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LXHENMFTL

Move First, Think Later

Sense and Nonsense in Improving Your Chess

256 Seiten, kartoniert, New in Chess, 3. Auflage 2014, Erstauflage 2012

21,95 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

The chess instruction establishment claims that all you need to do is concentrate on the characteristics of a position. Stick to some rules of thumb and good moves will pop up more or less automatically.

But that is not how it works, finds International Master Willy Hendriks. Chess players, both weak and strong, don’t first make a plan before looking at candidate moves. Trial and error is a very common and in fact highly effective way to get to the best move.

In his journey into the chess-playing mind, Hendriks uses recent scientific insights in the working of our brain. He raises a number of intriguing questions:

  • Can you, too (whether you are talented or not), become a grandmaster?
  • Why does a chess trainer’s advice often sound like a horoscope?
  • Can you find strong moves by ticking off a to-do list?
  • Is it possible to reach master level without ever making a plan?

Presents a wealth of valuable, no-nonsense training material. In this refreshing, entertaining and highly instructive book, Willy Hendriks shows how you can travel light on the road to chess improvement!

Weitere Informationen
Gewicht 480 g
Hersteller New in Chess
Breite 17 cm
Höhe 23,5 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2014
Autor Willy Hendriks
Sprache Englisch
Auflage 3
ISBN-13 978-90-569-1398-4
Jahr der Erstauflage 2012
Seiten 256
Einband kartoniert

007 Preface

009 On the exercises

011 Acknowledgements

Chapter 1

013 Exercises

014 First move, then plan, then judge

Chapter 2

021 Exercises

022 Look and you will see versus trial and error

Chapter 3

029 Exercises

031 My most beautiful move

Chapter 4

040 Exercises

042 Recognizing the similar

Chapter 5

048 In search for the master's understanding - back to De Groot

Chapter 6

053 Exercises

056 Pattern-like knowledge

Chapter 7

065 Exercises

066 If White advances with g4, block his aggression with ...g5

Chapter 8

073 Breaking news: knights are superior to bishops

Chapter 9

077 Exercises

078 Free Advice

Chapter 10

088 Protocol versus content

Chapter 11

093 Exercises

094 The particular and the general

Chapter 12

099 Exercises

101 Big plan, small plan or no plan at all

Chapter 13

111 Exercises

113 Seeing combinations and making plans

Chapter 14

121 Exercises

122 Watch out, it's a critical moment

Chapter 15

127 Chance in chess

Chapter 16

135 Exercises

136 The sadistic exam

Chapter 17

142 Exercises

143 It plays chess in me

Chapter 18

154 Exercises

156 Trust your chess module

Chapter 19

166 Exercises

167 Quantity is a quality too

Chapter 20

176 Exercises

178 The human standard

Chapter 21

186 Exercises

187 The chess nurture assumption

Chapter 22

192 Exercises

193 The scientific scruples of the chess trainer

Chapter 23

200 Exercises

201 Quality

Chapter 24

215 Exercises

216 Expectations

Chapter 25

222 Exercises

224 Strategic exercises

Chapter 26

233 Exercises

234 Random puzzling

Chapter 27

240 Exercises

241 Conclusions

247 The discussion continues

253 Index of Names

255 Bibliography

"What a fantastic book! I have not enjoyed reading an instructional book so much in years. I was laughing out loud throughout, because it is very witty, but it is also a really important instructional volume.”

Steve Giddins, author of 50 Ways to Win at Chess

Rezensionen zu früheren Auflagen:

Das Buch "Move First, Think Later", geschrieben von IM Willy Hendriks und vor wenigen Wochen erschienen bei New In Chess, ist eine jener seltenen Neuerscheinungen, zu denen ich zunächst keinen Zugang gefunden habe. Ich habe das Buch mehrfach in die Hand genommen, um es zu rezensieren, und ebenso oft habe ich es wieder beiseite gelegt, weil ich es einfach nicht wirklich verstand. Jetzt, wo ich diese Rezension als Ergebnis meiner Arbeit vorlegen kann, ist mir in der Nachbetrachtung auch klar geworden, woran meine anfänglichen Schwierigkeiten gelegen haben: Ich bin mit völlig falschen Grundvorstellungen und damit auch falschen Erwartungen ans Werk gegangen. Auch hierfür meine ich den Grund gefunden zu haben: Es muss am provokanten und von mir falsch ausgelegten Titel gelegen haben wie auch an der Einführung des Werkes durch den Autor.

