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LOLAKAS

Anti-Sicilians: move by move

448 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2016

Aus der Reihe »Move by Move«

23,50 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

This series provides an ideal platform to study chess openings. By continually challenging the reader to answer probing questions throughout the book, the Move by Move format greatly encourages the learning and practising of vital skills just as much as the traditional assimilation of opening knowledge. Carefully selected questions and answers are designed to keep you actively involved and allow you to monitor your progress as you learn. This is an excellent way to study any chess opening and at the same time improve your general chess skills and knowledge.

Anyone who plays the Sicilian Defence as Black must be prepared to meet a whole host of options for White known as the Anti-Sicilians. These includes popular choices such as the c3-Sicilian, the Grand Prix Attack, the Closed Sicilian, the King’s Indian Attack and all Bb5 lines, as well as numerous gambits and tricky sidelines which can be very difficult to meet for the unwary player. In this book, International Master Cyrus Lakdawala examines the Anti-Sicilian lines and provides repertoire options for Black against all of them. Using illustrative games, he explains the positional and tactical ideas for both sides, highlights important move-order issues and provides answers to all the key questions. This book tells you everything you need to know about facing the Anti-Sicilians with Black.

  • Essential guidance and training in Anti-Sicilians

  • Utilizes an ideal approach to chess study

  • Provides a repertoire for Black

Cyrus Lakdawala is an International Master, a former National Open and American Open Champion, and a six-time State Champion. He has been teaching chess for over 30 years, and coaches some of the top junior players in the US.

Weitere Informationen
Gewicht 760 g
Hersteller Everyman
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2016
Autor Cyrus Lakdawala
Reihe Move by Move
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-1781943113
Seiten 448
Einband kartoniert

003 About the Author

005 Bibliography

007 Introduction

018 1. The c3 Sicilian

073 2. Rossolimo/Moscow Variations

118 3. 2 Nf3 Move Orders

179 4. The Closed Sicilian

229 5. The King’s Indian Attack

275 6. The Grand Prix Attack

312 7. Tiviakov’s Variation

341 8. The b3 Sicilian

372 9. The Smith-Morra and Wing Gambit

405 10. Odds and Ends

439 Index of Variations

443 Index of Complete Games

Die Sizilianische Verteidigung beschäftigt die Schachwelt seit Generationen. Gewährt sie doch von vornherein einen spannenden Kampf mit Angriff und Gegenangriff mit großer Dynamik. Daher machten sich schon viele Theoretiker daran, den sog. Anti-Sizilianer zu erarbeiten. Ja, unser Tübinger IM Frank Zeller schrieb schon im Jahr 2005 sogar ein "Anti-Anti-Sizilianisch“, um seine geliebte Eröffnung weiter zu erhalten. In diesem Jahr erschien aber ein gewaltiges Kompendium des amerikanischen IM C. Lakdawala, der auf 448 auf Englisch geschriebenen Seiten Wege aufzeigt, um erfolgreich die Sizilianische Verteidigung zu bekämpfen.

Lakdawala ist ein überaus eifriger Autor, der in relativ kurzer Zeit rund 25 Bände seiner "move by move“ Reihe herausgebracht hat. Man merkt ihm durchaus seine langjährige Erfahrung als Schachpädagoge (über 30 Jahre) und Praktiker an, die man von Seite zu Seite nachvollziehen kann. Dieses Werk aus der Reihe ist kein Buch, das man sich so nebenbei zu Gemüte führen kann. Es erfordert Mühe und Durchhaltevermögen, nicht nur für ein paar Tage, sondern für Wochen konsequenten Studiums.

In zehn umfangreichen Kapiteln kommen nicht nur der c3-Sizilianer, die Rossolimo/Moskau-Variante, der geschlossene Sizilianer oder der Grand Prix Angriff, sondern auch die relativ neue Tiwiakow-Variante zur Sprache. Der eifrige Nutzer wird es begrüßen, dass auf allen Seiten mindestens ein klares Diagramm ihm hilfreich zur Seite steht. Beispielpartien sind reichlich vorhanden und verständlich besprochen.

Angenehm können auch Fragen zu den Positionen und Aufgaben empfunden werden. Mir persönlich würde es allerdings besser gefallen, wenn die Antworten nicht direkt dahinter, sondern beispielsweise auf einer kommenden Seite gegeben würden, statt in einer Fußnote.

