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Art.-Nr.: LMBRUMSE

Mein System easy

158 Seiten, kartoniert, Ullrich, 2. Auflage 2011.

14,95 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Einleitung des Bearbeiters und Herausgebers

Aaron Nimzowitschs Werk "Mein System" ist eines der bekanntesten Schachbücher der Welt überhaupt. Es ist bis heute das Standardwerk des Positionsspiels und in seiner Einzigartigkeit mit keinem anderen Schachlehrbuch vergleichbar.

Die Wurzeln des Buches reichen weit zurück. Schon 1906 kaufte der junge Nimzowitsch das Turnierbuch des Meisterturniers in Nürnberg (Sieger wurde der Amerikaner Frank Marshall vor Duras, Forgacs, Schlechter und Tschigorin) und ließ es von einem Buchbinder mit ei­nem Stapel weißer Blätter so binden, dass auf jede Buchseite ein lee­res Blatt folgte, auf dem er seine Gedanken und Ideen zu jeder Partie notierte. War das die Keimzelle seines Systems? Auf jeden Fall ha­ben Nimzowitschs Artikel von 1911 und 1913 vollen Eingang in sein Werk gefunden, das aber zunächst durch den 1.Weltkrieg aufgehal­ten wurde. Erst Mitte der 20er-Jahre war es dann soweit. Dabei ent­stand "Mein System" eigentlich gar nicht als Buch, sondern 1925/26 als Fortsetzungsreihe in fünf Lieferungen an den Berliner Verleger Bernhard Kagan. Bereits 1930 erschien eine englische Fassung in den USA. In Deutschland war das Buch, auch bedingt durch die Kriegswirren, schon eine antiquarische Rarität geworden, als 1958 der Berliner Engelhardt-Verlag eine Neuauflage herausgab, der 1965 bereits eine weitere Auflage folgte. Auch in anderen Ländern erschie­nen Übersetzungen. In der Sowjetunion wurde es ebenso gründlich von ehrgeizigen Schachspielern studiert wie in den USA oder in ganz Europa. Viele spätere Schachmeister und Weltklassespieler haben dieses Buch intensiv durchgearbeitet. Man kann gewiss sagen, dass "Mein System" eines der bedeutendsten Schachbücher des 20. Jahrhunderts war.

Abgesehen von Druckfehlerkorrekturen und kleineren Berichtigungen blieb das Werk bis zur heutigen Zeit weitgehend unverändert. Dies stellt für Leser leider ein erhebliches Problem dar. Zum einen merkt man dem Werk noch den ursprünglichen Charakter als Fortsetzungs­serie in einer Schachpublikation an. Es ist nicht so homogen gestaltet und nicht so sorgfältig überarbeitet, wie das bei Büchern üblich ist. Kein Lektor hat wohl je das Manuskript redigiert. Zum anderen ist Nimzowitschs "eigenwilliger" Schreibstil nicht jedermanns Ge­schmack. Auch Satz und Layout, Schriftgröße und Zahl der Dia­gramme entsprechen nicht dem heute üblichen Standard.

Für den Leser unserer hektischen Zeit, der nur ein begrenztes Budget von Zeit und Kraft für ein Schachbuch aufwenden kann und will, ges­taltet sich die Lektüre oft schleppend und setzt ein großes Interesse an der Materie und ein erhebliches Maß an Ausdauer und Willens­kraft voraus.

Großmeister Yasser Seirawan schrieb über das Werk: "Es war auch in einer Art und Weise geschrieben, die entschieden zu 'europäisch' und zu 'wissenschaftlich' für meinen jungen Verstand war."

So überarbeitete 1991 Lou Hays die amerikanische Fassung. Mit al­gebraischer Notation, einer größeren Zahl an Diagrammen und einer gut lesbaren Schrift mit einem klaren Layout entstand eine gut lesba­re Neufassung.

Die im Buchtext verstreuten Partien wurden großenteils ausgegliedert und in einem Anhang zusammengefasst. Trotz einiger Straffungen blieb allerdings die heute recht altmodisch und gewunden wirkende Ausdrucksweise des Autors erhalten. (Mit ihren langen, verschachtel­ten Sätzen und heute ungebräuchlichen Ausdrücken und Fremdwör­tern besonders für junge Leser schwer verständlich und eher ab­schreckend)

