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Art.-Nr.: LXMCDRSMOI

Rudolph Spielmann - Master of Invention

143 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2006.

Aus der Reihe »The Masters«

15,50 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Rudolph Spielmann was one of the most fearsome attacking players in the history of chess. He was very much from the so-called 'Romantic School', where gambits were always accepted and checkmating the king was the only real thought of the players. His love of the Kings Gambit and similar aggressive openings earned him the respect of his peers early in his career and he went on to become one of the strongest Grandmasters of his time.

Neil McDonald takes a look back at how Spielmann overcame his opponents in dazzling style, carefully choosing and analysing some of Spielmann's most glorious attacks and famous combinations.

Introduction:

The subject of our book is one of the most imaginative and creative players in the history of chess. Whereas another master might produce a sacrifice or combination worthy of attention every five or six games, there is something of interest in at least half of all the games played by Rudolf Spielmann. In fact, a book made up of the Austrian master's best losses would also be of immense value!

After a biography that includes Spielmann's best games and a discussion of his style, the remaining chapters have been organized according to themes, such as an examination of Spielmann's handling of a certain piece or a specific attacking method. A lot of complete games as well as extracts have been included so that you get the 'big picture'. At the end of each chapter you will find puzzles which you can use to pit your wits against Spielmann - and even in some cases find moves that he missed.

It has been a great pleasure immersing myself in the wonderful games of this richly talented master. I hope that you also enjoy spending some time with him - and if just a little bit of his genius rubs off onto your play then I will have succeeded in my task.

Neil McDonald,

Gravesend, Kent

February 2006

Details
Sprache Englisch
Autor McDonald, Neil
Verlag Everyman
Reihe The Masters
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 240 g
Breite 15,2 cm
Höhe 22,8 cm
Seiten 143
ISBN-10 185744406X
ISBN-13 9781857444063
Erscheinungsjahr 2006
Einband kartoniert
Inhalte

005 Introduction

007 1 Rudolf Spielmann: Biography and Best Games

023 2 The Bountiful Bishop

038 3 The Noble Knight

050 4 Rampaging Rooks

062 5 Pawn Power

076 6 Terrifying Tactics

097 7 Catching the King in the Centre

109 8 Storming the Kingside

123 9 Solutions to Puzzles

143 Index of Opponents

Der Schachmeister Rudolf Spiel­mann lebte von 1883 bis 1942. Seine erste Teilnahme an einem internatio­nalen Turnier war 1906 in Ostende. Schon 1909 rückte er in die erweiterte Weltspitze vor, als er in St. Peters­burg hinter Lasker und Rubinstein mit Duras den dritten Rang teilte.

1912 hätte ihm bereits der große Triumph glücken können. In San Se­bastian führte er lange, wurde aber am Ende von Rubinstein überflügelt. Auch in Bad Pistyan 1912 wurde er zweiter hinter Rubinstein, der damals im Zenit seiner Laufbahn stand.

Spielmanns große Zeit waren die Zwanziger Jahre. Der Turniersieg beim Superturnier Semmering 1926 war sein bedeutendster Erfolg.

Andere herausragende Ergebnisse waren der mit Reti geteilte erste Platz in Teplitz - Schönau 1922, der mit Aljechin geteilte zweite Platz in Bad Pistyan 1922 einen halben Punkt hin­ter Bogoljubow und der mit Capablanca geteilte zweite Platz in Karls­bad 1929 einen halben Punkt hinter Nimzowitsch.

Erwähnenswert ist auch, dass Spiel­mann gegen die Weltmeister dieser Zeit (Lasker, Capablanca und Alje­chin) sehr ehrenhaft abgeschnitten hat.

Neil McDonald hat aus den Partien Spielmanns ein schönes Buch ge­macht. Das erste Kapitel enthält eine kurze Biographie sowie die besten und wichtigsten Partien.

