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Wie wird man ein guter Turnierspieler?

124 Seiten, gebunden, Beyer, 4. Auflage 2014, Erstauflage 1993

7,95 €
Inkl. 5% MwSt., zzgl. Versandkosten

Edmar Mednis (1937-2002) war ein US-amerikanischer Großmeister lettischer Herkunft, der sich als Autor zahlreicher tiefgreifender Schachbücher sowie als Kolumnist in "Chess Life“ mit ungezählten Beiträgen einen Namen gemacht hat und zudem als ausgewiesener Experte im Endspiel galt.

Das vorliegende Werk, erstmals 1991 unter dem Titel "How to be a complete tournament player“ publiziert, wendet sich an den noch unfertigen Turnierspieler, der sein schachliches Niveau durch ein effektives und zielgerichtetes Training verbessern möchte und Fortschritte durch eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung (Analyse) der Partien anstrebt. Das Buch kann daher als Trainingsleitfaden dienen, der dem Leser mit vielen konkreten Ratschlägen den Weg zum Erfolg aufzeigt. Selbstredend gehört hierzu die Auswahl und Erweiterung eines auf den Spieler abgestimmten Eröffnungsrepertoires, wobei der Autor z.B. auch den wirkungsvollen Einsatz von verfeinerten Zugumstellungen diskutiert. Die Möglichkeiten der spezifischen Vorbereitung auf Partie und Gegner, das turniertaktische Verhalten am Brett, die Vermeidung unrealistischer Ziele, das Vorgehen bei Zeitnot oder bei einer (heutzutage seltenen) Vertagung der Partie sind wesentliche Inhalte des Buchs. Die nun erschienene vierte Auflage wurde leicht überarbeitet und hinsichtlich der Literaturempfehlungen aktualisiert. Die technische Revolution durch den Computer, die auch das Schach längst tiefgreifend verändert hat, wurde durch entsprechende Anmerkungen und Hinweise berücksichtigt, so dass das Buch auch für den heutigen Turnierspieler eine Quelle hilfreicher Informationen und Anregungen darstellt.

Weitere Informationen
Gewicht 350 g
Hersteller Beyer
Breite 15,2 cm
Höhe 21,6 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2014
Autor Edmar Mednis
Sprache Deutsch
Auflage 4
ISBN-10 3888054176
Jahr der Erstauflage 1993
Seiten 124
Einband gebunden

Vorwort

1 Trainingsprogramm zur deutlichen Erweiterung Ihrer schachlichen Möglichkeiten

2 Beginnen Sie, wie ein Großmeister zu denken

3 Die Auswahl Ihres Eröffnungsrepertoires

4 Zugumstellungen in der Eröffnung - das Werkzeug des modernen Meisters

5 Die Vorbereitung auf eine Turnierpartie

6 Die richtige Spielweise

7 Das Verhalten nach der Zeitkontrolle

8 Die Analyse von Hängepartien

Mit der Titelfrage beschäftigt sich der Rezensent schon seit 30 Jahren erfolglos - aber der bekannte amerikanische GM und Schachlehrer Edmar Mednis gibt in seinem Buch die ultimative Antwort: Durch harte Arbeit!

Zunächst hat er einige allgemeine Ratschläge auf Lager: Etwa 50 Turnierpartien sollte der aufstrebende Jünger Caissas spielen, diese sorgfältig analysieren und zudem ein Trainingsprogramm absolvieren, das sich vom Zeitaufwand her gesehen zu 50 % dem Eröffnungsstudium und zu je 25 % den Endspielen und dem Lernen aus den Erfahrungen der Topspieler (da Literatur) widmen sollte.

In den folgenden Kapiteln lehrt uns der Autor, wie ein Großmeister zu denken (was Otto Normalspieler relativ schwer fallen dürfte), er berät uns bei der Auswahl eines Eröffnungsrepertoires und weist auf Zugumstellungen in der Eröffnung hin als Werkzeug des modernen Meisters - eine wahrlich instruktive Lektion!

Dann geht es mitten hinein in die Praxis: Mednis beschreibt die sorgfältige Vorbereitung auf eine Turnierpartie, gibt Ratschläge zur richtigen Spielweise - vor allem dann, wenn der Gegner sich partout nicht nach unseren vorausgegangenen Analysen richten will - , warnt vor den Gefahren des Nachlassens der Spannkraft nach der Zeitkontrolle und erörtert abschließend die Analyse von Hängepartien - ein Thema, das heutzutage immer mehr an Bedeutung verliert.

Der Leser kann anhand von etwa 80 Partiefragmenten die Erläuterungen nachvollziehen und in einem Frage- und Antwortspiel am Ende eines jeden der acht Kapitel zeigen, ob er die Intentionen seines Lehrmeisters verstanden hat.

Für den Rezensenten ist dieses Werk leider 30 Jahre zu spät erschienen, aber aufstrebende junge Nachwuchstalente können von den Erfahrungen eines sehr routinierten Schach - Praktikers und -Lehrers für die Steigerung ihrer Spielstärke viel profitieren.

