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Art.-Nr.: LXBEISRB

Schachtaktik richtig berechnen

192 Seiten, kartoniert, Gambit, 1. Auflage 2015.

16,50 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Im Schachkampf stehen die Denkmethoden im Mittelpunkt, aber dennoch bemühen sich die wenigsten Spieler bewusst darum, ihre Berechnungsfähigkeiten zu verbessern. In vielen der vorangegangenen Werke über dieses Thema sind idealisierte Modelle präsentiert worden, die nur begrenzte Relevanz zum hektischen Treiben des praktischen Schachs haben oder ansonsten nur wenig mehr als Vorschläge für den Einzelfall zur Verfügung stellen.

Der erfahrene Trainer Valeri Beim findet einen Mittelweg und erklärt, wie man Intuition und Logik zusammen nutzt, um taktische Probleme auf eine methodische Weise zu lösen. Er gibt außerdem Empfehlungen, wann es besser ist, "wie eine Maschine” zu denken und wann man sich auf eine intuitive Einschätzung verlassen soll.

Valeri Beim ist Großmeister und lebt in Österreich. Er hat zahlreiche Turniere gewonnen und spielt sowohl in der österreichischen als auch in der deutschen Liga. Viele Jahre lang war er der führende Trainer an der Schachschule in Odessa, und er war außerdem der Trainer der israelischen Nationalmannschaft. Er hat sich einen Namen als ein Autor für benutzerfreundliche Lehrbücher gemacht. Dies ist sein fünftes Schachbuch für Gambit.

Details
Sprache Deutsch
Autor Beim, Valeri
Verlag Gambit
Auflage 1.
Medium Buch
Gewicht 370 g
Breite 17,2 cm
Höhe 24,8 cm
Seiten 192
ISBN-13 978-1910093245
Erscheinungsjahr 2015
Einband kartoniert
Inhalte

004 Zeichenerklärung

005 Einführung

007 "Der Teufel steckt im Detail"

008Teil 1: Taktik im Schach

008 Was ist Taktik, und was sind Kombinationen?

020 Taktik in der Praxis

026 Schlag auf Schlag

032 Logische Analyse

046 Die Entwicklung der taktischen Fähigkeiten

056Übungen zum 1. Teil

063Teil 2: Die Technik der Variantenberechnung

063 Berechnung und Taktik

069 Die Technik der Variantenberechnung

078 Was man tun soll, bevor man anfängt zu rechnen

087 Unklare und komplizierte Situationen

093 Die Rolle der Berwertung

102 Wann man mit der Berechnung aufhören soll

106 Berechnung in Etappen

113 Konkrete Aktion zur Verwertung eines Vorteils

119 Resultierende Züge

136 Zusammenfassung

136 Kalkulationstraining

141 Schlussfolgerung

142Übungen zum 2. Teil

153Lösungen

153 Lösungen der Aufgaben zum 1. Teil

168 Lösungen der Aufgaben zum 2. Teil

189 Spielerverzeichnis

191 Verzeichnis der Komponisten

Im Gambit-Verlag ist in diesem Jahr Valeri Beim "Schachtaktik richtig berechnen“ erschienen. Zur Freude der deutschen Vereinsspieler ist nun endlich die im Jahr 2006 unter dem Titel "How to Calculate Chess Tactics“ erschienene Originalausgabe ins Deutsche übersetzt worden.

Was ist nun das Besondere an diesem Werk? Es ist keine Sammlung von Kombinationsstellungen und bietet auch nicht Taktikaufgaben nach einer bestimmten konventionellen Themenklassifikation an.

Vielmehr legt der Autor - GM und einst Trainer der Schachschule in Odessa und der israelischen Nationalmannschaft - großen Wert auf die praxisnahe Schulung konkreter Variantenberechnung. Grundlage hierfür sieht er in der gründlichen Analyse auf dem Brett, wobei er scheinbar unwichtige Details in die Überlegungen mit einbezieht. In einem ersten Teil, der ein Viertel des Volumens umfasst, setzt sich der Autor mit der Frage auseinander, was überhaupt unter Taktik und einer Kombination zu verstehen ist. Er kommt zu dem Schluss, dass für erfolgreiches Spiel die Entwicklung der taktischen Fähigkeiten unerlässlich ist. Im restlichen zweiten Teil gibt der Autor die konkreten und äußerst nützlichen Hinweise zur Technik der Variantenberechnung - wie Rechengrundlage, Bewertung, Berechnung in Etappen und weitere wertvolle Hinweise.

