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LOFISTSG

The Scotch Gambit

128 Seiten, kartoniert, Russell Enterprises, 1. Auflage 2017

15,50 €
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Are you bored with slow maneuvering in systems such as the Italian game with d2-d3 and the anti-Berlin? Do you enjoy confrontation in the center and sharp, tactical play? Alex Fishbein shows how the Scotch Gambit can give you exciting yet sound positions where you aim at the enemy king.
In the Scotch Gambit, White immediately strikes in the center and attacks the f7-pawn, provoking concessions from Black. An imbalance typically results, where White has attacking chances on the kingside. The Scotch Gambit will help you develop a finer feeling for the initiative and improve your combinational vision. You will also better understand strategic concepts, such as weak squares of one color and pawn structure nuances.
Fishbein, an experienced player and author, takes you into a modern grandmaster’s research lab. Here, all ideas are scrutinized and prepared for use against an opponent who is similarly armed with the latest theory and technology. The most critical responses for Black receive special emphasis.
Alex Fishbein is an American grandmaster. His peak world ranking was #150. He was competitive in each of his four U.S. Championship appearances, including in 2004 when he won the Bent Larsen prize for the most uncompromising chess. A lifelong 1.e4 player, Fishbein is known for interesting and creative play.
Weitere Informationen
EAN 9781941270745
Gewicht 180 g
Hersteller Russell Enterprises
Breite 15,2 cm
Höhe 22,8 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2017
Autor Alex Fishbein
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-1-941270-74-5
Seiten 128
Einband kartoniert
005 Introduction 5
008 Chapter 1
The Main Line of the Modern Attack
027 Chapter 2
Deviations from the Main Line
039 Chapter 3
The 3...Bc5 Variation
051 Chapter 4
The 5...Ng4 and 5...Ne4 Variations
060 Chapter 5
The 5 0-0 Variation
066 Chapter 6
The Max Lange Attack
074 Chapter 7
The von der Lasa Variation
089 Chapter 8
Deviations from the von der Lasa Variation
100 Chapter 9
The Jobava Variation
115 Chapter 10
Other Moves for Black after 1.e4 e5 2.Nf3
124 Game Index
125 Bibliography
"The Scotch Gambit" aus der Feder des US-amerikanischen Großmeisters Alex Fishbein ist ein interessantes Büchlein von rund 125 Seiten, das an das Gedicht "April" von Heinrich Seidel erinnert. Es kennt wohl jeder den Vers "April! April! Der weiß nicht, was er will." Warum das? Vor allem aus zwei Gründen, und zwar:
1. Das Gros der Darstellungen wird nur über einen Aprilschauer zum Schottischen Gambit eingeleitet, behandelt dann aber das Zweispringerspiel.
2. Fishbein erklärt mittelstarke Spieler bis zu Spitzenspielern zu den Adressaten, die er mit seinem Werk ansprechen möchte.
Zugleich empfiehlt er dem lernenden Spieler die Wahl seiner Eröffnungen so, dass sie seinen Sinn für Initiative, seine Fähigkeit zur Variantenberechnung und sein Gefühl für Königssicherheit stärken. Damit verbindet er ein Plädoyer für schnelle und dynamische Wege in die Partie gegenüber positionell angelegten Spielen, die den taktischen Kampf nach später in der der Partie verlegen. Nur sollte ein mindestens mittelstarker Spieler die von ihm hervorgehobenen Fähigkeiten längst haben, so dass seine Fürsprache zugunsten des Schottischen Gambits bzw. des Zweispringerspiels einen Knick in der Logik enthält.