Anhand der Partie Strobl - Breyer (Wien 1921) wird gezeigt, dass sich schon die sog. Hypermodernen mit der Thematik befasst haben. Außer E. Walther - M. Tal (Olympiade München 1958) stammt die Mehrzahl der restlichen 49 Partien aus der Großmeisterpraxis der Jahre 2005 bis 2015. Eine gewissenhafte Einführung sowie ein Index der aktuellen Partieanfänge und die Partienübersicht am Ende runden das stattliche Werk ab.

Fazit: Obwohl es dem durchschnittlichen Schachfreund mit seinem Schul-Englisch einige Mühen auferlegen wird - viele neuere Vokabeln aus dem Amerikanischen hat niemand in seiner Schulzeit gelernt - kann es dem ehrgeizig aufstrebenden künftigen Schachmeister nur empfohlen werden. Wer die Mühen der Fremdsprache nicht scheut, genügend Durchhaltevermögen über einen längeren Zeitraum zeigt, wird unbedingt großen Nutzen aus dem Studium des Buches ziehen. Satz und Diagramme sind sauber und übersichtlich, gut geordnet und ansprechend für den eifrigen lernwilligen Leser, der das zu schätzen wissen wird.

Gerd Schowalter,

Fernschachpost 7/2016


Und er hat es wieder getan! Der US-amerikanische Internationale Meister Cyrus Lakdawala ist ein Vielschreiber und hat gerade ein neues Buch veröffentlicht.

In "Anti-Sicilians-move by move" präsentiert er ein Schwarzrepertoire gegen alle Varianten außer dem offenen Sizilianer mit 1.e4 c5 2.Sf3 und dann 3.d4, die einem nach 1.e4 c5 begegnen können. Das ist ziemlich mutig, da vor kurzem erst im Quality Chess Verlag das Buch "Beating the Anti-Sicilians" von GM Vassilios Kotronias zu gleichem Thema erschienen ist, welches einen sehr guten Eindruck machte.

Als ich die Ankündigung zu dem Buch las, ging ich darum davon aus, dass hier ein Repertoire mit etwas selteneren und einfacheren Varianten für den Klubspieler gezeigt wird, das nicht ganz soviel Aufwand wie das Kotroniasbuch voraussetzt. Ich hatte mich geirrt!

448 Seiten umfasst "Anti-Sicilians-move by move" und damit nur etwas weniger als "Beating the Anti-Sicilians" mit seinen 500 Seiten, das aber auch eher für Leute mit 2000 DWZ aufwärts konzipiert worden ist.

Man benötigt also auch hier ein recht gutes Gedächtnis, um sich alle Varianten merken zu können, was ich sehr bedauerlich finde, da ich sowas erstens nicht mag und es zweitens genug Möglichkeiten abseits von Hauptvarianten für Schwarz gibt, um Weiß ins Schwitzen zu bringen. Der strukturelle Unterschied ist, dass man bei Kotronias lediglich Eröffnungsvarianten in großer Masse vorfindet, während Lakdawala mit Modellpartien arbeitet, durch die man im Bestfall auch Verständnis für die entstehenden Strukturen erhält.

Das Buch empfiehlt, um mal die häufigsten Anti-Sizilianer zu nennen, gegen die Alapinvariante nach 1.e4 c5 2.c3 Sf6, was schon recht viel Arbeit ist, da Weiß hier oft eine angenehme Initiative erhält, die es zu neutralisieren gilt, ehe man mit Schwarz auch selbst mal aktiv werden kann. Der geschlossene Sizilianischkomplex nach 1.e4 c5 2.Sc3 wird mit Sc6 nebst g6 und Lg7 abgedeckt. Dies ist eine bewährte Methode, um Weiß an späterem d4 zu hindern, allerdings ist es dadurch auch sehr weit erforscht.