In den weiteren Kapiteln sind zahl­reiche Partien und Partiestellungen aus Spielmanns Turnierpraxis nach Themen geordnet. 44 zusätzliche Par­tiestellungen werden dem Leser als Aufgabe gestellt, die ausführlichen Lösungen findet man im letzten Kapi­tel.

Die Erläuterungen sind einfach und verständlich. Das Buch ist unterhal­tend und vor allem für diejenigen Schachfreunde interessant, die sich für die Geschichte des Schachspiels begeistern.

Schach Markt 3/2006

____________________

Er war "Der letzte Ritter des Kö­nigsgambits". Tartakower verlieh Spielmann den ironischen Titel, nachdem der zwei Thementurniere zum angenommenen Königsgambit gewonnen hatte (Abbazia 1912, Ba­den-Baden 1914). Seither wird der Wiener Großmeister Rudolf Spiel­mann (1883-1942) unter den Schach-Romantikern einsortiert. Si­cher war er ein virtuoser Taktiker, der für Initiative gern Material op­ferte. Er war aber auch einer der großen Meister seiner Zeit, der für das Schach und vom Schach lebte - in seinen letzten Jahren allerdings immer schlechter. Als Jude auf der Flucht vor den Nazis kam er über Holland und Prag 1939 nach Schwe­den. Dort soll er, einsam lebend und um die Notizen und das Manuskript zu seiner Autobiographie betrogen, 1942 verhungert sein. Rudolf Spielmanns Aufstieg in die Weltspitze begann mit seinem ge­teilten dritten Platz (mit Duras) beim Turnier in Sankt Petersburg 1909, hinter Lasker und Rubinstein. Da­mals herrschten die "Goldene Schachzeiten", so betitelte der zwei Jahre jüngere Milan Vidmar (1885 -1962) später sein Buch über jene große Wiener Epoche von 1900 bis 1930. Im Café Central trafen sich Intellektuelle, Künstler und Schach­spieler aus allen Ecken der Donau­monarchie; und der feine Wiener Schachclub im Palais Herberstein zählte mit gut 600 Mitgliedern zu den größten Europas. Dort herrsch­ten Spielbedingungen, von denen wir heute nur träumen können: Kon­versations- und Lesesäle, 16 geräu­mige Spielzimmer, Billard- und Da­mensalon, Restaurant etc. Wer sich für die Menschen und die Atmo­sphäre in jenen goldenen Jahren in­teressiert, lese das kleine Buch Luftmenschen. Die Schachspieler von Wien (Michael Ehn u. Ernst Strouhal, 1998).

Vielleicht prägten die schnellen Sie­ge gegen weniger Begabte Spiel­manns Vorliebe für scharfe Eröff­nungen und taktisch komplizierte Stellungen. Zuerst studierte er noch Mathematik, das ließ er bald sein. Zwischendurch versuchte er sich als kaufmännischer Angestellter. Aber Rudolf war als Schach-Wunderkind aufgewachsen - nun erklärte er sich zum Schach berufen und ward fort­an Berufsspieler. (Leopold, der äl­teste Bruder, wurde als musikali­sches Wunderkind herumgereicht; er und Schwester Irma starben später im KZ.)

Natürlich konnte Spielmann die Weltbesten mit seinem betont takti­schen Stil nicht so einfach überrum­peln - besonders gegen Nimzowitsch zog er oft den Kürzeren (+4 =12 -12). Aber gegen den "unbezwing­baren Capablanca" hat Spielmann eine ausgeglichene Bilanz mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und acht Remisen. McDonald rühmt Capa­blanca als "the hardest man to beat in the history of chess". Spielmanns Bilanz ist so bemerkenswert, weil außer ihm nur Marshall, Lasker und Aljechin es schafften, gegen den Kubaner mehr als eine Turnier- oder Matchpartie zu gewinnen. (Auch J. Curzo gewann mehrmals, aber da war Capa kaum 13.)