Abgerundet wird das Werk durch 100 Übungsbeispiele unterschiedlicher Schwierigkeit, die gründlich gelöst werden.

Fazit: Ein überaus wertvolles Lehrbuch, in dem der Profi dem Vereinsspieler nützliche Hinweise zur Berechnung der Schachtaktik gibt.

Heinz Däubler, "Der Neue Tag Magazin"

29.08.2015


Bereits 2006 wurde das Buch "How to Calculate Chess Tactics" von Valerie Beim im Gambit-Verlag veröffentlicht. Nun folgt mit "Schachtaktik richtig berechnen" die deutsche Übersetzung. In meinen Augen völlig zu Recht, arbeitet der Autor doch mit vielen Erläuterungen und Definitionen. Valerie Beim ist nicht nur Schachgroßmeister und Autor, sondern auch Schachtrainer und das merkt man als Leser recht schnell.

Das Buch ist eine Mischung aus schachlicher Abhandlung und Lehrbuch. Trotz der nur 191 Seiten gibt es viele Thesen und praktische Vorschläge, weshalb es sich nicht so schnell durcharbeiten lässt. Der Leser sollte die eingewobenen Beispiele am besten an einem Brett in aller Ruhe berechnen und nachspielen und die Ideen immer mal wieder sacken lassen.

Zu Beginn des Buches geht es erst einmal um die Begriffe "Taktik" und Kombination". Obwohl sie häufig gebraucht werden, da "Schach zu 90 Prozent aus Taktik besteht", wie eine alte Feststellung lautet, bemerkt der Autor, dass eigentlich gar nicht ganz klar ist, was man damit meint, und bietet Schritt für Schritt eine Definition an. Den Leser lässt er dabei an seinem Definitionsprozess teilhaben, was einem schon einmal neue Einblicke liefern kann. Damit ist der erste Teil des Buches bereits umrissen. Im zweiten Teil geht es nun um die technischen Aspekte zur Variantenberechnung. Wann soll ich berechnen? Was soll ich berechnen? Wann sollte ich mit dem Berechnen aufhören? Diese Fragen und noch mehr werden behandelt und sehr gut seziert. Neben vielen verbalen Erläuterungen gibt es auch hier viele taktische Beispiele aus Partien, aber auch aus Studien. Das einzige Manko ist, dass manchmal erst die Lösung im Text präsentiert wird, weil das Diagramm erst auf der nächsten Seite Platz fand. Dies hat meinen Rechenspaß etwas gehemmt, kam aber zum Glück nicht zu häufig vor. Nach dem zweiten Teil folgen noch 60 Übungen zum Vertiefen. Die Anmerkungen sind durchaus ausführlich und die Lösungen durchaus kreativ.

Bei dem Niveau des Buches sollte man sich nicht täuschen. Es ist kein Anfängerbuch, sondern setzt zumindest einige Erfahrung im Berechnen voraus. Zwar kann jeder etwas mit den Definitionen Beims anfangen, aber die Beispiele sind teils schon recht happig, weshalb der Leser des Buches mindestens eine DWZ von 1600 oder mehr haben sollte, um es nicht als Qual, sondern Gewinn zu empfinden.

Insgesamt ein tolles Buch, das dem Leser gut helfen kann, seine taktischen Fähigkeiten zu verbessern.

IM Dirk Schuh


"Schachtaktik richtig berechnen" von Valeri Beim ist die Übersetzung des Buches "How to Calculate Chess Tactics" des Verlagshauses Gambit Publications Ltd. aus dem Englischen. Die Originalausgabe stammt aus dem Jahre 2006. Anders als etwa bei einer Veröffentlichung zur Eröffnungstheorie ist es unerheblich, dass zwischen dem ersten Erscheinen in der Originalsprache und nun der deutschen Übersetzung einige Jahre liegen, denn der Besprechungsgegenstand unterliegt nur einem allenfalls geringen Wandel der Zeit.