Als dritten großen Komplex möchte ich noch die Lb5 Systeme nennen. Hier gibt es wie bei Kotronias die Empfehlung 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 oder d6 3.Lb5 d6 oder Sc6, womit man als Autor natürlich etwas Aufwand einspart. Hier stört mich nach 1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 d6 die Variante 4.d4 cxd4 5.Dxd4. Dadurch kommt man als Schwarzer in Stellungsbilder, die man so oft gar nicht anstrebt, wenn man 3.Sc6 spielt. Herr Kotronias analysiert diese Variante recht tief. Wie löst Herr Lakdawala das Problem? Er lässt sie einfach weg. Leider ist dies nicht die einzige Ungenauigkeit, die sich finden lässt. Bereits nach einem Blick in das Literaturverzeichnis seines Werkes war mir klar, dass auch das Kapitel über das Morra Gambit Probleme aufzeigen wird. Dort fehlt nämlich das Buch "Mayhem in the Morra", das 2012 von Marc Esserman im Quality Chess Verlag erschienen war. Da dies derzeit eine Art Bibel für viele Morraspieler ist, bekommt man dessen Empfehlungen auch häufig vorgesetzt. Herr Lakdawala erwähnt zwar dieses Buch, aber kennt es offensichtlich nicht. Dabei empfiehlt er nach den Anfangszügen 1.e4 c5 2.d4 cxd4 3.c3 die Annahme des Gambits mit dxc3, nach 4.Sxc3 Sc6 5.Sf3 e6 6.Lc4 Sge7 haben wir eine kritische Variante auf dem Brett, in der Schwarz sehr genau wissen muss, was er tut. Die Essermanempfehlung 7.Lg5 f6 findet sich noch, aber danach ist der Hauptzug von Herrn Lakdawala anhand einer Modellpartie von 1985 8.Lf4. Essermans 8.Le3 wird nur in einer Fußnote erwähnt. Dort wird nach Sg6 9.0-0 Le7 die Essermanempfehlung Sb5 allerdings völlig ignoriert. Auch ist es irritierend, dass Herr Lakdawala schreibt, man könne mit Schwarz statt 6. ...Sge7 auch 6. ...a6 spielen. Er gibt dazu keinerlei Variante an und erweckt den Anschein, als könne sich Schwarz diesen Nichtentwicklungszug einfach so erlauben. Dabei wird es danach häufig sehr brenzlig, da das Motiv Sd5 später oft auftaucht.

Als drittes Beispiel für die Oberflächlichkeit des Buches möchte ich eine Passage zur Alapinvariante nennen, obgleich ich noch einige mehr aufzeigen könnte, aber das würde den Rahmen etwas sprengen.

Hier ergibt sich nach den Zügen 1.e4 c5 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5 4.d4 cxd4 5.Sf3 e6 6.cxd4 b6 7.Ld3 La6 8.0-0 Le7 9.Sc3 Sxc3 10.bxc3 Lxd3 11.Dxd3 d5 12.exd6 Lxd6 eine kritische Stellung, die auch mit einem Diagramm bedacht wird. Weiß ist besser entwickelt und hat Raumvorteil, dafür pocht Schwarz auf die bessere Bauernstruktur. Ich habe durchaus einige Erfahrung mit solchen Stellungen und würde jetzt einfach Te1 spielen und nach Sd7 oder nach der Rochade Sg5 folgen lassen. Weiß hat die oben von mir erwähnte Initiative und Schwarz muss sehr genau spielen, um diese zu neutralisieren. Herr Lakdawala erklärt leider gar nicht, was hier so die schwarzen Ideen sind, sondern gibt in der Fußnote mit 13.De4 und 13.Sg5 zwei Blitzangriffversuche von Weiß an, die natürlich abgeschmettert wurden. Der in seiner Modellpartie gespielte und ebenfalls sehr verpflichtend aussehende Zug 13.d5 wird mit einem Ausrufezeichen versehen, obgleich Weiß Schwarz danach laut seiner Angaben nie Probleme bereiten kann. Dabei schaut er nur auf die Enginebewertung und überlegt scheinbar gar nicht selbst. Nach 13. ...Le7 wird 14.Te1 erneut ausgelassen, obwohl ich nach 14. ...Dxd5 15.Dxd5 exd5 16.La3 Sc6 17.Te3 trotz des von Stockfish 7 angegebenen nur leichten Vorteils ein ganz schlechtes Gefühl mit Schwarz hätte und die meisten Menschen das wohl nicht halten würden.

Insgesamt strotzt das Buch nur so vor Auslassungen. Hier wurde offensichtlich nur schnell etwas zusammengetragen statt richtig zu recherchieren und zu forschen. Auch die Erklärungen sind leider oft nicht so gut, dass man die Stellungen wirklich versteht.

IM Dirk Schuh

April 2016