Spielmann feilte ständig an seinem Schach. Der freundschaftlich ver­bundene Nimzowitsch beschrieb ihn als den am härtesten arbeitenden un­ter den Meistern. Das Bild vom rückwärts gewandten Romantiker wird Spielmann also nicht gerecht. In den späten 1920ern wechselte er sogar von 1.e4 auf 1.d4, er verbes­serte sein Positions- und Endspiel. Eine Schwäche wurde er nie los: Spielmann verteidigte nicht gern, nicht zäh und ausdauernd genug - im Gegensatz zu Lasker und Capablan­ca! Und lief es einmal nicht wie ge­plant, resignierte er oft vorzeitig, machte ein paar waghalsige Züge und verlor unter Wert.

Spielmanns großer Triumph kam 1926 mit dem Sieg am Semmering (+10 =6 -1) vor Aljechin, Vidmar, Nimzowitsch, Tartakower, Rubin­stein, Tarrasch und Reti. Der nächste Erfolg war Karlsbad 1929 (+11 =7 -3). Dort wurde er geteilter Zweiter zusammen mit Capablanca, den er schlug. Hinter Nimzowitsch, aber vor Rubinslein, Euwe, Vidmar, Bogoljubow, Maróczy und Tartakower. 1935 schrieb Spielmann ein Buch zu seinem großen Thema: Richtig op­fern! Die deutsche Ausgabe ist ver­griffen, die englische (The Art of Sacrifice in Chess) wurde zuletzt 1996 neu aufgelegt. Darin systematisierte er alle wichtigen Arten von Opfern am Beispiel von 37 Partien.

Welche Partien oder Stellungen GM Neil McDonald in das vorliegende Kompendium übernahm, ist nicht ersichtlich. Einige Glanzpartien wer­den kommentiert, Kombinationen vorgestellt und natürlich etliche von Spielmanns zahlreichen Opfern. Damit wir Leser uns besser hinein­denken in den Titelhelden setzt der Autor uns am Ende jedes Kapitels einige kritische Stellungen vor, mit detaillierten Fragen dazu. 44 solche Puzzles gibt es im Buch; auf den letzten 20 Seiten werden die Lösun­gen ausführlich erläutert, auch mit weiteren Diagrammen.

Bei der Auswahl aus Spielmanns schachlichem Nachlass scheint McDonald sich mehr um den Unter-haltungswert der Stellungen und kri­tischen Züge gekümmert zu haben, weniger um historisch Wichtiges. Die Partie Spielmann - Rubinstein, Karlsbad 1911 zum Beispiel zeigt der Autor erst ab dem 31. Zug, ob­wohl Spielmann schon mit 15.f4! of­fensiv wurde. Auch erwähnt er nicht, dass diese großartige Partie mit dem Ersten Preis ausgezeichnet wurde.

Interessant ist McDonalds Gliede­rung des Buches nach Figuren-The­men: Wie ging Spielmann mit Läu­fern, Springern und Türmen um? Mit den Bauern? Gezeigt werden auch typische Angriffsmuster des Meisters aus Wien. Die sieben Themenkapilel heißen

  • The Bountiful Bishop

  • The Noble Knight

  • Rampaging Rooks

  • Pawn Power

  • Terrifying Tactics

  • Catching the King in the Centre

  • Storming the Kingside

Das Leben Spielmanns erzählt McDonald am Buchanfang auf kaum zwei Seilen, dann geht es schon los mit "Spielmann's best games". Zwischendurch erfährt der Leser zwar noch etwas mehr über den kleinen Mann, der zur Körper­fülle neigte. Im persönlichen Um­gang war er eher schüchtern und zu­rückhaltend, stets freundlich. Er leb­te allein, mochte die Bergluft und das Bier. Bei McDonald bleibt der Mensch Rudolf Spielmann im Hin­tergrund, im Vordergrund stehen Opfer und Attacken.