Die hier vorliegende Bearbeitung geht wesentlich weiter als die ame­rikanische Version von "Mein System". Der Text wurde gestrafft und teilweise gekürzt. Auslassungen Nimzowitschs, die nicht direkt zur Sache beitragen, wurden gestrichen. Passagen, die sich mit der Dis­kussion von Theoriefragen befassen, die in den 20er-Jahren aktuell waren (und heute längst Geschichte sind), wurden ebenso entfernt wie die Auseinandersetzungen des Autors mit seinen damaligen Kontrahenten, u.a. Albin oder Dr.Tarrasch. Passagen des Autors in der "Ich-Form" wurden abgeändert mit Ausnahme der von ihm kom­mentierten Stammpartien im Anhang. Die meisten der im Original­werk angegebenen Referenzpartien wurden nicht mehr aufgeführt (sie sind im Anhang unter "Nimzowitschs Partien" aufgelistet). Viele Leser werden erfahrungsgemäß nicht die Zeit oder Lust haben, diese Partien gründlich durchzuarbeiten, zumal die Eröffnungen und große Teile der Kommentare veraltet sind und weder im Umfang der Analy­sen noch in deren Genauigkeit nicht dem heutigen Standard entspre­chen. Sehr viel sinnvoller als das Nachspielen aus einem Buch ist es, diese Partien aus einer Datenbank mit Computerunterstützung nach­zuspielen und zu analysieren.

Damit wird auch vermieden, dass junge Spieler eventuell veraltete oder falsche Inhalte lernen. Durch größere Schrift und eine große Anzahl von Diagrammen wurde die Lesbarkeit und das Nachspielen erheblich erleichtert. Die gestraffte Neufassung ist dazu gedacht, dem Leser mit möglichst wenig Aufwand die wesentlichen Inhalte zu ver­mitteln.

Sicher wird der ein oder andere Schachfreund dieses Vorgehen ab­lehnen oder er wird es sogar als eine Art "Sakrileg" betrachten. Aber Nimzowitsch hat sein Buch als Hilfsmittel für "Lernende" betrachtet (er spricht diese Gruppe des öfteren an). Nach 80 Jahren ist es an der Zeit, dieses Lehrbuch den Lernenden von heute und den Um­ständen der heutigen Zeit anzupassen. Niemand würde heute ein 80 Jahres altes Schulbuch verwenden, auch wenn es seinerzeit und über einen langen Zeitraum hinweg noch so hervorragend und weg­weisend war. Bücher sind für Menschen da, nicht Menschen für Bü­cher! Auch ein so wertvolles Lehrbuch wie "Mein System" muss ir­gendwann den aktuellen Erfordernissen angepasst werden und der Bearbeiter hofft, dass ihm dies gelungen ist und es somit vielen Schachfreunden einfacher gemacht wird, die Grundlagen der Thesen und Ideen Aaron Nimzowitschs besser zu lernen und zu verstehen und für ihr eigenes Spiel nutzbar zu machen.

In diesem Sinne wünscht der Bearbeiter dem Leser viele interessante Stunden mit dem neuen alten Werk und ein "easy Eindringen" in die Grundlagen des Positionsspiels.

Heinz Brunthaler

im Sommer 2006

Details
Sprache Deutsch
Autor Brunthaler, Heinz
Verlag Ullrich
Auflage 2.
Medium Buch
Gewicht 320 g
Breite 17 cm
Höhe 24 cm
Seiten 158
ISBN-10 3980993760
ISBN-13 9783980993760
Erscheinungsjahr 2011
Einband kartoniert
Inhalte

004 Vorwort von Aaron Nimzowitsch zur 1. Auflage 1925

010 Vorwort des Bearbeiters und Herausgebers

013I. Teil Die Elemente

1. Kapitel Einleitung

014 1. Zentrum und Entwicklung

2. Der Bauernzug ist bloß ein Hilfszug der Entwicklung

015 3. Der Entwicklungsvorsprung als Ideal

016 4. Abtausch mit nachfolgendem Tempogewinn

017 Das mögliche Intermezzo beim Manöver Abtausch mit Tempogewinn

018 5. Das Liquidieren, nachfolgende Entwicklung oder nachfolgende Befreiung

021 6. Das Zentrum und dessen Demobilisierungswut

023 6a. Die Preisgabe

026 7. Vom Bauernraub in der Eröffnung

028 7a. Nimm jeden Zentralbauern, wenn das ohne größere Gefahr geschehen kann!