Valerie Beim ist ein in Österreich lebender Großmeister, der gebürtig aus der Ukraine stammt. Seine Erfolge hat er nicht nur auf der Turnierbühne gefeiert, sondern auch als Trainer (vor allem auch der Nationalmannschaft Israels), als Schachlehrer und als Buchautor.

Seine Kernmotivation zum Schreiben des hier besprochenen Werkes liegt darin, eine von ihm gesehene Lücke in der Schachliteratur zu schließen. Diese sieht er dort, wo es Intuition, Logik und die Fertigkeiten im Umsetzen taktischer Motive im Schachspiel miteinander in Beziehung zu bringen gilt. Um diesen Ansatz zu konkretisieren: Stellen Sie sich das Motiv des Läuferopfers auf h7 vor, eine der Grundideen im Rochadeangriff. Der Spieler muss dieses Motiv zunächst einmal grundsätzlich kennen, um es gezielt einsetzen zu können. Dass eine Stellung reif sein kann für die Anwendung und deshalb entsprechend genauer untersucht werden sollte, ist ein aus der Intuition heraus aufkommender Gedanke. Die sich anschließende genaue Prüfung bedient sich der Logik bis hin in die Berechnung der konkreten Varianten.

Der folgende ausführliche Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis dient nicht nur der Information darüber, wie Beim "Schachtaktik richtig berechnen" gegliedert hat, sondern gibt bereits einen tiefen Einblick in die Materie selbst.

Einführung

"Der Teufel steckt im Detail"

1: Taktik im Schach

Was ist Taktik, und was sind Kombinationen?

Taktik in der Praxis

Schlag auf Schlag

Logische Analyse

Die Entwicklung der taktischen Fähigkeiten

Übungen zum 1. Teil

Teil 2: Die Technik der Variantenberechnung

Berechnung und Taktik

Die Technik der Variantenberechnung

Was man tun soll, bevor man anfängt zu rechnen

Unklare und komplizierte Situationen

Die Rolle der Bewertung

Wann man mit der Berechnung aufhören soll

Berechnung in Etappen

Konkrete Aktion zur Verwertung eines Vorteils

Resultierende Züge

Zusammenfassung

Kalkulationstraining

Schlussfolgerung

Übungen zum 2. Teil

Lösungen

Lösungen der Aufgaben zum 1. Teil

Lösungen der Aufgaben zum 2. Teil.

Zunächst versucht Beim zu klären, was unter den wichtigen einzelnen Begriffen zu verstehen ist, beispielsweise unter "Taktik". Dies ist nicht etwa als Glossar misszuverstehen, sondern der Unterbau für seine späteren fachlichen Ausführungen. Nach dem Durcharbeiten dieses Bereiches kennt der Leser die Bedeutung und die Inhalte der Begriffe, so wie Beim diese interpretiert, und wie sie untereinander in Beziehung stehen. Er bekommt damit eine Struktur an die Hand, die teilweise wie eine Gebrauchsanweisung Schritt für Schritt beschrieben wird. Sich an diese anlehnend kann der Leser dann in der eigenen Partie gezielt und mit einem roten Faden im wahren Sinn des Buchtitels Schachtaktik richtig berechnen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Definitionen so zu verstehen bereit bin, wie Beim sie gibt. Auch bin ich mir nicht sicher, ob es tatsächlich erforderlich war, ausgewählte hergebrachte Definitionen zu modifizieren und ob die damit verbundene Änderung aus der Sicht eines erfahrenen Spielers immer von Vorteil ist. Beim möchte damit auch Missverständnisse und Verwechslungen ausschließen, legt damit aber auch Hand an in Dingen, die das grundlegende Schachverständnis des erfahrenen Lesers betreffen, seine Erfahrung ausmachen und auch den Darstellungen in anderen Lehrbüchern entsprechen. Ein einfaches Beispiel dazu: Unter Strategie im Schach verstehe ich den übergeordneten Plan, nach dem der Spieler vorgeht, in der Partie und in einer bestimmten Phase. Vielleicht kann man modern auch vom Masterplan sprechen. Taktik ist dann die Anwendung der konkreten Mittel, die Schritt für Schritt, konkret und kontinuierlich dem Erreichen des strategisch definierten Zieles dienen und dem Gegner dasselbe verwehren. Nach Beim ist Taktik das, was der Spieler zunächst auf dem Brett macht oder zu machen hat.

