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LOMUEWWTSBVI

Winning with the Slow (but Venomous!) Italian

An Easy-to-Grasp Chess Opening for White
Eigenschaften

234 Seiten, kartoniert, New in Chess, 1. Auflage 2016

27,95 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

An easy-to-learn chess opening that may look innocent, but is actually full of venom

One of the best and most popular ways to meet White’s first move 1.e4 remains the tried and tested 1 ... e5. After this move many games steer for the Ruy Lopez.

The Ruy is a perfectly fine choice for White, but one that requires you to study the countless different setups and follow the continuously evolving theory in that opening.

Karsten Müller and Georgios Souleidis present an alternative that is ideal for the average club player: a complete repertoire for White in the Italian Opening.

This modern version of the age-old ‘Giuoco Piano’, with the innocent looking pawn moves c2-c3 and d2-d3, is not only popular at club level, but is also regularly adopted by an increasing number of strong Grandmasters, including the very best, such as Magnus Carlsen and Anish Giri.

The set-up is easy to learn and understand, and theoretical novelties are much less important than the sound principles it is based on, such as the pawn push d3-d4 or bringing the b1 knight over to the kingside and into the attack.

The Slow Italian may look innocent, but is actually full of venom, because White has a lot of options to create aggressive play by making natural looking moves with his pieces.

Müller and Souleidis have created a solid weapon that every amateur chess player will delight in playing. They have included exercises to test your understanding.

Karsten Müller (1970) is a mathematician and a chess grandmaster from Hamburg. He is a prolific writer whose books include the bestselling 'Bobby Fischer: Career and Complete Games' and 'The Modern Scandinavian'. Georgios Souleidis (1972) is an International Master from Germany who works as a chess trainer and journalist. He has played the Slow Italian with good results himself.

Auch in deutscher Sprache erhältlich: "Italienisch mit c3 und d3 - solide und giftig!" (Art.-Nr. LOMUEIMC3UD3, 27,80 €)

Weitere Informationen
Gewicht 450 g
Hersteller New in Chess
Breite 17 cm
Höhe 23,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2016
Autor Karsten MüllerGeorgios Souleidis
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-9056916749
Seiten 234
Einband kartoniert

006 Explanation of symbols

007 Foreword by Anish Giri

009 Preface

010 Introduction

011 Concept of the book

015 Chapter 1 Third move sidelines

022 Chapter 2 Italian fourth move sidelines

026 Chapter 3 Two Knights without ...Bc5

041 Chapter 4 Black plays ...d7-d5

055 Chapter 5 Minor black alternatives

068 Chapter 6 The knight transfer to g6

083 Chapter 7 Black plays ...Nh5

090 Chapter 8 Black plays ...Be6

116 Chapter 9 White alternatives

128 Chapter 10 Black repertoires

133 Chapter 11 Strategy

177 Chapter 12 Typical endgames

186 Chapter 13 Tactical exercises

199 Typical strategies

202 Chapter 14 Solutions

226 Solutions to strategic exercises

231 Bibliography

232 Index of Games

"Winning with the Slow (but Venomous!) Italian" ist ein Buch, das in mehrfacher Hinsicht zu erwähnende Besonderheiten aufweist. Es ist ein bei New In Chess (NIC) erschienenes Gemeinschaftswerk von Dr. Karsten Müller, GM und Autor so geschätzter Erzeugnisse wie "Bobby Fischer: The Career and Complete Games of the American World Chess Champion", "Schachendspiele", DVD-Serie bei ChessBase und "Gelfand-Anand 2012: Match for the World Chess Championship", und IM Georgios Souleidis.

Die beiden Verfasser haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem Leser ein Repertoire für Weiß zu vermitteln, das in die Italienische Partie führt. Es stützt sich auf den langsamen, dafür aber ultra-soliden und nachhaltigen Aufbau mit c2-c3 und d2-d3 und verzichtet somit auf den frühen Doppelschritt d2-d4.

