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LXTARTHGOC

The Hypermodern Game of Chess

415 Seiten, kartoniert, Russel, 1. Auflage 2015

32,33 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

The decade after the First World War was one of exciting change for the royal game. A new wave of dynamic chess was taking shape, led by the young lions Alekhine, Réti, Nimzowitsch, Breyer, Euwe, Tartakower and others. They were successfully asserting their new ideas against the Old Guard.

It was in this period that Savielly Tartakower’s magnificent work Die Hypermoderne Schachpartie was first released. A massive tome of over 500 densely packed pages, the first edition was published in German in 1924. It was an instant best-seller and a second edition soon followed with corrections and additional material.

At first glance, it appears to be an opening manual with incredibly comprehensive notes. But in fact it is much more. There are essays on strategy, tactics, endings, history and other chess-related topics, all presented in Tartakower’s wonderful writing style.

However, don’t be fooled by the witty aphorisms and humor. The scope and depth of Tartakower’s annotations would be unmatched until ChessInformant came along in the 1960s. And the rise of the silicon monsters notwithstanding, there is much fertile opening theory to be found and explored.

The Hypermodern Game of Chess is the first English-language work of the Second Edition. Several hundred diagrams have been added and some reformatting of the text has been done to meet the expectations of 21st century readers. In every other respect, it preserves all the comprehensive content.

The Hypermodern Game of Chess is now available in English. See why it has inspired generations of chessplayers. See why Tartakower’s magnum opus is, as they say, the stuff of legend...

Weitere Informationen
Gewicht 710 g
Hersteller Russel
Breite 17,7 cm
Höhe 25,1 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2015
Autor Savielly G. Tartakower
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-1941270301
Seiten 415
Einband kartoniert

005 Foreword by Hans Ree

007 From the Translator

008 Introduction

010 The Three Phases of A Game

011 Alekhine's Defense

Part I - Open Games

028 Spanish Torture

035 Spanish

039 Jos\u233? Raul Capablanca

041 The Accumulation of Small Advantages

043 Emanuel Lasker

052 The Canticle of the Combination

056 Spanish with 5...Nxe4

065 Dr. Siegbert Tarrasch and Geza Maroczy as Hypermodernists

076 What constitutes a mistake?

080 Spanish Exchange Variation

082 Steinitz Defense

090 The Doctrine of Weaknesses

095 Spanish Three and Four Knights' Game

095 A Victory of Methodology

103 Efim Bogoljubow

112 Akiba Rubinstein

122 Two Knights' Defense

133 Italian Game

141 Richard Reti

143 Evans Gambit

148 Ponziani Opening

151 Scotch Game

162 Philidor's Defense

166 Georg Marco

167 Russian Game (Petroff's Defense)

171 Bishop's Opening

175 Vienna Game

180 King's Gambit Accepted

183 King's Bishop Gambit

186 King's Gambit Declined

194 Falkbeer Counter-gambit

205 The Dance of the Pieces

Part II - Half-Open Games

209 French Defense

233 The Siege: 3.e4-e5?!

236 Aron Nimzowitsch

237 Sicilian Defense

239 Alexander Alekhine

242 Sicilian Defense - Main Line

246 Paulsen's Defense

254 Graphic Representation - Maroczy-Euwe 1923

255 Rubinstein's Counter-play 2...Ng8-f6

256 Closed Variation (with 2.Nb1-c3 and d2-d3)

261 Sicilian Gambit

263 Caro-Kann Defense

276 Scandinavian Defense

283 Nimzowitsch Defense

285 The Late Gyula Breyer

Part III - Closed Games

287 A Modern Opening's Life of Suffering

296 Ernst Grünfeld

307 Miscellaneous Avenues of Attack

315 Pillsbury's Defense

321 Attack with Bc1-f4

324 Dr. Tarrasch's 3...c7-c5

329 Janowsky's Defense 3...a7-a6

335 Slav Defense 2...c7-c6

351 Old Chigorin Defense 2...Nb8-c6

353 Albin's Counter-gambit

356 Queen's Gambit Accepted

358 Queen's Pawn Game

365 Dutch Defense

378 The Three World Champions of Modern Times

379 Indian Defense

396 The Incorrect Move

397 Irregular Openings

404 Atmospheric Pictures

Es hat 91 Jahre gedauert, bis Tartakowers Hauptwerk auf Englisch erschienen ist. Das Denkmal des großen österreichisch-polnischen Meisters erschien schon 1924 und galt als Antwort auf Tarraschs "Die moderne Schachpartie“. Dankenswerterweise hat die Edition Olms 1981 bereits einen Nachdruck der 2. Auflage des Schachlehr- und Lesebuchs herausgebracht, um es der Nachwelt zu erhalten. Jetzt bekamen es, erst recht spät, die Englisch sprechenden Leser präsentiert.

