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LXFORABK

Amos Burn

A Chess Biography

984 Seiten, kartoniert, McFarland, 2. Auflage 2013, Erstauflage 2004

56,87 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

About the Book
This enormous and definitive work on the Englishman Amos Burn assembles and analyzes all extant games and provides a thorough biography of the famous chess master of the 19th and early 20th centuries. It chronicles in exceptional detail the broader picture of chess development throughout that era. Burn was active for a long time, winning victories over such masters as Blackburne, Marshall, Steinitz (his mentor), Alekhine, and Zukertort. He was a fighting player who relished tactical battles against his more romantic rivals but was also one of the world’s best defensive players. He made a number of valuable discoveries in such openings as the Queen’s Gambit Declined and the Ruy Lopez, and even today his name remains associated with a variation of the French Defense.

Burn’s life is painstakingly traced from his birth on the last day of 1848 to his death of a stroke at age 76. The great international tournaments in which he took part are paid particular attention, with extensive quotation of notes by Burn himself and his contemporaries. Where necessary, old analysis is corrected and supplemented. Meticulous research has been undertaken in newspapers and periodicals from various countries where Burn played and traveled, including the United States, with the result that many forgotten games have been unearthed. Precise citations of primary sources are given in all cases.

The book features approximately 800 games played by Burn, almost all of them annotated, 859 chess diagrams, and 209 photographs, indices of openings, annotators, games, players, and general subjects. An appendix describes missing evidence, uncertain games, and further research possibilities. Another appendix lists corrections to game scores published elsewhere and a third gives Burn’s complete tournament and match record.


About the Author
Richard Forster holds a doctorate in computational linguistics and the international master title in chess. He works as a technical writer in information technology and is also the chess columnist of the Neue Zurcher Zeitung . He has participated in four chess Olympiads, and in 2010 he won third prize in the strongest Swiss championship to date, scoring his second grandmaster norm. He is the author of the highly-acclaimed chess biography Amos Burn (McFarland, 2004) and co-editor of the monumental German monograph Emanuel Lasker: Denker, Weltenburger, Schachweltmeister (Exzelsior Verlag, 2009).


Reviews

"vividly depicts the Victorian/Edwardian chess world in which he played...excellent photographs...beautifully printed"--British Chess Federation

"must be considered the definitive biography of the Englishman Amos Burn. It’s an incredible achievement. Four Stars"--Chess Horizons

"Richard Forster and McFarland have done the chess world proud with this volume...Forster has happily found a publisher willing and able to give the subject the treatment it deserves"--Chess Mail

Weitere Informationen
Gewicht 2,4 kg
Hersteller McFarland
Breite 21,6 cm
Höhe 27,9 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2013
Autor Richard Forster
Sprache Englisch
Auflage 2
ISBN-13 978-0786477265
Jahr der Erstauflage 2004
Seiten 984
Einband kartoniert
Diagramme 859
Fotos 209

REZENSIONEN ZUR GEBUNDENEN AUSGABE:

Während man bei Woodger mit Reuben Fine ein fast noch populärwissenschaftlichen Inhalt vermittelt bekommt, kann man mit Richard Foster und seiner Biographie über Amos Burn (31.12.1848 - 25.11. 1925) nun endgültig in die innersten Zirkel der Schachhistorie einsteigen, der sonst nur noch wenigen Auserwähltem zugänglich ist. Wenn spätere Generationen einmal unsere dann schön längst verschüttete Kultur wieder ausgraben und auf Richard Fosters Monument über Amos Burn stoßen, werden sie diesen ohne Zweifel für den bedeutendsten Schachspieler aller Zeiten halten, denn ihm wurde das mit Abstand dickste Buch gewidmet. 972 Seiten waren nötig, um das Schaffen des englischen Spielers aus der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhundert und erstem Viertel des letzten Jahrhunderts zu beschreiben. Wie Woodgers Buch über Fine erschien Forsters Burn im Folianten-Format bei McFarland. Mit 2,5 Kilo ist Forsters Werk das Schwergewicht in dieser Darstellung, auch inhaltlich. (Zwei noch "gewichtigere" Bücher, allerdings nur im Kampf mit der Schwerkraft: Bulletin der Schacholympiade Manila 1992: 2,8 Kilo, Polgar: Schach: 2,7 Kilo). Ich hoffe für den Handel, dass die Frachtkosten beim Preis mit einkalkuliert wurden.