Die erste der zu erwähnenden Besonderheiten liegt darin, dass vor wenigen Wochen ein deutschsprachiges Werk mit dem Titel "Italienisch mit c3 und d3" von den beiden Autoren im Joachim Beyer Verlag erschienen ist. Dieses Buch lag mir ebenfalls für eine Rezension vor, ich habe es aber an zu diesem Zweck einen Kollegen weitergegeben, so dass mir keine unmittelbaren Vergleiche möglichen waren. Um zu klären, welche Unterschiede es zwischen beiden Büchern gibt, habe ich Dr. Müller angeschrieben. Er hat mir bestätigt, dass beide Titel bis auf drei schachliche Ergänzungen im deutschen Buch identisch sind, wobei es sich nicht um Fehlerkorrekturen handelt, sondern um Reaktionen auf aktuelle Entwicklungen bzw Artikel.

Die Herangehensweise der beiden Verfasser, dem Leser ein Repertoire einzupflanzen (diesen Ausdruck verwende ich ganz bewusst), darf ich als mustergültig bezeichnen. Sie ist konzeptionell eine weitere Besonderheit, einzelne Schritte daraus sind dies ebenso.

Gleich zu Beginn, im Vorwort, wird das Grundschema des gesamten weißen Aufbaus vermittelt. Zu einem ausgewählt frühen Zeitpunkt erfährt der Leser somit, wo seine Kräfte regelmäßig zu stehen kommen sollten. Er erhält ein Bild, das er in seiner eigenen Partie immer wieder mit seinem geistigen Auge heranziehen kann. Mit diesem gezielten Ansatz ist es aber nicht getan. Im Abschnitt "Concept oft he book" setzen die Autoren ihr Anliegen, dem Leser Richtschnüre zu geben, durch die Aufzählung verschiedener Grundprinzipien fort. Hier erfährt er beispielsweise, dass er vor einem Tf1-e1 checken soll, dass ... Sg4 nicht gefährlich werden kann, oder dass h2-h3 gewöhnlich nur nach der schwarzen Rochade gespielt wird, weil Schwarz sonst auf das Manöver g7-g5-g4 setzen kann.

Eine konzentrierte Aufnahme dieser Informationen vorausgesetzt kann der Leser in der nachfolgenden Erörterung des Repertoires fortwährend verfolgen, inwieweit und wie es diesen anleitenden Punkten folgt.

Machen wir in der Besprechung nun zunächst einen Sprung bis ins zehnte von 14 Kapiteln. Hier erwartet den Leser eine nächste Besonderheit. Dr. Müller und Souleidis setzen darin ihr Repertoire in Beziehung zu Repertoireempfehlungen anderer Autoren, aber für die Partei mit den schwarzen Steinen. Hier prüfen sie, ob die eigenen Empfehlungen der von anderen Autoren ausgearbeiteten "Konkurrenz" standhalten können und auch auf alles reagieren, was beachtenswert vorgetragen worden ist. Gewissermaßen sind die mit "Winning with the Slow (but Venomous!) Italian" ausgestatteten Spieler dem Gegenüber eine Nasenlänge voraus.

Weitere Kapitel sind der Strategie in den empfohlenen Varianten, typischen Endspielen, Übungen (unterteilt nach Taktik und typischen Strategien) und Lösungen darauf gewidmet.

Insgesamt sieht das Inhaltsverzeichnis, konzentriert auf die wesentlichen Punkte, wie folgt aus:

Preface

Introduction

Concept of the book

Kapitel 1 Third move sidelines

Kapitel 2 Italian fourth move sidelines

Kapitel 3 Two Knights without ...Bc5

Kapitel 4 Black plays ...d7-d5

Kapitel 5 Minor black alternatives

Kapitel 6 The knight transfer to g6

Kapitel 7 Black plays ...Nh5

Kapitel 8 Black plays ...Be6

Kapitel 9 White alternatives

Kapitel 10 Black repertoires

Kapitel 11 Strategy

Kapitel 12 Typical endgames

Kapitel 13 Tactical exercises

Typical strategies

Kapitel 14 Solutions

Solutions to strategic exercises.

