Währung:
Sprache:
Toggle Nav
Tel: (02501) 9288 320

Wir beraten Sie gern!

Wir sind für Sie da

Versandkostenfrei

Innerhalb Deutschlands ab 50 €

Warenkorb Warenkorb
Artikelnummer
LXJUSTADWZ1500

Tigersprung auf DWZ 1500 / Band I

288 Seiten, gebunden, Jussupow, 6. Auflage 2018, Erstauflage 2007

Aus der Reihe »Tigersprung auf DWZ«

24,90 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Also available in English - Build up your Chess 1

(Art.-No. LXYUSBUYC1 and LXYUSBUYC1G)

Einleitung

Bei meiner vieljährigen Arbeit als Schachtrainer habe ich bemerkt, dass es in deutscher Sprache nur wenige Bücher gibt die für die meis­ten Amateurspieler wirklich geeignet sind. Einige gute Bücher behan­deln einzelne Aspekte des Spiels (Mittelspiel oder Endspiel, Taktik oder positionelles Spiel) ohne Rücksicht auf das spielerische Niveau der Le­ser. Daraus entstand die Idee, ein Lehrprogramm speziell für eine ge­wisse Spielstärke aufzubereiten. Solche Lehrprogramme in sehr kurzer Form als methodische Hilfe für Trainer sind nur in Russland verbreitet und werden dort gerne genutzt. (Sehr bekannt und geschätzt ist ein methodisches Heft von Golenischev) Ich habe hier einige methodische Vorschläge übernommen, etwas überarbeitet und viele neue Teile dazu gefügt.

Im Jahr 2003 begann in meiner Schachakademie ein 3jähriges Fern­trainingsprogramm. Dabei wurden gemäß der Spielstärke drei Grup­pen gebildet: unter DWZ 1500, unter DWZ 1800 und unter DWZ 2100. Jede Jahresstufe bestand aus 24 Unterrichtseinheiten und 24 Tests plus einem Abschlusstest.

Dieses Programm wurde etwas später in der Chesstigers Universität in einer anderen Form und mit einigen redaktionellen Änderungen übernommen und läuft dort immer noch weiter.

Die weitgehend positiven Äußerungen meiner Schüler ermutigten mich, dieses Programm in Form einer Buchreihe zu überarbeiten, wobei ich auch auf viele Auswertungen, Korrekturen und Vorschläge meiner Schüler zurückgreifen konnte. Bei der Überarbeitung, beson­ders für die Erklärungen der Lösungen, war das Feedback meiner Schüler sehr wertvoll.

Dieses Buch ist der erste Band in einer Reihe von drei Lehrbüchern, das für Spieler mit einem Schachniveau deutlich niedriger als DWZ (Deutsche Wertungszahl) 1500 gedacht ist. Die Leser werden das not­wendige Grundwissen in 6 verschiedenen Bereichen des Spiels -Taktik, positionelles Schach, Strategie, Variantenberechnen, Eröffnung und Endspiel - bekommen, welches ihnen ermöglichen soll, die Hürde 1500 zu überspringen. Aber auch stärkere Spieler können von dem methodischen Aufbau profitieren, da Sie mögliche Lücken in Ihrer Schachausbildung schließen und so ein solides Fundament für weitere Erfolge bilden können. Um das Buch unterhaltsam und ab­wechslungsreich zu gestalten, sind die verschiedenen Bereiche gemischt, sie können aber in der Fußzeile immer sehen, zu welchem Bereich das Kapitel gehört.

An dieser Stelle möchte ich aber betonen, dass allein die Arbeit mit diesem Buch keine Garantie für eine DWZ Steigerung bietet. Sie bere­itet lediglich eine solide Basis für einen Schachsprung nach vorne. Man sollte auch richtige Turniere spielen, die eigenen Partien analysieren sowie Partien stärkerer Spieler mit guten Kommentaren anschauen und gute Schachbücher lesen (Einige Empfehlungen finden Sie am Ende des Buches).

