The Expendable Pawn

048 The Out-Gunned Rook

055 The All-Powerful Queen?

063 7 You and Me

Part Two: Imagination

069 8 Simple Silent Sacrifices

070 Inside the Silent Sacrifice

075 Square Clearance

076 Line Clearance

078 Deflection

083 Diversion

088 Decoy

091 Interference

095 Elimination and Secondary Line Clearance

095 Substitution

097 Line-Grabbing

100 9 Complex Silent Sacrifices

100 Sd5 and All That

108 Multiple Motifs

120 10 Brilliant Blunders

120 Passive Sacrifices

131 The Unpinning Sacrifice

136 The Shunning Sacrifice

141 Ambush!

147 11 Tail-Lights

147 The Quiet Follow-Up

152 The Sting in the Tail

156 Quiet Stings

163 12 Pawns Passed and Present

163 Passed Pawn Connections

170 The Mating Habits of the Passed Pawn

174 The Pawn-Dash

179 13 Multiplication

179 Multiple Methods

185 Shirov's Multiple Sacrifices

Part Three: Calculation

187 14 Preparing to Sacrifice

187 The Sacrifice in Order to Sacrifice

191 Birth of a Combination

196 15 How Not to Calculate Combinations

196 Calculation for Athletes

198 Calculation for Joggers

199 Intuition versus Calculation

200 Tactical Trackwork

201 16 Have You Been Paying Attention?

202 Level 1 Test

205 Level 2 Test

208 Level 3 Test

211 17 Solutions

211 Solutions to Text Exercises

228 Answers to Level 1 Test

230 Answers to Level 2 Test

232 Answers to Level 3 Test

237 Index of Games

Wer wäre nicht gern ein "tödlicher Taktiker" - ein Spieler, der seine Punkte mit hübschen Glanzpartien und kleinen Kabinettstückchen garniert. David LeMoirs "How To Become a Deadly Chess Tactician" verspricht, diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Das Buch allein wird einen zwar nicht in einen "tödlichen Taktiker" verwandeln, macht aber Lust, wieder einmal etwas für die taktischen Fähigkeiten zu tun. Arbeitet man es gar durch, ist man taktisch sicher gefährlicher als vorher. Ermuntert wird man zu dieser Arbeit durch die unterhaltsame Form. Die Aufgaben zu lösen und den Text zu lesen macht genauso Spaß wie das reine Blättern, denn die eingefügten Illustrationen lockern den schachlichen Stoff angenehm auf.

Le Moir verfolgt ein klares Konzept, um den Leser zu einem waschechten Taktiker zu machen. Drei Dinge, so meint er, braucht der Schachspieler, um auf diesem Gebiet erfolgreich zu sein: Die Bereitschaft, die Entscheidung der Partie durch taktische Mittel zu suchen, die Kenntnis taktischer Konzepte sowie eine geschulte Vorstellungskraft, um sie umzusetzen, und schließlich die Fähigkeit gut und effektiv zu rechnen. Diese drei Voraussetzungen werden in dem Buch unterschiedlich ausführlich beleuchtet. LeMoir beginnt mit einem "Parforce-Ritt" durch die Schachgeschichte und wirft dabei vor allem einen Blick auf die "üblichen Verdächtigen" in Sachen Taktik - Anderssen, Aljechin, Tal und Kasparow. Trotz vieler bekannter Beispiele ein sehr unterhaltsamer Teil. Im nächsten Abschnitt werden wir in einer kleinen Sammlung von, zumindest mir, größtenteils unbekannten Beispielen damit vertraut gemacht, dass vieles relativ ist, vor allem materielle Dinge. Der erste Teil des Buches möchte vor allem unterhalten, um den Leser zu motivieren, taktisch zu spielen. Dieses Ziel wird erreicht. Die Beispiele zeigen, dass die taktische Entscheidung kein Zufallsprodukt sein muss, wenn man sie sucht und das Risiko nicht fürchtet.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit verschiedenen taktischen Konzepten. LeMoir erläutert beispielsweise ruhige Opfer (ohne Schlagfall oder Schach) sowie einige "Standard-Motive" (z. B. das Springeropfer auf d5 oder die Stärke von Freibauern). Auch wenn der Autor seinen lockeren und humorvollen Stil beibehält, ist hier die erhöhte Aufmerksamkeit des Lesers gefordert, denn es wird - schachlich - wirklich anspruchsvoll.

Dann folgt ein Abschnitt über die Kunst des Analysierens. Dieser Teil hat mir vor allem wegen seiner Kürze und seiner Beschränkung auf Wesentliches gefallen. Das Buch enthält bereits in seinen ersten beiden Teilen genügend Beispiele, an denen der Leser seine Rechenfähigkeiten testen und weiter entwickeln kann. Hier gibt der Autor dem Klub-Spieler lediglich einige praktische Tipps, wie er Ordnung in sein mentales Chaos bringen kann. Außerdem verweist LeMoir auf weiterführende Literatur zum Thema.

