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LOSNOEAS

Eröffnungsfallen am Schachbrett

152 Seiten, kartoniert, Beyer, 18. Auflage 2020, original erschienen 1939

19,80 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

"Fallen“ im Schach entziehen sich einer präzisen Definition. Überwiegend handelt es sich um attraktive Abspiele taktischer Natur, die zunächst ungefährlich und häufig verführerisch erscheinen, da sie gutes Spiel oder gar Vorteil versprechen. Doch infolge einer kleinen Unachtsamkeit münden diese schnell in eine mehr oder minder große Katastrophe, zumindest materiell oder positionell nachteilig für das "Opfer“. Fallen gelten zweifellos als besonders reizvoll, wenn sie den Gegner mit List und Tücke ins Verderben locken. Und auch die Schadenfreude, angeblich die schönste aller Freuden, mag unterschwellig dazu beitragen, dass Fallenspielerei im Schach und insbesondere in der Eröffnung vom Betrachter mit einem spezifischen Vergnügen wahrgenommen wird.

Der Autor und nachfolgende Bearbeiter haben für dieses Buch insgesamt 234 Fallen zusammengetragen, geordnet nach Eröffnungen, ausführlich kommentiert und aktualisiert sowie mit gelegentlichen Denksportaufgaben angereichert, und ein einleitendes Kapitel mit weiteren Beispielen vermittelt die Grundgedanken des Fallenspiels. Der Leser erhält hierdurch einen Überblick über die wichtigsten Eröffnungen mit dem Augenmerk auf die Gefahren, die in Gestalt von verborgenen Fallstricken allgegenwärtig lauern können, die er aber nach eingehender Lektüre des Buchs sicher erkennen und umgehen wird, wenn er ihnen am Brett begegnet.

Der Schachmeister Eugène Snosko-Borowski (1884-1954) war ein in Paris lebender Exilrusse, der nach der Russischen Revolution nach Frankreich ausgewandert war und in Deutschland insbesondere durch seine Bücher bekannt geworden ist. Diese waren vornehmlich auf den Vereinsspieler zugeschnitten, sowie in einem gefälligen und flüssigen Stil geschrieben, was ihnen eine außergewöhnliche Popularität verlieh. Zu seinen beliebtesten Werken gehört nach wie vor So darfst Du nicht Schach spielen (in unserem Verlag erhältlich). Aber auch das nun in der 18. Auflage (!) vorliegende Werk über Eröffnungsfallen (deutsche Erstausgabe 1939) ist ein unverwüstlicher Klassiker und hat schon viele Generationen von Schachspielern begeistert.

Weitere Informationen
Gewicht 300 g
Hersteller Beyer
Breite 14,7 cm
Höhe 21 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2020
Autor Eugène Snosko-Borowsky
Sprache Deutsch
Auflage 18
ISBN-13 978-3-95920-123-0
Jahr der Originalausgabe 1939
Seiten 152
Einband kartoniert

007 I. Grundgedanken einiger Fallen

019 II. Offene Spiele

064 III. Halboffene Spiele

084 IV. Geschlossene Spiele

113 V. Moderne Eröffnungen

137 VI. Positionsfallen

146 Antworten auf die gestellten Fragen

Rezensionen früherer Auflagen:

Wenn ein Schachbuch in einer 17. Auflage erscheint, dann muss es gut sein. Und historische Wurzeln muss es auch haben, denn die vorherigen Auflagen werden sich nicht nur innerhalb von ein paar Wochen verkauft haben. Und so ist es auch bei "Eröffnungsfallen am Schachbrett“ von Eugéne Snosko-Borowski, dessen erste deutsche Auflage im Jahre 1939 auf den Markt gekommen ist. Neu erschienen ist es im Joachim Beyer Verlag als Imprint des Schachverlag Ullrich.

Was ist eine Falle, was ist keine, sondern vom Gegner einfach nur schlecht gespielt? Um diese Frage beantworten zu können, muss zunächst eine Definition des Begriffes "Falle“ her. Der Rückentext des Werkes gibt sie uns. Danach handelt es sich bei Fallen überwiegend "um attraktive Abspiele taktischer Natur, die zunächst ungefährlich und häufig verführerisch erscheinen, da sie gutes Spiel oder gar Vorteil versprechen. Doch infolge einer kleinen Unachtsamkeit münden diese schnell in eine mehr oder minder große Katastrophe, zumindest materiell oder positionell nachteilig für das 'Opfer’“.

In "Eröffnungsfallen am Schachbrett“ haben der Autor des Urwerkes und Bearbeiter nachfolgender Ausgaben insgesamt 234 solcher Fallen zusammengetragen. Sie sind eröffnungsthematisch sortiert und werden jeweils mit ihrer vollen Zugfolge dargestellt. Die Darstellung entspricht also dem Anfang einer kommentierten Partie, denn der Leser bekommt natürlich über die reine Zugfolge hinaus auch noch Hinweise, Erklärungen und kurze Analysevarianten. Unregelmäßig eingestreut findet er zudem noch insgesamt 53 Fragen im Text, deren Beantwortung ihm zu einem besseren Verstehen verhelfen soll und für die er die Lösungen gesammelt am Ende des Buches findet.