Eine andere Problematik beschäftigt mich auch, seit ich nach Deutschland übergesiedelt bin: die Rolle des Trainers in der Schachausbildung. In Deutschland gibt es leider zu wenig qualifizierte Trainer. Weit verbreitet ist die Meinung, dass ein Schachtalent keinen Trainer braucht. Ich teile diese Meinung nicht. Ich glaube, dass viele talentierte deutsche Spieler sich deutlich weiter entwickeln könnten, wenn Sie rechtzeitig Unterstützung durch einen Trainer bekommen und keine Lücke in der Ausbildung gelassen hätten.

Schach ist eine komplizierte Sportart, die man viele Jahre lang studi­eren muss. Jede andere Sportart kann man sich nur schwer ohne Trainer vorstellen. (Gibt es einen Turnverein oder Fußballverein ohne Trainer?) Dieses Lehrbuch ist für viele Vereinsspieler, die leider keine Unterstützung bekommen, um unsere komplizierte Sportart zu meis­tern, in gewissem Sinne ein Trainerersatz, aber eben nur ein Ersatz.

Ich glaube ferner, dass viele Schachenthusiasten, die großes Engage­ment einbringen und mit der Jugend in Schachvereinen arbeiten, mit dieser Buchreihe (sowie mit dem Programm der Chesstigers Univer­sität) eine wichtige methodische Unterstützung und hochwertiges Trainingsmaterial für Ihren Schachunterricht bekommen. Die Schüler werden von zusätzlichen Erklärungen des Trainers und lebhaften Diskussionen über die Buchthemen bestimmt profitieren.

Wie man mit diesem Buch arbeiten kann

Lesen Sie zuerst das Unterrichtsmaterial durch. Die Beispiele und alle Varianten muss man unbedingt am Schachbrett nachspielen. Denken Sie zuerst immer (mindestens 5 Minuten) über die Diagramm­stellungen nach, versuchen Sie auch die Lösungen selbständig zu fin­den. Sie brauchen durchschnittlich 1 bis 2 Stunden pro Unterricht. Allerdings gibt es dabei keine zeitliche Beschränkung, einige Schüler können bei einigen Unterrichtseinheiten auch mehr Zeit benötigen. Es ist wichtig, das Thema gut zu verstehen.

Der zweite Teil des Unterrichts ist ein Test mit 12 Stellungen. Die Sternzeichen neben der Übungsnummer bezeichnen den Schwierig­keitsgrad und gleichzeitig die maximal mögliche Punktzahl, die Sie für die korrekte Lösung mit allen notwendigen Varianten bekommen kön­nen. (* = 1 Punkt) Versuchen Sie die Stellungen zu lösen, ohne dabei die Figuren zu bewegen! Wenn Sie die Stellung nicht sofort lösen kön­nen, sollten Sie unbedingt auch einen zweiten Versuch für ca. 10 Mi­nuten unternehmen. Dabei dürfen Sie die Figuren bewegen. Suchen Sie unbedingt neue Ideen.

Auf gar keinen Fall darf man Computerhilfe benutzen!

Sie brauchen normalerweise ebenfalls 1 bis 2 Stunden für den Test. Versuchen Sie alle Stellungen zu lösen. Betrachten Sie die Stellungen als Position in Ihrer eigenen Partie und suchen Sie die bestmögliche Fortsetzung. Es ist nicht so, dass Sie immer Matt setzen oder schnell gewinnen müssen. Manchmal reicht es, einen guten Zug vorzuschla­gen. Besonders bei den Unterrichtseinheiten zur Eröffnung kommt es mehr darauf an, dass man über die Stellung nachdenkt, eine Ent­scheidung trifft und danach eine richtige Idee aus den Lösungen sorg­fältig nachspielt. Dann versteht man die Eröffnungsideen besser. Die Fehler gehören zum Lernprozess!

Es ist sehr wichtig alle notwendigen Varianten aufzuschreiben. Dann können Sie Ihre Lösung mit der Buchlösung besser vergleichen und Sie können auch sehen, wie gut Sie dieses Thema verstanden haben. Wenn die erreichte Punktzahl zu niedrig ist, empfehlen wir, das Kapitel noch mal durchzuarbeiten. Wir empfehlen auch, die Lösungen mit allen Varianten am Schachbrett nachzuspielen.

