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LXRICSCAG

Schachmatt

168 Seiten, gebunden, Beyer, 6. Auflage 2014

16,80 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Eine lehrreiche Plauderei über den Mattangriff.

Weitere Informationen
Gewicht 430 g
Hersteller Beyer
Breite 14,8 cm
Höhe 21,2 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2014
Autor Kurt RichterRudolf Teschner
Sprache Deutsch
Auflage 6
ISBN-13 9783888052972
Seiten 168
Einband gebunden
Diagramme 334

003 Vorwort

007 I. In der Optik des Bildes

007 Das Mattbild

(Mit leichten Figuren. Mit leichten und schweren Figuren. Der Bauer gibt Matt.

Das Matt aus der Ferne.)

011 Das Mattnetz

(Das Umwandlungsnetz. Das weitgespannte Netz. Das Netz des Zugzwangs. Lösungen.)

016 II. In den ersten 12 Zügen

016 Das Seekadetten-Thema

020 Katastrophen auf schrägen Linien

024 Kunterbunt der Mattbilder (Variationen des erstickten Matts. Das Mattbild der drei leichten Figuren. Das Matt des verlassenen Königs. Zweimal Matt auf f7.)

029 Freie Bahn dem Mattangriff (Durchbruch in der f-Linie. Freilegung der e-Linie. Kleiner Lehrkurs über Doppelschach. Ein interessanter Bauernzug. Ablenkung der Schutzfigur.)

033 III. Im Wirbel des Mittelspiels

033 Mattgefährdete Gebiete

(Auf offenen Linien. Die Bedeutung der achten Reihe. Läufer bedrohen die Rochadestellung. Die Springer im Rochadegebiet.)

043Leitmotive der Mattkombinationen

(Ins Mattnetz getrieben. Hindernisse beseitigt. Den Gegner beschäftigt. Den Weg gebahnt. Angriff durch Abzug. Das Spiel auf die zwei Schwächen.)

056 Das schöne und originelle Matt

(Der Glanz des Damenopfers. Ersticktes Matt mit der Dame. Zwei Springer setzen Matt. Ein leichtsinniger König. Mattangriff am Rande. Mattangriff in der Mitte. Matt durch Sb8-c6. Von f2 bis h8! Sieben Bauern gegen keinen! Das magische Feld f6. Opferreigen.)

063 IV. Mit nur wenigen Steinen

063 Der eingeklemmte König

066 Vorbereitung des Mattnetzes

068 Die Springer beim Mattnetz

071 Die Mattdrohung als Trumpf

073 Bunte Reihe (Zugzwang regiert. Ohnmacht einer Dame. Das Wunder. Die Treppe. Der Durchbruch. Das Duell. Sich selbst betrogen. Ein Danaergeschenk.)

079 "Der Opferkönig von Bremen"

080 V. In Rätseln aus der Partie

(30 Aufgaben aus der Praxis nebst Lösungen.)

088 VI. Auf dem kürzesten Weg

088 Was ist ein Schachproblem?

(Das Problem - ein Rätsel. Das Problem - ein Kunstwerk. Das Problem - eine Wissenschaft.)

096 Kleiner Streifzug durch ein großes Gebiet

(Umwandlungspointen. Der Kreuzschlag. Raumfragen im Schachproblem. Der Opferrekord. Drollige Stellungsbilder. Springer-Galoppaden. Schritt für Schritt.)

103 VII. Hundert Jahre Mattgedanken

103 Die Mattkombination

105 VIII. Neues vom Matt-Schauplatz

(Am Rande des Verderbens. Das tödliche Abzugsschach. Die stillen Züge. Mattsetzende Schachjugend. Sturm und Drang. Warum ein Fehler? Gligorics "Vluggertje". Noch ein Seekadett. Erinnern Sie sich? Matt im "Fernzug". Wie sich die Bilder gleichen. Eine kühne Behauptung. Die dreifache Pointe. Der fixierte Turm. Die elegante Verkleidung. Die Nebenlösung. Auf Selbstmatt gespielt. Wer hat den stärkeren Trumpf? Ein Mattbilderstrauß. Der überrumpelte Großmeister. Teils Geschoß. "Kayser" und König. Der Trugschluß. Fast eine Hexerei. Matt-Technik. Ein Kavaliersdelikt. Ohne "Basis" geht es nicht. Im Bauerngatter. "Zwei" stärker als "drei". Die Mattfalle des Altmeisters. Mattbilder mit Knalleffekt.)