Sinngemäß übersetzt ist "Move First, Think Later" die Aufforderung an den schachinteressierten Leser, zunächst seinen Zug auszuführen und dann erst zu überlegen. Als "herkömmlich auf Schachprinzipien sozialisierter" Spieler musste ich damit meine Probleme haben, die sich beim Einlesen in das Werk eher bestätigten als auflösten. Hendriks vertritt die These, dass der Spieler zumeist in seiner Partie nicht nach den hergebrachten Prinzipien handelt, nicht die Charakteristika einer Stellung ermittelt, einen Plan entwickelt und nach seinen Kandidatenzügen Ausschau hält. Für Hendriks hat das Spiel in der Praxis mehr mit "Versuch und Irrtum" zu tun. Danach checkt der Spieler im Prinzip eher die einzelnen Züge auf ihre Tauglichkeit durch. Erweist sich die erste positive Einschätzung, die eben zu seiner genaueren Prüfung geführt hat, als Fehler, so wird der Zug verworfen, andernfalls bleibt er als spielbare Möglichkeit erhalten.

"Move First, Think Later" ist aber gar kein revolutionäres Werk, das sich anschickt, die Theorie neu zu schreiben, es ist vielmehr sehr auf die Praxis ausgerichtet, und zwar die herkömmlichen Prinzipien beachtend. Allein die Methode, wie der Spieler die besten Züge in einer Stellung ermittelt, sieht Hendriks anders.

Dabei kommt er in einem fortgeschrittenen Teil des Buches zu einem interessanten Vergleich: Engines ermitteln auch nicht erst die Charakteristika einer Stellung, fassen nicht einen Plan, vielmehr arbeiten sie nach der Methode "Move First, Think Later" - jeder mögliche Zug wird zunächst zumindest kurz angefasst, und weiter geht es dann nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum" nach den Rechenergebnissen.

Aber was ist "Move First, Think Later" denn nun? Bisher habe ich erst die Frage klären können, was es nicht ist. Es ist eine Anleitung zum praktischen Schachtraining, und eine richtig gute sogar. Hätte Hendriks sich mit dem Vorhaben, die Schachtheorie - zumindest partiell - auf den Kopf zu stellen, vermutlich verhoben, so ist er als Autor zum Schachtraining voll in seinem Element. Er ist ein Praktiker mit einer Jahrzehnte langen Erfahrung, die sich über das ganze Buch hinweg immer wieder zeigt.

Die Palette dessen, was er behandelt, dürfte das widerspiegeln, was er als Manko in den Fähigkeiten der von ihm trainierten Spieler erkannt hat. Er geht Fragen nach, warum der Trainingserfolg sich nicht in den Partien des Spielers bestätigt, leitet zur Ausräumung der Gründe an, gibt Hinweise auf Trainingsmethoden, beschreibt diese, und dies alles als gefühltes Praxisseminar.

Ich möchte die allgemeine Beschreibung des Inhalts von "Move First, Think Later" um ein paar ganz konkrete Beispiele ergänzen.

1. Warum findet ein Spieler, der zuhause Schachaufgaben aus Zeitschriften und Büchern sehr gut zu lesen versteht, nicht auch ihm damit thematisch geläufige Züge in der eigenen Partie? In der Aufgabe weiß der Spieler, dass er eine Stellung vor sich hat, in der er nach einem bestimmten Motiv suchen muss oder zumindest irgendetwas für eine Partei gehen wird. Seine Aufmerksamkeit ist erregt, er sucht gezielt. In der Partie ist dies anders, der Spieler muss erst selbst ihre Reife für ein Motiv o.ä. erkennen. Und das klappt eben oft nicht. Hendriks arbeitet darauf hin, diese Schere zwischen Theorie und Praxis zu entschärfen, sehr verständlich und nachvollziehbar.

2. Nicht neu ist die Aussage, dass die Analyse der eigenen Partien die Spielstärke hebt. Neu ist auch nicht, dass der Einsatz von Engines vorteilhaft ist. Noch nirgendwo gelesen habe ich aber die folgende konkrete Anleitung hierzu. Hier arbeitet Hendriks mit einem anschaulichen Beispiel: Wirft der Computer für 17.Se4 einen Vorteil für Weiß von 0.42 aus, dann sollte sich der Spieler damit nicht zufrieden geben und den Zug somit nicht "abhaken". Wenn der Spieler meint, er müsse sich gegen 17 ... Txb2 verteidigen, und nicht sieht, wie dies mit 17.Se4 gelingen soll, dann soll er 17 ... Txb2 ausführen und den Computer die Arbeit erledigen lassen.

3. Im netten Kapitel mit dem ins Deutsche übersetzten Titel "Das sadistische Examen" vergleicht Hendriks die Schachpartie mit einem Examen, in dem der Student alle ihm gestellten Fragen korrekt beantwortet und nur einen einzigen Fehler macht, er deshalb aber durchfällt. Maßnahmen gegen den Zeitdruck in der Partie sollen "das sadistische Examen" entschärfen.

"Move First, Think Later" enthält insgesamt 27 Kapitel, die im doppelten Sinn ein Praxiskurs sind. Die inhaltliche Auswahl und das Heben der Spielstärke des Leser sind konsequent praxisorientiert, zugleich wird er über praktische Übungen gefordert. Sehr angenehm fällt mir hierbei die maßvolle Zahl der Übungen auf. Diese Beschränkung hält die Motivation aufrecht, es wird nicht langweilig.