Der niederländische Großmeister Hans Ree schrieb ein sachkundiges Vorwort über Tartakower, seine Zeit und die neuen Ideen von Réti und Breyer, die er in der "Hypermoderne“ bündelte.

Vor der Einführung (Introduction) des weltberühmten Schöpfers der "Tartakowerismen“ befindet sich ein Vorwort des Übersetzers, Jared Becker. Aber wer ist dieser Jared Becker? Ist er ein Self-made-man? Oder ein forschender Geist, ein Universalgenie? Heißt es noch im Buch Jared Becker, Berlin, Germany, so taucht er später als Mitglied in einem Münchner Schachclub auf. Das Internet zeigt ihn in älteren amerikanischen ELO- Listen (Höchster Wert um 2150) und nennt sein Geburtsjahr 1979. Wie dem auch sei, Becker hat nicht nur eine sehr fleißige Übersetzungsarbeit geleistet, er hat auch das große Werk des Meisters in die heutige Zeit übertragen. Fanden sich schon in der 2. Auflage Tartakowers viele Seiten mit Korrekturen, so hat Jared Becker diese geschickt in den englischen Text eingearbeitet.

Erfreulich sind auch die Fotografien verschiedener alter Meister in beachtlicher Qualität. In den 108 vorgestellten Meisterpartien kommt der Altmeister zu Wort. Vor jeder Partie werden die Protagonisten kurz vorgestellt, was bei weniger bekannten Meistern wie Havasi oder Dr. Oskam sehr begrüßenswert ist. Aber stets atmet das Buch den Geist und Witz des Weltbürgers Savielly Tartakower, der als österreichisch- polnischer Meister mit ukrainischer Herkunft geführt wird, später die französische Staatsbürgerschaft erwarb, aber Deutsch sprach und schrieb und für zwei unterschiedliche Armeen in zwei verschiedenen Kriegen gekämpft hat.

Kommen wir zum Aufbau des Buches, der sich stets an dem ursprünglichen Autor orientiert.

Vor den drei Hauptteilen findet sich eine Abhandlung über die drei Phasen des Schachspiels sowie die Aljechin- Verteidigung. Dann geht es richtig los:

Teil 1: Offene Spiele (Part I - Open Games), S. 28- 209

Teil 2: Halb-offene Spiele( Part II - Half-open Games), S. 209- 286

Teil III: Geschlossene Spiele (Part III - Closed Games), S.287- 411

Am Ende Hinweise des Verlags (Electronic Editions), S. 413- 415.

Im 1. Teil werden offene Spiele besprochen, aber auch einzelne Schachmeister vorgestellt. Es finden sich Capablanca, Lasker, Bogoljubow usw. Abschließend erscheint noch das Königsgambit mit Falkbeers Gegengambit. Am Schluss zeigt eine Darstellung Muster von Zugwegen der Figuren in verschiedenen Partien: The Dance of the Pieces (On the Anatomy of Chess).

Im 2. Teil der halb-offenen Spiele nimmt die Französische Verteidigung breiten Raum ein. Auch Sizilianisch fehlt natürlich nicht sowie Caro-Kann, die Skandinavische Verteidigung und die Nimzowitsch-Verteidigung. Vorgestellt werden die Meister Aljechin, Nimzowitsch und Breyer, um nur einige zu nennen.