Im zweiten Teil des Werkes geht es um die konkrete Berechnung der Varianten. Er arbeitet dabei nach dem Prinzip der Kandidatenzüge, das er allerdings verfeinert. Zudem gibt er ganz spezifische Tipps zum Umgang mit verschiedenen Brettsituationen, in denen sich der Spieler befinden kann. Ein Beispiel dazu: Wenn es viele Kandidatenzüge gibt, von denen manche leichter und andere nur sehr schwer und aufwändig zu berechnen sind, sollte sich der Spieler zunächst den leichteren zuwenden und die anstrengende und zeitintensive Berechnung der komplexen Varianten von einem erkennbaren Mehrwert abhängig machen.

Die vom Spieler berechnete Variante ist eine Kette aus Kandidatenzügen, die sich als tatsächlich auszuführende Züge gegenüber den anderen in Betracht kommenden Zügen durchgesetzt haben.

Zu beiden großen Teilen in "Schachtaktik richtig berechnen" hat Beim leichte bis anspruchsvolle Übungsaufgaben eingearbeitet, die jeweils an deren Ende zu finden sind. Die Lösungen auf alle Aufgaben sind am Ende des Buches gebündelt.

Es ist nicht ganz einfach, den Adressatenkreis zu bestimmen, an den sich das Buch richtet. Ausnehmen möchte ich den reinen Anfänger im königlichen Spiel. Er sollte meines Erachtens zunächst abwarten, bis er mit den grundlegenden Aspekten des Schachspiels sicher vertraut ist. Einen Lernerfolg im Bereich der unmittelbaren Fähigkeiten auf dem Brett halte ich mindestens bis zum Spieler auf einem guten Klubniveau für gut möglich. Und soweit es um die Erweiterung des Verständnishorizontes vor dem Hintergrund geht, Intuition mit Logik und mit Technik zu verknüpfen, gibt es für mich keine definierbare Grenze hinsichtlich der Spielstärke des Lesers.

Fazit: "Schachtaktik richtig berechnen" ist ein gutes, bisweilen auch etwas "eigenwilliges" Buch. Der für den Leser erreichbare Mehrwert richtet sich meines Erachtens besonders auch nach dessen Konstitution selbst und ist differenziert zu betrachten, je nach denkbarem Element des Mehrwertes an sich.

Dem erfahrenen Spieler werden in Teilen andere Definitionen u.ä. in Fleisch und Blut übergegangen sein, als "Schachtaktik richtig berechnen" diese vermittelt. Unabhängig davon, ob der Leser sich den Anschauungen des Autors in diesen Punkten öffnet, kann er die Erläuterungen, Anleitungen etc. des Werkes für sich nutzen.

Die disziplinierte Arbeit mit dem Werk gibt dem Leser die große Chance, sein Verständnis mit dem Ziel zu erweitern oder zu schärfen, Intuition, Logik und die Fertigkeiten im Umsetzen taktischer Motive miteinander (besser) zu verknüpfen.

"Schachtaktik richtig berechnen" ist für mich mit den obenstehenden Differenzierungen zum Adressatenkreis eine Kaufempfehlung.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Mai 2015


Rezension zu "How to Calculate Chess Tactics" (siehe Artikelnummer LXBEIHTCCT):

Der aus Odessa stammende GM Valeri Beim lebt heute in Österreich; er hat eine gleichermaßen große Erfah­rung als aktiver Spieler, als Trainer und als Schach-Autor vorzuweisen. In seinem neuen Buch "Wie Schach-Taktiken zu berechnen sind" wirft er einerseits einen Blick auf taktische Wendungen und Kombinationen, zum anderen versucht er die Technik des Variantenberechnens aufzuhel­len und dem Leser - Zielgruppe sind Amateurspieler - hinreichend genau zu erklären.