114 IX. Die Phase der Vorbereitung 114

(Das Prunkstück von Monaco. Geplantes Damenopfer. Unübersehbare Verwicklungen. Die schiefe Ebene. Eine Hurrikan-Partie. Die Zitadelle elegant erstürmt. Opfer auf weite Sicht. Zum Mattziel in Etappen. Schönheitspreis für Mattwendung. An der Grenze zum Hasard. Problemartiger Schluß. Ein Angriffskünstler. Der überrumpelte Weltmeister. Wie Karpow auf Mattjagd geht. Die nützliche Verbindung. Schachmatt in acht Zügen. Kühne Springer-Eskapaden. Schöpferische Routine. Der Anti-Mattangriff. Bauernopfer auf weite Sicht. Die undurchsichtige Kombination. Feuriger Stratege. Positionelles Damenopfer. Kasparows verwirrender Stil. Schachmatt im Endspiel. Schön­heitspreis für Mattangriff. Die spanische Zwangsjacke. Der König in der Mitte. Die Tie-Break-Partie. Das Gegenspiel.)

162 X. Schachmatt in den Neunzigern

(Schwache Barriere. Abruptes Ende. Fünf Züge im voraus. Ein Schach im fünften Zug. Der beste Zug. Das Matt auf der Schrägen. Der Springer im Mattangriff. Das Abenteuer des Turms.)

167 Personal-Register 167

Der Schachverlag Ullrich hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur über eigene Neuerscheinungen am Markt teilzunehmen, sondern auch Perlen der Schachliteratur über eine neue Ausgabe wieder neu ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen oder auch vor einem Vergessen und dem schleichenden Untergang zu bewahren. Diese Werke gibt er dann als eigenes Imprint unter dem Dach des Joachim Beyer Verlags heraus.

Jüngst neu aufgelegt hat er den Klassiker "Schachmatt“ von Kurt Richter und Rudolf Teschner. Der Untertitel "Eine lehrreiche Plauderei für Fortgeschrittene über den Mattangriff im Schach“ gibt dem Leser einen feinen Vorgeschmack dessen, was ihn im Buch erwartet. Dazu gleich noch etwas mehr.

Zunächst aber ein paar Worte zur Aura des Werkes. Wenn es nicht zu pathetisch klänge, würde ich behaupten wollen, dass es so etwas wie eine Seele hat. Die hiermit besprochene Ausgabe ist die Nummer 6. In ihr sind die Spuren zu erkennen, die ihre Vorgänger über die Jahre hinweg hinterlassen haben. In seiner ursprünglichen Fassung stammte es allein aus der Feder von Kurt Richter. Später erst, über die Bearbeitung im Zuge der Neuauflage, trat Rudolf Teschner hinzu, der also das Erbe Richters antrat und dessen Werk weiterentwickelte. Während sich Richter auf die Phase des Matts konzentriert hatte, fügte Teschner einen Teil hinzu, in dem es um deren Vorbereitung geht. Weiterhin aktualisierte er den Inhalt um "das Matt in den Neunzigern“, das inzwischen auch schon wieder eine gewisse historische Würde auszeichnet.

Beide, Richter wie Teschner, verstanden sich darauf, nicht nur am Brett mit den Figuren, sondern auch als Autoren mit den Worten zu spielen. "Schachmatt“ ist eben beides, einen Demonstration dessen, was Ziel und Kunst im Schach ist, das Matt, und eine unterhaltsame Plauderei. Und wie ein Haus, das mittels Renovierungen und Ausbauten über Generationen hinweg immer mehr Charakter entwickelt, ist es auch "Schachmatt“ ergangen.