Das Buch ist sehr locker geschrieben, sodass es auch einen netten Unterhaltungswert hat. Wenn man sich nicht so dumm anstellt, wie es mir wie oben beschrieben passiert ist, als ich "Move First, Think Later" noch nicht genügend kannte, macht es sicher von Beginn an Spaß, mit ihm zu arbeiten.

Die Buchsprache ist Englisch, Sprachkenntnisse auf Schulniveau reichen auf jeden Fall zum Verstehen aus.

Bemerkenswert ist noch der Umfang der Bibliografie. Es fehlen eigentlich nur das Schachbuch von Lucena aus dem Jahre 1497 und die Neuerscheinungen des kommenden Jahres, ansonsten ist alles mit Rang und Namen verzeichnet. Hendriks wird nicht alles nur für "Move First, Think Later" durchgearbeitet haben, sondern eben sehr gut seine immense Trainererfahrung genutzt haben. Mit seinem Werk hat er auf jeden Fall auch eine Fleißarbeit abgeschlossen, selbst wenn sich dieser auf viele Jahre verteilt haben dürfte.

Fazit: "Move First, Think Later" ist ein sehr empfehlenswertes Buch für ein qualifiziertes Schachtraining. Auf der Basis verständlicher und logisch dargelegter Gründe gibt es zahlreiche Empfehlungen und konkrete Methoden an die Hand, die der Leser im lockeren Heimtraining zur Hebung seiner Spielstärke nutzen kann.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

August 2012

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Kennen Sie das? Sie haben schon einige gute Bücher zum Thema Schachtraining gelesen und doch stagnieren Sie auf der ELO-Leiter? Sie trainieren und trainieren und doch treten Sie auf der Stelle? Gründe, warum das so ist, kann es viele geben. Kann aber auch sein, dass Sie bisher vielleicht einfach mit den falschen Büchern trainiert haben. IM Willy Hendriks stellt in seinem neuen Buch Move First, Think Later eine provokante These auf. Er behauptet, die althergebrachten Methoden des Schachtrainings wie das Studium charakteristischer Positionen oder das Festhalten an bestimmten Faustregeln sind nicht dazu geeignet, große Fortschritte zu erreichen.

Bei diesen Aussagen hätte sich Steinitz im Grabe herumgedreht, falls es derartig postkinetische Kräfte gäbe, die solche Phänomene des Okkulten auszulösen imstande wären.

Nach Meinung des Autors brauchen Schachspieler nicht erst einen Plan bevor sie Kandidatenzüge ausfindig machen, Versuch und Irrtum ist ein sehr häufiger und in der Tat höchst effektiver Weg um den besten Zug zu finden. Hendriks verwendet neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Funktionsweise unseres Gehirns und wirft dabei eine ganze reihe interessanter Fragen auf:

Kann jeder (ob man nun talentiert ist oder nicht) ein Großmeister werden?

Warum klingen manche Ratschläge von Schachtrainern wie das neueste Horoskop?

Kann man besser werden durch das Ankreuzen einer To-Do-Liste?

Ist es möglich, Meisterebene zu erreichen ohne jemals einen Plan zu erstellen?

Der Autors präsentiert dazu eine ganze Fülle von großartigen Schulungsunterlagen und Trainingsbeispielen die dazu gedacht sind, seine Aussagen zu unterstreichen.

Man kann über das Buch diskutieren, darüber streiten oder darüber den Kopf schütteln aber eines nicht: es verteufeln. Hendriks legt zugegebener Maßen sehr provokante Thesen auf den Tisch und so mancher mag sich fragen, was er eigentlich die letzten Jahre falsch gemacht hat. Vielleicht gar nichts! Aber vielleicht fehlte einfach noch das letzte "UmdieEckedenken“, der letzte fehlende Lichtstrahl und der Mut, auch mal Regeln zu brechen, Konventionen beiseite zu schieben und eine neue Sichtweise zu gewinnen.

Ich habe mich beim Lesen prächtig amüsiert, Hendriks schreibt locker und humorvoll. Nie wird es langweilig oder eintönig, immer wieder überrascht er mit neuen verrückten Ideen die uns aus unserem Dornröschenschlaf erwachen lassen. Durch seine Sichtweise erweitern wir unseren schachlichen Horizont ganz erheblich und es gibt bestimmt nicht viele Schachbücher die das bewerkstelligen können. Für mich ein wirklich großartiges Buch mit vielen frischen Ideen und exzellenten Beispielen.

Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, fühlen Sie sich wie Neo aus dem Film Matrix, als er erfährt, dass sein bisheriges Leben eine Illusion war und das jetzt sein echtes Leben beginnt.

Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von der Firma Schach Niggemann zur Verfügung gestellt.

Martin Rieger