Wichtiger für die Bewertung des Buches aber sind die Aspekte, die sich unmittelbar mit dem behandelten Stoff verbinden.
"The Scotch Gambit" ist ein für Weiß geschriebenes Repertoirebuch. Sein Untertitel "An Energetic and Aggressive System for White" zeigt Fishborns Ansatz. Er will dem Anziehenden ein Repertoire anbieten, mit dem er quasi von Beginn an darauf spielt, die Fäden der Partie in der Hand zu haben, insbesondere initiativ vorzugehen. Er erklärt, dass seine Arbeit geradezu seine Buch gewordene Datenbank ist, da er nur Spielweisen empfiehlt, die er auch selbst als Spieler anwendet oder anwenden würden. Seine Zusicherung, für beide Seiten unter neutralen und objektiven Ansätzen nach den besten Alternativen vorgegangen zu sein, dürfte eine Selbstverständlichkeit ausdrücken.
Das Buch umfasst insgesamt 10 Kapitel mit den - sinngemäß übersetzt - folgenden Überschriften:
Kapitel 1: Hauptvariante des Modernen Angriffs
Kapitel 2: Abweichungen von der Hauptlinie
Kapitel 3: Variante mit 3...Lc5
Kapitel 4: Varianten mit 5...Sg4 und 5...Se4
Kapitel 5: Variante mit 5 0-0
Kapitel 6: Max-Lange-Angriff
Kapitel 7: Von der Lasa-Variante
Kapitel 8: Abweichungen von der von der Lasa-Variante
Kapitel 9: Jobava-Variante
Kapitel 10: Andere schwarze Fortsetzungen nach 1.e4 e5 2.Sf3.

Sieben dieser Kapitel beginnen mit einer theoretischen Betrachtung des Abspiels ("theoretical section"). Hier zeigt Fishbein auf, wie es nach seiner Auffassung strategisch zu behandeln ist. Er will hier den aktuellen Stand der Theorie abbilden und auch Korrekturen zu herkömmlichen Auffassungen, soweit sie seines Erachtens angebracht sind, vornehmen.
Dieser Bereich ist eine große Stärke des Werkes. Hier erfährt der Leser die Grundlagen, allerdings ganz konkreter Natur, für seine Spielanlage. Fishbein erklärt intensiv und beschränkt sich auf vergleichsweise wenige Varianten, so dass die Texterläuterungen deutlich dominieren.
Dass ausgerechnet der im 6. Kapitel erörterte Max-Lange-Angriff ohne Theorieeinleitung auskommen muss, ist nach meinem Empfinden schade und auch nicht erklärlich. So ist dieses Kapitel unter diesem Aspekt der Aprilschauer in eine Sonnenscheinphase hinein.
Alle Kapitel enthalten einen Bereich "Illustrative Games", in dem das jeweilige Eröffnungsthema im Praxiseinsatz untersucht wird. In Kapiteln mit einer theoretischen Einleitung folgen die Partien als zweiter Teil, in den drei anderen als alleiniger Inhalt. Die Partien stammen aus allen Zeiten des modernen Spiels, es gibt also historische Duelle ebenso wie aktuell gespielte im Buch. Auch der Autor selbst ist mehrfach vertreten, was seinen Ansatz unterstreicht, seine Auffassungen und sein Knowhow als Spieler verarbeitet zu haben. Auch das Fernschachspiel ist vertreten. Fishbein begründet seine Auswahl mit der Qualität und der Aussagekraft der verarbeiteten Partien.
Zu den Schwerpunkten des Interesses in der Kommentierung zählen neben der Theorie allgemein der Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel und typische Mittelspielpläne. Unabhängig davon bildet Fishbein die Partien vollständig ab, was ich gut finde, denn so kann der interessierte Leser auch noch erkennen, wie ein Vorteil verwertet worden ist bzw. woran der Erfolg gescheitert ist. Platzsparend und der reduzierten theoretischen Relevanz entsprechend werden die späten Züge der Partie aber nicht mehr bzw. nur noch spärlich kommentiert.

Ein von Fishbein auf ein Viertel taxierter Anteil der Partien zeigt auf, wie Weiß nicht spielen sollte und wie Schwarz Fehler seines Gegners ausnutzen und auf Sieg spielen kann. Auf diesen Aspekt gestützt erklärt er, dass "The Scotch Gambit" auf für den Spieler mit Schwarz etwas zu bieten hat, unabhängig von seiner Kernausrichtung auf das Spiel des Anziehenden.

Zu erwähnen bleibt, dass zur Abrundung des Repertoires auch Übergänge zur Italienischen Partie soweit ein schwarzes Ausweichen im 2. Zug behandelt werden (Russisch, Philidor), dies aber eher zur Vermeidung einer systematischen Lücke.
Ich hätte ein Variantenverzeichnis begrüßt, das man im Buch vergeblich sucht.

Das Werk ist in Englisch geschrieben und bei Russell Enterprises erschienen. Die Anforderungen an die Fremdsprachkenntnisse des Lesers sind nicht allzu hoch.
Es gibt das Werk auch als eBook; der Rezension liegt die gedruckte Fassung zugrunde.