Im 3. Teil dominiert das Damengambit, neben Holländisch und den indischen Systemen, die unter "Indisch“ firmieren, da sie noch in den Kinderschuhen steckten. Vorgestellt werden Grünfeld, Heinrich Wolf, Dr. Milan Vidmar, Paul Johner, Frank Marhall, alle mit guter Fotografie und Tartakower selbst, ebenfalls mit Foto (S. 373). Die drei vormaligen Weltmeister, Steinitz, Lasker und Capablanca, finden sich auf S. 378 als "The Three World Champions of Modern Times“. Die sog. Falschen Eröffnungen (Irregular Openings) atmen den Geist der damaligen Zeit und des Aufbruchs, der Hypermoderne. Es sind die Réti- Eröffnung, Alt-Englisch, Birds Eröffnung und die Sokolski-Eröffnung, die der Meister in stets launiger Stimmung nach einem Zoobesuch "Orang-Utan-Eröffnung (1. b2-b4) genannt hat. Sehr schöne Partiefragmente ("Atmospheric Pictures“), S. 404-411 beschließen den Schlussteil.

Fazit: Das nun für unsere Englisch sprechenden Freunde in ihrer Muttersprache erschienene Werk des großen Tartakower ist keine Kurzlektüre für die Reise. Man braucht schon Zeit zum Studieren und gediegene Sprachkenntnisse, um alles verstehen zu können. Dann aber eröffnet sich einem eine längst vergangene Zeit, die der Zwanziger Jahre. Der Meister der Hypermoderne, Tartakower, nimmt uns mit in die von ihm und anderen Meistern geprägte Zeit. "Verachtet mir die alten Meister nicht!“ Jared Becker hat es für die Englisch sprechende Welt herübergerettet. Er hat etwas sehr Gutes getan, wofür ihm die gesamte Schachwelt dankbar sein kann. Bei dem beachtlichen Umfang ist der Preis erschwinglich. So kann es nur empfohlen werden.

Gerd Schowalter,

Fernschachpost 5/2018


Savielly Tartakower gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur erweiterten Weltspitze. Noch heute verbindet man seinen Namen mit der nach ihm benannten Tartakowervariante im Damengambit. Noch bekannter sind aber viele seiner Aussprüche wie "Die Drohung ist stärker als die Ausführung" oder "Der vorletzte Fehler gewinnt". Solche findet man auch in seinem bekanntesten Werk "Die hypermoderne Schachpartie", das 1924 erschien. Allein schon der Titel, der an Siegbert Tarraschs "die moderne Schachpartie" angelegt ist, zeigt schon seinen Hang zum Wortwitz, der sich durch das ganze Buch schlängelt. Der Inhalt ist auf den ersten Blick recht trivial. Anhand von vollständigen Modellpartien seiner Zeit werden Ideen in der Eröffnungstheorie aufgezeigt. Daneben gibt es aber auch immer wieder Abschweifungen hin zu Beschreibungen einiger Meister und deren Schaffen sowie hin zu Endspielen. Es scheint, als hätte er einfach aufgeschrieben, wonach ihm gerade war und das bereitet auch heute noch sehr viel Freude. Daneben sind die Partiekommentare voll von Leitsätzen wie "Wenn man gedrückt steht, hilft die Linienöffnung nur dem Gegner", die auch immer wieder mit schachlichen Beispielen untermauert werden. Leider ist das Buch derzeit nicht verfügbar, aber der Russellverlag hat es als "The Hypermodern Game of Chess" erstmals ins Englische übersetzt. Wie bei allen Übersetzungen gibt es natürlich hier und da das Problem, den richtigen Wortwitz und Ton beizubehalten, aber alles in allem ist dies hier ein gelungenes Werk, zumal der schachliche Inhalt überragend ist. Dennoch wurde der Sinn der ursprünglichen Worte nicht verzerrt. Es wurden lediglich mehr Diagramme eingefügt, was das Mammuthwerk lesefreundlicher macht.

Um die 411 Seiten aber zu bewältigen, sollte man nichts überstürzen, denn auf jeder Seite gibt es interessante Einblicke und Ideen zu sehen, die den meisten Schachspielern auch heute noch weiterhelfen. Besonders hervorheben kann man den Teil über die Spanische Eröffnung, der sehr instruktiv ist und zeigt, warum diese Eröffnung auch heute noch für jeden 1. ...e5-Spieler eine harte Nuss zu knacken ist.

Lernen Sie Eröffnungen anhand klassischer Partien mit erstklassigen Erklärungen! Von mir gibt es für das Buch natürlich eine klare Kaufempfehlung, auch wenn ich mir natürlich auch eine deutsche Neuauflage wünschen würde!

IM Dirk Schuh,

Juli 2016