Wie zu erkennen ist, wird das "eigentliche" Repertoire in den Kapiteln 1 bis 9 behandelt. Die einzelnen Kapitel sind im Wesentlichen vergleichbar aufgebaut. Einer knapp gefassten Einleitung folgt die Darstellung der Theorie in einer Mischung als Text und Varianten. Den Abschluss bildet eine wertende Zusammenfassung, die sich ebenfalls auf das Notwendigste beschränkt. Es macht in meinen Augen durchaus Sinn, wenn der Leser nach der Aufnahme der einleitenden Informationen zunächst bis zum Kapitelende durchblättert, um sich an der Zusammenfassung zu orientieren.

Die beiden Autoren beschränken sich nicht hinsichtlich der Abbildung von Varianten. So vermitteln die einzelnen Seiten bei einem ersten oberflächlichen Blick zumeist den Eindruck, dass Varianten die Inhalte dominieren. Dies ist aber beim genaueren Hinsehen nicht der Fall. Dr. Müller und Souleidis erklären viel, geben Hintergründe für Ihre Einschätzungen an und weihen den Leser damit textlich in die Theorie ein. Dies ergänzen sie regelmäßig mit einer stattlichen Zahl an Varianten, die dann ganz konkret und teilweise auch weit sowie in sich gefächert Einblick in die plausiblen oder auch schon in der Praxis getesteten Folgen geben. Etliche Partiefragmente stammen auch aus dem Fernschach. Mir sind dabei einige bekannte deutsche Spieler aufgefallen.

Die ausgeprägte, aber eben nicht dominierende Aufnahme von Varianten ist besonders für den Fernschachspieler von Interesse, der sie in seiner eigenen Partie direkt aus dem Buch übernehmen kann.

Nimmt man alle Buchinhalte zusammen, von der einleitenden Darstellung des typischen Aufbaus, den konkreten und von der Entwicklung des Spiels abhängenden Grundprinzipien, den Erörterungen selbst zur Theorie sowie Fokussierungen auf die spezifische Strategie und Taktik und die abschließenden Übungen, so wird deutlich, dass der Leser nicht einfach nur Varianten erlernen und inselartige Empfehlungen zur Theorie aufnehmen soll, sondern ihm ein echtes Verstehen möglich werden soll. Die Autoren haben ein Gesamtpaket geschnürt, das seine Richtschnur aus einer Konfuzius-Weisheit zu ziehen scheint ("Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.").

Als Adressat des Werkes sehe ich den schon stärkeren Klubspieler und auch den Fernschachspieler an. Die beiden Autoren setzen einiges an Fertigkeiten im Schach voraus, was gesichert in meinen Augen erst der genannte Klubspieler zu bringen in der Lage ist. Dies liegt auch daran, dass leider ein Variantenverzeichnis fehlt, das die Übersicht über die Buchinhalte hinweg und die wichtige inhaltliche Orientierung erleichtern würde.

Die Buchsprache ist Englisch, die Anforderungen an die Fremdsprachkenntnisse des Lesers sind moderat. Zudem hat er die Wahl zwischen dem hier besprochenen Werk und jenem, das weitgehend identisch in Deutsch ("Italienisch mit c3 und d3") erhältlich ist.

Fazit: "Winning with the Slow (but Venomous!) Italian" ist nach meiner Wahrnehmung aus der Reihe der Repertoirebücher, die mir in den vergangenen Monaten in die Hände geraten sind, dasjenige mit dem überzeugendsten Konzept. Dieses und auch die Art der Umsetzung sind in meinen Augen mustergültig.

Wer als Weißer Italienisch mit c3 und d3 in ein Repertoire aufnehmen möchte, bekommt mit diesem Werk eine ausgezeichnete Basis in die Hand.