Fazit: "The Scotch Game" ist ein interessantes Buch für den schon gut fortgeschrittenen Spieler, der nicht lange positionell auftreten möchte, sondern mit einer Überraschungspotenzial versprechenden Eröffnung ein initiatives Spiel anstrebt. Bei einer Übernahme der Initialzüge geht er den Weg über das Schottische Gambit und wird regelmäßig Stellungen aus dem Bereich des Zweispringerspiels auf dem Brett haben.
Das Buch ist erkennbar die Arbeit eines Praktikers, der etwas von seinen Untersuchungsergebnissen und Erfahrungen an die Leserschaft weitergibt.
Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund
April 2018



Im US-amerikanischen Russell-Enterprises-Verlag ist im Vorjahr in gutem Englisch das interessante Büchlein Alex Fishbein „The Scotch Gambit - An Energetic and aggressive System for White - erschienen.

Aus den zwar knappen, doch äußerst präzisen Analysen des Autors - erfahrener Großmeister und erfolgreicher Autor - wird sowohl der Vereinsspieler als auch der Profi Nutzen ziehen. Es ist in erster Linie für den angriffs- und risikofreudigen Weißspieler geschrieben, doch auch für den Schwarzspieler Pflicht, der das Schottische Gambit zulässt.

Ohne unnötigen Ballast unterteilt der Autor den Stoff in zehn Kapitel. Fast allen ist gemein, dass ein konzentrierter, präziser Theorieteil vorangestellt wird. Von Vorteil erscheint, dass sich diesem drei bis neun erläuternde Partien anschließen, bei deren Auswahl der Autor eine glückliche Hand bewiesen hat. Drei Viertel der 61 Partien sind der Meisterpraxis der letzten 17 Jahre entnommen. Doch hat sich der Autor nicht gescheut, auch richtungsweisende Klassiker aus dem 19. Jahrhundert anzubieten.

Kapitel 1 untersucht mit der Zugfolge 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Lc4 Sf6 5.e5 d5 6.Lb5 Se4 7.Sxd4 Ld7 8.Lxc6 bxc6 9.0-0 Lc5 eines der Schwergewichte, die Hauptvariante des Modernen Angriffs. In Kapitel 2 geht der Autor auf Abweichungen von dieser Hauptvariante ein. Kapitel 3 behandelt kritisch die von vielen Autoren empfohlene Variante 7…Lc5.

In den Kapiteln 3 bis 9 kommen die Variante 5…Sg4/5…Se4, die Variante 5.0-0, der scharfe Max Lange-Angriff, die Von der Lasa-Variante (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Lc4 Lc5 5.0-0) und Abweichungen von dieser sowie die Jabova-Variante (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Lc4 Lc5 5.c3) zur Sprache. Abschließend zeigt Kapitel 10 fünf Partien mit schwarzen Abweichungen im 2. Zug, hauptsächlich die moderne Behandlung der Russischen Partie. Und auch sehr erfreulich: Die reiche Ausstattung mit Diagrammen.

Fazit: Ein Leckerbissen für den risiko- und angriffsfreudigen Weißspieler.