Glaubt man Jeff Sonas' Berechnungen, dann gehörte Amos Burn zwischen 1874 und 1915 immer zu den Top 20 der Weltspitze. Seine beste Zeit war danach zwischen 1874 und 1876, als er der beste Spieler nach Steinitz, Blackburne, Andersson und Zuckertort war. Die Mega Database enthält 411 Partien, 1887 gewann er das BCF-Turnier von London punkgleich mit Gunsberg. Es folgen Turniersiege in Amsterdam 1889 (vor Lasker) und auf dem 11.DSB-Kongress vor Charoussek, Cohn und Chigorin (laut Mega).

Schwerpunkt des Buches sind etwa 900 Partien von Amos Burn, durchweg sprachlich kommentiert und soweit verfügbar, mit zeitgenössischen Kommentaren bzw. solchen der Spieler selbst versehen sind. Es gibt außerdem zahlreiche Textstellen mit historischen Beschreibungen, Zeigungszitaten und Fotos, die ein sehr lebendiges Bild jener Zeit vermitteln.

Forsters Burn-Biograpie ist im Wortsinn ein einzigartiges Buch. Der Leser blickt darin auf einen Schachspieler zurück, der für die Entwicklung des Schachs in England sehr wichtig war und der heute im Zuge der Mainstream-Schachgeschichtsbeschreibung etwas untergegangen und unterbewertet ist. Gleichzeitig wird man in die Geburtstunden des Turnierschachs und in eine spannende Zeit versetzt. Mit fast 1000 Seiten über den in breiten Kreisen relativ unbekannten Amos Burn kann man Richard Forster sicher nicht Oberflächlichkeit vorwerfen. Nicht nur Papierhersteller werden sich die Hände reiben, falls er einmal über Capablanca, Aljechin oder einen ähnlich populären Spieler schreiben wird. Sehr empfehlenswert.

A. Schulz - ChessBase

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Die von dem Schweizer Schachhistoriker und Internationalen Meister Richard Forster vorge­legte Biographie von Arnos Burn ist eines der Bücher, die im Titel weniger versprechen als sie halten. Der Autor würdigt nicht nur den Lebensweg eines heute fast vergessenen englischen Schachspielers, sondern schreibt im doppelten Sinne Schachgeschichte: sowohl inhaltlich als auch durch die Bedeutung des vorliegenden Mammutwerkes, das einen Umfang von fast 1000 großformatigen Seiten hat. Diese Publikation setzt Maßstäbe, die für künftige Generationen nur schwer zu überbieten sein werden.

Seit einiger Zeit hat Forster das praktische Spiel zugunsten seiner Schachgeschichtsforschung (und seines Studiums) zurückgestellt. Zunächst betreute er eine viel beachtete Kolumne auf Chesscafe.com., doch mittlerweile hat er seine eigene Seite (www.chesshistory.com) ins Netz gestellt, die längst zu einem Forum für Schach­historiker aus aller Welt geworden ist. Am Ausgangspunkt seiner Beschäftigung mit Arnos Burn stand die Anfrage eines Verlages. Eigentlich sollte er nur ein kleines Büchlein über den Engländer modernisieren, doch rasch wuchs sich die Arbeit aus. Seine eigene Forschung führte ihn bald in zahlreiche Bibliotheken und Archive. Als Ergebnis seines über 5000-stündigen Zeitaufwandes entstand ein einzigartiges Werk, zu dem es kaum etwas Vergleichbares in der Schachliteratur gibt.