Zum Schluss folgen mehrere Seiten mit Testaufgaben. Bei diesen Tests behält der Autor das Konzept der vorhergehenden Kapitel bei. Er beginnt mit leichten Aufgaben (Level 1), dann folgen mittelschwere Aufgaben (Level 2) und am Ende richtig schwere Aufgaben (Level 3). Allerdings wirken LeMoirs Ansichten, welche Aufgaben schwer und welche leicht sind, manchmal recht willkürlich. Mitunter sind die Sprünge im Schwierigkeitsgrad der Beispiele ziemlich heftig, was aber durch die ausführlichen Erläuterungen des Autors teilweise aufgefangen wird. Ich hatte mir etwas mehr leichtere Beispiele gewünscht, um zu größeren Erfolgserlebnissen zu kommen.

Aber dennoch ein sehr gelungenes Buch, das allerdings insbesondere beim humorvollen Teil solide Englischkenntnisse verlangt, wenn man in den vollen Lesegenuss kommen möchte .

Karl 2/2002

Der Autor David LeMoir ist eigentlich hauptberuflich Unternehmensberater, zugleich aber auch ein starker Schachspieler, und wenngleich kein Großmeister, so doch immerhin zweimaliger westenglischer Champion. Nach seinem Erstlingswerk "How To Be Lucky In Chess", ebenfalls bei Gambit-Publications erschienen, beschäftigt sich nun LeMoir im oben genannten Buch mit der Schachtaktik. Wie wird man ein gefährlicher, ja "tödlicher" Schachtaktiker? Diese Frage hat sich vielleicht schon so mancher Schachspieler gestellt, insbesondere die Tal-Fans. LeMoir hält drei Faktoren in diesem Zusammenhang für besonders wichtig: Motivation, Vorstellungskraft und Rechenfähigkeit. Und dementsprechend gliedert er sein Buch in drei Teile.

Motivation meint dabei einerseits die Bereitschaft, nicht jedes Wagnis möglichst zu meiden, sondern sich auch auf taktische Stellungen einzulassen und die Partieentscheidung gegebenenfalls durch taktische Mittel anzustreben. Andererseits sorgen schon von Beginn an die aufgenommenen Beispiele durch die Schönheit der dargebotenen Kombinationen für die Motivation des Lesers, sozusagen als Leckerbissen, die Lust auf mehr machen. Zum im zweiten und größten Teil behandelten Thema Vorstellungskraft gehören Phantasie, aber auch die Kenntnis vieler typischer Wendungen, die die Ideenflndung begünstigt. Zur Schulung der Vorstellungskraft zeigt LeMoir aber weniger typische Opfereinschläge, etwa auf den kritischen Feldern h7, h6, g7, g6, f7 usw. einer Rochadestellung, vielmehr stellt er das stille (aber deswegen keinesfalls weniger ästhetische) Opfer in den Mittelpunkt der Darlegungen, also solche Opfer, die nicht mit einem Schlagen gegnerischen Materials verbunden sind (und bei denen man deshalb vermehrt auch mit der Ablehnung zu rechnen hat. Typische Motive wie Ablenkung und Hinlenkung, das Freimachen wichtiger Felder oder Linien, Zwischenzüge und anderes kommen freilich dabei vor.

Der dritte und kleinere Hauptteil enthält zwei Schwerpunkte. Zunächst geht is um die Frage, wie man überhaupt Kombinationen vorbereiten kann bzw. kombinationsträchtige Stellungen erreichen kann. Sodann folgt ein Abschnitt zum Thema Rechenfähigkeit, also der Berechnung konkreter Varianten bzw. Variantenbäume, denn interessante Iden zu finden ist das eine, ihre Korrektheit zu prüfen, das andere. Hier gibt LeMoir allerdings nur praktische Hinweise ohne Beispielstellungen, beschließend kann sich der Leser anhand von insgesamt 36 Testaufgaben

samt Lösungen prüfen, ob er etwas gelernt hat. Die Testaufgaben sind dabei in drei Schwierigkeitsstufen mit je 12 Aufgaben eingeteilt, wobei man über die Zuordnung mancher Aufgaben zum entsprechenden Level durchaus streiten kann. Dass der Leser etwas gelernt hat, scheint mir nach Durcharbeitung des Buches jedenfalls wahrscheinlich, denn die Hauptstärke dieses Taktikbuches ist es, dass LeMoir sich sehr bemüht hat, die Genese und die zugrundeliegenden Ideen der Kombination samt Varianten ausfuhrlich zu erklären und zwar nicht nur mit Varianten, sondern mit viel Text, weshalb übrigens halbwegs gute Englischkenntnisse von Vorteil sind. Freilich, eine so phantastische komplexe Kombination wie die von Shirov gegen Hauchard (S. 185) wird dennoch kaum einem der Leser je gelingen, aber der eine oder andere wunderschöne Zug ist schon eher erreichbar. Insgesamt jedenfalls ein bemühtes und lehrreiches Werk David LeMoirs, zudem mit sauberer Aufmachung und kurzweiligem Sprachstil, dazu garniert mit diversen Cartoons von Ken Le-Moir. Kurzum: Empfehlenswert!

Helmut Riedl in: Rochade Europa 10/2002