Heinz Däubler,
Oberpfalz Medien Magazin, März 2018



Es ist ein unscheinbares Büchlein, auf dem Cover sieht man unter dem Titel "The Scotch Gambit" die Ausgangsstellung der titelgebenden Eröffnung auf einem abfotografierten Bild, darunter "Alex Fishbein". Der Autor sagte mir nichts und die schlanken 128 Seiten versprachen eher Oberflächlichkeit als ein gutes Schachbuch. Der Schein trog!
Alex Fishbein ist ein amerikanischer Großmeister, der mir vor diesem Werk nicht bekannt war. Seine aktuelle Elozahl von 2444 scheint etwas in die Jahre gekommen zu sein, aber als Autor hat er hier ein kleines Juwel geschaffen.
Das Schottische Gambit, das hier empfohlen wird, ist nicht gerade eine Modeeröffnung und ich hielt es eigentlich immer für angenehm aus schwarzer Sicht. Da man nach den Anfangszügen 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Lc4 sowohl mit Sf6 als auch mit Lc5 mehr oder weniger zwingend in Abspiele der italienischen Eröffnung übergehen kann, habe ich mich aber auch nie wirklich damit auseinandergesetzt. Aus weißer Sicht ergibt das allerdings einen weiteren Vorteil des Buches. In dem Gambitrepertoire steckt ein zu großen Teilen vollständiges Italienischrepertoire, wodurch dieses Werk auch für solche Spieler interessant wird, die diese Eröffnung bereits praktizieren.
Der Hauptgrund für mich, dieses Buch allen wärmstens zu empfehlen, liegt aber in seiner klaren Struktur. Der Autor weiß ganz genau, was der Leser gerne wissen möchte und wie er ihm eine neue (oder auch bereits bekannte) Eröffnung optimal näherbringt. Er erklärt in jeder Stellung sehr genau, welche Ideen und Pläne beide Seiten jeweils haben und zeigt nicht nur Partien, in denen Weiß einen hilflosen Schwarzspieler zerschmettert, sondern auch solche, in denen Weiß typische Fehler begangen hat, damit der Leser in seinen Partien später eine bessere Orientierung haben kann. Zusätzlich bietet er eine ganze Reihe von guten Ideen an und hat den Anspruch, ein Repertoire zu formen, das jeder, vom Amateur bis zum Profi, erfolgreich anwenden kann. Am Ende hat er dann sogar noch die Zeit, kurz Systeme wie die Russische Verteidigung und die Antoshinvariante der Philidorverteidigung zu streifen und Weiß ein paar interessante Empfehlungen zu geben.
In der Folge möchte ich mich vor allem auf zwei kritische Varianten konzentrieren , die dem Schottischen Gambitler begegnen können. Die erste folgt nach den obigen Zügen und 4. ...Sf6. Schwarz attackiert den e4 und Weiß hat hier zwei Fortsetzungen, die Sinn ergeben. 5.0-0 wird nach Sxe4 6.Te1 d5 7.Lxd5 Dxd5 8.Sc3 eher ruhig und Schwarz hat hier gleich mehrere Züge, die unproblematisch sind. GM Fishbein untersucht diese Variante zwar kurz, aber seine Empfehlung ist ganz klar das kämpferische 5.e5. Nach dem Hauptzug d5 6.Lb5 Se4 7.Sxd4 hat Schwarz mit Ld7 und Lc5 zwei Möglichkeiten, aber beide werden sehr gut behandelt. Weiß muss hier meist seinen Läufer auf c6 tauschen und erhält dafür die bessere Bauernstruktur, aber mit dem e5 und der Bauernmehrheit am Königsflügel auch Angriffchancen.
Solider für Schwarz ist darum 4. ... Lc5. Hier war ich sehr überrascht, dass der Autor neben der modernen Jobavavariante, die nach 5.c3 Sf6 6.d4 exd4 7.e5 d5 8.Le2 entsteht und noch einige neue Ideen bereithält, die alte Zugfolge 5.0-0 d6 6.c3 Lg4 empfiehlt. Ich hielt die Stellung immer für gut für Schwarz, aber Weiß erhält nach den bekannten Zügen 7.Db3 Lxf3 8.Lxf7 Kf8 9.gxf3 doch etwas Spiel und Schwarz bekommt nach dem am häufigsten gespielten Zug Se5 und dann 10.cxd4 Lxd4 11.Lxg8 Txg8 12.f4 Sg4 mit der Fernschachidee 13.h3 Probleme. Die Empfehlungen des Autors erscheinen mir alle schlüssig und werden auch gut erklärt. Er punktet auch bei einem Aspekt, den viele Schachbuchautoren übersehen. Die Gegner lassen sich meist ebenfalls von Repertoirebüchern inspirieren und darum sollte man stets Gegenmittel gegen die neuesten Empfehlungen finden. GM Fishbein hat die wichtigen Werke von Viktor Bologan, Martin Lokander und Nikolaos Ntirlis analysiert und neue Wege gefunden, um diesen etwas beizukommen und deren Leser zu überraschen, sofern es ging.
Alles in allem ist "The Scotch Gambit" ein erstklassiges Werk für Leute, die die Initiative und Königsangriffe suchen und dafür auch gerne mal einen Bauern opfern, obgleich man den in den Hauptvarianten sogar zurückgewinnt. Wer solche Opfer nicht mag, kann aber auch einfach eine Italienischzugfolge wählen und das Buch dennoch kaufen!
IM Dirk Schuh,
Dezember 2017
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