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LOWARONI
Autor

Offbeat Nimzo-Indian

A Selection of Aggressive Anti-Nimzo...

144 Seiten, kartoniert, Everyman, 1. Auflage 2005

18,15 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

The Nimzo-lndian Defence continues to be one of Black's most reliable ways of meeting the queen's pawn opening. It's popular at all levels of chess and a constant source of anxiety for White players. How can White find a worthwhile line against this incredibly firm defence? How can White set his Nimzo Opponent difficult tasks from the outset? Perhaps it's time to look somewhere different from the well-trodden main lines.

In this book Grandmaster and renowned openings expert Chris Ward investigates unusual white tries, including three uncompromising and underrated ways of battling against the Nimzo: the Sämisch, the Leningrad and the 4 f3 Variation. Each line is ideal for putting your Opponent under immediate pressure from the statt of the game. By studying the various strategies and tactics in these variations, White players can confidently arm themselves with three new menacing lines against the Nimzo, while Black players must again search carefully for antidotes!

  • All the principal lines are covered

  • Written by a renowned Nimzo-lndian expert

  • Explains the basic elements, strategies d tactics for both sides

  • Ideal for club and tournament players

Weitere Informationen
Gewicht 200 g
Hersteller Everyman
Breite 15,2 cm
Höhe 23,4 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2005
Autor Chris Ward
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-10 1857443691
ISBN-13 9781857443691
Seiten 144
Einband kartoniert

004 Bibliography

005 Introduction

1 d4 Nf6 2 c4 e6 3 Nc3 Bb4

009 1 The Main Line Open Sämisch (4 f3 d5 5 a3 Bxc3+ 6 bxc3 c5)

040 2 4 f3 d5 5 a3: Alternatives to the Main Line

054 3 4 f3: Others

069 4 The Stand-alone Sämisch (4 a3 Bxc3+ 5 bxc3)

085 5 4 Bg5 (The Leningrad Variation)

108 6 4 g3

125 7 4 Qb3

135 8 Very Rare Fourth Moves for White

143 Index of Complete Games

Der Autor untersucht hier die Stel­lung nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 mit folgenden Antworten von Weiß: 4.f3, 4.a3, 4.g3, 4.Db3, 4.e4, 4.Sf3, 4.Dd3. Die Varianten wurden, wie bei Everyman Chess üblich ist, mit Hilfe von 47 Musterpartien unter die Lupe genommen.

Jerzy Konikowski, Fernschach International 2/2006

___________________

Christopher (Chris) Ward, Jahrgang 1968, ist ein Internationaler Großmeis­ter aus England, dessen aktuelle (01. April 2005) ELO-Zahl 2485 beträgt. Chris Ward ist als Drachenexperte bekannt. Er ist Autor der Bücher Winning With the Dragon (London 1994, Bats-ford Verlag) und Winning With the Si­cilian Dragon 2 (London 2001, Batsford Verlag) und betreut monatlich die Drachen-Kolumne auf www.chesspu blishing.com. Er ist ebenfalls als Schachtrainer tätig. Die Nimzowitsch-Indische Verteidigung spielt er mit bei­den Farben, und er gilt auch in dieser strategisch anspruchsvollen Eröffnung als außerordentlich beschlagen. Off­beat Nimzo-Indian ist bereits sein drit­tes Buch für Everyman Chess zu Nimzowitsch-Indisch. Frühere Arbeiten sind Starting Out: The Nimzo-Indian (London 2004) und Nimzo-Indian: Kasparov Variation (London 2003). Insbesondere das letztere Buch erhielt gute Kritiken. Es behandelt in erster Linie die Abspiele 4.Sf3 c5 5.g3 und 4.Sf3 b6 5.Lg5, die seit den WM-Matches Karpow-Kasparow 1985 und 1986 den Stempel Kasparows tragen.

Konzeption, Inhalte und Gliederung

Offbeat Nimzo-Indian beschäftigt sich mit Varianten der Nimzowitsch-Indischen Verteidigung abseits der Haupt­systeme 4.e3 (Rubinstein) und 4.Dc2 (Klassische Variante). Ausgeklammert bleibt ebenfalls die so genannte Kasparow-Variante nach 4.Sf3 c5 5.g3 und 4.Sf3 b6 5.Lg5, die Ward in sei­nem Vorgängerbuch bei Everyman ausführlich untersucht hat. Zur Debatte stehen somit hauptsächlich die Sämisch-Variante 4.a3, das häufig in Sämisch-Variationen übergehende Sys­tem 4.f3, die Leningrader Variante 4.Lg5, die Spielmann-Variante 4.Db3 und das Fianchetto-System 4.g3. Daneben behandelt Ward noch einige sehr seltene weiße Fortsetzungen im vierten Zug.

