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LXFRAMNK
Autor

Miguel Najdorf - El Viejo

Life - Games - Stories

720 Seiten, kartoniert, Thinkers Publishing, 1. Auflage 2021

32,95 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zenon Franco Ocampos was born in Asuncion, Paraguay, May 12, 1956. From there he moved to Buenos Aires until 1990. Since 1990 he has lived in Spain. Zenon authored 28 chess books which have been published in six languages. In addition to his books, he has served as a chess columnist for the Paraguayan newspapers ‘Hoy’ and ‘ABC Color’ for 17 years. He has written a chess column for magazines from Argentina, Italy, and Spain. Zenon is most respected Grandmaster and FIDE Senior Trainer. He has participated in 11 chess Olympiads and will now captain the Paraguay team during the Moscow Olympiad 2021. His greatest achievements winning gold medals at the Olympiads of Luzern, 1982 and Novi Sad, 1990. His most successful students were GM F.Vallejo Pons and IM David Martinez Martin, Spanish editor of Chess24.com.
I was lucky enough to play against six world champions and several top players in my modest chess career, but the greatest player I feel privileged to have known, to have spent time with him, was Miguel Najdorf, ”El Viejo“.
This is a chess book, with 275 commented games, it covers all his chess career, but it has also many stories. Najdorf was the most important Argentinean chess player, and he was an exceptional person. Oscar Panno said that Najdorf reminded him of Don Quixote, in the part of the book where he tells Sancho Panza, ”Wherever I am, that is where the head of the table is going to be“. He successfully overcame the most terrible setbacks, as few are capable of doing. Writing about Miguel Najdorf is one of my greatest pleasures as a chess journalist and writer!
Zenon Franco Ocampos, April 2021.
Weitere Informationen
EAN 9789464201130
Gewicht 1,32 kg
Hersteller Thinkers Publishing
Breite 17 cm
Höhe 23,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2021
Autor Zenon Franco
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-94-6420-113-0
Seiten 720
Einband kartoniert
005 Key to symbols
007 Introduction
013 The Project for a Najdorf Autobiography
015 Miguel Najdorf’s Unfinished Book
065 Part One. Polish Stage (1910-1939)
165 Part Two. Settling in Argentina (1939-1945)
279 Part Three. Candidate for the world title (1946-1957)
483 Part Four. Among the chess elite (1958-1982)
665 Part Five. The last lap (1983-1997)
713 Bibliography
WÜRDIGUNG EINER SCHACHLEGENDE
Viele Persönlichkeiten von der Größe Miguel Najdorfs gab es im Schach wohl nicht. Er war nicht nur ein außergewöhnlich starker Spieler, sondern fast noch mehr sorgte er neben dem Brett für Unterhaltung, weshalb sich endlose Anekdoten um ihn ranken.
Kürzlich hat der paraguayische GM Zenon Franco Ocampos ein Mammutwerk von über 700 Seiten mit 275 kommentierten Partien über den argentinischen Nationalhelden vorgelegt. Der Autor kannte Najdorf noch persönlich und macht aus seiner Bewunderung keinen Hehl.
Sein übertriebenes Wettbewerbsdenken brachte Najdorf allerdings nicht nur Sympathien ein, denn er behandelte seine Gegner oft wie Feinde. Don Miguel war prahlerisch, eingebildet, egound hyperaktiv, aber auch enthusiastisch, interessiert an allem, amüsant, und unteroft wild gestikulierend, redselig und mit jedem bekannt, auch weil er sich in acht oder neun Sprachen unterhalten konnte. Wo er auftauchte, war er die Attraktion des Turniers.
Najdorf hat das Schach in Argentinien wie kein anderer vorangebracht. Zum einen durch seine wöchentliche, über Jahrzehnte bestehende beliebte Kolumne in der argentinischen Zeitung Clarin, in der er eine Unzahl unterhaltsamer Geschichten aus der Schachwelt erzählte - wobei er es mit der Wahrheit nicht immer allzu genau nahm und die Anekdoten stets etwas „aufpeppte”. Zum anderen durch seine landesweiten Simultanveranstaltungen. Auch Dank Najdorf entstand in den 50er Jahren das sogenannte Goldene Zeitalter des Schachs in Argentinien, ein Land, das damals zu den stärksten Nationen der Welt zählte.
Dabei wurde Najdorf 1910 in Polen geboren und lernte erst mit 14 Jahren Schach. Später spielte er einige Male für sein Heimatland bei der Schacholympiade, so auch bei der inoffiziellen, von den Nazis 1936 in München organisierten, wo ihm der spätere Generalgouverneur des besetzten Polens Hans Frank die Goldmedaille für das beste Ergebnis am zweiten Brett überreichte.
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges während der Schacholympiade in Buenos Aires blieb Najdorf in Südamerika. Um seiner in Polen zurückgebliebenen jüdischen Familie, die angeblich aus fast 300 Personen bestand, ein Lebenszeichen zu senden, stellte Najdorf 1943 an 40 Brettern und noch einmal 1947 an 45 Bretter einen Weltrekord im Blindsimultan auf, der erst 2011 von Marc Lang übertroffen wurde und ein weltweites mediales Echo zur Folge hatte. Später musste er feststellen, dass außer ihm seine gesamte Familie in den Konzentrationsder Nazis vernichtet wurde. Es ist erstaunlich, dass Najdorf trotz diesem traumatischen Schicksalsschlag zu einer so charismatischen Figur werden konnte.
Nach dem Krieg gewann Najdorf achtmal die argentinische Meisterschaft, zuletzt 1975 im Alter von 65 Jahren, und stellte auch hier einen Rekord auf. Seinen Zenit erreichte Najdorf erst mit Ende Dreißig in den späten 1940er Jahren, als er Zweiter der Weltrangliste war. In den Kandidatenturnieren 1950 und 1953 kam er aber über einen 5. und einen 6. Platz nicht hinaus.
Als er im Zonenturnier in Rio de Janeiro 1957 an der Qualifikation für das Interzonenturnier scheiterte, gab er seine Ambitionen auf einen WM-Kampf auf und spielte fortan keine Interzonenturniere mehr, obwohl er sich mehrfach dafür qualifizierte.
14-mal nahm er an Schacholympiaden teil. 1950 und 1952 gewann er jeweils die Goldmedaille am 1. Brett und belegte mit Argentinien dreimal hintereinander den 2. Platz. 1962 gewann er die Silbermedaille am ersten Brett und Argentinien wurde Dritter.
Seine größten Einzelerfolge waren seine Siege 1962 beim Capablanca Memorial in Havanna vor Spasski und Polugajewski und 1965 in Mar del Plata vor Stein und Awerbach.
Najdorfs Spitzname lautete „El Viejo” (Der Alte). Angeblich nannte man ihn schon in den 50ern so, als er gerade 40 Jahre alt war. Doch zu diesem Zeitpunkt standen ihm noch 30 weitere erfolgreiche Jahre bevor. Mit über Sechzig spielte er in zahlreichen gutbesetzten Turnieren. Noch im Alter von 70 schlug er den Top-Ten-Spieler Timman. Najdorf gehört damit in diesem Alter zu den stärksten Spielern der Schachgeschichte.
Najdorf war auch sein Leben lang ein leidenschaftlicher Blitzspieler. Dabei garnierte er seine Züge mit einem schier unendlichen Repertoire an Weisheiten und Sprüchen, woran man vielleicht auch den Einfluss seines Mentors Tartakower erkennen kann.
Eine gelungene Huldigung einer der größten Schachlegenden.
Harry Schaack
KARL 1/2022
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