Das Buch ist die Würdigung eines Mannes, der erst mit 16 Jahren das Schachspiel erlernte. Obwohl Burn schnell zu einer der besten Spieler Englands aufstieg, blieb er Amateur und widmete sich seiner beruflichen Karriere. Mit Steinitz verband ihn eine lebenslange Freund­schaft. Die neuen Ideen des Weltmeisters adaptierte Burn, entwickelte aber seinen eigenen Schachstil, der sich durch eine umsichtige Defensive auszeichnete. Erst im Alter von 38 Jahren nahm er zunehmend an internationalen Turnieren teil und zählte fortan zu den zehn besten Spielern der Welt. Seinen größten Erfolg feierte er im Alter von 50 Jahren 1898 in Köln, als er vor Tschigorin, Steinitz und Schlechter das starke Feld dominierte. In den letzten Jahren seines Lebens betreute er die berühmteste Schachkolumne des Landes in The Field. Forsters chronologische in 21 Zeitabschnitte eingeteilte Darstellung führt nicht nur jedes Detail eines 77-jährigen Lebens auf, sonde versteht es, durch die Geschichte dieses Mann das zeitgenössische Schachgeschehen wieder auferstehen zu lassen. So wird dieser Foliant nicht nur zu einer ultimativen Burn-Biographie, sondern zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk der Schachgeschichte. Die fesselnde Präsentation der Fakten lässt die Person Arm Burns lebendig werden und durch zahlreiche Exkursionen zu Kontrahenten wie Randfiguren entsteht eine dichte Atmosphäre der Schachwelt einer vergangenen Epoche. Der Autor präsentiert dabei seltene oder nie zuvor gezeigt Originaldokumente, die er in seinen Recherche aufspürte. Ein Höhepunkt seiner Suche war die Entdeckung einer "vergessenen" Partie im Archiv des Liverpooler Chess Clubs. Die durch akribische Detailtreue bestechende Arbeit gibt dem Leser darüber hinaus interessante Zusatzinformationen an die Hand. So sind z.B. die Preisgelder bei zahlreichen Turnieren mit aufgeführt. Ferner werden die Modalitäten der früher üblichen Handicap-Turniere sowie die Einführung von Zeit/Zug-Begrenzungen erläutert. Die Schachcafes Londons werden ebenso beschrieben wie die Geschichte der Club in der britischen Kapitale. An anderer Stelle geben die Haushaltspläne der Burns Einblick in die wirtschaftliche Situation einer Familie mit sechs Kindern. Zudem sind die zahlreichen Abbildungen alleine schon ein beeindruckender Fundus. Durch die Einbeziehung ausführlich zitierter Originalkommentare führender Spieler jener Zeit gelingt zudem ein Beitrag zur Ideengeschichte des Schachspiels. Zitate und Zeitungs­artikel machen deutlich, welche widerstrebenden Positionen den schachimmanenten Diskurs am Ende des 19. Jahrhunderts bestimmten. Dazu tragen auch die über 900 exzellent und durch­weg sprachlich kommentierten Partien bei, die den Stand des Schachwissens von 1870 bis zu Burns Tod 1925 dokumentieren.

Dieses umfassende Werk ist ein großer Wurf, mit dem sich der Autor ein Denkmal gesetzt hat. Ar.

Amos Burn - A Chess Biography ist eines der besten Schachbücher, das je geschrieben wurde.

Zeitschrift Karl 01/2005

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Das Werk des schweizerischen IMs und Historikers stellt den "Tarrasch" allein schon vom Umfang her noch in den Schatten. Von einigen Rezensenten wur­de es bereits als eines der besten Schachbücher aller Zeiten bezeichnet - trotz der zweifellos hohen Qua­lität würde ich hier die Euphorie etwas bremsen. Der Engländer Arnos Burn (1848-1925) gehörte über lange Zeit zu den besten zehn bis zwanzig Spielern der Welt, ein echter WM-Anwärter war er freilich nie. Von Beruf Kaufmann, blieb ihm der harte Exi­stenzkampf seiner Profikollegen erspart. Seine Tä­tigkeit, die ihn zeitweise auch nach Amerika ver­schlug, führte immer wieder zu längeren Spielpau­sen. Trotz aller Recherche bleiben die Informationen über Beruf und Privatleben hier jedoch ausgespro­chen vage. Dafür erhält der Leser reichen Einblick in das Klubleben von Liverpool, wobei die sportlich fragwürdigen klubinternen Vorgabeturniere für meine Begriffe zu stark ausgebreitet werden. Alle knapp 800 Partien (inkl. Vorgabe- und freier Begegnungen; in der MegaBase sind es 411) sind kom­mentiert, unter Verwendung der Anmerkungen von Burn und zahlreichen Zeitgenossen (insbesondere seines zeitweiligen Mentors Steinitz) sowie vom Au­tor selbst. Obwohl Forster zu nahezu allen Partien etwas zu sagen hat, sind seine Ausführungen nur sel­ten tiefgründig. Auf der einen Seite sind seine Kommentare stets fachmännisch und zugleich respekt­wahrend (angesichts von Burns fadem Eröffnungs­spiel und seiner eklatanten Endspielschwäche könnte man auch andere Töne anschlagen), andererseits hät­te ich mir mehr Stilvergleiche (mit Steinitz, Lasker etc.) oder auch das Aufzeigen von Burns schachlicher Entwicklung gewünscht - die Qualifikation dafür hätte Forster (Elo 2484) im Unterschied zu seinen Hi­storikerkollegen zweifellos. Es entsteht der Eindruck, daß der Autor - angesichts des gewaltigen Projektes mehr als verständlich - mitunter in Routine verfällt, auch scheinen mir die 21 Kapitel nach dem immer­gleichen Schema aufgebaut.

Die Produktion des Buches ist klassisch-gediegen, das Layout seriös, gute Bibliographie und Indices sind eine Selbstverständlichkeit, die Qualifikation des Autors steht außer Frage. Freilich muß der Leser mehr als nur oberflächliches Interesse an der Schach­geschichte mitbringen. Selbst nach Auskunft des Au­tors ist nur ein Drittel der Partien wirklich interessant...

Schach 02/2005