Die Abspiele werden anhand ausführ­lich kommentierter Beispielpartien ab­gehandelt, die weitere Partien und Par­tiefragmente enthalten. Am Ende eines jeden Kapitels erfolgt eine Zusammenfassung des präsentierten Materials auf einer Seite. Der Autor gibt zunächst ei­ne Einschätzung in Form eines kurzen Textes, danach werden die wichtigsten Abspiele noch einmal übersichtlich -unterstützt durch Diagramme- darge­stellt, wobei jeweils auf die betrachte­ten Beispielpartien hingewiesen wird. Dies ist der klassische Everyman-Stil für Eröffnungsbücher, der dem Leser beträchtlich die Orientierung erleich­tert.

Die von Ward ausgewählten kommen­tierten Partien stammen fast aus­schließlich aus der Zeit ab 2000, über­wiegend sogar aus den Jahren 2003 und 2004. Eingearbeitet in die Partie­kommentare findet man auch theore­tisch bedeutsames Material älteren Da­tums. Wenn man den Anteil der verschiedenen Varianten an den insgesamt 144 Seiten vergleicht, fällt auf, dass sich die Ausführungen zu der Variante 4.f3 allein über die Seiten 9 bis 68 er­strecken. Bezieht man das verwandte klassische Sämisch-System ein, so geht es gar bis einschließlich Seite 84. Ist etwa das 4.f3-System der neue Trend im Nimzo-Inder und erhält des­halb derart viel Raum? Nein, diese Va­riante erlebte ihre Hochzeit schon in den Jahren 1990-92, als Alexej Schirow zahlreiche interessante Angriffspartien mit ihr spielte und viele seinem Beispiel folgten. Von einem spürbaren Revival kann man auch nicht spre­chen. Die Erklärung liegt wohl eher darin, dass 2004 im Verlag Gambit das Buch Play the 4 ß Nimzo-Indian von GM Juri Jakowitsch (Yuri Yakovich) erschienen ist (Es ist vorbildlich im Li­teraturverzeichnis aufgeführt.) und so­mit ein gewisser Konkurrenzdruck auftrat. Nicht umsonst ist Jakowitsch auch mit zwei Weißpartien gegen Campora in San Antonio 2001 (S. 18) und gegen Tunik in Krasnodar 2002 (S. 43) vertreten. Dabei wäre es doch viel innovativer gewesen, sich mehr auf das Leningrader System zu kon­zentrieren, denn von den acht kom­mentierten Partien zu diesem Thema sehen immerhin drei Chris Ward als Anziehenden. Zudem hat Ward in sei­ner Einleitung und im entsprechenden Kapitel deutlich gemacht, dass er als Weißer in seiner Zeit als professionel­ler Spieler das Fianchetto-System 4.g3 am häufigsten gewählt hat. In den vier kommentierten Partien zu dieser Vari­ante ist Ward zweimal als Weißer da­bei, eingearbeitet finden sich ebenfalls fast ausschließlich Partien des Autors. Erschienen diese Systeme allein dem Verlag nicht kommerziell genug, und mussten die Sämisch-Variationen des­halb "mitgenommen" werden? Wie auch immer, in den Kommentaren zu den acht Partien, die Ward selbst auf weißer oder schwarzer Seite bestritten hat, kommt seine geballte Kompetenz zum Ausdruck. Er spart nicht mit in­struktiven Erklärungen und Varianten -die Erläuterungen sind umfassend und verständlich - und pflegt einen humor­vollen Stil, so dass der Leser auch gut unterhalten wird.

