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LOKHASTS

Squeezing the Sicilian

456 Seiten, kartoniert, Chess Stars, 1. Auflage 2020

27,43 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

In the Alapin System White's strategic idea is extremely simple. He prepares to advance with d2-d4, to build a solid pawn centre and then dictate the play. He will have to pay for this with the fact that his queen's knight has been deprived of the best square for its development, but it may have other suitable squares (in many variations this will be not the d2-square but a3). Secondly, it very often happens that after d4 cxd4 cxd4, White's queen's knight still gets access to its best square on c3. The modern evaluation of this system is that Black has comfortable enough lines in which he can obtain an acceptable game. The authors try to prove that not all of these lines are equally good.

Weitere Informationen
Gewicht 590 g
Hersteller Chess Stars
Breite 14,5 cm
Höhe 21,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2020
Autor Alexander KhalifmanSergei Soloviov
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-619-7188-28-8
Seiten 456
Einband kartoniert

007 Preface

1.e4 c5 2.c3

Part 1.

014 1) Rare; A) 2...Qc7; B) 2...Qa5; C) 2...Nc6

028 2) 2...b6 3.d4 Bb7 4.Bd3

050 3) 2...g6 3.d4

065 4) 2...a6 3.Nf3

085 5) 2...e5 3.Nf3

095 6) 2...d6 3.d4

124 7) 2...e6 3.d4

Part 2. 2...d5 3.exd5

169 8) A) 3...Nf6; B) 3...Qxd5 4.d4 Bf5; 4...e5

175 9) 3...Qxd5 4.d4 g6 5.Nf3

183 10) 3...Qxd5 4.d4 cd 5.cd e5; 5...Nc6 6.Nf3 Bg4; 6...e5

195 11) 3...Qxd5 4.d4 cd 5.cd e6 6.Nc3 w/o Nc6; 5...Nc6 6.Nf3 e6 7.Nc3

235 12) 3...Qxd5 4.d4 e6 5.Nf3

244 13) 3...Qxd5 4.d4 Nc6 5.Nf3

270 14) 3...Qxd5 4.d4 Nf6 5.Nf3

Part 3. 2...Nf6 3.e5 Nd5 4.Nf3

310 15) 4...g6; 4...b6; 4...a6; 4...d6

320 16) 4...e6 5.Bc4 Nc6; 5...b6; 5...Nc7; 5...Nb6

350 17) 4...e6 5.Bc4 d6 6.d4 Nc6; 6...Be7; 6...de; 6...cd 7.cd de; 7...Bd7

A) 7...Nb6; B) 7...Be7 (w/o Nc6); C) 7...Nc6 (w/o Be7)

375 18) 4...e6 5.Bc4 d6 6.d4 cd 7.cd Nc6 8.0-0 Be7 9.Qe2

402 19) 4...Nc6 5.d4 e6; 5...cd 6.cd g6; 6...d6 7.Bc4 de 8.de

414 20) 4...Nc6 5.d4 cd 6.cd d6 7.Bc4 Nb6 8.Bb3; 8.Bb5

450 Index of Variations

Großmeister Alexander Khalifman und der Internationale Meister Sergei Soloviov sind als Autorenduo zurück und basteln weiter an ihrer e4-Repertoireserie für den Chess Stars Verlag, die mit "Squeezing 1.e4 e5- a Solid Strategic Approach" begann. Diesmal wird in "Squeezing the Sicilian- Alapin Variation" die Sizilianische Verteidigung nach 1.e4 c5 geknetet. Der Grundgedanke ihres Repertoires ist dabei, dass für Weiß Varianten empfohlen werden, die man gut verstehen kann und die zu Stellungen führen, in denen Weiß vielleicht nicht immer objektiv besser steht, aber doch das einfachere Spiel hat. Ihre Wahl fiel dabei auf den Zug 2.c3, der Alapinvariante. In dieser versucht Weiß, mit d4 ein Vollzentrum aufzubauen und Schwarz dann mit dem Raumvorteil zu peinigen. Ich selbst spiele und empfehle dieses Eröffnungssystem bereits seit etlichen Jahren und kann bestätigen, dass die Autoren damit genau richtig liegen. Ich gebe mal ein paar Varianten als Kostprobe.