Der 1. Teil des Buches befasst sich mit der Schach-Taktik (S. 8-50). Große Sorgfalt verwendet Beim da­bei auf korrekte Definitionen von "Taktik" und "Kombination", erläu­tert die Schwierigkeiten in der prak­tischen Partie, die sich nach dem Auslassen taktischer Chancen für den Spieler ergeben können, weist auf Serien taktischer Schläge hin ("Blow for Blow" - nebst ihrem psychologischen Einfluss auf den Gegner!), und gibt schließlich Hin­weise auf die Möglichkeit, takti­sches Geschick durch die logische Analyse verschiedener Positionen zu entwickeln und zu stärken. Letztlich seien in jeder Partie Strategie und Taktik untrennbar miteinander ver­woben. Anhand von 40 ausgewähl­ten kombinatorischen Aufgaben (S. 51-57, kommentierte Lösungen auf S. 143-155) kann sich der Leser so­dann selbst an überraschenden Wen­dungen versuchen.

Im 2. Teil steht dann die Technik der Variantenberechnung zur Diskussion (S. 58-131). Der Abschnitt beginnt mit der innigen Verbindung von Be­rechnung und Taktik, sodann setzt sich der Autor im Hauptteil kritisch mit den Thesen Alexander Kotows aus dessen altem Buch "Denke wie ein Großmeister" auseinander. Kotow hatte damals die Begriffe "Vari­antenbaum" und "Kandidatenzüge" eingeführt, und war der Ansicht, dass jede Variante nur einmal durch­dacht werden sollte, um am Brett Energie und Bedenkzeit zu sparen.

Beim modifiziert nun diese Annah­men und kreiert z.T. andere und zu­sätzliche Hypothesen, etwa: erst ei­ne logische Analyse durchführen, dann erst mit dem Rechnen begin­nen. Oder: auch in unklaren Situa­tionen soll die Variantenberechnung dabei helfen, zu übersichtlicheren Stellungen zu gelangen, welche dann natürlich auch noch korrekt be­urteilt werden müssen. Schwierig ist auch die Frage zu beantworten, wann die Berechnungen abgebro­chen werden sollten, oder auch die, wann eine Analyse in Stufen hilf­reich erscheint. Zudem sei der Zeit­punkt wichtig, wann konkrete Schritte unternommen werden müs­sen, um einen Vorteil zu verwerten. Manchmal ergeben verschiedene Kandidatenzüge in der Zusammen­schau einen "Resulting move", also einen für den Gegner höchst überra­schenden Zug, der schlagartig die Situation klärt.

Um sowohl die taktischen als auch die damit eng verbundenen Berechnungsfähigkeiten zu trainieren, emp­fiehlt Beim neben seiner logischen Analyse durchaus auch die selbstän­dige und regelmäßige(!) Lösung tak­tischer Aufgaben, insbesondere von Endspielstudien.

Den Abschluss des 2. Teils bilden 60 Aufgaben zum Thema (S. 132-142), deren Lösungen ausführlich auf S. 155-172 besprochen werden. Zur Illustration des Textes führt der Autor zahlreiche Beispiele aus der Meisterpraxis an, insgesamt 14 voll­ständige kommentierte Partien und 80 Partiefragmente bzw. Studien, welche selbstverständlich auf die je­weiligen Themen zugeschnitten sind.

Beim (und nicht nur er!) ist der Mei­nung, dass etwa 90% der prakti­schen Partien durch taktische Manö­ver entschieden werden und dass sich Amateure und Meister primär durch die verschiedenen taktisch-kombinatorischen Fähigkeiten in der Spielstärke voneinander unterschei­den.

Insofern soll auch dieses Buch dazu beitragen, auf einem fundierten theoretischen Hintergrund das takti­sche Sehvermögen zu verbessern und die Effizienz der Variantenbe­rechnung zu stärken. Dabei gerei­chen dem Leser englische Sprach­kenntnisse durchaus zum Vorteil.

Mit freundlicher Genehmigung

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 7/2007

Schachtaktik richtig berechnen

EUR

16.5