Uwe Bekemann,

Deutscher Fernschachbund

www.bdf-fernschachbund.de

Oktober 2017


Der ruhige Italiener nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.c3 Sf6 5.d3 übt schon seit längerem eine große Faszination auf mich aus. Man bekommt ohne zu großen Theorieaufwand eine Stellung mit klaren Plänen auf das Brett und steht zugleich recht solide, wodurch man eher selten mit Weiß verliert. Vor allem aber gefielen mir schon immer die typischen Springerwanderungen, bei denen der Springer von b1 über d2, f1 und g3 oft bis nach f5 kommt und der andere von g1 über f3 und h2 nach g4 zieht. Die Dame stellt man nach f3 und dann gibt es nette Königsangriffideen. Dieser Plan war immer mein Grundgerüst in dieser Eröffnung, aber natürlich gibt es auch andere Facetten.

2010 zeigte mir GM John Emms in seinem Buch "Beating 1.e4 e5" aus dem Hause Everyman Chess, dass man zum Beispiel mit Weiß nicht unbedingt rochieren und dann Te1 spielen muss, um den Springer über f1 nach g3 zu hieven. Er zeigte interessante Möglichkeiten, die Rochade erst einmal hinauszuzögern und später dann vielleicht sogar gar nicht oder lang zu rochieren. Das war sehr dynamisch, aber teils auch sehr scharf.

GM Karsten Müller und IM Georgios Souleidis konzentrieren sich in ihrem Buch "Winning with the Slow (but Venomous!) Italian- An Easy-to-Grasp Chess Opening for White" von New in Chess wieder auf die frühe Rochade, wollen dann aber meist mit dem späteren d3-d4 im Zentrum aktiv werden.

Das Buch hat einige sehr starke Ideen parat. So gibt es nicht nur Aufgaben mit typischen Taktiken, die recht gut gewählt sind, sondern auch Strategieaufgaben, die die typischen Motive vertiefen. Zudem gibt es ein umfangreiches Kapitel zu typischen Strategien in der vorgestellten Eröffnung, die nicht nur die Aspekte aus dem Theorieteil vertiefen, sondern auch noch neue Ideen zeigen. Wenn der deutsche Endspielexperte Karsten Müller beteiligt ist, ist aber natürlich auch ein Kapitel zu typischen Endspielstrukturen nicht fern. Hier sieht man recht gut die Bauernstrukturen und damit verbundenen Pläne. Meist öffnet sich nur die d-Linie, wodurch Türme einfach getauscht werden können. Weiß hat aber am Damenflügel meist Raumvorteil und dadurch langfristige Möglichkeiten. Ich sah in diesem Kapitel viele Ideen, die sich mit meinen Erfahrungen decken. Klasse fand ich ebenfalls das Kapitel zu den Schwarzempfehlungen von verschiedenen Autoren in deren Repertoirebüchern. Gerade zuletzt gab es aus schwarzer Sicht viele Bücher, die auf 1.e4 e5 empfahlen. Da sich viele Leute ihr Eröffnungsrepertoire aus Büchern zusammenstellen, ist es von großer Hilfe, zu wissen, was der "Feind" denn so an Empfehlungen parat hat. Viele Autoren unterschätzen das vollkommen, aber hier fand ich alle namhaften Publikationen und dazu jeweils ein Gegenmittel, das nicht Erwähnung gefunden hatte.