Bedauerlich auch, dass der Verlag es nicht schaffte, das Buch mit ein paar Abbildungen zu illustrieren, abgese­hen vom grobkörnigen Foto auf dem Umschlag. Vermisst wird auch eine Bibliographie, schließlich ist McDo­nald nicht der Erste, der über Spiel­mann schreibt. Wer sich näher für den Großmeister aus Österreich und sein wechselvolles Leben interes­siert, sollte Michael Ehn (Hrg.) le­sen: Rudolf Spielmann. Portrait ei­nes Schachmeisters in Texten und Bildern, Verlag H.-W. Fink, Koblenz 1996.

Zusammenfassung

Auf 140 Seiten bietet GM Neil McDonald attraktives und gut kom­mentiertes Schach von und mit Ru­dolf Spielmann. Dessen Biographie kommt dabei etwas zu kurz. Der Au­tor hat seine Auswahl nach Figuren­themen gegliedert. Dazwischen streute er Puzzles, an denen wir Le­ser testen können, wieviel von Spiel­manns Genius in uns steckt.

McDonald erklärt meist an Frag­menten wie Spielmann vorging: ak­tiv bis aggressiv, die Initiative um fast jeden Preis suchend; dafür gab er gern Material. Nicht alle Opfer sind korrekt. Auch das gehörte zu Spielmanns Kalkül - wie später bei Michail Tal.

Dr. Erik Rausch, Rochade Europa 6/2006

__________________

Als sich Rudolf Spielmann während des Turniers in Moskau 1935 zu seiner Begegnung mit dem jungen Michail Botwinnik begab, wird er nicht geahnt haben, dass es der schwärzeste Tag seiner Schachkarriere sein würde. Nach nur 12 Zügen musste er die Waffen strecken. Es war die kürzeste Partie seines Lebens. Noch weit bedauerlicher ist - doch das konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht wissen - dass diese bittere Niederlage Dank der baldigen Berühmtheit seines Gegners eine der bekanntesten des Wiener Meisters bleiben sollte. Vielleicht hat nicht zuletzt dieser Umstand dazu beigetragen, dass Spielmann bis heute weitgehend unterschätzt wird. Er war einer der begnadetsten Taktiker seiner Zeit, dem zahlreiche brillante Partien gegen stärkste Gegnerschaft gelangen. Dass er es nie bis ganz nach oben geschafft hat, hing wohl mit seinem Widerwillen zusammen, sich zu verteidigen. Zu oft verstellte ihm sein offensiver Blick gegen den gegnerischen König die Sicht auf die Empfindlichkeiten seiner eigenen Stellung. Diesem bis heute unterschätzten österreichischen Meister widmet der Everyman Chess Verlag nun eine Hommage unter dem Titel Master of Invention. In der Serie "The Masters“ ist es der dritte Band. Die beiden Vorgänger beschäftigten sich mit den beiden Weltmeistern Michail Tal und Alexander Aljechin. Die Bücher sind immer gleich aufgebaut. Vorangestellt ist eine kurze Biographie, der ausgewählte Partien folgen, jedoch nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach Themen sortiert. Am Ende jedes Kapitels gibt es kleine taktische Aufgaben, die die Motive noch einmal vertiefen. Einzig die bei den beiden Vorgängern üblichen Tipps des Meisters fehlen diesmal. Dafür ist den einzelnen Themen sehr viel mehr Raum gewidmet als in den vorangegangenen Publikationen, wo nach kurzer Einführung eine Reihe an Übungsaufgaben erfolgte. Bei Master of Invention gibt es deshalb nur noch ein Drittel der Aufgaben, was dem ganzen Konzept wohltut.

Die Analysen sind nicht sehr tief, aber dem Autor Neil McDonald gelingt es, einen Überblick über die taktische Stärke und die Variationsbreite eines der besten Spieler Anfang des 20. Jahrhunderts zu geben.

Harry Schaack, Karl 1/2006

Rudolph Spielmann - Master of Invention

EUR

15.5