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Secrets of Modern Chess Strategy

272 Seiten, kartoniert, Gambit, 1998

22,08 €
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It is now seventy years since Nimzowitsch wrote his monumental work My System. While it remains a fundamental work on chess strategy, the way chess positions are handled has changed greatly since Nimzowitsch's time - both refinements to existing ideas, and completely new concepts. This book fulfils the need for a thorough, profound work on the modern handling of chess positions, and how Nimzowitsch's theories - still controversial and revolutionary at the time My System was written - have been refined and used alongside classical concepts.

The first section of the book discusses how the understanding of classical themes, such as pawn majorities, the centre and structural weaknesses, have been refined. Watson then moves on to discuss new concepts, including the willingness of modern players to accept backward pawns in return for dynamic play, the idea of a good 'bad' bishop, knights finding useful roles at the edge of the board and the exchange sacrifice ideas that became prevalent with the post-war Soviet world champions.

This profound yet thoroughly practical work is rounded off with sections on prophylactic thinking, dynamism, modern concepts as they apply to the critical contemporary opening systems, and some thoughts on the future of chess.

International Master John Watson is one of the world's most respected writers on chess. His ground-breaking four-volume work on the English and Play the French, often described as the French player's bible, firmly established his reputation in the 1980s, and he has produced a string of top-quality works since. His pupils include 1997 World Junior Champion, Tal Shaked.

It is now seventy years since Nimzowitsch wrote his monumental work My System. While it remains a fundamental work on chess strategy, the way chess positions are handled has changed greatly since Nimzowitsch's time - both refinements to existing ideas, and completely new concepts. This book fulfils the need for a thorough, profound work on the modern handling of chess positions, and how Nimzowitsch's theories - still controversial and revolutionary at the time My System was written - have been refined and used alongside classical concepts.

The first section of the book discusses how the understanding of classical themes, such as pawn majorities, the centre and structural weaknesses, have been refined. Watson then moves on to discuss new concepts, including the willingness of modern players to accept backward pawns in return for dynamic play, the idea of a good 'bad' bishop, knights finding useful roles at the edge of the board and the exchange sacrifice ideas that became prevalent with the post-war Soviet world champions.

This profound yet thoroughly practical work is rounded off with sections on prophylactic thinking, dynamism, modern concepts as they apply to the critical contemporary opening systems, and some thoughts on the future of chess.

International Master John Watson is one of the world's most respected writers on chess. His ground-breaking four-volume work on the English and Play the French, often described as the French player's bible, firmly established his reputation in the 1980s, and he has produced a string of top-quality works since. His pupils include 1997 World Junior Champion, Tal Shaked.

Weitere Informationen
Gewicht 490 g
Hersteller Gambit
Breite 17,2 cm
Höhe 25,4 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 1998
Autor John L. Watson
Sprache Englisch
ISBN-10 1901983072
ISBN-13 9781901983074
Seiten 272
Einband kartoniert

British Chess Federation Book of the Year 1999!

Um es gleich vorwegzunehmen: Das neueste Werk des seit mehr als einem Jahrzehnt schachliterarisch erfolgreich tätigen englischen IM John Watson versteht sich ausdrücklich nicht als Lehrbuch des Mittelspiels (ein solches gibt es nämlich trotz Dworetzki / Jussupow noch nicht), sondern vielmehr als Bestandsaufnahme des modernen Spielverständnisses. Bekanntlich gilt ja Steinitz als "Erfinder" des Positionsspiels, dessen Lehrsätze in dogmatischer Weise von Tarrasch popularisiert wurden. Gegen diese orthodoxe Auffassung opponierten etwa seit den Zwanziger Jahren die "Hypermodernen" wie Réti, Tartakower und natürlich Nimzowitsch (der Intimfeind von Tarrasch), dessen 1930 erschienenes Hauptwerk "Mein System" als die "Bibel" des Positionsspiels gilt.

Hier setzt nun Watson an: Er versucht in einer breit angelegten Zusammenschau die Weiterentwicklung des Schachs seit den Zeiten des großen baltischen Lehrmeisters aufzuzeigen, wobei er als zeitliche Grenze das Todesjahr Nimzowitschs, 1935, annimmt. Als Symbolfigur der schachlichen Zeitenwende gilt Aljechin, der zum modernen Schach überleitet, beginnend mit der russischen Schachschule der Vierziger Jahre - Botwinnik u.v.a. -, bis hin zur jetzigen jungen Generation mit Kasparow an der Spitze. Im ersten Teil des Buches (S. 10 - 91) referiert Watson kurz die Thesen Nimzowitschs zur Zentrumsbildung, schnellen Entwicklung, zu Minderheitsangriffen, zu rückständigen, Frei- und Doppelbauern, zu den Bauernketten (die von der Basis her anzugreifen wären), zum isolierten Damenbauern, zu Türmen auf der siebten (zweiten) Reihe, zur Blockade und zur Überdeckung sowie zum Lavieren. Anhand vieler Beispiele zeigt er auf, wie sich die Beurteilungen seither verschoben haben: Beispielsweise gilt heute das Prinzip nicht mehr, jede Figur in der Eröffnung nur einmal zu ziehen, oder es werden bisweilen Flügelbauern geschlagen (z.B. der sizilianische Bauernraub auf b2); Doppel- oder sogar Trippelbauern gelten nicht mehr als Schwäche, wenn sie anderweitige Vorteile bieten; Abtauschoperationen werden gezielt durchgeführt, um auf geschwächten Felderkomplexen zu spielen; rückständige Bauern brauchen nicht schwach zu sein (z.B. der sizilianische d6-Bauer) u.a.m.