Was findet der Leser? Er findet zunächst Mattbilder vor, allesamt über Diagramme bzw. Ausschnitte dargestellt, die sein Auge schulen sollen. Er soll sie sehen, verstehen und sich einprägen, um sie in seiner Partie präsent zu haben und herbeiführen zu können. Zurecht stellt das Werk fest, dass ohne ein Mattbild ein Matt nicht bewusst herbeigeführt werden kann. Dem Leser werden weiter bestimmte bekannte Mattführungen dargestellt, er wird auf wiederkehrende Prinzipien und Motive hingewiesen. Eigenheiten der Figuren in der Mattführung erfährt er gleich mit. Einem eher ganzheitlichen Ansatz folgt die Darstellung, wie Mattsituationen entwickelt und Mattnetze geknüpft werden können. Der Leser sieht, wie diese in die Partieführung eingebunden sind. Und zahlreiche Beispiele gelungener Mattführungen bekommt er gleich mit ausgebreitet.

Diese Rezension wäre nicht vollständig, wenn zwei Dinge nicht ausreichend angesprochen würden. So bleibt zu erwähnen, dass der Leser nicht nur konsumiert, sondern auch gefordert ist. Es gibt einige Aufgabenstellungen, die sich an ihn richten und in denen er sich selbst als das Matt suchender Angreifer zu beweisen hat. Die Lösungen zeigen ihm an, was richtig war bzw. was ihm entgangen ist. Und nicht zuletzt ist das Werk ungemein unterhaltsam. Es ist tatsächlich eine Plauderei und kein bierernstes Werk, das wie ein Schulbuch zum Einpauken seines Stoffes auffordert.

Als Adressat wird der "Fortgeschrittene“ genannt. Ich möchte diese Latte nicht zu hoch legen. Wer von sich annehmen darf, das Schachspiel inzwischen recht gut zu beherrschen, weil er zumindest hin und wieder den Gegner aufs Kreuz legen kann, kommt auch mit dem Werk zurecht. Und die unterhaltsame Beschäftigung mit dem Spiel wird auch ihm damit eröffnet. "Schachmatt“ erfüllt auch bibliophile Ansprüche. Es wird in Hardcover ausgeliefert, ist qualifiziert gebunden und sieht schick aus.

Fazit: Ein feines Büchlein für den Platz neben dem Schachbrett, für die Hand im Zug oder auf dem Sofa und auch für einfach mal so zwischendurch.

Uwe Bekemann, BdF

Juni 2016


Rezensionen zu Vorauflagen

Kurt Richters Klassiker aus dem Jahre 1965 erfährt damit die 4. Auflage. Das Original des Berliner Meisters und Schachpublizisten der alten Schule (das ist ausschließlich positiv gemeint!) genießt den Ruf eines humorvoll geschriebenen, dennoch pädagogisch wertvollen Taktik - Lehrbuchs.

Kurt Richter verstarb im Jahre 1968. Die Bearbeitung der folgenden Auflagen übernahm der Berliner Internationale Meister (und seit kurzem FIDE-Großmeister ehrenhalber) Rudolf Teschner, seines Zeichens der dienstälteste deutschsprachige Schachpublizist von Rang und Namen. Er ergänzte das Buch mit 30 neueren Beispielen aus dem Zeitraum 1968 - 1992, wobei er seinen eigenen Schreibstil dem des unvergessenen "Scharfrichters" weitestgehend anpaßte, so daß das Werk keinen Stilbruch aufweist.

Eröffnungsbücher veralten zwangsläufig schnell, Taktikbücher fast nie; erst recht, wenn sie so unterhaltsam geschrieben sind wie dieser Dauerbrenner.

Schachmagazin 64 5/94

Mustergültige Taktik und zielstrebige Kombinationen*, insbesondere wenn sie sich unmittelbar gegen den Monarchen richten, sind das Fundament des königlichen Spiels, und der Reiz, der von ihnen ausgeht, ist der Schlüssel zum Herzen aller angehenden Schachfreunde. Richters Evergreen zählt eindeutig zur Kategorie "Mein erstes Schachbuch".

* Die auf Seite 108, linke Spalte angegebene Kombination enthält einen Analysefehler: Anstelle des umständlichen 6. De6* usw. kann Weiß einzügig mittels Df7 mattsetzen.

Schachreport