Leider hat das Buch auch einige Schwächen. So sieht das Buch durch sein putziges Cover auf den ersten Blick wie leichte Kost aus und auch in den Einleitungstexten und dem Klappentext wird immer wieder betont, dass das System einfach zu verstehen ist, dass es ideal für Leute mit wenig Zeit und natürlich für den durchschnittlichen Vereinsspieler wie zugeschnitten ist. Der durchschnittliche Vereinsspieler in Deutschland hat um die 1500 DWZ, aber wenn der sich dann mal den Theorieteil ansieht, wird ihm sicher schnell die Lust genommen, wenn ihm nicht bewusst ist, dass dies ein knallhartes Theoriebuch ist, das auch Großmeister für ihr Repertoire nutzen könnten. Um trotzdem alle irgendwo relevanten Varianten plus die oben beschriebenen Extrakapitel auf nur 234 Seiten unterbringen zu können, wurde leider auf viele verbale Kommentare und vor allem Übersichtlichkeit verzichtet. Mit dem monographischen Stil a la plusgleich und dergleichen kann ich auf Dauer auch nur langsam arbeiten. Zudem ist der angegebene leichte Vorteil oft schon sehr gering, was für den potentiellen Leser dann auch etwas demotivierend sein kann.

Ein Variantenverzeichnis wäre hier von großem Vorteil gewesen, aber das sucht man leider vergeblich. Die Kapitel heißen zum Beispiel "Schwarz spielt d5", "Schwarz spielt Sh5" oder auch "Schwarz spielt Le6". Die Zugnummer wird nicht angegeben und man sucht sich dann leider oft einen Wolf, bis man die eine Variante gefunden hat, die man nachschlagen wollte. Das geht eigentlich besser. Zudem gibt es im Theorieteil dann Untervariante zur Untervariante zur Untervariante.

Letztens suchte ich beispielsweise für eine Schülerin eine bestimmte Variante. Ihre Gegnerin spielte in der Hauptvariante nach obigen Zügen 0-0 6.0-0 a6 7.Sbd2 La7 8.h3 d6 9.Lb3 h6 10.Te1 Te8 11.Sf1 Le6. Zu Beginn des Buches findet man in dem Kapitel "Concept of the book" zumindest eine etwas präzisere Inhaltsangabe und wird auf Kapitel 8 verwiesen. In der Partie folgt nun 12.Sg3 d5, welches man dann nach etwas Suchen unter dem Punkt 8.2.2.2.2 findet. Diese Aneinanderreihung an Zahlen zeigt schon gut, wieviele Untervarianten man da dann zu erwarten hat. Meine Schülerin antwortete jetzt typisch mit 13.De2. Leider ist jedoch die Empfehlung der Autoren hier 13.exd5, um nach zum Beispiel Lxd5 mit 14.Lc2 unterzutauchen. Das Ganze sieht erst einmal komisch und passiv aus und wird einem auch nicht durch große Erklärungen erhellt. Im Strategieteil gibt es dann ein paar Beispiele zu dieser Bauernstruktur, aber für die Zielgruppe ist diese Stellung ohne größere Erklärungen sicherlich erst einmal schwierig zu spielen. Von meinem ursprünglichen Königsangriff fand ich hier nicht mehr soviel wieder.

Auch gegen das Zweispringerspiel im Nachzug nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 wird mit 4.d3 der ruhige Weg beschritten. Hier ist dann der Plan, nach Le7 5.0-0 0-0 6.Te1 d6 7.a4 Sc5 8.La2 c5 9.c3 Sc6 mit 10.Sa3 und dann Ld2 nebst b4 am Damenflügel anzugreifen. Dieser Plan sieht einfacher aus und gibt Weiß zumindest ein wenig Spiel.

Insgesamt denke ich, dass das Buch mit einem vernünftigen Variantenverzeichnis und ohne das Werben um den durchschnittlichen Vereinsspieler sehr gut gewesen wäre. So muss man sich als Leser selbst eine Struktur schaffen und die Varianten und Ideen erklären, was mit wenig Zeit nicht vertretbar ist. Ich kann dieses Buch für Spieler unter 1800 DWZ auch nicht problemlos empfehlen, da die angestrebten Strukturen recht unkonkret und nicht ganz so einfach zu handhaben sind und man schon eine gewisse Spielstärke benötigt, um das angegebene Material zu würdigen. Die Varianten selbst können auch stärkere Spieler nutzen, um ihr Repertoire zu erweitern und in ruhigen Stellungen etwas Druck zu entwickeln.

IM Dirk Schuh

Januar 2017

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