Unterteilt ist das Werk in sechs Teile mit den folgenden Überschriften:

I. Grundgedanken einiger Fallen

II. Offene Spiele

III. Halboffene Spiele

IV. Geschlossene Spiele

V. Moderne Eröffnungen

VI. Positionsfallen.

Im 1. Teil werden einfache theoretische Hinweise gegeben, die für eine Reihe von Fallen Gültigkeit besitzen. So wird das Manöver eines Dameschachs von h4 bzw. h5 aus erläutert oder die Schwäche des Feldes f2 bzw. f7 thematisiert.

Unter "Moderne Eröffnungen“ im 5. Teil fallen vor allem die Indischen Verteidigungen. Im 6. Teil werden unter "Positionsfallen“ solche Abspiele behandelt, die auf positionelle Konsequenzen abzielen, beispielsweise auf das Aussperren einer gegnerischen Figur vom Spiel.

Eröffnungsfallen sind auch deshalb attraktiv, weil sie einen schnellen Vorteil in der Partie versprechen. Sie zu kennen heißt sie bei Gelegenheit einsetzen zu können, heißt aber auch sie vermeiden zu können, wenn der Gegner sie anstrebt.

Sicherlich wäre es eine naive Vorstellung, die allesamt im Buch vorgestellten Fallen auswendig lernen zu können, um zu schnellen Siegen zu kommen. Soweit sie aber nach dem eigenen Repertoire des Spielers eine praktische Relevanz besitzen, also mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in seiner Partie auf das Brett kommen können, sollte er sich sehr wohl als aktiv wie auch passiv Beteiligter gut damit auskennen.

"Eröffnungsfallen am Schachbrett“ hat auch einen hohen Unterhaltungswert. Es ist locker geschrieben, enthält zu den oben genannten Teilen wie auch zu einzelnen Eröffnungen wie einzelnen Fallen selbst zusätzlich textliche Informationen und bedient auch noch eine uns Menschen implementierte Art der Freude, die Schadenfreude. Hier kann man sie ausleben, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Das Buch ist in der bekannt guten technischen Qualität des Verlages gefertigt worden. Ein fester Einband wird auch dann noch standhalten, wenn es hunderte Male aus dem Regal gezogen worden ist. Es gibt eine anspruchsvolle Bindung und auch ein Lesebändchen fehlt nicht. Druck und Papier sind "top“.

Fazit: "Eröffnungsfallen am Schachbrett“ ist ein Klassiker, der in seiner 17. Auflage neu auf den Markt gekommen ist. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch in das Regal jedes Turnierspielers gehört, und soweit die darin abgebildeten Eröffnungsfallen in seinem Repertoire liegen, gehört deren ausreichende Kenntnis in seinen Kopf.

Natürlich kann ich dieses Werk zum Kauf empfehlen.

Uwe Bekemann, BdF

Januar 2015


Rezension zur 14. Auflage:

Insgesamt 234 Eröffnungsfallen werden in diesem Klassiker aus dem Jahre 1939 vorgestellt, neu aufgelegt in der mittlerweile 14.Auflage (!).

Quer durch alle Eröffnungen werden mittlere und größere Katastrophen gezeigt, peinliche Reinfälle und raffinierte Eröffnungsfallen. Mit viel Text aufgelockert kann das Buch auch als entspannende Lektüre während einer Bahnfahrt oder überall dort dienen, wo man ungestört einem ungetrübten Lesevergnügen nachgehen kann.

Vielleicht ist es in manchen Fällen auch einfach nur die reine Schadenfreude, mitzuerleben, wie selbst erfahrene Meister bisweilen daneben greifen können, die dieses Buch so erfolgreich macht. Selbstverständlich kann man aus den gezeigten Beispielen auch viel über die Eröffnungen selbst lernen, wo lauern Gefahren, was sollte man unbedingt vermeiden und wie stelle ich selbst meinem Gegner eine Falle? Hier drei Beispiele für hinterlistige Eröffnungsfallen aus dem Buch:

-1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.e3 c5 5.Sge2 Da5 6.Ld2 d5 7.a3 Sc6 8.axb4? Sxb4!! 9.Txa5? Sd3#

-1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 g6 5.Sc3 Lg7 6.Le3 Sf6 7.Lc4 0-0 8.Lb3 Da5 9.0-0 d6 10.h3 Ld7 11.Te1 Tfe8 12.De2 Sxe4? 13.Sxc6 Lxc6 14.Sxe4 Lxe4 15.Ld2!

-1.e4 e5 2.Sf3 d6 3.Lc4 f5? 4.d4 Sf6 5.Sc3 exd4 6.Dxd4 Ld7 7.Sg5 Sc6 8.Lf7+ Ke7 9.Dxf6+! Kxf6 10.Sd5+ Ke5 11.Sf3+ Kxe4 12.Sc3#

Trotz seines Alters hat das Buch nichts von seinem praktischen Wert verloren und ist deshalb uneingeschränkt zu empfehlen.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

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