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 2/97

In diesem praktischen Schachhandbuch stellt der erfahrene Autor Edmar Mednis ein Trainingsprogramm zur Verbesserung der Spielstärke auf. Es geht um richtiges Denken, die Erstellung eines Eröffnungsrepertoires, Feinheiten bei Zugumstellungen, die Vorbereitung auf eine Turnierpartie und noch einiges mehr. Außerdem geht Mednis auf weitere wichtige Themen wie die richtige Reaktion auf Überraschungen und das Verhalten in Zeitnot ein. Mit der jetzt erschienenen Ausgabe liegt bereits die dritte Auflage dieses Buches vor, der Preis beträgt 12,80 Euro.

aus: Schachmarkt 01/2003

Der Rochade-Europa-Autor und amerikanische Schachpublizist GM Edmar Mednis verstarb im Februar 2002 mit 64 Jahren. Seinen schachlichen Zenit hatte er in den 50er- und 60er-Jahren, als er Junioren-Vizeweltmeister wurde hinter Spassky, und als er bei der US-Meisterschaft 1962 überraschend Bobby Fischer besiegte. Den GM-Titel erreichte Mednis erst 1980, mit 43 Jahren.

Die vorliegende dritte Auflage blieb im Wesentlichen auf dem Stand der ersten Veröffentlichung 1993, die meisten Partien sind aus den 70er- und 80er-Jahren. Hier die Überschriften der acht Kapitel im 125-seitigen Kompendium:

1) Trainingsprogramm zur deutlichen Erweiterung Ihrer schachlichen Möglichkeiten.

2) Beginnen Sie, wie ein Großmeister zu denken.

3) Die Auswahl Ihres Eröffnungsrepertoires.

4) Zugumstellungen in der Eröffnung - das Werkzeug des modernen Meisters.

5) Die Vorbereitung auf eine Turnierpartie.

6) Die richtige Spielweise.

7) Das Verhalten nach der Zeitkontrolle.

8) Die Analyse von Hängepartien.

Greifen wir einige von Mednis' Tipps auf:

Turniere spielen! - ist sein erster Rat. Und natürlich die eigenen Partien analysieren - wie die Altvorderen immer schon empfohlen haben und Kasparow im Buch bestätigt. Mindestens zwei Stunden sollte der Leser für jede Partie aufwenden, rät Mednis. Und sonst? 50 % der Zeit sollte der ambitionierte Turnierspieler sich um Eröffnungen kümmern - hier will der Autor auch die typischen Mittelspiel - Strukturen studiert sehen bis hin zu den charakteristischen Endspielen. In den verbleibenden zwei Vierteln der Zeit stehen Endspiele allgemein und das "Schach lernen" auf dem Stundenplan. "Schach lernen" meint das überlegte Nachspielen kommentierter Partiesammlungen z.B. von Fischer oder Aljechin. Mednis nennt geeignete Literatur - generell gibt er viele Lesetipps, allesamt Stand 80er-Jahre und älter. Zur Endspieltheorie empfiehlt er fast nur eigene Bücher.

Im Kapitel "Denken wie ein Großmeister" zeigt der amerikanische Autor einige Partien und Partiefragmente Karpows und dessen mutmaßliche Überlegungen dazu. Am Ende jedes Kapitels stellt Mednis dem Leser ein paar Testfragen und beantwortet sie ausführlich. Das Kapitel zum persönlichen Eröffnungsrepertoire nennt dem "strategischen Spieler" 11 Weiß-Varianten, von Spanisch (Abtausch) über Französisch (Tarrasch) und Damenindisch (Hauptvariante) bis zu Englisch (Grünfeld-Var.). Allerdings ist das ganze Kapitel nur sieben Seiten lang, viel mehr als einige Züge und Stichworte darf der Leser hier nicht erwarten.

Interessanter ist Kapitel 4, sein Thema sind Zugumstellungen als nützliches Werkzeug in Meisterhand. Hier eine von Mednis' Testfragen, die zeigen, worauf der Autor abzielt. Frage: "Sie möchten gegen 1. d4 Slawisch spielen, doch Ihr Gegner eröffnet mit 1. c4. Ist 1. ...Sf6 eine sichere Antwort?" Antwort: "Nein. Nach 2. Sc3 c6 3. e4! mangelt es Schwarz an einem völlig zufrieden stellenden Plan, da 3. ...d5 4. e5! Weiß einen größeren Eröffnungsvorteil als üblich gibt. Falls Schwarz Slawisch spielen will, ist die einzig korrekte Antwort auf 1. c4 der Zug 1. ... c6. Nach 2. Sc3 d5! bleibt Weiß nichts Besseres, als ein frühes d4. Mehr noch, nach 2. e4 d5! kann Weiß bestenfalls durch 3. ed5 cd5 4. cd5 oder 4. d4 in Caro-Kann-Stellungen wechseln ...". Im Kapitel "Zugumstellungen" stellt der Autor auf 12 Seiten einige verblüffende Ideen vor - es ist der stärkste Teil des Buches. Überhaupt lässt Mednis in alle Kapitel immer auch eröffnungstaktische Überlegungen einfließen. Leider sind seine Anmerkungen oft sehr kurz gefasst.