0292. Kapitel Die offene Turmlinie

1. Allgemeines und Definitionen

030 2. Die Entstehung der offenen Linie auf verschiedene Weise

032 3. Das Ideal (Endzweck) jeder Linienoperation

033 4. Hindernisse auf dem Wege einer Operationslinie

035 5. Das "eingeschränkte" Vorrücken in einer Linie und die Linie als Sprungbrett

6. Vorposten und Angriffsradius

0393. Kapitel Die 7. und 8.Reihe

1. Einleitung und Allgemeines. Die Wahl eines Angriffszieles

040 2. Konzentrischer und revolutionärer Angriff in der 7.Reihe

041 3. Die fünf Spezialfälle in der 7.Reihe

0474. Kapitel Der Freibauer

1. Grundlagen und Definitionen

048 2. Die Blockade der Freibauern

049 3. Der Blockeur und seine Möglichkeiten

051 4. Im Kampf gegen den Blockeur

052 5. Frontalangriff des Königs gegen einen isolierten Bauern

055 6. Die privilegierten Freibauern

057 7. Wann ein Freibauer vorrücken soll

059 Schema zum Freibauern (Frage- und Antwortspiel)

0605. Kapitel Der Abtausch

1. Abtausch, um eine Linie ohne Zeitverlust zu öffnen/besetzen

061 2. Wir vernichten einen Verteidiger durch Abtausch

3. Tauschen, um nicht durch Rückzug Zeit zu verlieren

062 4. Wie und wann der Abtausch vor sich zu gehen pflegt

6. Kapitel Die Elemente der Endspiel Strategie

Einleitung und Allgemeines

063 1. Die Zentralisierung

065 Das Versteck und der Brückenbau

066 2. Die aggressive Turmstellung und der aktive Offizier

068 3. Zusammenschweißen isolierter Truppenteile - "Das Ganze voran!"

069 4. "Materialisierung" des abstrakten Begriffs "Linie" und "Reihe"

0707. Kapitel Der gefesselte Stein

1. Einleitung und Allgemeines

2. Der Begriff des ganz und des halb gefesselten Steins

072 Die Abtauschkombination auf dem Fesselungsfeld

074 3. Das Problem der Entfesselung

0798. Kapitel Der Abzug

1. Der Verwandtschaftsgrad zwischen "Fesselung" und "Abzugsschach

080 2. Die Zwickmühle

082 3. Das Doppelschach

085 9. Kapitel Die Bauernkette

1. Allgemeines und Definitionen. Die Basis

088 2. Der Angriff gegen die Basis der Bauernkette

089 3. Übertragung der Blockaderegel vom Freibauer auf die Kette

091 4. Überrumpelungskrieg, Schwarz am Scheideweg

092 5. Die langsame Belagerung der ungedeckten Basis

095 6. Die Übertragung des Angriffs

096II. Teil Das Positionsspiel

10. Kapitel

096 1. Gedankenschädlinge und Aktionismus

097 2. Die meisterliche Überschätzung der Akkumulierung geringfügiger Vorteile

3. Die Prophylaxe (Vorbeugung) und Überdeckung

101 4. Die Gesamtbeweglichkeit der Bauernmassen

103 5. Das Zentrum

104 6. Worin hat das Leitmotiv der wahren Strategie zu bestehen?

107 7. Das Aufgeben des Zentrums

109 Wege zur Aneignung des Positionsspiels (Kleines Schema zum 1 .Kapitel)

11011. Kapitel Doppelbauer und Hemmung

1. Definitionen

112 1a. Die einzig wirkliche Stärke des Doppelbauern

113 2. Die häufigsten Doppelbauernkomplexe

116 3. Hemmung durch "mysteriöse Turmzüge"

120 4. Die Hemmungsaktion

121 5. Die verschiedenen Formen der Hemmung

12412. Kapitel Der isolierte Damenbauer

125 1. Der Isolani als Endspielschwäche

2. Der Isolani als Angriffsinstrument

127 3. Das isolierte Bauernpaar

13013. Kapitel Läufer und Läuferpaar

135 14. Kapitel Starke Punkte überdecken, schwache Bauern loswerden

137 Wie man schwache Bauern los wird

13815. Kapitel Lavieren und der Angriff auf beiden Flügeln

1. Bestandteile des Lavierens

2. Terrain und Platzwechsel

141 3. Kombiniertes Spiel an beiden Flügeln bei (noch) fehlenden/verdeckten ...

143 4. Das Lavieren unter erschwerten Umständen

145Anhang

146Nimzowitschs Partien

147 Liste der Partien im Originalwerk

150 Partie Gregory - Nimzowitsch

Die Stammpartie des ideellen Damengambits

153 Partie Spielmann - Nimzowitsch

Stammpartie zur These von der relativen Ungefährlichkeit der Bauernwalze

155 Partie Nimzowitsch - Spielmann

Stammpartie zur Verquickung des "Opfers" mit "Blockadetendenzen"

157 Aaron Nimzowitsch - Leben und Werk - Eine Kurzbiographie

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