Obwohl Ward ausdrücklich betont, dass es sich nicht um ein Repertoire­buch aus weißer oder schwarzer Sicht handelt, fallen seine Vorlieben zuwei­len schon auf. Im Sämisch-System schlägt er die interessante Variante 5... Se4 (nach 4.a3 Lxc3+ 5.bxc3) vor, die immerhin in vier Partien des WM-Kampfes Botwinnik - Tal im Jahre 1960 vorkam und die er anhand seiner Schwarzpartie gegen House, Jersey 2002, vorstellt. Dahingegen erhält die wichtige Variante 4.a3 Lxc3+ 5.bxc3 c5 6.e3 b6, die im Turnierschach auch über andere Zugfolgen erreicht wird, relativ wenig Raum. Im 4.f3-System wird die schwarze Idee Sh5 sowohl nach 4.f3 c5 5.d5, als auch nach 4.f3 c5 5.d5 Lxc3+ 6.bxc3 gesondert un­tersucht. Das Abspiel 4.f3 c5 5.d5 Lxc3+ 6.bxc3 Da5 7.Ld2 d6, immerhin spätestens seit der Partie Kortschnoi - Lissizyn, UdSSR-Meis­terschaft Kiew 1954 bekannt, bleibt gänzlich unberücksichtigt. Im Lenin­grader System fehlt nach 4.Lg5 der Hinweis, dass die Idee 4...c5 5.d5 Lxc3 6.bxc3 d6 7.e3 De7 ebenfalls häufig ohne Einschub von 4...h6 5.Lh4 verwirklicht wird. Trickreiche Abweichungen wie 4.Lg5 h6 5.Lh4 b6!?, wie sie von Michael Adams und Viktor Kortschnoi zuweilen genutzt werden, um nach 6.Sf3 (6.f3 wäre die Alternative.) in die Kasparow-Variante einzulenken, erwähnt Ward nicht. Die Gliederung in der Übersicht:

Bibliography (S. 4) - Literaturver­zeichnis

Introduction (S. 5 ff.) - Einführung von Chris Ward, in der er die im Buch behandelten Varianten mit Hilfe von Diagrammen kurz vorstellt.

The Main Line Open Sämisch (4.f3 d5 5.a3 J.xc3 6.bxc3 c5) (S. 9ff.)

2 4.f3 d5 3.a3: Alternatives to the Main Line (S. 40 ff.)

3 4.f3: Others (S. 54 ff.)

4 The Stand-alone Sämisch (4.a3 Lxc3 5.bxc3) (S. 69 ff.) - Klassische Sämisch-Variante

5 4.Lg5 (The Leningrad Variation) (S. 85 ff.) - Leningrader Variante

6 4.g3 (S. 108 ff.) - Fianchetto-Variante

7 4.Db3 (S. 125 ff.) - Spielmann-Variante

8 Very Rare Fourth Moves for White (S. 135 ff.) - Seltene weiße Fortsetzungen wie 4.e4, 4.Ld2, 4.Sf3 in Verbindung mit 5.Ld2, 4.Dd3,4.Da4, 4.Dd2 und 4.Lf4.

Index of Complete Games (S. 143 - 144): Verzeichnis der komplett darge­botenen Partien (keine Fragmente), alphabetisch nach Spielernamen ge­ordnet, mit Angabe des Ortes und des Jahres sowie der Seitenzahlen.

Fazit

Christopher Ward wird seinem Ruf als Nimzowitsch-Indisch-Experte gerecht, indem er den Leser in den ausgewähl­ten (Neben-) Varianten mit zahlreichen Spielvorschlägen für beide Seiten vertraut macht. Obwohl der Untertitel dies suggeriert, handelt es sich nicht um ein Repertoirebuch aus weißer Sicht, sondern um eine weitgehend ob­jektive Betrachtung. Die Kommentare von Ward zu den Beispielpartien sind eingängig. Die wichtigsten Varianten werden übersichtlich dargestellt. Die Auswahl des Materials erscheint etwas zu "Sämisch-lastig", man wollte offen­bar eine Alternative zu dem erwähnten Jakowitsch-Buch des Gambit-Verlages von 2004 bieten. Das Buch dürfte für alle Anhänger der Nimzowitsch-Indischen Verteidigung interessant sein. Auch Spieler, die sich als Anziehende mit Nimzowitsch-Indisch auseinander­setzen müssen und nach weniger be­kannten Wegen suchen, könnten hier fündig werden. Für ein Buch, das ins­gesamt lediglich 144 Seiten enthält, ist der Preis von 23,40 € allerdings recht hoch.

Sören Bär , Rochade Europa 07/2005