Im Buch werden einige Zeichen benutzt, die Sie auch sonst in interna­tionaler Schachliteratur in Partiekommentaren finden können. Die Zeichenerklärung finden Sie am Ende des Buches.

An dieser Stelle möchte ich mich bei vielen Leuten bedanken, die diese Arbeit auf verschiedene Weise unterstützt haben: bei meiner Frau Nadja für das Buchdesign und die Hilfe bei der Bearbeitung der Lösungen; bei meiner Tochter Katja für viele deutsche Korrekturen; bei meinem Schachtrainer Mark Dvoreckij, von dessen Trainingsmethode ich viel gelernt habe; bei Chesstigers um Hans-Walter Schmitt für kon­struktive und produktive Zusammenarbeit; bei Mike Rosa für die Kor­rektur einiger Fehler; bei Reinhold von Schwerin für das Korrekturlesen; und schließlich bei Semen Oxman und Oleg Aizman, die uns wieder viele wertvolle Ratschläge bezüglich des Buchdesigns gegeben haben.

GM Artur Jussupow

Weitere Informationen
Gewicht 800 g
Hersteller Jussupow
Breite 17,2 cm
Höhe 24,4 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2018
Autor Artur Jussupow
Reihe Tigersprung auf DWZ
Sprache Deutsch
Auflage 6
ISBN-13 9783933365118
Jahr der Erstauflage 2007
Seiten 288
Einband gebunden

007 Vorwort

009 Einleitung

013 1. Mattmotive

022 2. Mattmotive 2

034 3. Grundprinzipien der Eröff­nung

050 4. Einfache Bauernendspiele

061 5. Doppelschach

069 6. Wert der Figuren

080 7. Abzug

088 8. Zentralisierung der Figuren

099 9. Matt in zwei Zügen

106 10. Opposition

117 11. Fesselung

127 12. Doppelangriff

135 13. Realisierung eines materiel­len Vorteils

146 14. Offene Linie

157 15. Kombinationen

166 16. Dame gegen Bauer

176 17. Pattmotive

184 18. Forcierte Varianten

194 19. Umwandlungskombinatio­nen 1

203 20. Schwacher Punkt

215 21. Bauernkombinationen

224 22. Falscher Läufer

235 23. Ersticktes Matt

244 24. Gambits

258 25. Abschlusstest

Anhang

267 Verzeichnis der Komponisten und Analytiker

269 Verzeichnis der Partien

279 Zeichenerklärung

280 Bücherempfehlungen

DWZ 1500 wie ein Tiger übersprin­gen? Dafür will der renommierte Großmeister und FIDE-Senior-Trai­ner Artur Jussupow den Leser fit machen. Nicht irgendwie, sondern planmäßig, orientiert an der Russi­schen Schachschule und Jussupows eigenen Erfahrungen mit Amateuren in Deutschland. Seit Jahren macht er Nah- und Fernunterricht, gibt Studi­enbriefe heraus, kommentiert Par­tien seiner Schüler und trainiert sie, vom Anfänger bis zum Titelträger. Das Buch entstand aus Fernlehrbrie­fen. Im Vorwort kritisiert der Autor,

dass in Deutschland qualifizierte Schachtrainer fehlen. Gibt es einen Fußball- oder Turnverein ohne Trai­ner? Kaum. Hier setzt Jussupow an: Dieses Lehrbuch ist für viele Ver­einsspieler, die leider keine Unter­stützung bekommen, um unsere kom­plizierte Sportart zu meistern, in ge­wissem Sinne ein Trainerersatz, aber eben nur ein Ersatz.