Nach 1.e4 c5 2.c3 sind die einzigen beiden Züge, die Weiß wirklich Probleme bereiten, 2. ...d5 oder 2. ...Sf6, um Weiß kein schönes Zentrum zuzugestehen. Natürlich wird aber auch der Rest sehr ausführlich besprochen. Ich hatte nach den ersten Zügen und 2. ...d5 3.exd5 Dxd5 4.d4 Sf6 5.Sf3 Lg4 vor einigen Jahren ein paar Probleme, fand dann aber den trickreichen Zug 6.Sbd2, der auch in diesem Buch ausführlich besprochen wird. Der einzige vernünftige Zug ist hier meiner Meinung nach Sc6, nach dem ich bisher immer 7.Lc4 Lxf3 8.Db3 Sa5 9.Db5 Dd7 10.Sxf3 Sxc4 11.Dxc4 cxd4 12.Sxd4 spielte. Weiß steht aktiver und hält einen kleinen Vorteil zum Kneten. Die Autoren empfehlen aber hier das interessante 7.dxc5, das bisher vorrangig im Fernschach gespielt wurde. Nach Dxc5 8.h3 Lh5 folgen sie allerdings mit 9.Le2 e5 (e6 ist stärker)10.Da4 ungeprüft einer 14 Jahre alten Fernschachpartie, ohne sie kenntlich zu machen. Stattdessen möchte mein Stockfish 9.Da4 sehen und ist hier zufrieden. Da finde ich meine bewährte Variante weiterhin einfacher.

Dafür haben die Autoren aber mein Verständnis nach dem zweiten Hauptzug vergrößert. Nach 1.e4 c5 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5 pocht Weiß auf den Raumvorteil und Schwarz darauf, dass er eine bessere Aljechinverteidigung auf dem Brett hat. Früher wurde hier ausschließlich 4.d4 gespielt, der aber mittlerweile von 4.Sf3 mit nachfolgendem Lc4 etwas verdrängt wurde. Die Autoren nutzen eine hybride Variante, indem sie erst 4.Sf3 spielen und nach dem einen Hauptkomplex 4. ...Sc6 dann doch 5.d4 folgen lassen, nach 4. ...e6 aber erst 5.Lc4 einstreuen. Damit umgehen sie clever die Variante 1.e4 c5 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5 4.Sf3 e6 5.d4 cxd4 6.cxd4 b6, die mich aus weißer Sicht auch nicht wirklich begeistert. Spielt Schwarz jetzt nach 5.Lc4 b6, folgt doch noch 6.d4 und nach Lb7 7.0-0 cxd4 kann jetzt Sxd4 kommen, wonach Weiß mit Dg4 oder Dh5 früher oder später gute Angriffmöglichkeiten am Königsflügel erhält. Da habe ich wieder etwas gelernt.

In der absoluten Hauptvariante nach 1.e4 c5 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5 4.Sf3 e6 5.Lc4 d6 6.d4 cxd4 7.cxd4 Sc6 8.0-0 Le7 wird das bewährte 9.De2 empfohlen. Das ist zwar nicht ganz mein Fall, ich bevorzuge 9.exd6 mit einer Isolanistellung, aber Schwarz steht nach 0-0 10.Sc3 Sxc3 11.bxc3 dxe5 12.dxe5 Da5 recht passiv für die bessere Bauernstruktur. Hier werden mit 13.Ld2 oder 13.Tb1 sogar zwei Varianten analysiert. In letzterer opfert Weiß den c3 gewinnt dafür aber dann mit dem Turmschwenk Tb3 Zeit für den Angriff, während nach Ld2 der weiße Angriff mit Ld3, h4, Sg5 etwas langsamer Konturen annimmt, aber ebenfalls einige praktische Probleme bei Schwarz aufwirft.

Die Variantenauswahl in dem Buch gefällt mir jedenfalls sehr gut. Mein einziger größerer Kritikpunkt neben einigen oben schon kurz erwähnten formalen Schwächen ist die Struktur der Darstellung von den vielen Ideen. Es gibt zwar auch hier und da verbale Erklärungen, aber größtenteils gibt es Variantenkost im Informatorstil und man sollte sich als möglicher Leser vorher am besten die Leseprobe anschauen oder das Buch durchblättern, um sicherzugehen, dass man davon nicht erschlagen wird. Ich kannte zwar die meisten empfohlenen Varianten bereits bis zu einem gewissen Grad, wurde aber auch oft von den vielen Untervarianten und Zugumstellungshinweisen ermüdet. Dafür wird wirklich alles behandelt, das einem mit Weiß begegnen kann und häufig auch mehrere Ideen gegen jeweilige Varianten analysiert, um dem Leser eine gewisse Auswahl zu geben. Wenn man sich des Arbeitsaufwands aber bewusst ist, hat man hier einen zweiten Baustein für ein Eröffnungsrepertoire, mit dem es sich gut auf zwei Ergebnisse spielen lässt.

Insgesamt gefällt mir das Buch trotz ein paar kleiner formeller Fehler und des üppigen Variantenumfangs auf 455 Seiten sehr gut und stellt auch für mich als langjährigem Alapinspieler einen Mehrwert dar. Aufgrund der etwas spärlichen verbalen Kommentare würde ich Spielern mit einer DWZ von unter 1700 allerdings vom Kauf abraten.

IM Dirk Schuh

Oktober 2020