Der umfangreiche zweite Hauptteil (S. 92 - 264) befaßt sich dann ausschließlich mit neuen Ideen (also mit den im Untertitel angekündigten "Fortschritten seit Nimzowitsch") und mit der "modernen Revolution", wie der Autor sie nennt: Als einer der Hauptpunkte firmiert dabei die Unabhängigkeit von Regeln und Dogmen, entscheidend sind immer die Anforderungen der jeweiligen konkreten Stellung (S. 97 ff). Bei der modernen Handhabung der Bauernketten werden diese vorzugsweise an der Spitze angegriffen, positionelle Bauernopfer sind dem heutigem Meister in Fleisch und Blut übergegangen, und der rumänische GM Mihai Suba (sozusagen ein postmoderner Hypermoderner!) hat ein neues Dogma aufgestellt, daß nämlich Rand-Freibauern im Mittelspiel zum Nachteil geraten können. Das Spiel mit den Leichtfiguren sieht Watson als ein zentrales Thema moderner Spielführung an, widmet er ihm doch nicht weniger als fünf Kapitel (S. 140 - 210): Seien es die starken Fianchetto-Läufer, die These, das schlechte Läufer gute Bauern decken (Suba!), seien es Springer, die am Brettrand oftmals sehr gut plaziert sind, oder sei es die grundsätzliche Überlegenheit des Läufers gegenüber dem Springer im Endspiel mit Bauern auf beiden Flügeln.

Îm Kampf Läuferpaar gegen Springerpaar besagte die herkömmliche Anschauung, daß die Partei mit den Springern die Position geschlossen halten und ihre Stellung konsolidieren müsse; heute wird genau nach der gegenteiligen Maxime gehandelt (S. 178 ff), um Raum und Vorposten für die Springer zu schaffen, bevor die Läuferpartei die Stellung konsolidieren und ihre überlegene Reichweite ausspielen kann.

Schließlich kommt das positionelle Qualitätsopfer zur Sprache (S. 197), eine den Klassikern nahezu unbekannte Waffe, von Petrosjan perfektioniert und heute zum Arsenal jedes Meisters gehörend.

Weitere Kapitel befassen sich mit einigen abstrakteren Ideen: Die von Nimzowitsch stammende Hervorhebung der Bedeutung der Prophylaxe wird heutzutage immer wichtiger (S. 211 ff), mit Petrosjan als wohl bedeutendstem Exponenten, währenddessen die vom baltischen Lehrmeister propagierte Überdeckung ("auf Vorrat decken") fast keine Rolle mehr spielt.

Im Gegensatz zur früheren mehr statischen Beurteilung der Position erhalten heute Dynamik (S. 222) und Initiative (S. 238 ff) einen immensen Stellenwert; dynamisches Gleichgewicht, wechselnde Initiative, Elastizität der Aufstellung haben eine höhere Wertigkeit als profunde Pläne im Mittelspiel (deren gradlinige Durchführung sowieso nur ein wesentlich schwächerer Partner gestattet).

Seitenverkehrte Eröffnungswahl, die ja Weiß mit einem Tempo mehr eigentlich einen Vorteil verschaffen sollte, erweist sich als stumpfe Waffe, da der Schwarze seine Reaktion in flexibler Weise auf die Absichten des Weißen einrichten kann, da dieser seine Karten immer einen Halbzug früher auf den Tisch legen muß (S. 236 ff).

Abschließend begibt sich Watson auf einen Streifzug durch die Welt der modernen Eröffnungen (S. 244 - 264), wo Neuerungen häufig erst zwischen dem 20. und 30. Zug auftauchen und erschöpfende konkrete Analysen über alle Lehrsätze triumphieren.

Ein kurzer Ausblick auf die mögliche Zukunft und weitere Evolution des Schachverständnisses (S. 265 - 267) rundet dieses profunde Werk ab, das mit zahlreichen Beispielen - 77 vollständige Partien und 337 Partiefragmente - üppig ausgestattet ist. Hier eine Auswahl zu bringen, erscheint entbehrlich, dazu braucht man nur die ROCHADE EUROPA durchzublättern, um allenthalben auf modernes Spiel zu stoßen.

Da der Text ohne englische Sprachkenntnisse nicht adäquat rezipiert werden kann, wäre es eine verdienstvolle Aufgabe für einen hiesigen Verleger, bald eine deutsche Übersetzung herauszubringen.

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 04/99 In diesem Lehrbuch werden die wichtigsten Elemente der Schachstrategie erörtert und zwar überwiegend auf der Basis der neuesten Partien. Der Verfasser erläutert die klassischen Prinzipien von Steinitz bis Nimzowitsch, z.B. Entwicklung, Zentrum, Bauernstrukturen (Isolani, Karlsbad - Struktur) usw. Zur Besprechung der strategischen Themen wurden viele lehrreiche und umfassend kommentierte Beispiele aufgenommen, so daß der Leser sich sehr schnell in die Problematik einarbeiten kann. Ein sehr wichtiges Buch nicht nur für den Spieler sondern auch für den Schachtrainer. Die Grundkennt- nisse der englischen Sprache sind empfehlenswert!

Jerzy Konikowski, Fernschach International 09/99 Stolz ist man zur Zeit bei Gambit Publications. Das Buch "Secrets of Modern Chess Strategy" von John Watson wurde nämlich als Buch des Jahres ausgezeichnet. Diesen Preis hat das Buch gleich in zwei Ländern abgeräumt, und zwar in England und den USA.

In seinem Buch bespricht Watson zunächst die klassischen Prinzipien. Die u.a. von Steinitz, Tarrasch und Nimzowitsch aufgestellt wurden, denen er dann im Rest des Buches die moderne Theorie entgegensetzt.

Ein ungeheuer lehrreiches Buch, das den Preis voll und ganz verdient hat.

Schach-Markt 2/2000