Zur "richtigen Spielweise", Thema des 6. Kapitels, empfiehlt das Buch einleitend folgende Bedenkzeiten als Richtlinie: Die ersten 5 Züge in 5 min spielen, die ersten 10 Züge in 10 min. Auch wenn der Leser etwas vorbereitet hat, sollte sein Gegner hier nicht misstrauisch werden. Dann geht Mednis am Beispiel einiger Partien auf die drei möglichen Entwicklungen ein: Die Eröffnung läuft planmäßig - der Gegner kommt mit einer theoretischen Neuerung - der Gegner eröffnet völlig überraschend. Für den letzten Fall rät Mednis: "Seien Sie sehr, sehr vorsichtig. Spielen Sie eine gute, klare Variante, in der Sie sich zuhause fühlen, vermeiden Sie komplizierte, scharfe Varianten ...". Na gut. Dann zeigt er am Beispiel einer eigenen Partie, wie der Leser es nicht machen sollte.

Soviel zu den ersten 82 Seiten - damit ist der wesentliche Teil des Buches auch schon vorgestellt. Denn Kapitel 7 behandelt das Verhalten nach der Zeitkontrolle, vor allem bei Abbruch der Partie: Was ist zu beachten beim Abgabezug? Und das letzte Kapitel beschäftigt sich über 25 Seiten mit der Analyse von Hängepartien. Ein Unterkapitel behandelt sogar das turniertaktisch richtige Verhalten bei "Unterbrechung 2 Stunden und weniger".

Einen Anhang gibt es nicht, das Buch führt weder Spieler-, noch Eröffnungs- oder Stichwortregister. Papier, Druck und Fadenbindung sind sehr gut, die 156 Diagramme sind groß (51mm) und grafisch optimal gestaltet. Das Schlusskapitel "...Hängepartien" weist auf das generelle Problem dieser dritten Auflage hin: Im Buch blieb die Zeit stehen, irgendwo in den 80er-Jahren. Zu wünschen wäre die Neuauflage durch einen Autor, der Mednis' Tipps und Ideen aufgreift, aktualisiert und vertieft.

Dr. E. Rausch in Rochade Europa 02/2003, S.84.

Zur dritten Auflage 2002

Auch das zweite Buch aus dem Beyer Verlag erlebt immerhin schon die dritte Auflage, obwohl es gerade einmal 10 Jahre alt ist.

In "Wie wird man ein guter Turnierspieler?" beschäftigt sich der leider inzwischen verstorbene erfolgreiche Autor GM Edmar Mednis mit vielen Fragen, die für ambitionierte Spieler früher oder später auf der Tagesordnung stehen werden. In acht Kapiteln handelt er verschiedene Schwerpunkte ab, die wir hier kurz skizzieren wollen.

Zuerst einmal geht es um ein geeignetes Trainingsprogramm, in dem Punkte wie die Analyse eigener Partien, die Auswahl guten Studienmaterials und die Einteilung des Trainings besprochen werden. Danach soll gelernt werden, wie ein Großmeister zu denken. Beispiele zeigen hier das Vorgehen solcher Schachgrößen wie Fischer und Karpow.

Die Auswahl des Eröffhungsrepertoires ist das nächste Thema. Hier geht Mednis Fragen zur Wahl geeigneter Varianten und der Breite des Repertoires nach, außerdem zeigt eine Übersicht einen Repertoire-Vorschlag für strategische Spieler.

Dazu gehört natürlich auch die wichtige Frage der Zugfolge, die im nächsten Kapitel erörtert wird. Sehr anschauliche Beispiele zu 1.e4, 1.d4, 1.c4 und 1.Sf3 zeigen, dass die Wahl der Zugfolge ein wichtiges Werkzeug ist, das man beherrschen sollte.

Mit der Vorbereitung auf eine Turnierpartie beschäftigt sich das fünfte Kapitel. Zunächst soll man sich ein realistisches Ziel setzen, was natürlich davon abhängt, ob unbedingt ein Sieg her muss oder ob ein Remis ausreicht.

Dann gilt es, möglichst viel über den Gegner herauszufinden und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Danach sollte bereits vor der Partie eine Entscheidung über die angestrebte Eröffnung fallen. Erst dann folgt letztendlich die aktuelle Vorbereitung der Varianten.

Auf die richtige Spielweise geht Mednis im nächsten Kapitel ein. Gemeint ist damit die richtige Reaktion auf den Erfolg der Vorbereitung: läuft alles nach Plan, hat der Gegner eine Neuerung gebracht, oder spielt er gar eine gänzlich unerwartete Variante?

Es folgt ein sehr wichtiges Thema, mit dem sicher jeder Schachfreund schon einmal seine Probleme hatte: das Verhalten nach der Zeitkontrolle.

Das abschließende Kapitel über die Analyse von Hängepartien ist zwar von der Praxis inzwischen etwas überholt, aber schon allein die Erfahrungen aus seiner Praxis, die Mednis hier wie übrigens auch im restlichen Buch schildert, machen diesen Abschnitt sehr lesenswert.

Schachmarkt 03/2003

Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift "Schachmarkt"