INHALT

Das ist der erste Band der Tiger­sprung- 1 500-Reihe, zwei weitere sollen später folgen. Vermittelt wird Grundwissen zu Taktik, positionellem Schach, Strategie, Varianten-rechnen, Eröffnung und Endspiel . Band 1 enthält 24 Unterrichtsein­heiten :

1. Mattmotive I

2. Mattmotive II

3. Grundprinzipien der Eröffnung

4. Einfache Bauernendspiele

5. Doppelschach

6. Wert der Figuren

7. Abzug

8. Zentralisierung der Figuren

9. Matt in zwei Zügen

10. Opposition

11. Fesselung

12. Doppelangriff

13. Realisierung eines materiellen Vorteils

14. Offene Linie

15. Kombinationen

16. Dame gegen Bauer

17. Pattmotive

18. Forcierte Varianten

19. Umwandlungskombinationen I

20. Schwacher Punkt

21. Bauernkombinationen

22. Falscher Läufer

23. Ersticktes Matt

24. Gambits

In jedes Thema führt der Autor mit ein paar Sätzen ein. Anschließend zeigt er an mehreren, oft klassischen Partien (Fragmenten) typische Stellungsmuster und Verfahren. Il­lustriert werden die Lehrbeispiele mit Textzug- und Analysediagram­men. Jussupow erklärt bis in die Einzelheiten, mit reichlich Varianten und klaren Worten. Besonders Wich­tiges hat er schon selbst unterstri­chen. Der Leser soll sich zu jedem Diagramm einige Minuten Gedan­ken machen, Zugideen und Varian­ten aufschreiben, dann erst weiterle­sen. Natürlich sollen wir auch alles auf dem Brett nachspielen - Hände weg vom PC!

Soweit die erste Hälfte jedes Unter­richts. Im zweiten Teil wird das frisch Gelernte an zwölf Aufgaben geübt. Sternchen über den Diagram­men signalisieren Schwierigkeit und maximale Punktzahl, wenn die rich­tige Lösung gefunden wurde. Am Ende des Buches gibt es noch einen Abschlusstest. Ist auch der erledigt, hat der fleißige Leser neben den vie­len Lehrbeispielen auch 312 Übungsaufgaben bearbeitet.

Den Zeitaufwand pro Lektion schätzt Jussupow auf ein bis zwei Stunden, je nach Vorkenntnissen. Das ist realistisch, zumal er auch schwere Aufgaben beigemischt hat.

STÄRKEN UND SCHWÄCHEN

Wer sich mit DWZ 1200 bis 1450 herumschlägt und die 1500 knacken möchte, absolviere diesen Lehrgang! (Auch wenn ein Buch vor mir liegt, das hier ist ein richtiger Lehrgang). Hat der Schachschüler alle Lektio­nen durchgearbeitet und verstanden, kann er gar nicht anders als leichtfü­ßig über die 1500er-Schwelle zu springen. Das Problem ist nur: Auch Startrainer Artur Jussupow hat kei­nen Nürnberger Trichter parat. Der Leser muss selber ran und durch - das Studium der 280 Seiten kostet Zeit, verlangt Konzentration und Ausdauer.

Das Buch eignet sich auch gut für fortgeschrittene Spieler, zum Wie­derholen und zum Schließen von Wissenslücken.

Verglichen mit dem Schachunterricht (2006 auch im Eigenverlag er­schienen) gelang es Familie Jussu­pow, die Mängel in der Rechtschrei­bung zu mindern; weitere Verbesse­rungen sind wünschenswert. Auch Typographie, Schriftsatz und Layout sollten optimiert werden.

Das sind formale Schwächen. Was das rein Schachliche betrifft, die Lehrbeispiele, Aufgaben und deren Erklärung, legt Großmeister Jussu­pow ein makellos gutes Lehrbuch vor. Es ist auch bemerkenswert soli­de gebunden - eher macht der Leser schlapp als das Buch.

FAZIT

Ein kompletter Lehrgang mit fun­diertem Unterricht und vielen Übungsaufgaben. Kein Zweifel, wer alle Lektionen durchgearbeitet und verstanden hat, mutiert zum Schach­tiger und springt über DWZ 1500. Daher Kaufempfehlung. (Wer höher hinaus will, kann sich mit dem vorliegenden Band schon warmlaufen. Anfang März 08 er­scheint der Tigersprung auf DWZ 1800.)

Mit freundlicher Genehmigung

Dr. Erik Rausch, Rochade Europa 2/2008